Rückblick auf die vergangene Oberligasaison
Der haushohe Meisterschaftsfavorit TSG AH Bielefeld muss eine weitere Ehrenrunde in der Oberliga Westfalen absolvieren. Scheiterten die Bielefelder in der Saison 2017/2018 noch am Kreisrivalen TuS Spenge, so war in der abgelaufenen Spielzeit das Team von Lit Tribe Germania das Maß aller Dinge. Nur 610 Gegentore kassierten die Nordies, was einen Schnitt von 23,46 pro Spiel entspricht. Nur ganze zwei Niederlagen kassierte die Truppe von Trainer Carsten Gerling. In Möllbergen (19:20 ) und bei den Sportfreunden Loxten (27:28) verlor der Aufsteiger jeweils mit nur einem Treffer Unterschied. In eigener Halle blieb Nordhemmern ungeschlagen und verbuchte 26:0-Punkte vor eigenem Publikum. Die TSG AH Bielefeld hatte ihr Team vor der Saison kräftig umgekrempelt. Drei Akteure verließen die TSG, dafür standen gleich fünf neue Spieler im Kader. Im Laufe der Saison zeigte es sich, dass der neue Trainer Stefan „Apollo“ Just zwar viele Einzelkönner in seiner Mannschaft hatte, aber die mannschaftliche Geschlossenheit in der Truppe fehlte. Und so musste der Trainer nach dem enttäuschenden 25:25-Unentschieden gegen den TuS Möllbergen noch in der Hinserie seinen Hut nehmen. Im Angriff baute die TSG auf ihren Torjäger Julius Hinz und auf den Rückraumschützen Maximillian Schüttemeyer. Dagegen blieben viele der anderen Akteure blass und so war bereits lange vor Serienende klar, dass der Topfavorit die Germanen aus Nordhemmern nicht von der Tabellenspitze verdrängen konnte. Die positive Überraschung der letzten Saison war das Team von ASV Hamm 2. Die Truppe, die durch den Ex-Bundesligaspieler Julian Krieg verstärkt wurde, lag nach fünf Spieltagen ungeschlagen an der Tabellenspitze. Niederlagen gegen Lit und TSG AH Bielefeld warfen die Hammer etwas zurück, aber am Ende reichte es bei 38:14-Zählern zu einem tollen dritten Tabellenplatz. Die Sportfreunde Loxten und der Soester TV stritten sich um die Plätze im oberen Tabellendrittel. Die drei Aufsteiger SuS Oberaden, TSG Harsewinkel und FC Schalke 04 kämpften allesamt gegen den Abstieg. Und mit Oberaden und Harsewinkel mussten gleich zwei Aufsteiger sofort wieder den bitteren Gang in die Verbandsliga antreten. Lange Zeit sah die TSG Harsewinkel wie ein sicherer Absteiger aus, denn nach Beendigung der Hinserie lag die Truppe von Trainer Manuel Mühlbrandt mit 4:22-Punkten abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz. In der Rückrunde wurde die Truppe immer stärker und so schien der Klassenerhalt nach 24 Spieltagen greifbar nahe. Aber dann zeigte die Truppe der TSG Nerven und verlor ihr vorletztes Spiel vor eigenem Publikum gegen die bereits abgestiegene Gegner SuS Oberaden mehr als deutlich mit 25:36-Toren. So kam es dann am letzten Spieltag beim TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck zum Entscheidungsspiel um den Abstieg. Bei einem Sieg der TSG hätten die Bielefelder den Gang in die Verbandsliga antreten müssen. TuS-Torjäger Sebastian Kopscheck fiel aufgrund gesundheitlicher Probleme lange aus und so verlor der Geheimfavorit in der Endphase der Spielzeit fünf Spiele in Folge und so ging es in der finalen Partie gegen Harsewinkel um alles. Die TSG hielt die Partie lange Zeit offen, aber am Ende sicherte sich Jöllenbeck vor über 1200Zuschauern durch einen 34:26-Sieg die Oberligazugehörigkeit. Lange Zeit sah es so aus, als ob der TuS Möllbergen den Gang in die Verbandsliga antreten müsste. Trainer Andre Torge musste im Jahr 2019 auf die Langzeitverletzten Frederic Altvater und Andre Kämper verzichten. Und dann fiel auch noch Torjäger Simon Witte nach einem Rippenbruch aus. Und als der TuS am 19.Spieltag klar mit 28:32-Toren beim VfL