Rückblick auf den 18.Oberligaspieltag

Rückblick auf den 18.Oberligaspieltag

In der Abstiegszone verloren am 18.Spieltag der TV Verl und der TuS Brake weiter an Boden. Für beide Teams wird es ausgesprochen schwer, in den verbleibenden acht Spielen die Mannschaften von der Spvg. Steinhagen, Lit 1912 3 und Ahlener SG 2 noch abzufangen. Steinhagen gewann etwas überraschend mit 28:26 gegen Möllbergen, Ahlen siegte bei der HSG Werther/Borgholzhausen mit 28:24 und Lit deklassierte im Abstiegsduell den TuS Brake mit 37:28-Toren. In der Spitzengruppe patzte nur der VfL Handball Mennighüffen. Der VfL kam beim ASV Senden gewaltig unter die Räder und kassierte eine 39:21-Klatsche. Der TV Isselhorst gewann gegen den TuS Brockhagen mit 36:27 und überholte den VfL in der Tabelle. Die beiden Spitzenteams TSG Altenhagen/Heepen 2 und TuS Spenge gaben sich keine Blöße. Während die TSG den Tabellenletzten TV Verl deutlich mit 43:31-Toren schlug, gewann Spenge das Nachbarschaftsduell mit 33:27 gegen TuS 97 Bielefeld.



HSG Werther/Borgholzhausen – Ahlener SG 2 24:28 (9:14)

Die Hausherren erwischten einen klassischen Fehlstart. Nach neun Minuten führten die Gäste mit 1:6-Toren, was eine frühe Auszeit der HSG zur Folge hatte. Trainer Albert Kreismann stellte sein Team neu ein und prompt glichen die Hausherren in der 21.Minute zum 9:9 aus. Danach ging bis zur Pause bei der HSG wieder gar nichts mehr zusammen. Ahlen setzte sich bis zum Pausentee durch einen 0:5-Lauf auf 9:14 ab. In der zweiten Hälfte holte Werther auf und war bei den Zwischenständen von 16:18, 19:21 und 20:22 wieder in Schlagdistanz. Innerhalb von nur vier Minuten schafften die Gäste dann die Vorentscheidung. Beim 20:25 war der Auswärtssieg perfekt. Am Ende siegte Ahlen verdient mit 24:28-Toren und nahm Revanche für die klare 26:38-Niederlage aus der Hinrunde. Während bei den Hausherren Fynn Huxohl mit zehn Treffer der überragende Akteur war, trafen für die Gäste Jano Altsellmeier (7), Jonas Horstmann (6) und Bastian Frenzel (6) am besten.

Spvg. Steinhagen – TuS Möllbergen 28:26 (14:10)

Der TuS musste in Steinhagen auf den privat verhinderten Lennard Bischoff verzichten und kassierte erneut einen Dämpfer. Allein zwanzig Fehlwürfe und zahlreiche leichte Fehler in der Offensive kosteten ein besseres Ergebnis. Zudem bemängelte Trainer Andre Torge das mangelhafte Zusammenspiel von Abwehr und Torwart, so dass Steinhagen immer wieder zu leichten Torerfolgen kam. Nils van Zütphen war bei diesen „gebrauchten Abend“ für die Gäste mit neun Treffer bester Werfer. Spielmacher William Schläger kam auf sieben Torerfolge. Bei den Hausherren, die durch diesen überraschenden Sieg mit 12:24-Zählern auf den viertletzten Tabellenplatz vorrückten, trafen Jona Schröder (6), Tim-Michael Ansorge (6) und Lukas Hövelmann (6) am besten. Möllbergen kassierte die vierte Pleite in Folge.

