Die Saison 2002/2003 – Unsere erste Damenmannschaft  klopfte an das Tor der Oberliga. 

Im sechsten Verbandsligajahr musste unser Damentrainer Jens Kruse auf das Nachwuchstalent Imke Viering, die zum Regionalligisten HSG Stemmer/Friedewalde wechselte, und Sylke Windel (Babypause) verzichten. Dafür komplettierten die erfahrene Nicole Walter und Torfrau Bettina Frerichs den Kader. Der VfL spielte seine beste Verbandsligasaison und landete am Ende hinter dem Topfavoriten Spvg. Steinhagen auf dem zweiten Rang. Diese tolle Platzierung bescherte unseren Damen am Saisonende zwei Aufstiegsspiele zur Oberliga Westfalen. Die Truppe von Jens Kruse startete ausgezeichnet in die Saison und lag nach acht Spieltagen mit 14:2-Zählern auf dem zweiten Tabellenplatz. Lediglich bei der HSG Blomberg/Lippe 3 (22:22) und der HSG Hohne/Lengerich (21:21) gab es zwei Punkteteilungen. Am 15.12.2002 kam es dann in der Mennighüffer Sporthalle zum Gipfeltreffen der Verbandsliga, als der noch verlustpunktfreie Tabellenführer Spvg. Steinhagen seine Visitenkarte in Mennighüffen abgab. Gut 200 Zuschauer erlebten Spannung und Dramatik pur. Im Spiel zweier gleichwertiger Mannschaften stand es zur Pause 11:11. Nach dem Wechsel nahm sich der VfL eine zehnminütige Auszeit,  die Steinhagen zur 12:15-Führung nutzte. Jessica Fischer schaffte dann aber kurz vor dem Ende noch den 16:16-Auslgeichstreffer, doch die Gäste erzielten den letzten Treffer dieser Partie und durch den knappen 16:17-Erfolg bauten sie ihren Vorsprung auf  vier Punkte aus.

Die Entscheidung um die Meisterschaft fiel dann drei Spieltage vor Saisonende, als der VfL zum Rückspiel in Steinhagen antrat. Der VfL hatte bis zu diesem  Spiel der Spiele keine Partie mehr verloren.  Lediglich gegen die HSG Blomberg/Lippe 3 gab es wie auch schon in der Hinrunde beim 18:18 eine Punkteteilung. An den beiden letzten Spieltagen  zuvor schwächelte Steinhagen und verlor bei der TG Hörste mit 18:19-Toren und unterlag dann in eigener Halle dem TSV Hahlen mit 19:21-Toren. Und so reiste der VfL als Spitzenreiter nach Steinhagen (beide 33:5-Punkte). Der VfL hatte einen Fanbus eingesetzt und so begleiteten gut 100Zuschauer ihren VfL in die Schnapsstadt. Der VfL ging vor mehr als 500Fans mit 0:1 in Front, doch das sollte auch die letzte Führung gewesen sein. Über 3:1 setzte sich Steinhagen auf 9:5 ab. Beim 9:7 war der VfL wieder in Schlagdistanz. Dann aber die Schrecksekunde in der 25.Minute, als Abwehrchefin Nicole Walter nach ihrer dritten Zeitstrafe  die rote Karte unter die Nase gehalten wurde. Zu allem Überfluss vergab Sabrina Kelle noch zwei  Marken.  Von diesem Schock erholte sich die Kruse-Sieben nicht mehr. Steinhagen führte zur Pause klar mit 16:9-Toren und übernahm durch einen deutlichen 27:20-Erfolg wieder die Tabellenführung.

Der VfL wurde mit vier Zählern Rückstand Vizemeister und traf in den Aufstiegsspielen auf den TuS Ende. Gut 200 Zuschauer wollten das Hinspiel in Mennighüffen sehen und sie brachten die Halle zum Kochen, als ihr VfL in der Endphase zur Aufholjagd ansetzte. Der VfL agierte zunächst übernervös und lag mit 1:3, 3:6 und 4:9 zurück. Beim Stand von 9:12 ging es in die Kabinen und beim Zwischenstand von 15:19 sah es ganz bitter für den VfL aus.  Dann stellte Jens Kruse die Abwehr um und durch einen 5:0-Lauf ging der VfL in der 52.Minute beim 20:19 das erste Mal in Führung. Und dann stand sogar ein 24:20 auf der Anzeigetafel, doch die beiden letzten Tore dieser Partie erzielte Ende und so siegte der VfL mit 24:22-Toren und reiste mit diesem  Zwei-Tore-Vorsprung zum Rückspiel nach Herdecke.  300Fans feuerten ihren TuS pausenlos an, aber zur Pause lag der VfL nur mit 11:10-Toren zurück. Doch nach der Halbzeit folgte der Einbruch. Auf 17:10 zog Ende  davon, aber das war noch noch nicht die Vorentscheidung, denn der VfL kam noch einmal auf 21:18 heran und der Aufstieg war wieder greifbar nahe. In der Endphase riskierte Trainer Jens Kruse alles, aber der TuS nutzte die technischen Fehler des VfL konsequent aus und konnte nach dem 27:21-Erfolg den Aufstieg in die Oberliga feiern. Die Enttäuschung stand unseren Mädels ins Gesicht geschrieben. Sie waren einfach alle total geknickt. Aber kurze Zeit später war man sich einig, dass man in der nächsten Saison einen neuen Anlauf nehmen würde.

Unsere erste  Damenmannschaft zeigte sich im Angriff  stark verbessert. Besonders  das schnelle Umschalten von  Abwehr auf Angriff war bemerkenswert  und  viele Gegner wurden einfach überrannt. Es fiel auf, dass unser Team in den Top-Spielen zu nervös agierte und sein Leistungsvermögen nicht voll abrufen konnte.

Folgende Spielerinnen gehörten  zum Team:

Tor: Bettina Frerichs, Melanie Kleine, Meike Fischer

Feld: Anja Kracht, Sabrina Kelle, Jessica Fischer, Isabell Fischer, Sonja Balsmeyer, Nicole Walter, Andra Henke,  Yvonne Südmersen,  Melanie Hebrock, Vanessa Scheer, Silke Windel und Bianca Bekemeier.  

