"Wir haben gelernt"
08.02.2012
"Wir haben gelernt"
VERBANDSLIGA: VfL auf dem Weg nach oben / Gespräche mit Marco Büschenfeld

VON JÜRGEN KRÜGER


Der Kröger-Hecht | FOTO: JÜRGEN KRÜGER

Löhne-Mennighüffen. Es war überzeugend, was Handball-Verbandsligist VfL Mennighüffen beim 35:31-Erfolg über den TSV Ladbergen zeigte. Es war zwar keine spielerische Kür, aber hingebungsvoll und erfolgreich. "Wir haben gelernt", sagte dann auch Arne Kröger, mit elf Feldtoren der beste Werfer bei den Grün-Weißen.

"Solche Spiele hätten wir vor einem halben Jahr noch verloren. Doch gegen Ladbergen war einiges anders. Wir haben mit Kopf gespielt als es eng wurde", sagte der 20-jährige Rückraumspieler nach dem Abpfiff. Seine Trikot hing nur noch in Fetzen an seinem Körper herunter. Den Ladbergenern fehlten zum Schluss dieser Partie die Mittel, um Kröger zu stoppen. Der Rechtshänder brachte seine Farben immer wieder in Führung. Aber auch Krögers Pendant auf der halbrechten Seite, Jonas Köster, spielte beherzt.

Dabei machte der Linkshänder eher eine blasse Figur, bevor er das 30:29 (56.) in Überzahl erzielte und das wichtige 32:31 (59.). Arne Kröger, Michael Scholz und Jonas Bextermöller brachten die Schäfchen dann ins Trockene. Wichtig für den Mennighüffener Erfolg war auch die starke Leistung von Mittelmann Henrik Bolte, der sehr geschickt in der Abwehr agierte und sich lediglich in der 15. Minute eine Verwarnung einfing.

"Das war eine mannschaftlich geschlossene Leistung, mit Höhen und Tiefen, aber auch mit positivem Ausgang. Das tut der Mannschaft gut", lobt dann auch VfL-Team-Manager André Zwiener. Bereits bei Spielen zuvor in Ahlen (33:31-Sieg) und in Emsdetten (26:26) sei die Mannschaft standfest gewesen. Zwiener: "Wir haben gesehen, dass es zum Erfolg führt, wenn wir immer weiter unseren Stiefel herunterspielen."

Am kommenden Sonntag ist ein ganz Großer zu Gast. Die Sportfreunde Loxten werden sich aber strecken müssen, um diesen VfL zu schlagen. "Beim Hinrundenspiel war uns Loxten überlegen, das müssen wir anerkennen. Jetzt aber wollen wir mal sehen, wie es ausgeht. Wir haben alle Spieler an Bord und hoffen, dass uns die Zuschauer genauso unterstützen wie gegen Ladbergen", sagt Zwiener.

In Gesprächen befindet sich der VfL derzeit mit Marco Büschenfeld. Der 25-jährige Rechtshänder ist noch beim Oberligisten TuS Spenge unter Vertrag, wird den Verein aber nach dieser Saison verlassen. "Es ist immer ein Thema, wenn wir einen Spieler wie Marco zurückholen können", sagt Zwiener. Die Chancen stehen ganz gut, dass der Mittelmann ab der kommenden Saison wieder für seinen alten Verein spielt. "Mal sehen, was die Gespräche bringen", sagte Büschenfeld, der sich die Begegnung des VfL gegen Ladbergen ansah, und bestätigte, auch bei anderen Vereinen im Gespräch zu sein. Eine wichtige Rolle wird die Gesundheit spielen. Büschenfeld laboriert bereits zum zweiten mal an einem Knorpelschaden im linken Knie, und hat deshalb in dieser Saison in Spenge noch nicht gespielt.


VON JÜRGEN KRÜGER

Link:  Neue Westfälische


vorige News
nächste News