Die Saison 2002/2003 – Unsere erste Damenmannschaft  klopfte an das Tor der Oberliga. 

Im sechsten Verbandsligajahr musste unser Damentrainer Jens Kruse auf das Nachwuchstalent Imke Viering, die zum Regionalligisten HSG Stemmer/Friedewalde wechselte, und Sylke Windel (Babypause) verzichten. Dafür komplettierten die erfahrene Nicole Walter und Torfrau Bettina Frerichs den Kader. Der VfL spielte seine beste Verbandsligasaison und landete am Ende hinter dem Topfavoriten Spvg. Steinhagen auf dem zweiten Rang. Diese tolle Platzierung bescherte unseren Damen am Saisonende zwei Aufstiegsspiele zur Oberliga Westfalen. Die Truppe von Jens Kruse startete ausgezeichnet in die Saison und lag nach acht Spieltagen mit 14:2-Zählern auf dem zweiten Tabellenplatz. Lediglich bei der HSG Blomberg/Lippe 3 (22:22) und der HSG Hohne/Lengerich (21:21) gab es zwei Punkteteilungen. Am 15.12.2002 kam es dann in der Mennighüffer Sporthalle zum Gipfeltreffen der Verbandsliga, als der noch verlustpunktfreie Tabellenführer Spvg. Steinhagen seine Visitenkarte in Mennighüffen abgab. Gut 200 Zuschauer erlebten Spannung und Dramatik pur. Im Spiel zweier gleichwertiger Mannschaften stand es zur Pause 11:11. Nach dem Wechsel nahm sich der VfL eine zehnminütige Auszeit,  die Steinhagen zur 12:15-Führung nutzte. Jessica Fischer schaffte dann aber kurz vor dem Ende noch den 16:16-Auslgeichstreffer, doch die Gäste erzielten den letzten Treffer dieser Partie und durch den knappen 16:17-Erfolg bauten sie ihren Vorsprung auf  vier Punkte aus.

Die Entscheidung um die Meisterschaft fiel dann drei Spieltage vor Saisonende, als der VfL zum Rückspiel in Steinhagen antrat. Der VfL hatte bis zu diesem  Spiel der Spiele keine Partie mehr verloren.  Lediglich gegen die HSG Blomberg/Lippe 3 gab es wie auch schon in der Hinrunde beim 18:18 eine Punkteteilung. An den beiden letzten Spieltagen  zuvor schwächelte Steinhagen und verlor bei der TG Hörste mit 18:19-Toren und unterlag dann in eigener Halle dem TSV Hahlen mit 19:21-Toren. Und so reiste der VfL als Spitzenreiter nach Steinhagen (beide 33:5-Punkte). Der VfL hatte einen Fanbus eingesetzt und so begleiteten gut 100Zuschauer ihren VfL in die Schnapsstadt. Der VfL ging vor mehr als 500Fans mit 0:1 in Front, doch das sollte auch die letzte Führung gewesen sein. Über 3:1 setzte sich Steinhagen auf 9:5 ab. Beim 9:7 war der VfL wieder in Schlagdistanz. Dann aber die Schrecksekunde in der 25.Minute, als Abwehrchefin Nicole Walter nach ihrer dritten Zeitstrafe  die rote Karte unter die Nase gehalten wurde. Zu allem Überfluss vergab Sabrina Kelle noch zwei  Marken.  Von diesem Schock erholte sich die Kruse-Sieben nicht mehr. Steinhagen führte zur Pause klar mit 16:9-Toren und übernahm durch einen deutlichen 27:20-Erfolg wieder die Tabellenführung.

Der VfL wurde mit vier Zählern Rückstand Vizemeister und traf in den Aufstiegsspielen auf den TuS Ende. Gut 200 Zuschauer wollten das Hinspiel in Mennighüffen sehen und sie brachten die Halle zum Kochen, als ihr VfL in der Endphase zur Aufholjagd ansetzte. Der VfL agierte zunächst übernervös und lag mit 1:3, 3:6 und 4:9 zurück. Beim Stand von 9:12 ging es in die Kabinen und beim Zwischenstand von 15:19 sah es ganz bitter für den VfL aus.  Dann stellte Jens Kruse die Abwehr um und durch einen 5:0-Lauf ging der VfL in der 52.Minute beim 20:19 das erste Mal in Führung. Und dann stand sogar ein 24:20 auf der Anzeigetafel, doch die beiden letzten Tore dieser Partie erzielte Ende und so siegte der VfL mit 24:22-Toren und reiste mit diesem  Zwei-Tore-Vorsprung zum Rückspiel nach Herdecke.  300Fans feuerten ihren TuS pausenlos an, aber zur Pause lag der VfL nur mit 11:10-Toren zurück. Doch nach der Halbzeit folgte der Einbruch. Auf 17:10 zog Ende  davon, aber das war noch noch nicht die Vorentscheidung, denn der VfL kam noch einmal auf 21:18 heran und der Aufstieg war wieder greifbar nahe. In der Endphase riskierte Trainer Jens Kruse alles, aber der TuS nutzte die technischen Fehler des VfL konsequent aus und konnte nach dem 27:21-Erfolg den Aufstieg in die Oberliga feiern. Die Enttäuschung stand unseren Mädels ins Gesicht geschrieben. Sie waren einfach alle total geknickt. Aber kurze Zeit später war man sich einig, dass man in der nächsten Saison einen neuen Anlauf nehmen würde.

Unsere erste  Damenmannschaft zeigte sich im Angriff  stark verbessert. Besonders  das schnelle Umschalten von  Abwehr auf Angriff war bemerkenswert  und  viele Gegner wurden einfach überrannt. Es fiel auf, dass unser Team in den Top-Spielen zu nervös agierte und sein Leistungsvermögen nicht voll abrufen konnte.

Folgende Spielerinnen gehörten  zum Team:

Tor: Bettina Frerichs, Melanie Kleine, Meike Fischer

Feld: Anja Kracht, Sabrina Kelle, Jessica Fischer, Isabell Fischer, Sonja Balsmeyer, Nicole Walter, Andra Henke,  Yvonne Südmersen,  Melanie Hebrock, Vanessa Scheer, Silke Windel und Bianca Bekemeier.  

Die Tore erzielten Sabrina Kelle (161), Anja Kracht (84), Isabell Fischer (71), Andrea  Henke (67), Jessica Fischer (44), Yvonne Südmersen (30), Nicole Walter (28), Sonja Balsmeyer (25), Sylke Windel (2), Melanie Hebrock (1) und Bettina Frerichs (1).