Hoffnung der TSG-Handballer auf 3. Liga schwindet
Mit dem Startplatz klappt es nur, wenn vier Klubs ihre Bereitschaft bis zum 30. Juni zurückziehen. Hallentraining im Moment noch zu schwierig

Bielefeld. Ein Startplatz in der 3. Liga ist für die TSG A-H Bielefeld in weite Ferne gerückt. Der DHB hat jetzt die Liste der Mannschaften veröffentlicht, die aktuell in dieser Klasse spielberechtigt wären. Dazu gehören die beiden führenden Teams der Nachrückerliste, nämlich der TV Cloppenburg (Nordsee) und HaSpo Bayreuth (Bayern).

 

Die TSG steht im Ranking der Nachrücker auf Platz sechs. Ligarivale Sportfreunde Loxten ist als Vierter aussichtsreicher platziert. Erst wenn vier der 72 Klubs bis zum 30. Juni auf einen Startplatz in der 3. Liga verzichten würden, beziehungsweise die geforderte selbstschuldnerische Bankbürgschaft nicht vorlegen könnten, wäre die TSG an der Reihe. „So ganz nicht aufgestiegen sind wir ja noch nicht“, weist TSG-Geschäftsführer Christian Sprdlik darauf hin, dass der heimische Oberligist noch keine endgültige Absage erhalten habe. Er wolle jetzt erst einmal die nächsten Wochen abwarten: „Es könnte sich ja durchaus noch etwas tun.“


„Wir werden mit einem starken Kader wieder angreifen“
Tut sich nichts, nimmt die TSG in der kommenden Saison einen neuen Anlauf. „Wir schauen nach vorn und werden mit einem starken Kader wieder angreifen“, sagt TSG-Trainer Leif Anton. Die Vorbereitung auf diesen Angriff gestaltet sich aktuell noch sehr schwierig. Von der versprochenen Öffnung des Amateursports kommt bei den Handballern nichts an. Zum einen, weil die Hallen noch geschlossen sind. Viel schwerer wiegt jedoch, dass es sich beim Handball – selbst in einfachen Trainingsformen – um einen Kontaktsport handelt. Und dazu sagt die Verordnung: „Untersagt sind der nicht-kontaktfreie Sport- und Trainingsbetrieb sowie jeder Wettkampfbetrieb.“
Leif Anton belässt es weiter dabei, seinen Schützlingen individuelle Pläne zu geben. „Wir springen nicht gleich auf jeden Zug auf, auf dem es noch zu Schwierigkeiten kommen kann“, sagt der TSG-Trainer. Sein Kollege vom Ortsnachbarn TuS 97, Pierre Limberg hält es ähnlich.
„Das ist gar nicht umzusetzen“
„Zuerst müsstest du im Verein einen finden, der die ganzen Hygienevorschriften überwacht und seinen Kopf dafür hinhält. Das ist ja gar nicht umzusetzen“, sagt der Jürmker Oberliga-Coach. Beide Trainer verweisen auf Ende Mai. Dann werde man sehen, ob weitere Lockerungen kommen, die ein Gruppentraining zulassen. So gehen derzeit fast alle Klubs vor. „Streng genommen dürften wir uns ja nicht mal den Ball zupassen“, sagt Maike Röthemeyer vom HT SF Senne.
„Aktuell wäre das Gruppentraining eine große Herausforderung. Wir hoffen mal, dass im Juni wieder mehr gemacht werden darf. Wenn Mitte Juli wieder ein halbwegs normaler Betrieb möglich wäre, würde das zu einer hohen Zufriedenheit führen“, betont TSG-Trainer Leif Anton.

 

Da die Sportfreunde Loxten und die TSG A-H Bielefeld (noch) keinen Nachrücker-Platz erhalten haben, wird die Oberliga wohl aus 16 Teams bestehen.
Nach der Sitzung der Spielkommission der 3. Liga müssen sich die Oberliga-Handballer des VfL Gladbeck, des FC Schalke 04 und des TuS Bommern auf eine Mammut-Saison 2020/21 einrichten. Da von den in Frage kommenden Drittligisten lediglich der HC Elbflorenz II verzichtet hat, sind 70 der 72 Starter bekannt. Die beiden Nachrücker-Plätze aus den Oberligen erhalten der TV Cloppenburg (Nordsee) und HaSpo Bayreuth (Bayern).
Das bedeutet für die Gladbecker, Schalker und Bommeraner zunächst einmal, dass sie in einer 16er-Staffel spielen werden – macht 30 Saisonpartien. Diese wird aus den 13 verbliebenen Oberligisten – Meister ASV Hamm-Westfalen II steigt in die 3. Liga auf – sowie den drei Aufsteigern TSG Harsewinkel, TuS Bommern und VfL Eintracht Hagen II gebildet, der als Tabellenzweiter der Verbandsliga-Staffel 2 die Wildcard ziehen wird.

Loxten liegt im neuen Nachrücker-Ranking auf Platz zwei
Auf einen Nachrücker-Platz hatten ja die Sportfreunde Loxten und auch die TSG A-H Bielefeld gehofft, also der Tabellenzweite und -dritte der Oberliga Westfalen. Das dürfen sie weiterhin, vor allem die Loxtener, die im neuen Ranking – ohne Cloppenburg und Bayreuth – hinter dem TSV Neuhausen/Filder aus Baden-Württemberg auf Platz zwei liegen. Rang vier nehmen jetzt die Altenhagener ein.
„Die Drittliga-Staffeleinteilungen sollen erst nach Bekanntwerden des endgültigen, derzeit für den 1. September geplanten Saisonstarts vorgenommen werden“, teilt der Deutsche Handballbund mit. „Damit wird auf jeden Fall bis zum 30. Juni, dem Ende des Spieljahres 2019/20, die Option weiterer Nachrücker offengehalten, sofern sich bis zu diesem Zeitpunkt noch gemeldete Mannschaften aus der 3. Liga zurückziehen oder die geforderte selbstschuldnerische Bankbürgschaft nicht vorlegen können.“
Nach jetzigem Stand wären 2020/21 folgende 16 Mannschaften in der Oberliga Westfalen vertreten: Sportfreunde Loxten, TSG A-H Bielefeld, VfL Gladbeck, Soester TV, TuS 09 Möllbergen, HSC Haltern-Sythen, CVJM Rödinghausen, TuS Ferndorf II, FC Schalke 04, VfL Mennighüffen, HC TuRa Bergkamen, TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck, HTV Hemer, TSG Harsewinkel, TuS Bommern, VfL Eintracht Hagen II.
Allerdings muss noch abgewartet werden, ob diese 16 Vereine ihre Mannschaften tatsächlich für die Oberliga melden werden. Die Meldefrist des Handballverbandes Westfalen endet am 20. Mai (Mittwoch). 

 

 

 

Aufstieg zur 3.Liga
TSG-Handballer nur Neunter auf der Warteliste für die 3. Liga
Die jetzt veröffentlichte DHB-Regel zum Belegen der 72 Plätze in der 3. Liga bietet Angriffsfläche
Gregor Winkler
05.05.2020 | Stand 04.05.2020, 20:57 Uhr


Bielefeld. Der DHB hat entschieden. Die Kriterien, nach denen 72 zu vergebene Drittligaplätze verteilt werden sollen, wurden festgelegt. „Für die Nachrücker-Plätze wird eine Rangliste erstellt. Grundlage ist der Abstand im Quotienten zum Aufsteiger in der betreffenden Oberliga. In diese Rangliste können nur Mannschaften aufgenommen werden, die in ihrer Oberliga mindestens Platz zwei oder drei belegen“, heißt es in einer Meldung des Verbandes. Für die Oberliga Baden-Württemberg, aus der immer regulär zwei Teams aufsteigen, gilt die Ausnahme, dass auch der Vierte in die Nachrücker-Rangliste aufgenommen wird. Auf Wildcards, wie in Westfalen praktiziert, wird verzichtet. Bis zum 15. Mai müssen sich alle Kandidaten erklären.
Derzeit steht nur ein Drittliga-Platz zur Verfügung
Derzeit stünde in den vier Drittligastaffeln nur noch ein freier Platz zur Verfügung. Rückzüge und Aufstiegsverzichte könnten aber noch folgen. Die TSG A-H Bielefeld, die einen Aufstieg als Nachrücker annehmen würde, hat bereits vorsorglich für die 3. Liga gemeldet, steht als Neunter der Nachrückerliste aber weit hinten in der Warteschlange. Zum Vergleich: Würde der reine Quotient zählen, wären die Bielefelder Dritter. Die Regelung bietet also durchaus Angriffsfläche. So hat etwa Concordia Delitzsch in der Oberliga Mitteldeutschland bereits zwölf Minuspunkte auf dem Konto, ist als punktgleicher Tabellenzweiter aber bei unschlagbaren Null Quotienten-Abstandspunkten. Die TSG kommt als Dritter ihrer Oberliga auf gerade mal sechs Negativzähler, liegt nach Quotientenpunkten aber klar hinter Klassenprimus Hamm II. Nach der Abstandsberechnung zum jeweiligen Tabellenführer steht Delitzsch mit einer sportlich schlechteren Bilanz also deutlich besser da, als die Bielefelder. Auch die Einbeziehung des Vierten aus Baden-Württemberg (14 Minuspunkte) scheint diskutabel.

Die Rangliste der Nachrücker mit den Abständen zum jeweiligen Primus: 1. TV Cloppenburg, 2. Concordia Delitzsch, 3. HaSpo Bayreuth (3,0), 4. HSV Insel Usedom (3,2), 5. TSV Neuhausen/Filder (4,3), 6. SF Loxten (6,7), 7. TG Landshut (8,2), 8. TSG Söflingen (8,7), 9. TSG A-H Bielefeld (12,2), 10. THW Kiel II (14,3). Cloppenburg und Delitzsch kommen auf den gleichen Quotienten wie ihr jeweiliger Tabellenführer. Daher gibt es keinen Abstand.

