Rückblick auf den 13.Oberligaspieltag
Rückblick auf den dreizehnten Oberligaspieltag
Am letzten Hinrundenspieltag fanden in der Oberliga Staffel 1 nur fünf Partien statt und dabei gab es zwei faustdicke Überraschungen. Der Tabellenletzte TuS Brake, der bislang nur ein Spiel gewinnen konnte, setzte sich bei der Spvg. Steinhagen mit 31:29-Toren durch. Damit gab Brake die rote Laterne an den TV Verl weiter und die Spvg. Steinhagen befindet sich nach dieser Pleite voll im Abstiegskampf. Der Tabellenzweite TuS Spenge 2 unterlag vor eigenem Publikum dem ASV Senden völlig überraschend mit 29:30-Toren und somit hat der ungeschlagene Tabellenführer TSG Altenhagen/Heepen 2 nach Abschluss der Hinrunde bereits sechs Zähler Vorsprung auf die Verfolger TuS Spenge 2 und VfL Handball Mennighüffen. Der Spitzenreiter TSG Altenhagen/Heepen 2 machte mit dem Aufsteiger TuS Brockhagen kurzen Prozess und gewann ganz deutlich mit 39:22-Toren. Der TuS Möllbergen beendete in Jöllenbeck seine Niederlagenserie. Die Truppe von Trainer Andre Torge gewann bei den Jürmkern klar mit 30:24-Toren. Der TV Verl verlor in eigener Halle das Kellerduell gegen Lit 1912 3 mit 27:33-Toren und ist damit wieder Schlusslicht in der Oberliga. Das Spiel zwischen der Ahlener SG 2 und dem VfL Mennighüffen wurde wegen der schlechten Wetterverhältnisse abgesetzt.
TuS 97 Bielefeld – TuS Möllbergen 24:30 (13:15)
Die Gäste aus Möllbergen gingen voll konzentriert zur Sache und mit dem 1:6-Start zeigte die Torge-Sieben, das sie etwas gutzumachen hatte. „Das war nach den drei heftigen Niederlagen ein großer Schritt“, sagte Trainer Andre Torge. Sein Team trat geschlossen auf und überzeugte auch kämpferisch. Das galt vor allen Dingen, als der Gegner wieder herankam und bis auf zwei Tore verkürzte. In dieser Phase ließ die Deckungsarbeit der Gelben zu wünschen übrig. Insgesamt war aber auf die Möllberger Abwehr Verlass. Mit Miladin Kozina im Zentrum standen die Gäste hinten sicher, dem Ex-Profi gelang als Aushilfskreisläufer sogar ein Tor. Noch mehr tat sich allerdings Lennart Bischoff hervor. „Er hat uns gerade in der Anfangsphase angeschoben und bot eine tolle Leistung“, meinte der Trainer. Die zeigte auch Möllbergen insgesamt und will sich nun nach dem schwachen Dezember wieder nach oben orientieren. Beim TuS trafen Lennart Bischoff (6), William Schläger (6) und Nils van Zütphen (6) am besten. Adrian Boehnke überragte bei den Jürmkern. Er trug sich gleich neunmal in die Torschützenliste ein.
TV Verl – Lit 1912 3 27:33 (10:14)
Durch den Sieg beim Vorletzten TV Verl, der nach aktuellem Stand in die Relegation müsste, hat das Lit-Team nach dem klaren 27:33-Auswärtserfolg auf diesen sechs Punkte Vorsprung. „Das war zum Abschluss der Hinrunde sehr wichtig für uns“, sagte Trainer Olaf Grintz. Angeführt von Tjorven Sturhahn aus dem Regionalliga-Team und dem A-Jugendlichen Niklas Steiner führten die Gäste von Beginn an und bauten den Vorsprung nach der Pause aus. „Da hat man gemerkt, das bei Verl die Kräfte nachließen. Wir haben viel durchgewechselt und souverän gewonnen“, meinte Olaf Grintz. Bei den Gästen aus Nordhemmern trafen Niklas Steiner und Tjorven Sturhahn jeweils siebenmal ins Verler Tor.
