Rückblick auf den 17.Oberligaspieltag
Rückblick auf din 17.Oberligaspieltag
Die vier Spitzenteams der Oberliga Staffel 1 überstanden den siebzehnten Spieltag unbeschadet. Tabellenführer TSG Altenhagen/Heepen 2 hatte im Bielefelder Stadtderby mit dem Gastgeber TuS 97 Bielefeld überhaupt keine Probleme und kam zu einem 39:28-Kantersieg. Der Tabellenzweite TuS Spenge 2 hatte bei der Reserve der Ahlener SG erheblich mehr Schwierigkeiten, aber am Ende reichte es zu einem 26:29-Erfolg. Der TV Isselhorst erzielte beim Tabellenfünften ASV Senden gleich 41 Treffer und gewann bei den Münsterländern klar mit 36:41-Toren. Nur in der Anfangsphase hielt der in letzter Zeit so erfolgreiche ASV mit 3:2 vorn. Danach übernahm Isselhorst die Initiative und führte durchgängig mit drei bis fünf Toren Vorsprung. Der VfL Mennighüffen ließ dem Tabellenletzten TV Verl in Durchgang zwei keine Chance mehr und siegte klar mit 23:13-Toren. Im Abstiegsduell gewann die Spvg. Steinhagen bei Lit 1912 3 klar mit 28:34-Toren und überholte die Nordies in der Tabelle. Die Überraschung des Spieltages gelang dem Aufsteiger HSG Werther/Borgholzhausen, der beim TuS Möllbergen mit 24:27-Toren gewann. Der Vorletzte TuS Brake hielt die Partie beim TuS Brockhagen bis zur 35.Minute offen. Dann aber setzte es doch noch eine klare 34:28-Niederlage.
So 15.02.2026 VfL – TV Verl 23:13 (9:7)
Zuletzt kassierte der VfL in zwei Spielen 69 Gegentore. Das waren eindeutig zu viele und so lag der Fokus im Training auf der Abwehrarbeit. Im Heimspiel gegen den Tabellenletzten TV Verl rührte der VfL in der Deckung Beton an und der überragende Torhüter Tobias Bekemeier musste nur ganze dreizehnmal hinter sich greifen. Der VfL war nach Ansicht seines Trainers Andre Fuhr eindeutig das bessere Team. Die Anfangsphase gehörte allerdings dem TV Verl, der nach acht Minuten mit 3:4 in Front lag. Danach hatte der VfL seinen Gegner besser im Griff und zog mit drei Toren in Folge auf 6:4 davon. In der Folge hätten die Hausherren den Vorsprung deutlich ausbauen können, aber die Fuhr-Sieben ließ viel zu viele sehr gute Wurfchancen aus. Wegen der vielen Fahrkarten des VfL ging es auch nur mit knappen 9:7-Führung in die Pause. Auch in der zweiten Hälfte brauchten die Hausherren ein paar Minuten, um in Gang zu kommen. Dann aber ging die Post ab. Durch zwei Treffer von Tim Huckauf und jeweils einem Tor von Simon Harre und Mats Rinne zog der VfL von 11:8 in der 36.Minute zunächst auf 15:8 (43.) davon. Nur weitere fünf Minuten später betrug der Vorsprung beim 20:9 das erste Mal elf Tore. In der Endphase ließ die Konzentration beim VfL etwas nach, aber trotzdem stand am Ende ein klarer 23:13-Erfolg auf der Anzeigetafel. Tore: Tim Huckauf (5), Simon Harre (4), Fynn Walter (3), Christian Menkhoff (2), Mats Rinne (2), Marvin Vieregge (2), Tim Held (2), Justus Böttcher (1), Sönke Reitemeier (1) und Jona David (1).
Nur 13 erzielte Tore sprechen im Handball eine deutliche Sprache – und die klingt nicht oberligawürdig. Ligaschlusslicht TV Verl verlor am Sonntag trotz passabler Abwehrleistung beim Tabellenvierten VfL Mennighüffen mit 13:23 (7:9). „Das ist dann schon peinlich. Wir bleiben das zweite Mal deutlich unter 20 Toren. Und es ist schade für die Defensive hinter einem guten Torwart Torben Fischedick“, sagte Trainer Torben Gottsleben. Der vermisste im Angriff Tiefe, Passgenauigkeit, Durchsetzungsvermögen und Laufen ohne Ball. Stattdessen wurde immer wieder im Stehen angeprellt. Damit rieb sich auch der erstmals eingesetzte drittligaerfahrene Paul Freier auf, der es dann immer mit zwei oder drei Abwehrspielern zu tun bekam. „Er kommt aus einer Verletzung und ist genau wie Philipp Eliasmöller noch nicht genug eingespielt“, bilanzierte Gottsleben, der es im zweiten Durchgang mit mehreren Angriffsformationen probierte. „Natürlich können wir die Tabelle lesen, und da sind es mittlerweile einige Punkte. Aber rechnerisch ist noch Hoffnung“, setzt der Trainer auch darauf, dass sich die Mannschaft – dann auch mit Ex-Bundesliga- und Nationalspieler Jens Bechtloff – in den kommenden zwei Begegnungen gegen die Topteams besser einspielt, um im März und April die fehlenden Punkte aufzuholen. Sehr wahrscheinlich ist das aktuell nicht. TV Verl: T. Fischedick/Gerlach – L. Hartkämper, Freier (1), Vogt, N. Fischedick, Leitner (1), Eliasmöller (2), Herzog (1), Erichlandwehr, Jogereit (2/2), Schlüter (3), Vogler (2), Voßhans, Zawidzki.