 

Quo Vadis Handball in Westfalen?
Der Handballverband Westfalen (HVW) hat sich, wie auch seine 11 Handballkreise und der Deutsche Handball-bund (DHB), in den vergangenen Wochen intensiv mit den Folgen der Corona-Pandemie für den Spielbetrieb auseinandergesetzt.
Der Spielbetrieb bleibt – wie bereits am 12. März beschlossen – bis einschließlich 19. April ausgesetzt. Inzwi-schen hat der DHB allen Landesverbänden die Beendigung des Spielbetriebes der Saison 2019/20. Die Bundes- und Landesregierung, sowie in der Folge Kreise, Städte und Gemeinden werden nach Ostern über weiteren Fortgang des Alltags und des gesellschaftlichen Lebens entscheiden. Dem will der HVW nicht zuvorkommen und bleibt daher bei dem ursprünglich veröffentlichten Terminplan, dass eine Entscheidung über die Fortfüh-rung oder den Abbruch der Saison frühestens in der Woche nach Ostern getroffen wird. Das reguläre Saisonen-de ist der 30. Juni. Alle relevanten Spielordnungsregelungen stellen auf diesen Termin als Saisonende ab.
Für den Spielbetrieb des Handballverbandes Westfalen wurde beschlossen, dass es auch bei Saisonabbrüchen keine Absteiger (mit der Ausnahme von bereits zurückgezogenen Mannschaften oder freiwilliger Absteiger), sondern lediglich Aufsteiger in die Saison 2020/21 geben soll. Dies gilt gemäß der Information des DHB ent-sprechend auch für die 3. Ligen. Eine Übernahme dieser Regelung wird im Sinne der Einheitlichkeit für die Umsetzung auf Kreisebene empfohlen.
Bezüglich der Wertung der Saison 2019/20 ist noch keine Entscheidung getroffen. Beim DHB wurde eine Ar-beitsgruppe eingesetzt, die sich mit den Auswirkungen befasst. Diese Arbeitsgruppe erarbeitet in Abstimmung mit dem Bundesrat einen Vorschlag, wie eine Wertung erfolgen kann. Unabhängig von den Ergebnissen der Arbeitsgruppe beim DHB hat sich eine Arbeitsgruppe beim HV Westfalen ebenfalls mit dem Thema befasst. Hierzu wurden im Vorfeld die Vereine informiert und um Beteiligung gebeten. Es wurden die von dem Verei-nen und vom DHB übermittelten Gedankenmodelle durchdacht, diskutiert und bewertet. Der Handballverband Westfalen hat seine Entscheidung dem Deutschen Handballbund übermittelt, so dass dieses bei den zu tref-fenden Beschlüssen Berücksichtigung finden wird.
Im Jugendbereich wurde die Saison schon für Beendet erklärt. Für die Jugendqualifikation unterbreitet der Jugendspielausschuss Vorschläge zum weiteren Vorgehen.
„Im Zuge der Corona-Pandemie hat die Gesundheit und eine bestmögliche Bekämpfung des Coronavirus abso-luten Vorrang. Ich bin froh, dass in bisher nie dagewesener Einigkeit der deutsche Handball zusammensteht, um gemeinsam eine rechtssichere und zukunftweisende Lösung im Umgang Situation zu finden“, sagt Willi Barnhusen, Präsident des Handballverbandes Westfalen. Andreas Tiemann (Vize-Präsident Spieltechnik) er-gänzt „im Namen der Arbeitsgruppe möchte ich mich für die zahlreichen Rückmeldungen und Anmerkungen bedanken! Wir haben uns alle Gedanken und Vorschläge angesehen und ein erstes Stimmungsbild erhalten. Den weiteren Weg können wir nur gemeinsam gehen und jeder Verein ist beteiligt“.
Die Arbeitsgruppe im Handballverband Westfalen besteht aus den Präsidiumsmitgliedern Andreas Tiemann (VP Spieltechnik), Patrick Puls (VP Jugend), Jan Gerth (VP Recht), sowie den spielleitenden Stellen Gundula Bem-bom-Schoof (Jugendspielausschuss), Bernd Kuropka (Technische Kommission) und den Kreisvorsitzenden Hol-ger Kück (Handballkreis Industrie) und Daniel Hooge (Handballkreis Münsterland) als Vertreter der Handball-kreise.

Der Vorstand des VfL Handball Mennighüffen hat sich nach der Unterbrechung des Spielbetriebes durch den HV Westfalen dazu entschlossen, auch ab sofort den Trainingsbetrieb einzustellen. Sobald von dieser Regelung abgewichen werden kann, erhalten die Trainer entsprechende Weisungen. 

 

Amtliche Mitteilung AKTUELLE Information des Kreisvorstands zum Corona-Virus
Der Kreisvorstand hat sich dazu entschieden, den Beschlüssen des
HV Westfalen zu folgen:
• Den Jugendspielbetrieb für die Saison 2019/2020 zu beenden
• Den Spielbetrieb der Aktiven Mannschaften auszusetzen
• Nicht notwendige Sichtungsveranstaltungen, Sitzungen, Tagungen, Fortbildungen, bis auf weiteres auszusetzen
• dies gilt auch für die Bezirksligen Männer / Frauen sowie dem Kooperationsspielbetrieb OWL
Spätestens zum 19. April 2020 wird über eine mögliche Wiedereinsetzung des Spielbetriebs der aktiven Mannschaften, der Saisonwertungen in den jeweiligen Landesverbänden entschieden und veröffentlicht.
Der HV Westfalen hat heute um 16:00 Uhr seinen Beschluss veröffentlicht und wie folgt begründet:
Der Handballverband Westfalen bedauert, mitteilen zu müssen, dass aufgrund der das Corona-Virus betreffenden Lage bis auf weiteres alle Veranstaltungen, Sitzungen und Maßnahmen des Handballverbandes Westfalen abgesagt sind.

Diese Entscheidung wurde nach intensiver Absprache zwischen allen HandballLandesverbänden, Sportfachverbänden und Spitzenverbänden getroffen. Grundlage der Entscheidung ist die neue Beurteilung der Gesamtlage durch die WHO und die damit verbunden Einstufung des Coronavirus als Pandemie.

Der Spielbetrieb im Kinder- und Jugendbereich wird ab heute, Donnerstag 12.03.2020, 16:00 Uhr für die Saison 2019/2020 eingestellt. Der Erwachsenenspielbetrieb ruht bis auf weiteres. Spätestens zum 19. April 2020 wird über eine mögliche Wiedereinsetzung des Spielbetriebs der Seniorenmannschaften, der Saisonwertungen in den jeweiligen Ligen entschieden und veröffentlicht.

Im Bereich der Talentförderung werden ebenfalls alle Trainingsmaßnahmen, Sitzungen, Besprechung und Veranstaltungen ab sofort ausgesetzt.

Auch im Bereich der Schiedsrichter werden keine Fortbildungen, Weiterbildung, Z/SSchulungen stattfinden. Auch hier werden wir die Situation weiter beobachten und alle über aktuelle Entwicklungen auf dem Laufenden halten.

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Der Handballverband Westfalen empfiehlt den Trainingsbetrieb vorerst einzustellen, jedoch sollte hierbei vor allem ein enger Austausch mit den örtlichen Gesundheitsämtern und Ordnungsbehörden stattfinden. Dabei gilt es stets das Thema mit Bedacht und Besonnenheit anzugehen. Die Gesundheit seiner SportlerInnen, ZuschauerInnen, Funktionäre und Mitglieder stehen für den Handballverband Westfalen an allerhöchster Stelle. Wir tragen damit der verschärften Lage in Bezug auf die Corona-Epidemie Rechnung und bitten um Verständnis für diesen Schritt.

Selbstverständlich werden wir weiterhin über alle neuen Entwicklungen schnellstmöglich informieren. Die zentrale Informationsplattform ist hierbei weiterhin die Homepage des Handballverbandes Westfalen und zudem werden wir bei diesem Thema mit weiteren Rundschreiben an unsere Mitglieder herantreten. Wir werden selbstverständlich so schnell wie möglich über eine Änderung der Situation informieren.

Auch wenn wir wollten und könnten. Wir schaffen es nicht mehr aufgrund der unterschiedlichen Entscheidungen auf kommunaler Ebene bzw. der Gesundheitsbehörden vor Ort einen flächendeckenden Spielbetrieb aufrecht zu erhalten und durchzuführen.

So hat die Stadt Bielefeld zwischenzeitlich heute Amateursportveranstaltungen sogar bis 30.04.20 verboten.

Die Spiele werden kurzfristig im System abgesetzt.

Bitte informiert eure Spieler*innen, Trainer*innen und weitere Personen eurer Vereine. Die SR werden zudem über den Kreis-SR-Wart informiert.