Die Tore erzielten Sabrina Kelle (161), Anja Kracht (84), Isabell Fischer (71), Andrea  Henke (67), Jessica Fischer (44), Yvonne Südmersen (30), Nicole Walter (28), Sonja Balsmeyer (25), Sylke Windel (2), Melanie Hebrock (1) und Bettina Frerichs (1). 

Die Saison 2002/2003 – Unsere erste Mannschaft belegte wie auch schon in der Vorsaison den dritten Platz in der Oberliga Westfalen.

Trainer Helmut Bußmeyer steckte sein Saisonziel für die Spielzeit recht hoch. Nicht schlechter als Platz drei in der vergangenen Saison sollte es schon sein. Als Abgänge waren nur Dennis Wiese (zum Nachbarn HCE Bad Oeynhausen)  und Andre Zwiener (sportlicher Leiter des VfL) zu verzeichnen. Neu im Team standen der 26jährige Andre Schulz vom TuS 97 Bielefeld, Marc Clausing vom CVJM Rödinghausen und Max Weitkamp aus der Reserve des VfL. Als Titelfavoriten  wurden der TuS Ferndorf und der ASV Hamm genannt.

Und dann gab es bis vier Spieltage vor Serienende Spannung pur in der Oberliga.  Das Topteam des ASV Hamm lag mit 41:1-Zählern vier Punkte vor dem VfL und fünf Zähler vor dem Tabellendritten TuS Ferndorf, als unsere Truppe in Hamm  antreten musste. 1100 Zuschauer wollten den zukünftigen Regionalligisten feiern. Alles war für die Aufstiegsparty vorbereitet und beim 13:8-Pausenstand schien alles nach Plan zu verlaufen. Nach 56 Minuten lag Hamm noch mit 26:22-Toren vorn, dann aber spielte der VfL noch einmal groß auf und glich beim 26:26 aus. Und mit dem Schlusspfiff  zeigten die Schiris auf den Punkt. Torjäger Jens Thielke, der bis zu diesem Zeitpunkt alle Strafwürfe verwandelt hatte, trat noch einmal an. In der Halle war es ganz still geworden, denn wenn der VfL-Akteur getroffen hätte, wäre die erste Saisonniederlage des ASV perfekt gewesen. Jens Thielke verwarf, aber der VfL hatte den Gastgebern  die Meisterschaftsfeier verdorben. Das freute besonders Nachbar HCE Bad Oeynhausen, denn Hamm musste am nächsten Spieltag in Eidinghausen antreten. Die Halle war ausverkauft, der HCE machte noch einmal richtig Kasse und Hamm machte durch einen 30:25-Sieg sein Meisterstück. Am gleichen Spieltag verlor der VfL mit 33:34-Toren beim TuS Ferndorf und damit zugleich den zweiten Platz an den TuS. Als alles gelaufen war, ließ sich der ASV Hamm in Ferndorf mit 31:18-Toren abschießen und damit blieb für den VfL wieder nur der dritte Tabellenplatz. Diesmal war das Punktverhältnis mit 39:9 aber noch erheblich besser als im Vorjahr, als man auf 40:16-Zählerkam .

Hamm wurde mit 44:4-Punkten Meister. Ferndorf blickte als Zweiter auf 42:6-Zähler zurück und der VfL belegte mit 39:9-Punkten den dritten Tabellenplatz. Alle anderen Teams kamen für einen Spitzenplatz nicht in Frage. In fast allen höheren Spielklassen Deutschlands wären Ferndorf und auch der VfL mit ihren Punkteständen Meister  geworden.

Der VfL verlangte dem späteren Meister Hamm bei den Vergleichen alles ab. Zweimal trennte man sich Unentschieden.  Gegen den Tabellenzweiten TuS Ferndorf hatte man zweimal das Nachsehen.

Zum Team gehörten:

Tor: Jochen Held, Christian Neumann und Dirk Radert

Feld: Daniel Kümper, Dirk Schnake, Guido Klöpper, Jens Thielke, Andre Torge, Kai Niemann, Andre Schulz, Marc Clausing, Max Weitkamp, Jens Nickolaus und Andre Schulz.

Trainer: Helmut Bußmeyer

Co-Trainer: Guido Kelle

Zeitnehmerin: Sarah Klocke

Betreuer: Hans-Georg Haselhorst

Manager: Andre Zwiener

 

Die Saison 2002/2003 – Aufstieg der zweiten Herrenmannschaft in die Bezirksliga. 

Nachdem sich unsere  Reserve in der Vorsaison bei den Aufstiegsspielen zur Bezirksliga nicht durchsetzen konnte, wollte Trainer Dennis Eichhorn mit seinem Team  diesmal die Versetzung in den Bezirk schaffen. Martin Kracht, der zum Bezirksligisten HSG Euro gewechselt war, und Max Weitkamp, der den Sprung in den Oberligakader des VfL geschafft hatte, standen nicht mehr zur Verfügung. Oliver Schrader und Michael Schaaf traten kürzer und spielten in der dritten bzw. vierten Mannschaft des VfL. Neu im Kader standen Kreisläufer Markus Behning (von der HSG Porta) und Rechtsaußen Dennis Rörsch, der vom Nachbarn HCE Bad Oeynhausen zum  VfL wechselte. Den Kader komplettierten Nachwuchsspieler aus der dritten Mannschaft. Torhüter Tobias Finke, Lars Peitzmeier  und Holger Beck rückten in die zweite Mannschaft auf. Und so startete der VfL neben der TG Herford als Titelaspirant in die neue Kreisligasaison. Gleich am dritten Spieltag kam es in der Herforder Barlach-Halle zum ersten Gipfeltreffen. TG Herford  ging 50Sekunden vor dem Ende mit 21:20 in Front, doch Dennis Eichhorn verwandelte dann sieben Sekunden vor dem Schlusspfiff einen Siebenmeter zum verdienten 21:21-Endstand. Nachdem unsere Reserve am fünften Spieltag bei den Sportfreunden Senne mit 19:24-Toren unterlegen war, eilte sie in der Hinrunde danach von Sieg zu Sieg. Gegen HSG Ost/Fichte Bielefeld (31:19), VfB Jöllenbeck (32:17) und TuS Brake 2 (40:21) fuhr die Eichhorn-Sieben Kantersiege ein. Und so führte  TG Herford  nach Beendigung der ersten Serie mit 24:2-Punkten die Tabelle an. Mit 23:3-Zählern lag unsere Reserve  auf dem zweiten Rang und wollte dann im Rückspiel gegen Herford vor eigenem Publikum die Tabellenführung übernehmen. Doch unsere Truppe zeigte bei einer 18:17-Führung plötzlich Nerven. Bei vierfachem Überzahlspiel machte der VfL den Sack nicht zu und unterlag am Ende mit 22:24-Toren. Und als unsere Reserve  eine Woche später bei der  HSG Eintracht Gadderbaum mit 26:30-Toren den kürzeren zog, war der Meisterschaftszug abgefahren. TG Herford wurde mit 48:4-Punkten Meister der Kreisliga. Unsere Truppe landete  mit 44:8-Zählern auf dem zweiten Rang.