TuS Möllbergen – HSG Werther/Borgholzhausen 24:27 (11:12)
Durch die Niederlage gegen den Tabellennachbarn rutschte Möllbergen erstmals in dieser Saison in ein negatives Punktverhältnis. „Ich war von der Leistung meiner Mannschaft etwas überrascht“, meinte Trainer Andre Torge enttäuscht. „Ich dachte, wir wären einen Schritt weiter“. Doch er stellte ehrlich fest: Das Ergebnis spiegelte die Leistung seines Teams wider. In Jan Pedersen (beruflich verhindert) und Miladin Kozlina (privat verhindert) fehlten einige wichtige Akteure. Vor allem aber, so stellte Torge fest, blieben die Leistungsträger unter ihrem Standard. Die Zahl der Fehler war zu hoch, dem Team fehlte die Überzeugung. Der TuS kam von Beginn an nicht gut in die Partie und lief während der gesamten Spielzeit einem Rückstand hinterher. Lediglich beim 13:12 in der 33.Minute lagen die Hausherren nur einmal während der gesamten Partie vorn. Bei Möllbergen trafen William Schläger (8/2), Lennart Bischoff (7) und Nils van Zütphen (4) trafen am besten. GianLuca Tesi ging diesmal völlig leer aus.
Lit 1912 3 – Spvg. Steinhagen 28:34 (12:18)
„Es gibt Tage, an denen man einen Spieler auswechselt, weil er schlecht spielt. Am Samstag konnte ich wechseln, wie ich wollte. Da waren alle schlecht“, beschrieb Lit-Trainer Olaf Grintz ein kollektives Leistungstief ausgerechnet im wichtigen Abstiegsduell gegen die Spvg. Steinhagen. „Bei uns hat so gut wie nichts funktioniert und bei Steinhagen klappte fast alles. Lit verlor nach dem 8:10 zum 9:14 den Anschluss. Bereits zur Pause war der Rückstand beim 12:18 deutlich. Nach dreizehn Minuten in Durchgang zwei führte Steinhagen klar mit 16:25-Toren und hatte die Vorentscheidung frühzeitig herbeigeführt. Justus Westerbeck (8/2), Lasse Ulrich (5) und Sverre Wischnewski (5) führten bei den Hausherren die Torschützenliste an. Für die Gäste waren Tim-Michael Ansorge (7), Dennis Strothmann (6) und Leonhard Janzen (5) am erfolgreichsten.
TuS Brockhagen – TuS Brake 34:28 (16:15)
Der Tabellenvorletzte aus Bielefeld hielt die Partie bis zum 18:18 in der 34.Minute offen. Nach weiteren neun Minuten war das Spiel so gut wie entschieden, denn der Aufsteiger führte zu diesem Zeitpunkt schon mit 24:19-Toren. Über 28:21 kam Brockhagen zu einem deutlichen 34:28-Erfolg. Zwei Akteure der Hausherren drückten dem Spiel den Stempel auf. Tom Eckstein, der junge Versmolder, zu Saisonbeginn vom Leistungszentrum Ahlen nach Brockhagen gewechselt, machte in der zweiten Halbzeit gegen Brake sein bisher bestes Spiel für den TuS. Der Mittelmann präsentierte sich zweikampfstark und war mit acht Treffern torgefährlich. Und auch Lennart Philipp gehörte zu den Leistungsträgern bei den Hausherren. Nachdem ihm gegen seinen Stammverein Spvg. Steinhagen das Pech an den Fingern klebte, war der Linksaußen beim 34:28 gegen Brake nicht zu halten. Philipp traf per Gegenstoß, Siebenmeter und von seiner Flügelseite insgesamt neun Mal. Bei den Gästen trafen Jannis Johannmeier (9) und Matti Eisele (6) am besten.
TuS 97 Bielefeld – TSG Altenhagen/Heepen 2 28:39 (13:20)
Die Hausherren, die auf ihren Spielmacher und Torjäger Dominic Wehmeyer verzichten mussten, hielten das Bielefelder Stadtderby gegen den Tabellenführer aus Heepen nur vierzehn Minuten offen. Zu diesem Zeitpunkt führte die TSG knapp mit 7:8. Drei Minuten später lagen die Gäste bereits mit 7:11 vorn und setzten sich dann auf 8:16 ab. Beim Pausenpfiff führte die TSG klar mit 13:20 und ließ auch in Durchgang zwei nichts mehr anbrennen. Beim 13:24 in der 36.Minute nahm TuS-Trainer Jannik Nierste früh die Auszeit. Doch auch diese Maßnahme nutzte nichts. Beim 17:30 und 19:34 sah es ganz böse für die Jürmker aus. In der Endphase konnten sie noch etwas verkürzen, aber am Ende setzte es eine ganz bittere 28:39-Klatsche. Haupttorschützen TuS 97: Tim Lukas Ackermann (6), Jan Heidemann (5) und Benny Gehring (5). Haupttorschützen TSG: Hannes Krassort (8), Jannik Ullmann (7), Bjarne Franz (6), Max Langelahn (6).