Über die weiteren Maßnahmen für den Erwachsenen-Spielbetrieb und der anstehenden Jugendqualifikation, werden wir euch regelmäßig und zeitnah informieren. Bitte hierzu auch die Veröffentlichung über die Homepage von uns und dem Verband beachten. www.handballkreis.de www.handballwestfalen.de/aktuelles/

Rückblick auf den 19.Spieltag
Jetzt ist in der Oberliga Westfalen wieder alles offen. Die TSG AH Bielefeld brachte den Tabellenführer ASV Hamm auf den Boden der Tatsachen zurück. Von Beginn an dominierte Bielefeld das Spiel und gewann am Ende mehr als deutlich mit 19:29-Toren. Im Aufstiegskampf haben jetzt wohl die Sportfreunde aus Loxten die besten Karten. Die Frösche liegen mit fünf Verlustpunkten einen Zähler hinter dem Tabellenführer ASV Hamm 2 und einen Punkt vor dem Dritten TSG AH Bielefeld. Die Loxtener, die vor eigenem Publikum bislang 17:1-Punkte einfuhren, erwarten sowohl Hamm als auch Bielefeld noch in der Sparkassen-Arena.
Vier Teams machen den Abstieg unter sich aus. Die schlechtesten Karten hat dabei der HTV Hemer, der durch die knappe 19:21-Niederlage bei Bergkamen auf den letzten Tabellenplatz abruschte. Die Sauerländer, die zur Zeit 6:30-Punkte auf ihrem Konto haben, erwarten in drei Wochen den TuS 97 Bielefeld in eigener Halle und müssen dann eine Woche später in Mennighüffen antreten. TuS 97 Bielefeld belegt mit 8:30-Punkten den vorletzten Tabellenplatz. Die Jöllenbecker, die nur noch sieben Spiele absolvieren müssen, treten nächste Woche in Mennighüffen an und müssen dann auch noch nach Hemer reisen. Sollte unsere Truppe nächste Woche gegen den TuS gewinnen und auch das Heimspiel gegen den Tabellenletzten aus Hemer siegreich gestalten, wäre der Klassenerhalt in trocknen Tüchern, zumal unsere Truppe drei Punkte Vorsprung auf den Drittletzten Tura Bergkamen hat. Der Drittletzte HC Tura Betgkamen (8:28-Punkte) empfängt noch den VfL Anfang April. Es bleibt also spannend in dieser Oberrligaspielzeit.
Oberliga: HC TuRa Bergkamen – HTV Hemer 21:19 (12:10)
„Not gegen Elend“, das sagten nicht nur wenige Zuschauer über das Spiel des Vorletzten gegen den Tabellenletzten, sondern auch TuRa-Trainer Thomas Rycharski. Im Endefekt ging es aber nur um zwei Punkte für den Klassenerhalt und mit diesem Sieg ist der HC TuRa diesem Ziel einen Schritt nähergekommen. Bei einer zu erwartenden Niederlage des Drittletzten Jöllenbeck winkt sogar der erste Nichtabstiegsplatz. Sowohl gegen die Bielefelder als auch den HTV Hemer hat sich die Mannschaft von „Tomek“ den besseren direkten Vergleich erspielt.
Beide Mannschaften begannen sehr aggressiv in der Deckung. Die Hausherren hatten auf eine 5:1-Formation umgestellt mit Florian „Totti“ Schöße auf der vorgezogenen Position. Gegen Hemers Spielertrainer Bosko Bjelanovics machte Mirko Kauer in der Defensive eine ebenso starke Partie wie später gegen Philipp Trattner. Trotzdem war Bjelanowicz nicht zu bremsen und erzielte schon im ersten Durchgang fünf Treffer. Auf der anderen Seite spielte der TuRa-Angriff einen schnellen Ball, machte aber zu viele einfache Fehler. So lag die Heimmannschaft nach sieben Minuten mit 1:2 hinten, bevor Schöße mit einem „Hattrick“ daraus ein 4:2 machte. Über 5:5 ging der HCT mit 8:5 (20.) und 11:7 (27.) in Führung, bevor er durch erneute Flüchtigkeitsfehler die Gäste zum Halbzeitstand von nur 12:10 herankommen ließ.
Hemer kam nach der Pause besser aus den Startlöchern und glich zum 12:12 aus. Die 39. Minute des Spiels hatte es dann in sich: Erst verletzte sich Schöße an der Wade und konnte nicht mehr eingesetzt werden und kurz danach kassierte der siebenfache Torschütze Bjelanowicz die dritte Zeitstrafe und die damit verbundene rote Karte, so dass er das weitere Geschehen von der Tribüne aus verfolgen musste. Das war natürlich eine ebenso große Schwächung für Hemer wie der Ausfall von „Totti“ für die TuRaner.
Zehn Minuten vor dem Ende schien das Spiel zugunsten des HTV zu kippen, als dieser mit 16:15 in Führung ging. Der plötzlich wie aufgedreht spielende Pascal Terbeck erzielte in den letzten Minuten gleich drei seiner vier Tore und brachte so sein Team wieder auf die Siegerstraße.
„Wir sind happy, dass wir die zwei Punkte haben. Da war es egal, dass es ein solches Kampf- und Krampfspiel war mit vielen Fehlern. Niklas Walter hat dann noch ein paar Bälle gehalten“, so ein mit dem Ergebnis aber nicht so ganz mit der Leistung zufriedener HCT-Coach, der bemängelte, dass man in manchen Situationen „auf diesem Niveau schlauer spielen muss“.
TuRa: Walter, Stork; Schöße (3), Damian Nowaczyk (3), Terbeck (4), Webers, Stukalin (6/3), Saarbeck (1), Kurschuss (n.e.), Domanski (1), Fülber (2), Kauer (1), Kamaric (n.e.).
Machtdemonstration der TSG A-H Bielefeld beim Tabellenführer
Der Handball-Oberligist verpasst dem bislang so souveränen Primus eine Klatsche, die an Deutlichkeit kaum zu überbieten ist
Bielefeld. Die Zuschauer in Hamm, aber auch die Fans, die das Spiel am Liveticker verfolgt haben, dürften ihren Augen nicht getraut haben. Die TSG A-H Bielefeld hat ihr Auswärtsspiel beim ASV Hamm Westfalen II nicht einfach nur gewonnen, sie hat den Tabellenführer, der zuvor erst einmal verloren hatte, mit einem 29:19 (7:16) regelrecht vorgeführt.
Dieser Erfolg macht den Endspurt der Saison wieder richtig spannend. Die Bielefelder pirschen sich auf zwei Punkte an Hamm heran und haben nach der Fünf-Tore-Hinspielniederlage (25:30) jetzt auch den direkten Vergleich auf ihrer Seite.
Der Abend in der Sporthalle des Hammer Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums verlief so gar nicht nach dem Geschmack der Gastgeber. Nachdem die TSG ohnehin von Beginn an immer knapp geführt hatte, brachen ab dem 10:7 aus Sicht der Gäste alle Dämme. Hamm, das Team mit der stärksten Offensive der Liga, die bis dahin im Schnitt 34 Tore pro Spiel erzielt hatte, traf eine Viertelstunde lang nicht mehr ins Bielefelder Tor. Die Ostwestfalen setzten sich auf 17:7 ab. Weil anschließend vor allem das Bielefelder Rückraumgespann Marius Schrage und Dominik Waldhof gefährlich blieb – sie kamen auf zusammen acht Treffer in der zweiten Halbzeit – hielt sich die TSG jederzeit auf Abstand. „Ich habe selten eine so starke TSG gesehen“, jubelte Geschäftsführer Christian Sprdlik. Trainer Leif Anton ergänzte: „Wir haben in einer super 6:0-Abwehr gedeckt, wir haben vorne disziplinierte Angriffe gefahren und wir hatten die Überzeugung, dass wir es wuppen können. Der Gegner hat keinerlei Antworten gefunden.“ Auch Co-Trainer Carl-Moritz Wagner, der über 60 Minuten die überragende Abwehr zusammenhielt, fand den Auftritt „außergewöhnlich. Es hat fast alles geklappt. Jeder hat seine Rolle erfüllt“. Mit diesem Sieg haben die Bielefelder ein dickes Ausrufezeichen gesetzt.
TSG: Twarz (1)/Heininger; Meyer, Heidemann (1), Zwaka (2), Wagner, Maric (6/4), Strathmeier, Schrage (5), Waldhof (9), Werner, Hübner (2), Bergen (3),
Bielefeld. „Gladbeck hat gewonnen – aber nicht, weil sie spielerisch besser waren. Punkt.“ Trainer Pierre Limberg erklärte die 25:33 (11:16)-Auswärtsniederlage seines TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck beim VfL Gladbeck nach einer kurzen Kunstpause – mit Hilfe der Mathematik. „Wir haben zu viele individuelle Fehler gemacht“, bilanzierte Limberg ganz nüchtern und erklärte in gutachterlicher Art und Weise: 18 technische Fehler seien seiner Mannschaft unterlaufen. „Gefühlt zwölf davon in Halbzeit eins“, mutmaßte der Coach. Und 19 Fehlwürfe habe sich seine Mannschaft geleistet. Auch wenn es Limberg vermied, aus diesen Variablen die Summe zu ziehen – 37 –, wurde anhand seiner Schilderung schnell deutlich, dass mit dieser furchtbaren Angriffs-Effektivität natürlich kein Oberligaspiel gewonnen werden kann.Unmöglich sei ein Auswärtssieg im Ruhrgebiet aber trotzdem nicht gewesen, zumal Dominic Wehmeyer und Justus Clausing überraschend mitwirken konnten: „Wir hatten eine Phase, in der wir wieder herangekommen sind“, berichtete Limberg. Brian Weigang erzielte den 10:11-Anschlusstreffer (21.), nachdem die Bielefelder schon mit 5:9 und 7:11 zurück gelegen hatten. „Eigentlich hat uns Gladbeck Bälle geschenkt“, berichtete Limberg. Die immerzu wechselnden Abwehrformationen der Jöllenbecker waren eine große Herausforderung für die Gastgeber. „Gladbeck aber hat die Fehler ausgenutzt, dir wir gemacht haben“, erklärte der Coach. Schnell stand es 12:18 (33.) und dieser deutliche Abstand sollte Bestand haben. Lediglich beim 21:25 (50.) lagen die Bielefelder noch einmal in Schlagdistanz.„Wir treten aktuell auf der Stelle“, klagt der TuS-97-Coach: „In der Hinrunde hat sich jeder reingeschmissen, das schaffen wir aktuell nicht mehr.“ Der Coach versuchte in der Schlussphase, das Ergebnis mit einer offenen Manndeckung positiv zu beeinflussen, doch das Gegenteil trat ein – 22:29 (57.), die endgültige Entscheidung.
In der Tabelle treten die Bielefelder sieben Spieltage vor Saisonende leider nicht auf der Stelle: Durch den 21:19-Erfolg von TuRa-Bergamen gegen Hemer sind die Jöllenbecker auf den ersten Abstiegsplatz gerutscht. „Wir glauben aber weiter daran, dass wir in der Klasse bleiben können“, betonte Limberg.
TuS 97: Südhölter/Weinholz; Krspogacin (3), Clausing (2), Kraatz (6), Weigang (3), Markworth (3), Küthe (5/1), Wehmeyer (1), Borutta (2), Bruelheide, Heidemann.