TuS Brake – Lit 1912 3 28:37 (11:22)

Trainer Olaf Grintz war nach diesem deutlichen 37:28-Sieg seiner Truppe im Abstiegsduell beim TuS Brake hoch erfreut, denn jetzt hat Lit ein Polster von sechs Punkten auf Brake. Und zudem wurde der direkte Vergleich gegen die Bielefelder ganz klar gewonnen. Bereits beim Pausenpfiff war mit dem 22:11 aus Lit-Sicht die Vorentscheidung gefallen. Torben Meinking, der wie Julius Westerbeck auf neun Tore kam, hatte daran großen Anteil. Denn alle seine neun Treffer erzielte Meinking im ersten Durchgang. Nach der Pause leistete sich Lit eine kleine Schwächephase, ohne allerdings ernsthaft in Gefahr zu geraten. In der Schlussphase warfen die Grintz-Schützlinge dann wieder einen deutlichen Vorsprung heraus. Bei den Hausherren, die auf dem vorletzten Tabellenplatz verharren, führten Jannis Johannmeier (7), Jannis Meierjürgen (6) und Mattis Eisele (5) die Torschützenliste an.

ASV Senden – VfL Handball Mennighüffen 39:21 (15:6)

Der VfL erlebte in Senden ein Debakel. Andre Fuhr hatte sein Team im Vorfeld vor dem ASV gewarnt. „Senden war uns in allen Belangen überlegen. Wir sind heute auf einen Gegner getroffen, der mit aller Macht gewinnen wollte. Und so hat er auch gespielt“, gab Andre Fuhr nach der derben Niederlage unumwunden zu. Der zweite Tabellenplatz, der am Ende der Saison zur Aufstiegsrelegation berechtigt, ist für den VfL erst einmal außer Reichweite. Senden hat sich durch diesen Erfolg zwar auch in den Kreis der Anwärter gedrängt, aber der TuS Spenge 2 und TV Isselhorst sind momentan die heißesten Anwärter. In Senden ging so ziemlich alles schief, was schief gehen konnte. Auf dem Statistikzettel standen am Ende 25 Fehlwürfe und dreizehn technische Fehler. Grausam war vor allen Dingen die erste Halbzeit, weil der VfL bis zur Pause nur ganze sechs Tore erzielte. Vier davon bis zur 16.Minute, als beim Zwischenstand von 5:4 die Welt noch in Ordnung war. Senden zog danach durch einen 9:1-Lauf auf 14:5 davon. Beim 24:10 in der 37.Minute führte Senden das erste Mal mit 14Toren Vorsprung und baute den noch weiter aus. Am kommenden Samstag ist der ungeschlagene Tabellenführer TSG Altenhagen/Heepen 2 zu Gast in Mennighüffen. Bis dahin muss Andre Fuhr seine Spieler wieder aufrichten. Tore: Tim Huckauf (3), Luke Heinrichsmeier (3), Mats Rinne (3), Preben Barthold (3), Fynn Walter (2), Sönke Reitemeier (2), Christian Menkhoff (2), Tim Held (2) und Tobias Bekemeier (1). Für Senden trafen Luka Kuckhermann (8) und Jakob Janssen (6) am besten.

TSG Altenhagen/Heepen 2 – TV Verl 43:31 (24:14)