Die Vizemeisterschaft berechtigte dann doch noch zu Aufstiegsspielen zur Bezirksliga. Am 18.Mai 2003 traf der VfL in Versmold  auf die Mannschaften vom TuS Gehlenbeck und von der SG Gescher-Coesfeld.

In der Partie gegen Gehlenbeck begann der VfL recht nervös und lag zunächst mit 2:3-Toren hinten.  Beim 4:3 ging unsere  Reserve in Führung und bestimmte  danach die Partie. Über 7:4 zur Pause war beim Zwischenstand von 13:5 die Vorentscheidung gefallen.  Der VfL siegte mit 14:8-Toren und traf in der zweiten Partie auf den Vertreter  des Handballkreises Steinfurt. Auch die SG Gescher Coesfeld  konnte nur bis zur Pause mithalten. Über 4:1 führte der VfL mit 7:3. Aber da Dennis Eichhorn in Durchgang eins gleich zwei Marken verballerte, kam Coesfeld  bis auf 7:5 heran.  Beim 9:5 und 12:7 hatte unsere  Reserve dann alles klar gemacht und machte durch einen ungefährdeten 16:9-Sieg den Aufstieg in die Bezirksliga perfekt.

Folgende Spieler gehörten zum Meisterteam:

Tor: Dirk Radert, Tobias Finke und Arndt Viering

Feld: Dennis Eichhorn (Spielertrainer), Sven Bröderhausen, Dennis Rörsch, Markus Behning, Andre Struckmeier, Uwe Jander, Lars Peitzmeier,  Maik Tacke, Martin Damm, Holger Beck, Helmut  Bußmeyer und Andre Zwiener.

Trainer: Dennis Eichhorn Co-Trainer: Jörg Heinrich, Andre Torge

Betreuer und Zeitnehmer: Timon Bernsmeier

 

Torschützenliste: Dennis Eichhorn (154), Martin Damm (128), Markus Behning (86), Dennis Rörsch (74) Lars Peitzmeier (70), Sven Bröderhausen (62), Uwe Jander (61), Maik Tacke (45), Andre Struckmeier (28), Holger Beck (20), Helmut Bußmeyer (7), Andre Zwiener (7), Arndt Viering (3) und Tobias Finke (1).

 

 

In der Saison 1998/1999 kam es nach 17Jahren endlich mal wieder zu den Nachbarschaftsduellen mit unseren Freunden des HCE Bad Oeynhausen.  In der Spielzeit 1980/1981 trafen der damalige CVJM Eidinghausen in der Landesliga auf die Meierei  des VfL. Bei Mennighüffen standen Lothar Bekemeier, Klaus Gerkensmeier, Martin Albsmeier und Karl-Heinz Steinmeier  neben Bomber Jürgen Schmidt im Aufgebot.  Vette (Wolfgang), Sander, Windhagen,  Hoffmeister und Volkmann   hießen damals die Leistungsträger  des CVJM. Seinerzeit stieg der VfL in die Verbandsliga auf.

Vor der Saison 1998/1999 hatte sich der Aufsteiger HCE Bad Oeynhausen noch einmal gezielt verstärkt und gehörte neben  Riemke, Lüdenscheid und Recklinghausen zum erweiterten Favoritenkreis  auf den Titelgewinn. Spielertrainer Jan Nahrstedt konnte Pierre Limberg, Daniel Meßling (beide HC 93 Bad Salzuflen) und Bert Fuchs (TuS Spenge) als Neuzugänge begrüßen.  Stefan Windhagen, Stefan Buthenuth und Dirk Fliege gingen dafür in die HCE-Reserve zurück.

Beim VfL ging Günter Meyer in sein zweites Trainerjahr und musste sein Team neu aufbauen. Mit Fido Gast, Bernd Wienecke, Nils Pfannenschmidt und Holger Wrede verließen gleich vier Leistungsträger den VfL. Neu im Kader standen Markus Kornherr (TSV Hahlen), Mike Koch (TSV Nordhemmern/Mindenerwald) und Olaf Jahn (Stemmer/Friedewalde). Dazu kamen die Nachwuchskräfte Christian Neumann, Andre Struckmeier und Uman Kurt. Dazu wagte der 36jährige Volker Schröder nach einer längeren Verletzungspause sein Come-Back. Der VfL hatte sich den Klassenerhalt zum Ziel gesetzt.

Am 26.10.1998 kam es dann in der Mennighüffer Sporthalle zum ersten Derby. Zu diesem Zeitpunkt hatte der VfL 4:10-Punkte auf dem Konto und rangierte auf dem vorletzten Tabellenplatz.  Der HCE hatte eine ausgeglichenes  Bilanz (7:7-Zähler) und ging als Favorit in die Partie. Gut 500 Zuschauer wollten dieses Spiel sehen, das jedoch das notwendige Feuer fehlte.  Der VfL ging zwar mit 4:2 in Führung, doch danach bestimmte der HCE die Partie. Über 9:13 zur Pause lagen die Gäste mit 10:14 in Front, ließen dann aber den VfL bis auf 13:14 herankommen. Doch in der Endphase siegte der HCE knapp aber verdient mit 20:22-Toren. Für Eidinghausen trafen Andreas Kohl (5), Joachim Sproß (5), Mike Vette (5) und Bert Fuchs (4) am besten.  Andre Torge war der überragende Akteur beim VfL. Er trug sich gleich zwölfmal  in die Torschützenliste ein.

Nach Beendigung der Hinserie hielt der VfL mit 7:21-Punkten die rote Laterne in der Oberliga. Der Aufsteiger aus Oeynhausen hatte sich bei 21:7-Zählern bis auf den zweiten Tabellenplatz vorgearbeitet. Der Rückstand auf den Tabellenführer TuSEintracht Recklinghausen betrug nur vier Punkte.