Typisch Trainer: Nach dem souveränen 33:25 (16:11)-Erfolg über den abstiegsgefährdeten TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck fand Sven Deffte, der Coach des Handball-Oberligisten VfL Gladbeck, zumindest noch ein Haar in der Suppe.
„Ein bisschen“, so der Übungsleiter, „hat mir manchmal die Konsequenz gefehlt. Wenn wir hoch geführt haben, hat im Eins gegen Eins hin und wieder der letzte Wille gefehlt.“ Das war’s dann aber auch schon an kritischen Anmerkungen des VfL-Trainers. Einen Spieler lobte er besonders: Felix Käsler. „Er war heute überragend“, so Sven Deffte über den Rechtsaußen, für den am Ende des Spiels acht Tore zu Buche standen. Dafür hatte der ehemalige U20-Nationalspieler acht Versuche gebraucht – macht also eine Trefferquote von 100 Prozent. „Passiert auch nicht oft“, urteilte VfL-Obmann Hans-Jörg Conrad anerkennend.
Die Quote ist wahrlich nicht schlecht für einen Spieler, der beim Aufwärmen spaßeshalber noch darum gebeten hatte, auf der Halbposition eingesetzt zu werden. Begründung? Käsler grinsend: „Ich habe heute eine falsche Schulter eingehängt.“ In einem Spiel, das niemals spannend war, weil die Gladbecker zu überlegen agierten, obwohl sie gar nicht ihren allerbesten Tag erwischt hatten, gab es eigentlich nur einen Aufreger. In der 43. Minute sah VfL-Kapitän Max Krönung nach einem Siebenmeter die Rote Karte. Der Torjäger, so hatte es einer der beiden Schiedsrichter gesehen, soll den Bielefelder Torwart bei dem Strafwurf im Gesicht getroffen haben.Krönung entschuldigte sich umgehend bei dem Schlussmann. Zur WAZ sagte er nach dem Spiel: „Das war natürlich keine Absicht.“ Er habe den Keeper im Gesicht getroffen, der habe sich aber auch ein wenig bewegt. „Ärgerlich“, so der Kapitän, der somit in den letzten 17 Minuten zum Zuschauen gezwungen war.
Sorgen um den Sieg brauchten sich Max Krönung und die VfLer aber nicht mehr. „Die Jungs haben das gut über die Bühne gebracht“, sagte der Spielführer, der bis zu seiner Hinausstellung 6/2 Tore erzielt hatte. Weitere Konsequenzen hat die Rote Karte nicht, im Revierderby beim FC Schalke 04 am Samstag, 14. März, im Sportzentrum Schürenkamp darf Krönung wieder ran.
Die Begegnung mit Jöllenbeck brachten die Rot-Weißen tatsächlich problemlos nach Hause. Am Ende stand ein ungefährdeter 33:25-Erfolg. Der VfL Gladbeck hat übrigens dank seines Siegs und des Unentschiedens des Soester TV gegen den CVJM Rödinghausen in der Tabelle den vierten Platz zurückerobert.
VfL Gladbeck: Spierau – Arens (1), Brockmann (2), Sankalla (3), Käsler (8), Krönung (6/2), Dalian (1), Schmiemann (1), Blißenbach (3), F. Büttner (4), Rolf (3).

Loxten. Neben dem eigenen Sieg sorgte im Loxtener Lager nach Spielschluss die Nachricht aus Hamm für Jubel. Zeitgleich verlor dort die gastgebende ASV-Reserve überraschend deutlich mit 19:29 gegen den Tabellendritten TSG A-H Bielefeld. An der Spitze sind Hamm (34:4 Punkte), Loxten (31:5) und Bielefeld (30:6) dadurch ganz eng zusammengerückt. Für die Sportfreunde bedeuten die Ergebnisse vom Samstag, dass sie den Aufstieg jetzt wieder aus eigener Kraft schaffen können.„So weit kann und will ich noch nicht denken“, wiegelte SFL-Trainer Dirk Schmidtmeier nach der Partie zwar ab. Wenn es seiner Mannschaft in den restlichen acht Saisonspielen aber gelingt, Kampfgeist, Siegeswillen, spielerische Klasse und die nötige Portion Glück so erfolgreich zu vereinen wie in Haltern, kann der Traum von der 3. Liga wahr werden.
Gefeierter Matchwinner auf Seiten der Gäste war wieder einmal Marco Possehl. Loxtens Torwart wehrte Sekunden vor Schluss den letzten Halterner Wurf aus dem Rückraum ab. Kurz zuvor hatte „Google“ mit einer Parade schon den entscheidende Treffer zum 30:29 durch Max Harnacke eingeleitet.
Als ob die Schlussphase nicht dramatisch genug gewesen wäre, spielte sie sich quasi im Blindflug ab. Weil Mitte der zweiten Halbzeit die Anzeigetafel in der Halle ausgefallen war, waren in der dramatischen Schlussphase weder der Spielstand noch die Restspielzeit zu verfolgen. „Wir haben alle nur noch zum Kampfgericht geguckt. Als dann endlich Schluss war, sind alle Dämme gebrochen“, berichtete Schmidtmeier.
Ein besonderer Sieg war es auch deshalb, weil ihn die Loxtener „auf der letzten Rille“ (Schmidtmeier) erkämpft hatten. Zahlreiche Stammspieler fielen komplett aus oder waren wie Max Schäper, Malte Weigel und Marlon Meyer angeschlagen ins Spiel gegangen. Dazu kam, dass sich Rückraum-Ass Jan Schröder nach nur einer Viertelstunde am Rücken verletzte und nicht weitermachen konnte.
So entwickelte sich vor rund 300 Zuschauern eine Partie, die viele Parallelen zum Loxtener 33:28-Erfolg im Hinspiel aufwies. Noch in der 43. Minute hatte der Aufsteiger mit 23:19 geführt, ehe Loxten das Blatt drehte und über die Stationen 27:25 (53.) und 29:26 (56.) in Führung ging. Beleg für die Zerfahrenheit des Spiels waren ein Dutzend Zeitstrafen sowie insgesamt 19 Siebenmeter, von denen beide Mannschaften jeweils vier vergaben. Erfolgreichster Werfer der „Frösche“ war Spielmacher Simon Schulz, der trotz Manndeckung wie damals neun Tore erzielte.
Bereits am Freitag reiste der CVJM Rödinghausen zum Soester TV. Die Fans sahen eine abwechslungsreiche und spamende Partie, in der am Ende ein 28:28-Unentschieden auf der Anzeigetafel stand. Die Führung wechselte ständig. Soest lag beim 9:7 vorn, dann übernahm der CVJM die Initiative und ging mit 10:12 in Front. Beim Stand von 14:15 ging es in die Kabine. Nach dem Wechsel ging Soest nach einem 4:0-Lauf mit 18:15 in Führung. Der CVM konterte und machte aus dem 20:18 ein 20:22. Und dann blieb es eng. Nach dem 27:27-Gleichstand brachte Max Picht den Soester TV mit seinem sechsten Treffer mit 28:27 nach vorn.. Corbeninan Crenz blieb es 30 Sekunden vor dem Ende vorbehalten, den 28:28-Endstand zu markieren. Während bei Soest Björn Danz (7) und Max Picht (6) die Torschützenliste anführten, trafen beim CVJM Malte Heininger und Sven Barthel jeweils fünfmal ins Schwarze. Sven Barthel erzielte alle seine Treffer in Durchgang zwei.

„Ein verdienter Sieg – auch in dieser Höhe“, war die ironische Reaktion von Trainer Michael Feldmann nach einem spannenden und gutklassigen Oberligasiel. Beide Mannschaften waren zweifellos besser, als es der Tabellenstand vermuten lässt.     Die Ferndorfer könnten sich nach dem zweiten Sieg in Folge etwas zurücklehnen. Auf Platz 9 mit 15:23 Punkten und einem Polster von sieben Punkten (plus einem „Hilfspunkt“ wegen des gewonnenen Direktvergleichs) kann ihnen nicht mehr viel in den ausstehenden sieben Partien passieren. 
Die Ferndorfer legten los wie die Feuerwehr. Starke Abwehr, schnelles Umschaltspiel. Nach neun Minuten führten sie bereits mit 5:0. Gästetrainer Andre Zwiener zog sofort die Notbremse. Nach Team-Time-Out und einigen Umstellungen wussten plötzlich die Ferndorfer zehn Minuten lang nicht mehr weiter. Ergo zog auch TuS-Trainer Michael Feldmann sogar nach nur sieben Minuten noch vor dem 7:7 ebenfalls die Notbremse. Mit diesem Ausglich fing die Partie ab der 19.Minute praktisch noch einmal von vorne an.
Bis zur Halbzeit und darüber hinaus blieben die Gäste aus Ostwestfalen auch am Drücker. Zum 10:11 übernahmen sie erstmals die Führung. Eher unerwartet kämpften sich die Ferndorfer ab dem 14:16 zurück. Sogar in Unterzahl gelang mit zwei Toren die Wende des Spiels, die ab dem 17:16 einsetzte. Immer wieder war Torhüter Kai Rottschäfer der sichere Rückhalt. Jonas Müller und Kevin John ebenfalls Spieler mit der Erfahrung aus der 2.Liga,    trafen zur 20:18 Führung. 
In den folgenden Minuten sollte der Ausbau des Vorsprungs auf sogar vier Tore Sicherheit geben. Der nach langer Verletzung immer besser werdende Neuzugang Lennart Mentges fiel als Kreisläufer und starker Abwehrspieler besonders auf. Aber ab dem 23:19 musste in den letzten dreieinhalb Minuten doch noch gezittert werden. Der Vorsprung hielt dennoch. Die Gäste erzielten erst mit der Schluss-Sekunde ihr 22.Tor. 
TuS Ferndorf 2. – VfL Mennighüffen  23:22 (12:14)
TuS Ferndorf 2: Rottschäfer, Broszinski – Barth(1), John (3), Florian Schneider, Dischereit (1), von Mende (2), Sorg (1), Müller (3/1) , Ronge (4/2), L. Michel(6/3), Baust, Mentges (2).