verlor, steckte er voll im Abstiegskampf. In der Endphase der Saison packte der TuS sein Kämpferherz aus und gewann mit seiner Rumpftruppe fünf Spiele in Folge und hatte drei Runden vor Serienende den Klassenerhalt eingetütet. Drei Mannschaften spielte eine ganz tolle erste Serie, um dann in der Rückrunde als Punktelieferant dazustehen. Neben unsere ersten Mannschaft (8:18-Punkte() kassierten der VfL Gladbeck (8:18-Punkte) und der HTV Hemer (9:17-Punkte) in der Rückrunde eine Niederlage nach der anderen und so mussten Gladbeck und Hemer zwischenzeitlich um den Klassenerhalt bangen. Die Reserve des TuS Ferndorf spielte eine ganz solide Saison und beendete ihre zweite Oberligasaison auf dem sechsten Tabellenplatz. Der TuS hielt sich während der gesamten Saison im gesicherten Mittelfeld auf. Unsere erste Mannschaft hatte in der abgelaufenen Saison ein ganz schweres Auftaktprogramm. Nach den beiden Auswärtsniederlagen bei Lit (22:27 ) und den Sportfreunden Loxten (17:18) traf die Truppe von Trainer Siggi Jedrzej am fünften Spieltag am Löhner Gymnasium auf den Topfavoriten TSG AH Bielefeld. Nach einem großen Spiel vor gut 600Zuschauern stand ein 24:24-Unentschieden auf der Anzeigetafel. Nach 5:7-Punkten aus den ersten sechs Partien holte unsere Sieben gegen die schwächeren Teams der Liga die notwendigen Punkte. Und nach zwölf Spieltagen hatte der VfL 15:9-Zähler auf seinem Konto und war bis auf den fünften Tabellenplatz vorgerückt. Besonders hervorzuheben waren dabei die Heimsiege gegen unsere Angstgegner VfL Gladbeck (28:26) und HTV Hemer (25:20). Am letzten Hinrundenspieltag im alten Jahr ging unsere Truppe mit fliegenden Fahnen beim FC Schalke 04 unter und fuhr nach einem zwischenzeitlichen 22:15-Rückstand mit einer unnötigen 26:23 Niederage nach Hause. Und das Jahr 2019 brachte für unsere erste Mannschaft wenig positives. Beim späteren Absteiger SuS Oberaden gab es zu Beginn der Rückrunde eine knappe 26:25– Niederlage. In der Folgezeit kassierte der VfL noch fünf weitere Pleiten in Folge, ehe der Abwärtstrend durch den 32:28-Heimsieg über Möllbergen beendet wurde. Lange Zeit stellte der VfL neben Lit Tribe die beste Abwehrreihe der Oberliga. Doch in der Endphase der Saison kassierte der VfL einige Gegentore zuviel. Aber immerhin stellte unsere Truppe nach Lit die zweitbeste Abwehr der Liga und kassierte nur 658 Gegentore. Das entsprach einem Schnitt von 25,31 pro Spiel. Da man aufgrund der tollen ersten Saison den Klassenerhalt bereits fünf Spieltage vor Serienende in trockenen Tüchern hatte, war die Anspannung in den letzten Partien nicht mehr so groß. Aber immerhin konnte unsere erste Mannschaft in dieser Saison gegen ihre Angstgegner HTV Hemer (4:0-Punkte), VfL Gladbeck (2:2-Punkte) und TV Soest (2:2-Punkte) wichtige Zähler einfahren. Da sich Lit Tribe in den Aufstiegsspielen gegen Aurich durchsetzen konnte, spielen die Nordies in der nächsten Saison in der 3.Liga West. Da kein Verein aus der 3.Liga in die Oberliga Westfalen abstieg, konnten drei Teams in die Oberliga aufsteigen. Unser Kreisrivale CVJM Rödinghausen wurde in der Verbandsliga Staffel 1 bei nur zwei Niederlagen souverän Meister. Wir freuen uns schon jetzt auf die Duelle mit unseren Freunden aus Rödinghausen. Aus der Verbandsliga 2 stiegen zwei alte Bekannte auf. HSC Haltern/Sythen wurde mit großem Vorsprung Meister. Und zudem stieg der Zweitplatzierte HC Tura Bergkamen auf, der durch eine 12:0-Serie in der Endabrechung mit 37:15-Punkten noch auf den zweiten Tabellenplatz vorschob. Da der TV Isselhorst, der Zweiter in der Staffel 1 wurde, auf die Aufstiegsspiele verzichtete, grüßt Bergkamen als neuer Oberligist.



0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.