Zwischenzeitlich hatte der VfL den Ex-Nationalspieler Andreas Hertelt verpflichtet und Andre Zwiener stand in der Rückrunde auch wieder im Kader.

Und ab dem 16.Spieltag lief es dann für die Meyer-Sieben. Rote Erde Schwelm wurde in Mennighüffen klar mit  25:18-Toren bezwungen und danach eilte der VfL von Sieg zu Sieg. Am 7.3.1999 kam es in der Eidinghausener Sporthalle zum Rückspiel. Der VfL war nach 10:0-Punkten in Serie das Team der Stunde. Der HCE rangierte zu diesem Zeitpunkt auf dem vierten Tabellenplatz.

Wiederum  wollten gut 500Zuschauer dieses Derby sehen und auch schon wie in der ersten Serie gab es einen Auswärtssieg.  Am Ende lag der VfL, bei dem Spielmacher Andre Torge überragte, mit 20:24-Toren vorn. Dieses Ergebnis hatte für beide Vereine einen Vorteil: Es sollte auch in der nächsten Oberligasaison dieses Duell geben.

Die Siegesserie des VfL ging derweil weiter. Neun Siege in Folge mit 18:0-Punkten   bescherten der Meyer-Sieben zwischenzeitlich den achten Tabellenplatz.

Der zweite  Aufstieg innerhalb eines Jahres.

Nachdem unsere Damen im dritten Anlauf im Spieljahr 95/96 endlich den Aufstieg in die Landesliga geschafft hatten, hieß das Saisonziel im ersten Landesligajahr Klassenerhalt. Lothar Bekemeier wurde als Trainer von Ralf Schwarze (HSG Löhne/Obernbeck) abgelöst. Der Kader blieb fast zusammen, der Kampf um einen Platz im unteren Mittelfeld konnte beginnen. Trainer Ralf Schwarze musste auf Katja Mülke und Nicole Walter (beide Mutterschutz) sowie auf Claudia Mülke verzichten. Dafür stand Bärbel Koch (vom VfB Holzhausen) neu im Kader. Nach fünf Spieltagen standen auf dem Punktekonto 4:6-Zähler und bis dahin konnten unsere Damen selten überzeugen. Aber dann ging ein Ruck durch unser Team. Alle weiteren Partien der Hinrunde wurden gewonnen und durch einen knappen 19:18-Erfolg über den VfB Holzhausen übernahm der VfL die Tabellenführung. Mit 16:6-Punkten sicherte sich die Schwarze-Sieben den Herbstmeistertitel. Und die Erfolgsstory ging weiter. Neun Spiele hintereinander blieb der VfL ohne Punktverlust und durch einen klaren 19:13-Heimsieg über Verfolger HC 93 Bad Salzuflen führten unsere Damen nach dem 14. Spieltag mit vier Punkten Vorsprung die Tabelle an. Dann aber zeigten unsere Damen Nerven und verloren ihre Partien bei der HSG Unterlübbe/Eickhorst (13:15) und vor eigenem Publikum gegen den TuS Lahde/Quetzen (16:20).  Sechs Spiele vor Saisonende hatte der VfL nur noch einen Zähler Vorsprung auf den Rangzweiten VfB Holzhausen.

Am vorletzten Spieltag patzten dann beide Spitzenteams. Während sich der VfL bei der TSG Harsewinkel mit einem 18:18-Unentschieden zufrieden geben musste, spielte Holzhausen in Lahde/Quetzen ebenfalls 18:18-Unentschieden. Und so kam es dann am letzten Spieltag im blauen Salon in Holzhausen zum Show-down. Um den zweiten Aufstieg innerhalb eines Jahres zu verwirklichen, benötigte der VfL in der Höhle  des Löwen unbedingt eine Punkteteilung. 150Zuschauer begleiteten ihren VfL nach Holzhausen und sie sahen lange Zeit einen überlegenen Gastgeber. Über 7:4 und 9:5 lagen die Schützlinge von Trainer Ralf Schwarze nach vierzig Minuten mit 10:6 hinten. Dann ließ der VfL-Coach Jessica Habbe und Katrin Wullbrandt durch Sylke Windel und Nicole Walter kurz decken. Und das war genau die richtige Entscheidung. Im gleichen Takt, wie das VfB-Angriffsspiel immer mehr ins Trudeln geriet, verbesserte sich das VfL-Spiel aus einer jetzt  gut zupackenden  Abwehr heraus und über ein druckvolles und effektives Angriffsspiel kam es noch zu einer überraschenden Wende. Der VfL holte Tor um Tor auf und unter dem Jubel ihrer Anhänger gelang Anja Kracht die zweite VfL-Führung zum 10:11. In den letzten fünf Minuten spielte der VfL durchweg in Unterzahl, aber den Hausherren gelang nur noch der 11:11-Ausgleichstreffer. Kurz vor dem Ende erhielten die Gastgeberinnen noch einen Siebenmeter zugesprochen und der blaue Saison kochte. VfL-Torhüterin Bettina Frerichs wurde zur Heldin. Sie hielt den von Katrin Wittemeier geworfenen Strafwurf und stürzte die VfL-Gemeinde damit in einen unbeschreiblichen Freudentaumel.

Damit war der Durchmarsch von der Bezirksliga in die Verbandsliga innerhalb von zwölf Monaten perfekt.

 

Zur Meistermannschaft gehörten:

Tor: Bettina Frerichs (22 Einsätze)

Feld: Anja Kracht (21), Sylke Windel (22), Anke Kröger (20), Bärbel Koch (22), Silke Heinrichsmeier (21), Nicole Walter (6), Heidrun Heinrich (19), Sonja Balsmeyer (20), Silke Bünemann (10), Sylke Gerken (20), Melanie Hebrock (19), Nadine Schröder (12), Nicole Semelka (6), Tanja Riepelmeier (5) und Monika Hemeier (1).

 

Neben Bettina Frerichs ragten Anja Kracht und Sylke Windel aus dem Team heraus. Anja und Sylke erzielten 55,97% aller Treffer.