 

Die männliche A-Jugend der JSG Lömo rückt in der Bezirksliga auf den zweiten Tabellenplatz vor.
Unsere männliche A-Jugend, die von Max Meise und Malte Bröhenhorst trainert wird, sorgt in der Bezirksliga für Schlagzeilen. Die Truppe holte aus den letzten acht Spielen 13:3-Punkt und schob sich inzwischen auf den zweiten Tabellenplatz vor. Den souveränen Tabellenführer JSG NSM-Nettelstedt (31:3-Punkte) kann man nicht mehr in Verlegenheit bringen. Aber bei dem Restprogramm (HC Steinheim und Eintracht Oberlübbe zu Hause und bei der DJK Lippstadt) sollte die Vizemeisterschaft drin sein. Das wird wohl am letzten Spieltag in eigener Halle gegen den Tabellenfünften Oberlübbe entscheiden.
Am kommenden Sonntag bestreitet die A-Jugend das Vorspiel vor unserer ersten Mannschaft gegen den HC Steinheim. Da können sich unsere Fans diese tolle Truppe mal anschauen (Anwurf: Sonntag 14.45Uhr Sporthalle Mennighüffen).

Aktueller Tabellenstand
Platz
Mannschaft
Spiele
S
U
N
Tore
Punkte
1
JSG NSM-Nettelstedt 2
17
15
1
1
674:460
31:3
2
JSG Handball Löhne-Mennighüffen-Obernbeck
17
11
1
5
558:510
23:11
3
JSG Steinhagen-Brockhagen
17
10
2
5
548:494
22:12
4
TSG Harsewinkel
17
10
1
6
531:468
21:13
5
TuS Eintracht Oberlübbe
17
10
1
6
488:423
21:13
6
TuS Brake
17
9
1
7
479:491
19:15
7
TSV 1887 Schloß Neuhaus
17
7
1
9
471:534
15:19
8
HSG EGB Bielefeld
16
6
1
9
427:426
13:19
9
SC Lippstadt DJK
16
5
2
9
333:374
12:20
10
TSV Bösingfeld
17
2
0
15
431:556
4:30
11
HC 71 Steinheim
16
1
1
14
426:630
3:29
12
HCE Bad Oeynhausen aK
0
0
0
0
0:0
0:0

 

VfL Handball Mennighüffen – 07./08.03.2020
Unsere erste Mannschaft konnte auch bei der Reserve des TuS Ferndorf nicht punkten. Nach der knappen 22:23-Niederlage steckt der VfL nun voll im Abstiegskampf. Unsere erste Damenmannschaft verschlief gegen die Spvg. Steinhagen 2 die erste Halbzeit völlig und unterlag klar mit 22:31-Toren. Unsere Reserve zeigte beim Abstiegskandidaten TuS Brockhagen 2 eine desolate Vorstellung und unterlag klar mit 21:28-Toren. Der Tabellenführer HSG EGB Bielefeld 2 musste neidlos die Heimstärke unserer dritten Mannschaft anerkennen. Die Truppe um Malte Bröhenhorst besiegte Bielefeld klar mit 27:22-Toren. Nach anfänglichen Schwierigkeiten kam unsere vierte Mannschaft bei VfL Herford 2 immer besser ins Spiel und gewann mit 24:20-Toren. Unsere fünfte Mannschaft musste ebenfalls beim VfL Herford antreten. Gegen den ungeschlagenen Tabellenführer VfL Herford 4 hielt der VfL die Niederlage noch in Grenzen und verlor nur mit 33:20-Toren.

Sa 19.30Uhr TuS Ferndorf 2 – VfL 1. Herren 23:22
So 17.00Uhr VfL 1. Damen – Spvg. Steinhagen 2 22:31
Sa 19.15Uhr TuS Brockhagen 2 -VfL 2. Herren 28:21
Sa 18.00Uhr VfL 3. Herren- HSG EGB Bielefeld 2 27:22
So 17.15Uhr VfL Herford 2 -VfL 4. Herren 20:24
So 14.45Uhr VfL 2. Damen – Tura 06 Bielefeld verlegt
So 13.30Uhr VfL Herford 4 – VfL 5.Herren 33:20

TuS Ferndorf 2 – VfL 1.Herren 23_22 (12:14)
Der VfL verlor gegen Ferndorf wie auch schon in der Hinserie mit einem Tor Unterschied. Am Ende stand in der Kreuztaler Sporthalle ein 23:22 auf der Anzeigetafel und nach dieser Niederlage steckt die Sieben von Trainer Andre Zwiener voll im Abstiegskampf. Der Vorsprung auf den Vorletzten TuS 97 Bielefeld ist auf drei Zähler zusammengeschmolzen. In Ferndorf war der VfL, der neben Lukas Mailänder, Daniel Habbe, Fynn Walter auch auf den erkrankten Tomek Tluczynski verzichten musste, zunächst gar nicht auf der Platte. Nach neun Minuten führte Ferndorf schon mit 5:0-Toren. Zu diesem Zeitpunkt nahm Andre Zwiener bereits die Auszeit und stellte sein Team neu ein. Im Angriff übernahm Christaki Kolios den Part dess Spielmachers und danach kam der VfL auf Touren. Über 6:3 und 7:4 glichen die Gäste beim 7:7 aus und bejubelten in der 24.Minute beim 10:11 die erste Führung. Über 11:13 ging der VfL beim 12:14 in die Pause. Und nach dem Wechsel erhöhte Till Orgel in der 32.Minute auf 12:15 und alles schien nach Plan zu laufen. Aber weit gefehlt. Ferndorf machte aus einem 14:16 ein 17:16 und zog über 20:17 auf 22:18 davon. Der VfL stemmte sich dann in der Endphase gegen die drohende Niederlage, konnte aber nur noch auf 23:22 verkürzen.
In 28 Minuten in der zweiten Hälfte gelangen den Gästen nur ganze sieben Tore und dann kann man solch eine wichtige Partie nicht gewinnen. Unsere Rückraumspieler Arne Kröger (2) und Till Orgel (1 Tor) kamen nicht wie gewohnt zum Zuge. Und als sich Ferndorf absetzte, vergab der VfL-Angriff einige gute Chancen. Das war in dieser Saison übrigens die sechste Niederlage unserer Truppe mit einem Tor Unterschied.

Jetzt gilt es im nächsten Heimspiel. Am kommenden Sonntag erwartet der VfL um 17.00Uhr in der Mennighüffer Sporthalle den Vorletzten TuS 97 Bielefeld.
Tore: Daniel Danowsky (5/4), Malte Ames (4), Maik Dittrich (3), Marcel Schumann (3), Jonas Köster (2), Arne Kröger (2), Till Orgel (1), Mats Köster (1) und Julian Peitzmeier (1).

VfL 1. Damen – Spvg. Steinhagen 2 22:31 (8:17)
Der VfL verschlief gegen Steinhagen die erste Hälfte und bleibt nach der klaren 22:31-Niederlage auf dem letzten Platz in der Bezirksliga. Die Abwehr des VfL war in der ersten Hälfte nicht existent und Steinhagen setzte sich schnell von 2:3 auf 2:8 ab. Über 4:12 wurden beim Stand von 8:17 die Seiten gewechselt. Und nach der Pause begannen die Schützlinge von Trainerin Sonja Balsmeyer mit dem Handballspielen. In Durchgang zwei packte die Abwehr gut zu und im Angriff wurden die sich bietenden Chancen konsequent genutzt. Über 14:23, 16:26 und 20:27 verlor der VfL am Ende klar mit 22:31-Toren. Immerhin spielte der VfL die zweite Hälfte 14:14-Unentschieden.
Tore: Maren Hildebrand (5), Luisa Herde (5), Vanessa Timm (4), Jenny Danowsky (3), Pia Sandmann (3), Franziska Büschenfeld (1) und Alena Herde (1).

TuS Brockhagen 2 – VfL 2. Herren 28:21 (16:8)
Auch unser Trainer Christian Neumann legte beim Auswärtsspiel unserer Reserve beim Abstiegskandidaten TuS Brockhagen 2 nach fünf Minuten die grüne Karte auf den Zeitnehmertisch. Denn auch unsere Reserve lag zu diesem Zeitpunkt mit 5:0-Toren zurück. Im Gegensatz zu unserer ersten Mannschaft kam die Reserve aber nicht zurück ins Spiel und lief während der gesamten sechzig Minuten einem hohen Rückstand hinterher. Beim 7:4 war der VfL wieder dran, aber Brockhagen erhöhte auf 13:5 und ging mit einer 16:8-Führung in die Halbzeit. In der 37.Minute hatte sich der VfL noch einmal bis auf 17:13 heran gearbeitet, aber der TuS ließ sich nicht von der Siegerstraße abbringen. Über 20:14 und 25:19 gewann Brockhagen am Ende klar und verdient mit 28:21-Toren.
Christian Neumann meinte nach dem Spiel: „Das war die schlechteste Vorstellung unserer Reserve in den letzten drei Jahren. Nach sieben Minuten beim Spieldstand von 8:2 war alles schon entschieden“.
Tore: Niklas Holtmann (5/4), Fynn Walter (5), Christoph Marx (3), Maxi Schäffer (2), Miklas Bröhenhorst (2), Tom Sprenger (1,) Jonas Hoffmann (1), Andreas Kreft (1) und Marius Hepermann (1).