Mit Fußballtrainer Tobias Strobl, der mit dem SC Verl in fünf Tagen gegen Waldhof Mannheim in den Saisonteil 2026 startet, saß am Samstag eigentlich ein Erfolgsgarant auf der Tribüne. Nicht weit davon entfernt schaute sich erstmals der bis Dezember für Drittligist TSG Altenhagen aktive und deshalb noch bis mindestens Mitte Februar gesperrte künftige Hoffnungsträger Jens Bechtloff neben Teammanager Jasmin Baltic ein Spiel des Handball-Oberligisten TV Verl in der Dreifachhalle an. Sowohl der sehr konzentriert zuschauende Fußballtaktiker als auch der langjährige Bundesligahandballer und fünfmalige Nationalspieler werden nach der 27:33 (10:14)-Niederlage gegen LiT Tribe III gesehen haben, dass der Klassenerhalt für das wieder auf den letzten Rang zurückgefallene Team von Torben Gottsleben ein ganz hartes Stück Arbeit wird. Und ohne die für die kommenden Wochen erhoffte Verstärkung durch Paul Freier und später auch Bechtloffs kaum zu bewerkstelligen sein wird. Zu fehleranfällig präsentierte sich wieder einmal der Angriff. Die Quote schwach, auch bei wirklich guten, weil freien Wurfmöglichkeiten und immer noch mit vielen Fehlern und Ballverlusten, worüber sich die schnell konternden Gäste freuten und zu einfachen Treffern kamen. Doch auch im Positionsspiel waren die Gäste eingespielter, druckvoller, ballsicherer und spielten die nicht sattelfeste TVV-Defensive daher ein ums andere Mal aus. Bis zum 10:11 (25. Minute) hielt Verl mit, dann sorgte ein Fünf-Tore-Lauf zum 10:16 bereits für die Vorentscheidung. Nach Wiederanpfiff baute das von Olaf Grintz trainierte zweite Nachwuchsteam von Zweitligist TuS N-Lübbecke den Vorsprung auf neun Tore aus (20:29, 21:30, 23:32), bevor die Verler in den Schlussminuten mit einer 4:1-Bilanz noch verkürzten. „Darüber bin ich froh, das kann im direkten Vergleich noch mal wichtig werden“,sprach Torben Gottsleben von einer auch in der Höhe verdienten Niederlage. „Wir müssen jetzt bald die Kurve kriegen, sonst sind wir nämlich falsch abgebogen“, so der Trainer. Dass die Schiedsrichterinnen „einer Mannschaft, die verunsichert ist, nicht gerade geholfen haben“, ließ Gottsleben nicht unerwähnt. Mit teils kleinlichen Entscheidungen sorgten Hansmeyer/Wulf für viel Aufregung. Für die Hausherren trafen Paul-Moritz Herzog (5), Paul Vogt (4), Lennart Voss (4), Lars Jogereit (4) und Thilo Vogler (4) am besten.
TuS Spenge 2 – ASV Senden 29:30 (13:14)
In der Anfangsphase stand der Tabellenzweite TuS Spenge sich selbst im Wege. Technische Fehler – Abspiele ins Seitenaus – die Gäste aus Senden nutzten die Gunst der Stunde und gingen mit 1:6-Toren in Front. Spenge erzielte erst in der 14.Minute den Treffer zum 2:6. Danach kam die Truppe von Trainer Heiko Holtmann besser in die Partie und glich kurz vor dem Seitenwechsel zum 13:13 aus. Den letzten Treffer in Durchgang eins erzielte Senden und so wurden beim Stand von 13:14 die Seiten gewechselt. Auch in der zweiten Hälfte tat sich der Tabellenzweite sehr schwer. Erst in der 49.Minute konnte Spenge beim Zwischenstand von 24:23 das erste Mal in Führung gehen. Beim 26:24 war für den TuS die Welt wieder in Ordnung, aber Senden erzielte drei Treffer nacheinander und lag beim 26:27 wieder vorn. Beim Stand von 27:27 verhängten die Schiedsrichter eine Zeitstrafe gegen Senden. Aber in Unterzahl trafen die Münsterländer zum 27:28 und erzielten dann siebzig Sekunden vor der Sirene den 29:30-Siegtreffer. Haupttorschützen Spenge: Philipp Holtmann (7) und Kenneth Krüger (5). Haupttorschützen Senden: Jakob Janssen (9), Hendrik Hüging (6) und Matthias Hernzel (4).
Spvg. Steinhagen – TuS Brake 29:31 (13:15)
Völlig überraschend gewann der TuS Brake das Kellerduell in Steinhagen mit 29:31-Toren und feierte seinen zweiten Saisonsieg. Durch diese Niederlage stecken die Schnapsstädter jetzt mitten drin im Abstiegkampf. Brake hat jetzt nur noch zwei Zähler Rückstand auf Steinhagen. Bis zum 4:4 war das Spiel ausgeglichen. Danach setzten sich die Gäste auf 4:7 ab und lagen auch noch beim Pausenpfiff mit 13:15-Toren vorn. Im zweiten blieb es fünfzehn Minuten lang ganz spannend. In der 46.Minute glich Linus Dümke für Steinhagen zum 20:20 aus. Danach blieben die Hausherren acht Minuten ohne Torerfolg. Diese Schwächeperiode nutzte Brake durch einen 0:4-Lauf zur 20:24-Führung. In der restlichen Spielzeit von acht Minuten kam Steinhagen nicht mehr entscheidend heran. Während bei den Schnapsstädtern Jonas Visse (6), Tim-Michael Ansorge (5) und Leonhard Janzen (4) die Torschützenliste anführten, war bei den Gästen Jannis Johannmeier der überragende Torschütze. Er traf gleich elfmal ins Tor der Gastgeber. Ihm am nächsten kam Rene Lorge, der siebenmal erfolgreich war.
TSG Altenhagen/Heepen 2 – TuS Brockhagen 39:22 (19:12)
Nach vierzehn Spielminuten schien in dieser Partie der Sieger bereits festzustehen, denn der Tabellenführer lag gegen den Aufsteiger aus Brockhagen schon klar mit 9:3-Toren vorn. Kurze Zeit später hatten die Gäste bis auf 11:9 verkürzt, aber die TSG sorgte bis zur Pause mit einem 8:3-Lauf wieder für klare Verhältnisse. Beim Stand von 19:12 wurden die Seiten gewechselt und in der 40.Minute lagen die Hausherren beim Zwischenstand von 25:15 das erste Mal mit zehn Toren Vorsprung vorn. Über 32:16 kamen die Schützlinge von Trainer Haenen zu einem ungefährdeten 39:22-Kantersieg. Haupttorschützen TSG: Jannik Ullmann (6), Lennart Eschler (5) und Tim Stücken (4). Für die Gäste trafen Sergej Braun (4), Jan Mescher (3) und Lennart Philipp (3) am besten.