 

 

In der Saison 1995/96 machten zum ersten Mal unsere Damen von sich reden. Die von Lothar Bekemeier trainierte Truppe schaffte in dieser Spielzeit den Aufstieg in die Landesliga. In der Bezirksliga Staffel 1 patzten unsere Damen zunächst bei ihren Heimauftritten.Zum Saisonauftakt kam man vor eigenem Publikum gegen SC Bielefeld (11:11) und TVG Nordhemmern/Mindenerwald (13:13) nur zu zwei Unentschieden. Dann aber wurden unsere Damen immer stärker und übernahmen am siebten Spieltag bei 12:2-Punkten die Tabellenführung. Am achten Spieltag kam es dann in der Mennighüffer Sporthalle zum Derby mit der HSG Löhne/Obernbeck. Kurz nach dem Wechsel führte der VfL mit 10:8-Toren. Die HSG konnte beim 10:10 ausgleichen, doch danach erhöhte der VfL auf 14:10 und gewann verdient mit 15:12-Toren. Während bei der HSG Petra Wellpott sechsmal ins Schwarze traf, führte auf seiten des VfL Anja Kracht mit zehn Treffern die Torschützenliste an. In der nächsten Partie zeigten unsere Damen bei der Bundesligareserve  des HSV  Minden/Minderheide eine beeindruckende Vorstellung und siegte überraschend mit 14:16-Toren. Dabei waren Nicole Walter und Sylke Windel jeweils viermal erfolgreich.

Am letzten Hinrundenspieltag gab es dann für die Truppe von Lothar Bekemeier die erste Niederlage und die fiel gleich richtig heftig aus. Die HSG Unterlübbe/Eickhorst führte zur Pause mit 9:6 und in der zweiten Hälfte warfen unsere Damen nur noch einen Treffer und gingen mit 19:7-Toren unter. Betreuer Werner Kubin meinte nach dem Spiel: „Die waren heute einfach besser. Aber das Fehlen von Anja Kracht und Nicole Walter hat uns schon erheblich geschwächt“.

Trotzdem wurden unsere Damen mit 18:4-Punkten Herbstmeister. Am vierzehnten Spieltag mussten unsere Damen die Tabellenführung an die TVG Nordhemmern/Mindenerwald abgeben. Bei den Germanen setzte es die zweite Niederlage und die fiel wiederum ganz deutlich aus. Beim 26:14 war der VfL chancenlos.

Mit einem tollen Schlussspurt holten sich unsere Damen dann doch noch den Meistertitel. Acht Spiele in Folge blieb der VfL ungeschlagen und stieg als Meister mit 38:6-Punkten und 353:289-Toren in die Landesliga auf. Am letzten Spieltag sollte die Meisterschaft erst  entschieden werden, als die Truppe von Lothar Bekemeier auf den Rangzweiten HSG Unterlübbe/Eickhorst traf. Ein Unentschieden reichte dem VfL zum Aufstieg. Über 200 Zuschauer in der Mennighüffer Sporthalle sorgten für einen Rekordbesuch bei einem Damen-Handballspiel. Im ersten Abschnitt blieben Tore Mangelware. Erst Sekunden vor dem Halbzeitpfiff erzielte Anja Kracht per Siebenmeter das 4:2 für ihren VfL. Nach dem Wechsel dominierte der VfL die Partie und spätestens beim 8:3-Zwischenstand war der Widerstand der Gäste gebrochen.  Torhüterin Bettina „Betze“ Frerichs war mal wieder eine Bank und brachte die HSG-Angreiferinnen  schier zur Verzweiflung. Am Ende siegte der VfL deutlich mit 12:7-Toren und danach kannte der Jubel keine Grenzen mehr.

In der Saison 1991/1992 machte die männliche A-Jugend des VfL mit ihrem legendären Trainer Bernd Sander von sich reden. In den Aufstiegsspielen zur Bezirks- bzw. Oberliga verwies  der VfL den großen Favoriten TuS Spenge auf den zweiten Platz und schaffte völlig überraschend den Aufstieg in die Oberliga. In der Partie gegen den TuS Spenge hatte der VfL Heimrecht und die vielen Fans sahen eine ganz spannende Begegnung. Der TuS Spenge lag knapp mit 19:20 in Führung, als der VfL mit dem Schlusspfiff noch einen Freiwurf zugesprochen bekam. Spielmacher Andre Torge ließ sich nicht lange bitten und überwand den Spenger Abwehrblock und auch Torhüter Georgios Triantafillou, der heute als Manager unserer ersten Herrenmannschaft tätig ist. Ein 20:20 stand auf der Anzeigetfael und danach kannte der Jubel keine Grenzen mehr.

In zwei Staffeln mit je zehn Teams ging es die Saison 1991/92. Der VfL spielte  in der Staffel 1 um Punkte. Die Gegner hießen Spvg. Versmold, TVSoest, TV Emsdetten, TSG Altenhagen/Heepen, SuS Oberaden, TV Lemgo, TuS Hiltrup, TV Hille und Friesen Telgte.

Der VfL wurde von vielen Experten als Punktelieferant angesehen. Doch die Truppe von Trainer Bernd Sander wuchs in vielen Partien über sich hinaus und belegte nach sechs Spieltagen mit 7:5-Punkten den fünften Rang. Nach der Hinrunde hatte unsere Truppe 9:9-Zähler auf ihrem Konto.

Am Saisonende rangierte unsere A-Jugend mit 15:21-Punkten und 364:367-Toren auf dem achten Tabellenplatz. Die beste Leistung zeigte der VfL am letzten Spieltag, als unsere A-Jugend  vor eigenem Publikum den großen Favoriten TV Emsdetten mit 24:20-Toren besiegte. Andre Torge (10/4) und Dennis Eichhorn (8/2) waren die erfolgreichsten Werfer.

Staffelsieger wurde der TV Soest mit sieben Punkten Vorsprung vor der TSG Altenhagen/Heepen.

 

Zu dem Team gehörten:
Tor:Thilo Womelsdorf, Chester Stallmann, Ahmet Arslan

Feld: Stefan Kassebaum, Nils Eikmeier, Markus Kassing, Michael Schaaf, Guido Tiemann, Dennis Eichhorn, Phana Horn, Erol Seker, Meiko Haselhorst, Dirk Jacobsen und Andre Torge.

Trainer: Bernd Sander

Betreuer: Günter Eichhorn, Karl-Heinz Sander

Die Tore erzielten Dennis Eichhorn (131/47), Andre Torge (123/49), Michael Schaaf (31), Phana Horn (24), Erol Seker (23), Guido Tiemann (13), Dirk Jacobsen (9), Stefan Kassebaum (6), Markus Kassing (2), Meiko Haselhorst (1) und Nils Eikmeier (1).