VfL 3. Herren – HSG EGB Bielefeld 2 27:22 (15:11)
Unsere dritte Mannschaft zeigte gegen den Tabellenführer aus Bielefeld eine tolle Leistung und brachte der HSG die vierte Saisonniederlage bei. In eigener Halle ist die Truppe von Trainer Detlev Harre eine Macht. Zunächst ging der Tabellenführermit 1:3-Toren in Front, doch danach übernahm der VfL die Initiative. Über 4:3 konnte Bielefeld beim 6:6 das letzte Mal den Ausgleich erzielen. Über 9:6 setzte sich der VfL bis zur Pause auf 15:11 ab. In Durchgang zwei kam EGB beim 17:15 und 20:18 heran, aber der VfL spielte seinen Stiefel herunter und ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. Über 20:16 (44.) und 22:18 (49.) lagen die Schützlinge von Trainer Detlev Harre in der 52.Minute beim 24:20 immer noch mit vier Toren vorn. Aus dem 24:20 wurde ein 26:20 und am Ende stand ein glatter 27:22-Erfolg zu Buche. In der Hinserie hatte Bielefeld den VfL ebenfalls mit 27:22-Toren geschlagen. Malte Bröhenhorst trieb seine Truppe unermüdlich an, bei der die A-Jugendlichen wieder einmal voll einschlugen und großen Anteil an diesem überraschenden Erfolg hatten. Eine ganz starke Leistung bot Torhüter Patrik Hepermann, der unter anderem vier Siebenmeter entschärfte.
Torschützen: Malte Bröhenhorst (5), Max Mülke (5), Lars Wülker (4), Fabian Schaaf (4), Luke Heinrichsmeier (4), Brian Gröppel (2), Christian Held (2) und Bastian Bekemeier (1).

VfL Herford 2 – VfL 4.Herren 20:24 (10:12)
Das Spiel begann zunächst sehr zäh. Beide Teams produzierten viele Fehler. Herford lag zunächst mit 3:0 und 5:2 in Führung. Als die Gäste zum 5:5 ausgeglichen hatten, nahmen die Gastgeber früh ihre Auszeit. Das half aber hauptsächlich den Gästen. Die Schützlinge von Trainer Detlev Harre übernahmen die Führung und gaben sie dann auch bis zum Schluss mit mehr ab. Über 7:10 ging es beim Stand von 10:12 in die Pause. Nach dem Wechsel war Herford beim 13:14 und 14:15 wieder dran, aber die Abwehr der Gäste arbeitete ausgezeichnet und ließ nur zwanzig Gegentore zu. Über 15:20 kam unsere vierte Mannschaft, bei der Dennis Stürmer und Aaron Pickhardt im Angriff überzeugten, zu einem verdienten 20:24-Auswärtssieg.
Tore: Aaron Pickhardt (8/2), Dennis Stürmer (6), Marvin Prescher (3), Daniel Reimer (3), Patrick Barkowski (2) und Andre Brandmeier (2).

VfL Herford 4 – VfL 5. Herren 33:20 (20:6)
Der ungeschlagene Tabellenführer aus Herford legte ein höllisches Tempo vor und lief einen Gegenstoß nach dem anderen. Aus einem 1:3 wurde ein 10:3 und über 15:4 führte Herford zur Pause bereits mit 20:6-Toren. In Durchgang zwei steigerte sich der VfL sowohl im Angriff als auch in der Abwehr und da Torhüter Jochen Held nach dem Wechsel bärenstark agierte, gewannen die Gäste den zweiten Durchgang mit 13:14-Toren. Am Ende gab es die erwartete, klare Niederlage, die sich aber beim 33:20 noch in Grenzen hielt.
Tore: Holger Beck (5), Eckhard Hüske (3), Andre Busse (3), Oliver Schrader (3), Andre Steffen (2), Timo Langenbach (2), Olaf Müller (1) und Uwe Timm (1).

 

Vorbericht auf das Wochenende 7./8.03.2020
Da das Spiel unserer zweiten Damenmannschaft verlegt wurde, kämpfen nur sechs Seniorenteams des VfL am kommenden Wochenende um Punkte.
Unsere erste Mannschaft hat die längste Busfahrt in der Saison vor sich, denn am Samstag muss die Truppe von Trainer Andre Zwiener beim TuS Ferndorf 2 antreten. Am Samstagabend wird um 19.30Uhr in der Kreuztaler Sporthalle die Partie zwischen den beiden Tabellennachbarn angepfiffen. Ferndorf belegt mit 13:23-Punkten den neunten Platz und rangiert in der Tabelle direkt vor dem VfL. Das Hinspiel verlor der VfL völlig unnötig mit 23:24-Toren. Ferndorf gewann am letzten Spieltag mit 30:27-Toren beim TuS 97 Bielefeld und wird wohl nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben. In Bielefeld überzeugten die beiden Außenangreifer Kevin John (8 Tore) und der A-Jugendliche Dario Barth (5 Tore). Zudem feierte Zweitligaspieler Jonas Müller nach seiner langen Verletzungspause ein tolles Come-Back. Gleich sechsmal traf er ins Bielefelder Tor. Und da die Zweitligatruppe des TuS bereits am Freitagabend in Krefeld spielt, sollte Jonas Müller auch gegen den VfL dabei sein. Der VfL ist im Siegerland nicht chancenlos, wenn er an die gute Leistung von der Vorwoche gegen den Tabellenführer ASV Hamm anknüpft.
Unsere erste Damenmannschaft empfängt am Sonntag um 17.00Uhr den Tabellendritten Spvg. Steinhagen 2, die mit 25:5-Punkten nur drei Zähler Rückstand auf den Tabellenführer TuS Brake aufweist. Unsere Truppe muss auf jeden Fall punkten, wenn sie den Abstieg in die Kreisliga verhindern will. Da die HSG Bockhorst/Dissen ihre beiden letzten Spiele gegen Senne und Herzebrock gewann, ist der VfL auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht. In der Hinserie gab es für unsere Damen eine deutliche 14:27-Niederlage.
Unsere Reserve muss am Samstag um 19.15Uhr beim abstiegsbedrohten TuS Brockhagen 2 antreten. Der Gastgeber rangiert mit 10:26-Punkten auf dem drittletzten Platz. Der VfL, der auf Fynn Walter verzichten muss, sollte bei einer konzentrierten Leistung den Erfolg aus der Hinserie wiederholen können. Damals gewann die Truppe von Trainer Christian Neumann ganz deutlich mit 26:16-Toren. Da die Verbandsligatruppe des TuS ebenfalls am Samstag um 17.30Uhr in Nordhemmern antreten muss, wird die Reserve wohl keine Verstärkung aus der Ersten erwarten können. Der TuS verlor die letzte Partie ganz knapp mit 19:20 gegen den Nachbarn Spvg. Steinhagen 2. Das war übrigens die vierte Niederlage des TuS in dieser Saison mit einem Tor Unterschied.
Unsere dritte Herrenmannschaft empfängt am Samstag um 18.00Uhr in der Mennighüffer Sporthalle den Tabellenführer HSG EGB Bielefeld 2. Die Gäste haben bislang 26:6-Punkte eingefahren. Sie verfügen über den besten Angriff der Liga. 472Tore erzielte Bielefeld bislang und gewann das Hinspiel mit 27:22-Toren. Die dritte Mannschaft des VfL verlor in eigener Halle in dieser Saison noch kein Spiel. Und diese Serie wollten Malte Bröhenhorst & Co auch gegen den Tabellenführer fortführen. Die Fans können sich auf ein spannendes Spiel freuen.
Unsere vierte Mannschaft muss an diesem Wochenende wieder reisen. Am Sonntag um 17.15Uhr trifft der VfL beim Namensvetter VfL Herford 2 an. Die Gastgeber rangieren mit 6:18-Punkten auf dem siebten Rang. Im Hinspiel gewann der VfL nach spannenden sechzig Minuten ganz knapp mit 29:28-Toren. Wenn man Verstärkungen aus der A-Jugend bekommt, sollte ein knapper Sieg möglich sein.
Unsere fünfte Mannschaft reist zum souveränen Tabellenführer VfL Herford 4. Am Sonntag um 13.30Uhr empfängt der Kreisrivale unser Team in der Kreissporthalle in der Hermannstraße. Die junge Truppe der Herforder ist allen Teams in der ersten Kreisklasse haushoch überlegen und grüßt als Tabellenführer mit 24:0-Punkten und einem Torverhältnis von 462:163. Der Kreisrivale erzielte pro Spiel 38,5 Tore. Im Hinspiel verkaufte sich unsere fünfte Mannschaft ausgezeichnet und verlor nur mit 17:28. Alles andere als eine deutliche Niederlage wäre eine große Überraschung.
Das Spiel unserer zweiten Damenmannschaft gegen Tura 06 Bilelefeld wurde auf den 18.3.2020 20.30Uhr verlegt.

Rückblick auf den 18.Spieltag
Die drei Spitzenteams gewannen ihre Partien und ebenso konnten die drei Kellerkinder Hemer, Bergkamen und Jöllenbck keinen Punkt ergattern. Der Tabellenführer ASV Hamm 2 musste in Mennighüffen alles abrufen, um am Ende knapp mit 29:30-Toren zu gewinnen. Der VfL zeigte eine ganz starke Partie, aber für einen Punktgewinn reichte es nicht. Und so schwebt unsere erste Mannschaft weiterhin in Abstiegsgefahr. Der Vorsprung auf den HTV Hemer und Tura Bergkamen beträgt fünf Punkte und wenn unsere Truppe die Heimspiele gegen den TuS 97 Bielefeld und HTV Hemer erfolgreich gestaltet, sollte der Klassenerhalt möglich sein.
Der HTV Hemer ist nun schon seit neun Spieltagen ohne Punktgewinn. In der Heimpartie gegen den Soester TV hatten sich die Sauerländer einiges ausgerechnet. Bis zur 15.Minute war die Welt für den HTV noch in Ordnung, da man nur knapp mit 9:10-Toren hinten lag. Danach setzte sich Soest auf 10:15 ab und lag beim Pausenpfiff mit 15:23-Toren vorn. Bis zur 44.Minute hielt Hemer noch dagegen. Aber dann brach das Unheil über den Tabellenletzten herein. In der letzten Viertelstunde kam Soest durch einen 3:13-Lauf zu einem 26:43-Kantersieg. Während bei Hemer Spielertrainer Bosko Bjelanovic siebenmal erfolgreich war, kam Lars Wiggeshof bei Soest auf 11 Torerfolge.