Als er zu seiner Analyse ansetzte, blickte Torben Gottsleben hinauf zur elektronischen Anzeigetafel im Heeper Dom. Dort war sie in Zahlen verbucht, die deftige 31:43 (14:24)-Niederlage seines TV Verl bei der TSG A-H Bielefeld II. „Wie es dort oben steht, passt das schon“, sagte der Coach des Handball-Oberligisten: „Die haben fast jeden unserer Fehler bestraft, offensiv wie defensiv.“ Von den zuvor 60 absolvierten Spielminuten im Spiel beim so ungemein souveränen Spitzenreiter und sicher künftigen Regionalligisten (jetzt 36:0 Punkte) hatte das Tabellenschlusslicht aus Verl immerhin die ersten 25 Minuten weitgehend offen gestalten können. Augenscheinlich war der positive Einfluss, den Ex-Bundesliga-Profi Jens Bechtloff bei seinem Debüt auf das Spiel des TV Verl hatte. Der Linksaußen, der am 17. April seinen 40. Geburtstag feiert, durfte nach seiner Wechselsperre endlich ran für seinen neuen Klub – und zeigte, ausgerechnet gegen die „Zweite“ seines Ex-Vereins aus Bielefeld, mit drei Treffern in den ersten 20 Minuten, dass er noch ganz wichtig werden kann für den TV Verl. Bechtloff agierte als Mittelmann und auf Halblinks, doch auch seine Zuspiele wurden, wie ebenso einige seiner Teamkollegen, immer wieder auch abgefangen. „Man spürt im Training und Spiel, dass unsere Neuen da sind“, betonte Gottsleben aber und meinte damit ebenso Philipp Eliasmöller (5) und Paul Freier (7), die beide genau wie Bechtloff (7) viele Minuten sammelten und dem Spiel der Gäste neue Substanz verliehen. Obgleich die offensive Leistung diesmal deutlich besser war als zuletzt beim Debakel in Mennighüffen (13:23) und ebenso beim 16:24 gegen den TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck, kam der Tabellenletzte nicht für einen Überraschungserfolg in Frage. Denn wie schon in der gesamten bisherigen Saison präsentierte die Drittliga-Reserve der TSG Altenhagen-Heepen sehenswerten Tempohandball, nutzte beinahe jeden Fehler ihres Gegners gnadenlos aus und führte bereits zur Pause erstmals mit satten zehn Toren Vorsprung (24:14). Die Gäste steckten nicht auf, profitierten auch von einigen Wechseln auf Seiten der TSG. Die teils 15 Tore Vorsprung (23:38, 51.) reduzierte der TVV auf letztlich zwölf Treffer Rückstand. Das teure 40. TSG-Tor erzielte Lennart Eschler per Siebenmeter (54.). „Fakt ist: Wir müssen aus dem März ohne Punktverlust gehen“, blickte „Togo“ auf den deutlichen Rückstand von neun Punkten auf Rang elf. TVV: Gerlach/T. Fischedick – Hartkämper (2), Zawidzki, Freier (7), Vogt, Bechtloff (7), N. Fischedick (2), Leitner, Eliasmöller (5), Herzog (4), Dorow (2), Erichlandwehr, Jogereit (2/2), Voßhans. Beim Spitzenreiter führten Julian Niedergriese (9), Max Langelahn (7) und Nikolaos Grugel (6) die Torschützenliste an.



TuS Spenge 2 – TuS 97 Bielefeld 33:27 (14:13)

Lange Zeit hielten die „Jürmker“ dieses Duell offen. Nach einer schnellen 1:3-Führung lagen die Gäste beim 9:10 das letzte Mal in Front. Aber bis zur 45.Minute blieb es spannend. Zu diesem Zeitpunkt lag Spenge nur knapp mit 24:22 vorn. Dann gelang den Schützlingen von Trainer Heiko Holtmann ein 5:1-Lauf und beim Zwischenstand von 29:23 war das Spiel entschieden. Haupttorschützen TuS Spenge: Sebastian Reinsch (7), Bennet Brinkmeier (7) und Philipp Holtmann (5). Für Jöllenbeck trafen Jane Heidemann und Adrian Boehnke jeweils siebenmal ins Schwarze.

TV Isselhorst – TuS Brockhagen 36:27 (18:12)

Nach der überraschenden 34:36-Heimniederlage gegen das Kellerkind Brake, hat der TV Isselhorst wieder in die Erfolgsspur zurückgefunden. Nach vier Siegen in Folge überholte Isselhorst den VfL Mennighüffen in der Tabelle und rückte bei jetzt 27:9-Punkten auf den dritten Tabellenplatz vor. Der TuS Brockhagen hielt das Spiel beim TV bis zum 5:4 offen, danach setzten sich die Hausherren auf 14:8 ab und lagen auch beim Pausenpfiff mit sechs Treffern vorn. Nach fünfzehn Minuten wurde Marvin Gregor vom TV mit der roten Karte bedacht. Aber davon ließ sich Isselhorst nicht verunsichern. Brockhagen kam in Durchgang zwei nur noch zweimal bei den Zwischenständen von 19:16 und 27:24 bis auf drei Tore heran. Spätestens beim 30:25 stand der Sieger in diesem Gütersloher Derby fest. Während die den Hausherren Moritz Lünstroth (8), Alexander Wiese (6) und Marlon Walhorn (6) die Torschützenliste anführten, überragte bei Brockhagen wie schon in der Vorwoche Tom Eckstein, der sich achtmal in die Torschützenliste eintragen konnte.