 

 

Ein Jahr später, nämlich in der Saison 1992/1993 liebäugelten schon viele VfL-Fans mit dem Aufstieg in die Regionalliga. Vor dieser Spielzeit standen Jochen Borcherding (Union Bad Salzuflen), Jens Binek  (Bad Bramstedt), Miachael Meynert (HSG Spradow), Carsten Berg (Laufbahnende), Andre Rolfsmeier (VfL II) und Hans-Jürgen Coors (Co-Trainer VfL) nicht mehr im Kader.Trainer Günter Meyer konnte mit Torhüter Herbert Pohl (TSV GWD Minden), Andre Zwiener (TVG Nordhemmern) und Uwe Sonntag (SV Brackwede) drei hochkarätige Neuzugänge präsentieren. Dazu stießen mit Torhüter Dirk Radert sowie Andre Torge und Dennis Echhorn drei hoffnungsvolle Eigengewächse zum Oberligakader. Trainer Günter Meyer rechnete sich mit seiner Truppe  einen Platz zwischen drei und fünf aus.

In der Vorbereitung hatte der VfL das Nationalteam aus Kuwait zu Gast. Der VfL bot eine tolle Vorstellung, musste aber am Ende in eine 20:25-Niederlage einwilligen.

Der VfL startete mit einem 20:15-Derbysieg über den TV Lenzinghausen in die Saison. Nach Siegen in Welper und gegen Hattingen kassierte unsere Truppe am vierten Spieltag beim Topfavoriten TV Schwitten eine unglückliche 17:18-Niederlage. Nach drei weiteren Siegen belegte der VfL mit 12:2-Punkten den zweiten Tabellenplatz. Am elften Spieltag übernahm der VfL nach einem klaren 22:14-Heimerfolg über den TuS Lücklemberg die Tabellenführung. Am letzten Hinrundenspieltag unterlag die Truppe von Günter Meyer beim Hasper SV mit 25:27-Toren und musste den Teutonen aus Riemke die Tabellenführung überlassen.

Zu Beginn der Rückrunde lief es dann nicht mehr rund. Beim TV Lenzinghausen traf Fido Gast zwei Sekunden vor dem Abpfiff zum knappen 22:21-Auswärtssieg. Gegen DJK Welper patzte der VfL das erste Mal vor eigenem Publikum. Eine 16:10-Pausenführung reichte nicht zum Sieg. Welper nahm beim 25:25-Unentschieden vor 350Zuschauern überraschend einen Punkt mit. Als unsere Truppe am 16.Spieltag beim Aufsteiger TuS Hattingen mit 20:23 verlor, rutschte sie in der Tabelle auf Rang vier ab. TV Schwitten (26:6), Teutonia Riemke (25:7) und Tura Bergkamen (24:8) lagen vor unserer Mannschaft (23:9).

Danach wurde Spitzenreiter Schwitten in Mennighüffen entzaubert. Die Meyer-Sieben spielte groß auf und schlug Schwitten klar mit 28:23-Toren. Dabei traf Fido Gast gleich dreizehnmal für seinen VfL. Beim SV Herbede setzte Fido noch einen drauf. Beim 29:27-Auswärtssieg erzielte er trotz Manndeckung sage und schreibe 16 Tore. Und am neunzehnten Spieltag übernahm der VfL wieder die Tabellenführung. Auch diesmal wurde der Tabellenführer in Mennighüffen gestürzt. Nach dem 25:21-Sieg über den HC Tura Bergkamen feierten die knapp 500 Zuschauer ihr Team mit Standing Ovations. Zu diesem Zeitpunkt hatte der VfL eine Heimbilanz von 19:1-Punkten aufzuweisen. Beim heutigen Zweibundesligisten TuS Ferndorf spielte der VfL weit unter seinen Möglichkeiten und verlor nach der klaren 14:19-Niederlage den Platz an der Sonne an den TV Schwitten. Im nächsten Spitzenspiel mussten sich auch die Teutonen aus Riemke in Mennighüffen geschlagen geben. Der neunfache Torschütze Bernd Wienecke traf mit dem Schlusspfiff zum 24:23 ins Gästetor und danach kannte der Jubel keine Grenzen mehr. Bei der HSG Ahlen machten die Schiedsrichter dann die Titelträume des VfL zunichte. Beim Stand von 21:20 für den VfL wurden Uwe Sonntag und beim nächsten Angriff Bernd Wienecke siebenmeterreif gefoult. Diese Fouls wurden nicht geahndet und Ahlen kam durch zwei Gegenstoßtore zu einem umstrittenen 21:22-Sieg.

Mit einem 28:27-Heimerfolg gegen den Hasper SV beendete unsere Truppe mit 38:14-Punkten die Saison als Tabellendritter. Meister wurde der TV Schwitten (39:13) vor HC Tura Bergkamen (39:13-Punkte). In der besten Oberligasaison fuhr der VfL eine Heimbilanz von 25:1-Punkten ein.

VfL Handball Mennighüffen – Nostalgie Nr. 4

In seinem sechsten Oberligajahr erwischte es unsere erste Handballmannschaft und nach Beendigung der Spielzeit 1987/88 stieg die Truppe, die in der Saison von Karl-Heinz Steinmeier(1.Halbserie) und Werner Gerkensmeier (Rückrunde) trainiert wurde, in die Verbandsliga ab.

Die Vorsitzenden unseres Vereines, nämlich Rainer Schindler und Horst Mamet, wollten auf jeden Fall den freien Fall verhindern und durch die Verpflichtung von Trainer Günter Meyer und dem neuen Leitwolf Fido Gast vom TSV GWD Minden sollte die Rückkehr ins westfälische Oberhaus kurzfristig erfolgen.

Aber der Saisonstart in die Spielzeit 1988/1989 ging daneben. Nach sieben Spielen belegte der VfL mit mageren 2:12-Punkten den letzten Tabellenplatz in der Verbandsliga. Aber in den weiteren siebzehn Partien gab unsere Truppe nur noch neun Zähler ab und beendete die Spielzeit mit 27:21-Punkten noch als Tabellenvierter.