Bielefeld. „Dass uns die robuste, offensive Abwehr Bergkamens nicht unbedingt liegt, hat man gesehen“, meinte TSG-Trainer Leif Anton. Auch wenn der 30:22 (14:9)-Erfolg der TSG A-H Bielefeld gegen TuRa Bergkamen nicht unbedingt berauschend herausgespielt war, zeigte sich der TSG-Coach „total zufrieden – unter diesen Umständen“.Überraschend mussten die Bielefelder einen weiteren Ausfall hinnehmen, und das beunruhigte den Coach: Regisseur Jan Hübner hatte sich einen Muskelfaserriss zugezogen. Ob der torgefährliche Mittelmann am kommenden Wochenende in Hamm spielen kann, konnte Anton nicht sagen: „Ich bin nicht der Arzt. Aber wir haben ihn rausgelassen, damit eine Restchance besteht.“ Die Anspannung Antons löste sich am Freitagabend, nachdem seine Mannschaft einige Gegenstoßtore erzielte hatte, mit 7:2 führte – und Youngster Jannis Heidemann das Spiel der Gastgeber bereicherte.Ich freue mich, wenn junge Spieler unbeeindruckt drauf los spielen“, erklärte Anton. Heidemann, der nach 16 Minuten kam, hatte am Ende nicht nur vier Tore erzielt, sondern auch Spielübersicht nachgewiesen. Assist, Tor, Assist – der A-Jugendliche erwies sich sofort als belebendes Element. Neben Heidemann überzeugte Marius Schrage, der immer wieder die offensiven Abwehrspieler der Gäste hinterlaufen konnte. „Bergkamen hat uns im Hinspiel deutlich mehr Probleme gemacht. Wir konnten uns heute wieder einmal auf unsere starke Abwehr verlassen“, erkannte Schrage, der ebenfalls lobende Worte für seinen Nebenmann fand. „Für einen 17-jährigen spielt er sehr ordentlich“, betonte der Halbrechte. Die Lösung für die Personalmisere im eigenen Verein gefunden zu haben, fand Schrage „äußerst sympathisch“.Zwischenzeitlich standen gegen Bergkamen gleich fünf Spieler auf dem Feld, die (auch) in der TSG-Jugend ausgebildet wurden. Neben den A-Jugendlichen Heidemann und Keeper Raphael Heininger, die nie für einen anderen Verein aufliefen, standen gleichzeitig Kreisläufer Jannis Louis, Rechtsaußen Nils Strathmeier und Daniel Meyer auf dem Feld. Theoretisch hätte die TSG sogar auf sechs „Eigengewächse“ kommen können, wenn nicht Carl-Moritz Wagner für Louis das Feld verlassen hätte. Wagner, vor der Saison eigentlich als Co-Trainer eingeplant, kam gegen Bergkamen schon zu seinem achten Einsatz. Neben der Beobachtung, dass die TSG Pflichtaufgaben trotz diverser Ausfälle mittlerweile souverän lösen kann, steht die Erkenntnis, dass Wagner mit 35 Jahren immer noch der beste Kreisläufer der Bielefelder ist. Acht Tore hat der Routinier in dieser Saison geworfen. Zwei Tore noch, dann hat Urgestein Wagner 1.000 Tore für „seine“ TSG erzielt. Weil Wagner – hochgerechnet – in dieser Saison ein Tor pro Spiel erzielt hat, wird die magische Marke – spätestens – im nächsten Heimspiel gegen Ferndorf II fallen.
Oberliga: TSG Altenhagen-Heepen – HC TuRa Bergkamen 30:22 (14:9)
Die erwartete Niederlage kassierte der HC TuRa beim Tabellendritten in Bielefeld. „Es war der erwartet dicke Brocken“, stellte TuRa-Trainer Thomas Rycharski fest. „Mit den Punkten hatten wir nicht gerechnet.“ Schon nach einer Viertelstunde lagen die Gäste aus Bergkamen mit 2:6 und später mit 2:7 in Rückstand, von dem sich die Mannschaft über die restliche Spielzeit nicht erholte. Von den 14 Toren zur Pause fielen aus dem aufgebauten Angriff des Tabellendritten lediglich vier.

Im Laufe der Partie schafften es die Hausherren immer öfter durch die TuRaner-Deckung zu brechen. „Altenhagen konnte den Ball immer weiterspielen. Da hätte ich mir ab und zu mal ein Foul gewünscht, wobei ruhig es auch mal zwei Minuten hätte geben können.“ „Die drei Zeitstrafen, die wir kassiert haben, waren dumme Fouls“, setzte Co-Trainer Lars Stratmann hinzu.

Die TSG von Trainer Leif Anton geriet zu keiner Zeit mehr in Gefahr, sondern baute den Vorsprung kontinuierlich über 21:14 (42.) und 26:18 (52.) aus, so dass es am Ende noch ein standesgemäßer Sieg für den Favoriten wurde. Das war für die Ostwestfalen der 13 Erfolg, während es für die Gäste die gleiche Anzahl an Niederlagen gab. Überragender Akteur im TuRa-Dress war der neunfache Torschütze Florian „Totti“ Schöße. „Es war schon wichtig, dass aus dem Rückraum weiter geworfen wurde“, so „Tomek“ weiter.

Jetzt richtet sich der Fokus der gesamten Mannschaft und des Trainerteams auf das wichtige Spiel gegen den Tabellenvorletzten HTV Hemer, das schon am kommenden Freitag, ebenfalls um 20.15 Uhr, in der Sporthalle am Friedrichsberg angepfiffen wird. „Wenn wir gegen die nicht gewinnen, haben wir in der Oberliga nichts verloren“, gibt sich Stratmann kämpferisch.

HCT: Walter (1. – 45.), Stork (ab 45.); Schöße (9), Damian Nowaczyk (2), Terbeck (1), Webers, Stukalin (5/2), Saarbeck (3), Kurschus, Domanski, Fülber (1), Kauer (1), Kamaric.
Sie Saisonpunkte 19 und 20 fuhr der TuS 09 Möllbergen nach einer hart umkämpften Partie gegen den VfL Gladbeck ein. Durch den 24:23-Heimsieg liegt inzwischen auch Rang vier der Oberliga für die Männer von Trainer André Torge in Reichweite. Das Torge-Team begann furios und setzte sich in Durchgang eins über die Stationen 4:2 (8.) und 9:4 (17.) zum 19:9-Pausenstand ab. In der führten die Hausherren 15:11, dann verletzte sich Abwehrchef Holger Kruse schwer am Knöchel und begab sich zu näheren Untersuchungen ins Krankenhaus. „Wir wissen noch nichts genaues“, meldete Torge am späten Samstagabend. Durch Kruses Ausscheiden kam ein Bruch ins Möllberger Spiel. Gladbeck kam beim 18:19 (46.) bis auf einen Treffer heran. Das Torge-Team verteidigte die knappe Führung noch bis zum 22:22 (54.) und lag wenige Augenblicke später sogar 22:23 im Hintertreffen. Leon Richter, mit neun Treffern besten Möllberger Werfer, drehte mit seinen letzten beiden Toren die Partie. Das Siegtor fiel sieben Sekunden vor Schluss.

Bielefeld (nth). Der TuS 97 verpasst die Möglichkeit auf einen wichtigen Sieg und verliert ein schwaches Oberligaspiel gegen den TuS Ferndorf II mit 27:30 (13:12). „Einfach verdammt ärgerlich“, sagte Coach Pierre Limberg enttäuscht. Recht hatte er – wie viele Chancen auf zwei Punkte es von dieser Kategorie noch geben wird, ist zumindest fraglich.
Das Bild, das der TuS 97 in den bisherigen Spielen 2020 abgegeben hatte, war auch im Duell mit Ferndorf schnell wiederzuerkennen. Vom unbeschwerten Hurra-Handball der Hinrunde ist wenig übrig geblieben, stattdessen wiegt die Situation, im Abstiegskampf nun auf einmal etwas verlieren zu können, wie eine schwere Last auf den Schultern der jungen Mannschaft.Gegen Ferndorf war es im ersten Durchgang einzig und allein dem starken David Weinholz zu verdanken, dass die Gäste diesmal nicht vom Ergebnis her davoneilten. Nach dem 5:7 (16.) hielt die Limberg-Sieben den Anschluss und konnten mit einem etwas glücklichen Siebenmeter zum Pausenpfiff sogar in Führung gehen – obwohl der Angriff wirklich viele Lösungsansätze vermissen lief, kaum Druck ausüben konnte und sich zu häufig auf Nikolai Krspogacin verließ. Der zuletzt so starke Rückraumschütze hatte jedoch große Probleme in der Entscheidungsfindung und eine zu schwache Wurfquote.Nach der Pause stellten die Gäste auf eine 5:1-Deckung um, Limberg hatte diesen Schritt erwartet – sah seinen Plan aber nicht in die Tat umgesetzt: „Wir wollten Luca Borutta über den Kreis einsetzen, aber wir haben einfach nicht das gespielt, was wir uns vorgenommen haben.“ Funktioniert hätte diese Strategie vermutlich, schließlich ließ Borutta gleich nach seiner Einwechslung mit zwei Treffern auf einen Heimsieg hoffen. Danach wurde er von seinen Anspielern jedoch kaum noch bedient, und als er eine Zwei Minuten-Strafe erhielt, nutzte Ferndorf die Überzahl, um einen 4:0-Lauf zu starten: Von der letzten Führung, dem 18:17 (39.), ging es auf 18:21 (44.) – Limberg sah sich zur Auszeit gezwungen. Fortan lief sein Team jedoch nur noch hinterher, ein Anführer, der das Team durch schwierige Phasen trägt, war weit und breit nicht in Sicht: „Wir hatten keinen Torhüter mehr und haben vorne in der entscheidenden Phase wieder verworfen“, lamentierte Limberg. Beim 24:28 (55.) schien das Spiel entschieden, nach zwei schnellen Jöllenbecker Toren keimte nochmal unerwartet Hoffnung auf – die Ferndorfer waren an diesem Tag aber zu abgezockt und brachten das Spiel sicher nach Hause.„Wir müssen immer über das Kollektiv kommen, jeder muss für den Nebenmann arbeiten“, stellte Limberg fest, „und das lassen wir im Jahr 2020 einfach total vermissen“. Immerhin bleiben die 97er auf Rang 12 – es hätte nur eben so viel mehr drin sein können.TuS 97: Weinholz/Südhölter; Bruelheide, Kraatz (je 6), Borutta, Heidemann, Krspogacin (je 3), Küthe (3/3), Markworth (2), Weigang (1).
Versmold. Handball-Oberligist Sportfreunde Loxten gibt sich derzeit keine Blöße. Auch gegen Schalke 04 gewann das Team von Trainer Dirk Schmidtmeier klar mit 37:29 (20:13). Dabei musste der Coach auf fünf verletzte Spieler verzichten. Marvin Wernecke und Kim Dreger aus der zweiten Mannschaft rückten in den Kader, kamen auch zu Einsatzzeiten und machten ihre Sache gut.
Angetrieben von Regisseur Simon Schulz und dem seit Wochen in starker Form spielenden Jan Schröder setzte sich Loxten über 5:3, 9:5 und 17:10 zur klaren Pausenführung ab. Wer mit einer Trotzreaktion der Schalker nach der Pause gerechnet hatte, wurde enttäuscht. Loxten hatte alles im Griff, traf, wenn es nötig war, und zauberte am Ende noch ein bisschen. Den 500 Zuschauern gefiel’s – und Loxten bleibt im Titelrennen weiter dran.
Loxten: Welge (1.- 27., 31.- 49.), Possehl (27.- 30., 49.- 60.); Schäper, Menger (3), Harting, Patzelt (2), Harnacke (5), Weigel (3), Dreger (2), Schulz (9/5), Meyer (4), Wernecke, Schröder (9).
Schalke: Sinkovec (1.-30.), Zindel (31.-60.); F. Hentschel, Lenz (2), Ihnen (4), Heming (1), Sauerland (1), Kirsch (10/5), Busjan (4), Ruskov (1), Grzesinski (3), C. F. Hentschel (1), Helfrich (2).