Vor der Saison 1989/1990 galt der VfL als ganz hoher Titelfavorit in der Verbandsliga. Mit Christoph Radkte (Bielefelder TG), Jochen Borcherding (TSV GWD Minden 2), Udo Neidiger (VfB Holzhausen) sowie den Torhütern Michael Meynert (HCE Bad Oeynhausen) und Hans-Jürgen „Bommel“ Coors (TuS Nettelstedt 2) wurde das Team verstärkt.

Neben dem VfL wurden die Mannschaften von SC Bielefeld und TVG Nordhemmern hoch gehandelt. Und der VfL wurde den hohen Erwartungen gerecht. Am neunten Spieltag übernahm die Truppe von Günter Meyer mit 15:3-Punkten die Tabellenführung und gab sie dann auch bis zum Saisonende nicht mehr ab. Am elften Spieltag kam es in der Mennighüffer Sporthalle zum Gipfeltreffen mit SC Bielefeld. Fido Gast war nicht zu bremsen und traf gleich 13mal für sein Team. Nach einer 8:4-Führung zog der VfL auf 15:4 davon und feierte nach einem 17:7-Pausenstand einen tollen 33:20-Kantersieg. Am Ende wurde der VfL mit 40:8-Punkten hochverdient Meister der Verbandsliga. Am letzten Spieltag schickte der VfL den Tabellenzweiten TVG Nordhemmern mit einer 30:23-Packung auf die Heimreise. Am Saisonende hatte der VfL neun Punkte Vorsprung auf den Zweiten Nordhemmern und stieg nach zwei Jahren verdient wieder ins westfälische Oberhaus auf.

In der Oberligasaison 1990/1991 waren neben dem VfL mit der TSG Altenhagen/Heepen, dem TuS Spenge, dem TV Lenzinghausen, Eintracht Oberlübbe und dem TSV GWD Minden 2 fünf ostwestfälische Teams am Start.

Der Saisonstart ging völlig in die Hose. Nach fünf Partien hatte man 1:9-Punkte auf dem Konto und belegte den letzten Tabellenplatz. Nach zwölf Spieltagen hatte sich unser Team bei 12:12-Punkte ins Mittelfeld vorgearbeitet.

Danach lief es nicht mehr rund und am Saisonende lag unsere Mannschaft bei 20:32-Zählern auf dem drittletzten Tabellenplatz. Während RE Schwelm und TSV GWD Minden abstiegen, schaffte die TSG Altenhagen/Heepen mit 44:8-Punkten die Versetzung in die dritte Liga. Vizemeister wurde unser Kreisrivale TuS Spenge.

Höhepunkt dieser Spielzeit war die Partie zwischen dem hohen Favoriten TuS Spenge und dem VfL. Unsere Truppe spielte groß auf und hatte den TuS am Rande einer Niederlage. Erst sechs Sekunden vor dem Abpfiff erzielte Andreas Morsch den 25:25-Auslgeichstreffer für Spenge. Während beim TuS Vladimir Vukoje mit zehn Treffer die Torschützenliste anführte, traf Volker Schröder achtmal für den VfL.      

   

In seinem dritten Oberligajahr kämpfte die erste Mannschaft des VfL wieder um den Klassenerhalt, schaffte diesen aber bereits am drittletzten Spieltag. Am Saisonende belegte der VfL mit 20:28-Punkten den zehnten Tabellenplatz. Zunächst war Spielertrainer Günter Rubin der verantwortliche Trainer, aber nach vier Spieltagen bei 2:6-Punkten gab Günter die Verantwortung auf der Trainerbank an Harald Tiemann ab. Günter blieb dem VfL aber als Spieler erhalten. Sein mit großen Erwartungen gestarteter Nachfolger Harald Tiemann machte es nicht besser und trat nach 3:13-Punkten überstürzt von der Mennighüffer Handballszene ab. VfL-Urgestein Werner Gerkensmeier übernahm zu Beginn der Rückrunde wieder seinen VfL und schaffte nach einer tollen Aufholjagd noch souverän den Klassenerhalt mit seinen Grün-Weißen. VfL Kamen (10:38- Punkte) und der Kreisrivale SC Herford (14:34-Zähler) stiegen in die Verbandsliga ab. Meister wurde überlegen mit vier Punkten Vorsprung Union Bad Salzuflen. Am 20.Spieltag empfing der VfL den späteren Meister. Über 1100 Zuschauer sahen in der Ausweichhalle des Löhner Gymnasiums dieses Topspiel. Der VfL führte mit 17:14-Toren und hatte den späteren Meister auf der Rolle. Doch dann musste Günter Rubin nach seiner dritten Zeitstrafe auf der Tribüne Platz nehmen und am Ende gewannen die Gäste glücklich mit 22:23-Toren.

Im Jahr 1985 gab es noch zwei große sportliche Höhepunkte in Mennighüffen. In der Zeit vom 31.3. – 4.4.1985  war die Mannschaft von Aritma Prag aus der ersten CSSR-Staatsliga zu Gast in Mennighüffen. Der VfL spielte gegen die Gäste 22:22-Unentschieden. Zwei Tage später unterlag eine Löhner Stadtauswahl den Pragern mit 18:22-Toren. Im Aufgebot der Stadtauswahl, die sich aus Aktiven des FAW Melbergen, des TV Löhne, des TV Obernbeck und des VfL zusammensetzte, standen mit Dirk Kelle (späterer Nationalspieler) und Wilhelm Hagemeier (TVO, später GWD Minden) zwei weit über den heimischen Raum bekannte Spieler. Die Ausrichtung dieser  Partie hatte der FAW Melbergen übernommen und bekam von allen Seiten viel Lob für diese gelungene Veranstaltung.

Im November 1985 richtete der DHB ein Turnier für Junioren­Nationalteams aus. Neben Deutschland nahmen die CSSR, Schweden, Dänemark und Ägypten an diesem Turnier teil. Der VfL hatte sich beim Deutschen Handballbund für die Ausrichtung eines Spieltages beworben und hatte den Zuschlag für den dritten Turniertag erhalten. In der Sporthalle des Löhner Gymnasiums  trafen im ersten Spiel die Teams von Dänemark und Ägypten aufeinander. Die Dänen gewannen diese Partie mit 25:20-Toren. Im Hauptspiel traf die deutsche Auswahl dann auf Schweden und wurde von den Nordländern, bei denen Mats Wilander viermal erfolgreich war, demontiert. Am Ende siegte Schweden sehr deutlich mit 31:22-Toren.

SG Hamm, Soester TV, VfL Kamen, RSV Altenbögge, ASV Uentrop, TuS Jahn Dellwig, TV Hille, TuS Nettelstedt 2, VfB Holzhausen, TV Germ. Nordhemmern, TuS Jöllenbeck, TuS Eintracht Minden und TuS Brake so hießen die Gegner unserer ersten Herrenmannschaft in der Verbandsligasaison 1981/1982. Das Saisonziel der Truppe von Trainer Werner Gerkensmeier hieß Klassenerhalt. Mit Wolfgang Meier, Dietmar Löper, Enes Ganibegovic, Reinhold Koch, Klaus Budde, Martin Albsmeier und Werner Stelze standen junge und hungrige Eigengewächse in der Vorbereitungszeit im Aufgebot.

Der Saisonstart ging zunächst daneben. Nach vier Spieltagen rangierte der VfL mit 2:6-Punkten auf dem elften Tabellenplatz. Durch einen 18:17-Heimsieg gegen den VfB Holzhausen und den ersten Auswärtssieg beim 20:24 gegen RSV Altenbögge hatte man ein ausgeglichenes Punktekonto und war in der neuen Liga angekommen.  Nach Beendigung der Hinserie lag unsere Truppe mit 12:14-Zählern auf dem neunten Tabellenplatz. Herbstmeister wurde ganz überlegen der VfL Kamen, der bei 22:4-Punkten bereits sechs Zähler Vorsprung auf den Tabellenzweiten SG Hamm aufwies.

In der Rückrunde wuchs der VfL über sich hinaus und holte aus acht Partien tolle 13:3-Punkte. Der Lohn war der vierte Tabellenplatz in der Verbandsliga. Der Rückstand auf den Tabellenzweiten TV Nordhemmern betrug nur zwei Punkte und da in der Saison 1981/82 zwei Teams aus der Verbandsliga in die Oberliga aufstiegen, träumten zu diesem Zeitpunkt viele VfL-Fans von einem erneuten Aufstieg. Am 25.4.1982 kam es dann in der Mennighüffer Sporthalle zum Gipfeltreffen gegen den Tabellenführer VfL Kamen. 550 Zuschauer feuerten die Gerkensmeier-Sieben frenetisch an, aber nach einer 18:16 und 19:17-Führung verloren die Hausherren am Ende etwas unglücklich mit 22:23-Toren. Dabei trug sich Klaus Gerkensmeier zehnmal in die Torschützenliste ein. Das war es dann wohl mit den Aufstiegshoffnungen. Bei noch vier ausstehenden Spielen hatte der Tabellenzweite Nordhemmern vier Punkte Vorsprung auf den VfL. Am 23.Spieltag gewann Nordhemmern vor eigenem Publikum ganz knapp mit 16:15 gegen den Tabellendritten TuS Nettelstedt 2. Der VfL gab sich beim TV Hille keine Blöße und fuhr beim 16:19-Erfolg zwei weitere Punkte ein.

Am drittletzten Spieltag empfing der VfL in der Mennighüffer Sporthalle den Tabellenzweiten Nordhemmern zum Gipfeltreffen. Wieder einmal standen 550 Fans hinter ihrem VfL. Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte setzte sich der VfL in Durchgang zwei auf 10:8, 15:13 und 17:15 ab. Nordhemmern glich noch einmal zum 17:17 aus, doch die beiden letzten Treffer dieser Partie erzielte der VfL und wahrte durch einen hart umkämpften 19:17-Sieg seine Aufstiegschancen.

Am vorletzten Spieltag musste der VfL beim ASV Uentrop unbedingt gewinnen, um im Aufstiegsrennen zu bleiben. Die Gastgeber zogen mit ihren harten Gangart dem VfL den Zahn. Über 6:2 und 10:5 führte der ASV beim Pausenpfiff mit 14:10 und erhöhte nach Wiederbeginn sogar auf 19:13. Doch nach 45 Minuten lief es für den VfL. Mit einem unbändigen Kampfgeist verkürzten die Gäste bis auf 19:17 und schafften beim 22:22 den Gleichstand. Uentrop konterte und zog wieder auf 24:22 davon. Zu diesem Zeitpunkt standen nur noch neunzig Sekunden auf der Uhr. Klaus Gerkensmeier glich eine Minute vor dem Ende zum 24:24 aus und wenig später markierte Kalla Steinmeier den 24:25-Siegtreffer. Trainer Werner Gerkensmeier jubelte man diesem nicht mehr für möglich gehaltenen Sieg: „Jetzt habe ich wirklich Lust, noch einmal aufzusteigen“.

Vor dem letzten Spieltag belegten hinter dem souveränen Meister VfL Kamen der VfL, SG Handball Hamm und Nordhemmern mit jeweils 31:19-Zählern die Plätze zwei bis vier. Der VfL hatte mit plus 31 sieben Tore Vorsprung auf die SG Handball Hamm.

Nordhemmern gewann am letzten Spieltag mit 21:23-Toren beim Meister Kamen. Und Hamm gewann beim Absteiger TSV Altenbögge klar mit 17:23-Toren. Und so musste der VfL gegen den TuS Brake unbedingt gewinnen, um den Aufstieg in die Oberliga perfekt zu machen. Wiederum vor ausverkauftem Haus tat sich der VfL in Durchgang eins sehr schwer. Brake lag zwischenzeitlich mit 5:7-Toren vorn und beim Stand von 12:11 ging es in die Kabinen. Zehn Minuten nach dem Wiederbeginn war die Entscheidung gefallen. Beim 21:14 war das Spiel entschieden und am Ende siegte der VfL standesgemäß mit 31:23-Toren. Damit war der zweite Aufstieg innerhalb von dreizehn Monaten perfekt.

Folgende Spieler wurden eingesetzt:

Tor: Kalla Neuhaus, Eckhard Dreier

Feld: Bernd Sander, Ulli Wellpott, Lothar Bekemeier, Klaus Gerkensmeier, Kalla Steinmeier, Enes Ganibegovic, Jürgen Schmidt, Wolfgang Krieger und Werner Stelze.

Die Tore erzielten Lothar Bekemeier (11/2), Kalla Steinmeier (8), Jürgen Schmdt (6), Klaus Gerkensmeier (3) und Bernd Sander (3).