Die Ferndorfer Reserve hat beim abstiegsgefährdeten Tabellenzwölften einen ganz wichtigen Auswärtssieg gefeiert. „Wir haben uns jetzt mit sieben Punkten von den Abstiegsplätzen entfernt, außerdem bereits zwei direkte Vergleiche gen die am meisten gefährdeten Mannschaften gewonnen. Ich denke, dass die unten stehenden Teams von Bergkamen, Hemer und Bielefeld-Jöllenbeck auch nicht die Qualität haben, um noch weiter nach vorne zu kommen. Viel kann uns eigentlich jetzt nicht mehr passieren“, sagte Michael Feldmann nach dem bereits dritten Auswärtssieg und acht in fremden Hallen erzielten Punkten. 
Offenbar wollten die Ferndorfer in der Anfangsphase zu viel und das auch noch zu schnell. In den ersten drei Minuten hatten sie gleich vier Konterchancen allesamt hektisch und übereifrig ausgelassen. Bei wechselnden Führungen in der ausgeglichenen 1. Hälfte langen die 11:9 vorne, aber drei Minuten später wieder 11:12 hinten.
In der Halbzeitpause justierte Feldmann wichtige Stellschrauben. Die Schwachpunkte waren beseitigt. Die Belohnung folgte mit etwas Verzögerung zwischen der 39. Und 44. Spielminute. Ferndorf drehte das Spiel von 17:18 in eine 21:18-Führung. Dabei profitierte es von einer Zeitstrafe. Ganz stark trumpfte dabei der A-Jugendliche Linksaußen Dario Barth mit drei blitzsauberen Toren in Folge auf. Auf der rechten Seite zeigte Kevin John wie gewohnt seine Qualitäten. Die Ferndorfer hatten aber auch bewusst ihre Stärken auf die Außenpositionen verlagert, weil sich Jöllenbecks Abwehr auf den Ferndorfer Rückraum konzentriert hatte. So bleib der zuletzt stets stark auftrumpfende Linus Michel dieses Mal ohne Torerfolg. Dafür überraschte Zweitligaspieler Jonas Müller bei seinem Comeback monatelanger Verletzung. Ihn konnten die Gastgeber auch nicht auf der Rechnung haben. 
In den Schlussphasen blieb Ferndorf abgeklärt. Nach zwei Zeitstrafen gegen die Gäste war Jöllenbeck von 21:25 bis auf 26:28 gefährlich nahe herangekommen. 25 Sekunden später fiel jedoch das 29:26 für Ferndorf und es waren nur noch 2:30 Minuten zu spielen, so dass die Gastgeber nun aufgaben.
TuS Bielefeld-Jöllenbeck – TuS Ferndorf 2 / 27:30 (13:12)
TuS Ferndorf 2: Rottschäfer, Rogalla – John (8), Haupt (1), Barth (5), Fabian Schneider, Dischereit, von Mende, Sorg (3), Müller (6) , Ronge (5/3), L. Michel, Baust, Mentges (2).
Der ASV Hamm-Westfalen stellt auch weiterhin alle Weichen für den Klassenaufstieg in die 3. Handball-Bundesliga. Die Oberliga-Sieben von Coach Christian Feldmann besiegte am fünften Rückrundenspieltag den VfL Mennighüffen mit 30:29 (15:13) und hält die Liga-Konkurrent aus Loxten und Bielefeld damit sicher auf Distanz. Dem ersten Spitzentreffen am kommenden Samstag gegen den Klassement-Dritten aus Bielefeld können Julian Krieg und seine Mitspieler also mit breiter Brust entgegensehen. Wenngleich der jüngste Sieg in Mennighüffen nicht unbedingt brillant erspielt wurde, sondern vielmehr ein Arbeitserfolg war. „Wir freuen uns auf den Gipfelkampf mit Bielefeld“, lautete dennoch die klare Hammer Botschaft nach dem nunmehr schon 17. Saisonerfolg in Mennighüffen.
Christian Feldmann hatte Ausstrahlung von seiner Mannschaft gefordert, doch die tat sich gegen den ehrgeizigen VfL lange Zeit richtig schwer. Zwar standen die Gäste in der Abwehr absolut sicher, doch vorne schlichen sich immer wieder Fehler ein, die den ASV-Spielfluss bremsten. Fast gänzlich agierte der ASV über die linke Rückraumseite, doch insgesamt kämpfte der Tabellenführer auch viel zu überhastet, so dass Mennighüffen oftmals überraschend in Ballbesitz kam. Lange 15 Spielminuten liefen die Westfalen auch einer knappen VfL-Führung nach, erst dann drehten zwei Treffer von Zyska und Pretzewofsky das Spiel zum Hammer 8:7-Vorsprung um. Doch das Match blieb hart umkämpft, obwohl sich der ASV zum Ende der Hälfte steigerte und mit einem 15:13-Vorsprung in die Pause ging. Kann der VfL das hohe Hammer Spieltempo im zweiten Durchgang mithalten? Mit einer Mischung aus aggressiver Abwehrarbeit und mutigem Angriffsschwung setzten die bekannt heimstarken Ostwestfalen den Spitzenreiter tatsächlich weitere 30 Minuten lang unter Druck. Dabei kämpfte sich der VfL gleich zweimal nach einer Hammer Drei-Tore-Führung wieder bis auf ein Tor heran. Nach vorn führten den ASV dann wieder Julian Krieg, Jan Pretzewofsky und David Spiekermann, die nach dem Seitenwechsel 9 Treffer bis zur 28:24 (53.) Führung beisteuerten. Erst dieser Vier-Tore-Rückstand knickte die Moral der Hausherren, doch eine Auszeit lenkte den VfL zurück in die Spur. Denn der Liga-Zehnte zeigte eine beeindruckende Kampfmoral und kam in der Schlussminute tatsächlich noch einmal bis auf 29:30 heran. So löste sich die Hammer Anspannung erst beim Schlusspfiff, als der knappe Auswärtssieg für die Westfalen feststand. „Das war wirklich kein gutes Spiel von uns. Doch irgendwie hatte ich auch nie ernsthaft Sorge, dass wir in Mennighüffen verlieren. Am Ende wurde es zwar noch einmal eng, in dieser Phase haben wir auch ein- oder zwei falsche Entscheidung getroffen, doch unser Drei-Tore-Vorsprung in der 57. Spielminute reichte zum Sieg einfach aus“, erklärte Christian Feldmann nach dem wichtigen 30:29 Auswärtserfolg.
ASV: Wesemann, Krömer- Krause (1), Krieg (6), Sorg (2), Rubino (4), Bihler (1), Zyska (4), Pretzewofsky (7), Spiekermann (5), Runkel, Gudat, Kölsch, Schrage.
Unsere Kreisrivale CVHM Rödinghausen gewann das Aufsteigerduell gegen den HSC Haltern/Sythen dank einer starken zweiten Hälfte mit 30:26-Toren und wird nach diesem Erfolg auch in der kommenden Spielzeit in der Oberliga spielen. Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte wechselte man beim Stand von 12:12 die Seiten. Nach dem Wechsel setzte sich der CVJM zunächst auf 19:14, aber beim 20:19 waren die Gäste wieder dran. Die Hausherren spielten dann ihren Stiefel herunter und siegten verdient mit 30:26-Toren. Alexander Deuker führte beim CVJM mit acht Treffern die Torschützenliste an.

Am kommenden Wochenende kommt es zu interessanten Vergleichen. Tabellenführer ASV Hamm empfängt den Tabellendritten TSG AH Bielefeld. Nur bei einem Auswärtssieg kann der Topfavorit aus Bielefel noch in den Kampf um den Meistertitel eingreifen. Und in Bergakemen treffen die Kellerinder HC Tura und der HTV Hemer aufeinander. Der Verlierer dieser Partie kann doch wohl für die Verbandsliga planen.