Rückblick auf den 19.Oberligaspieltag

Rückblick auf den 19.Oberligaspieltag

Die Reserve der TSG Altenhagen/Heepen marschiert mit großen Schritten auf die Meisterschaft zu. Auch beim VfL Handball Mennighüffen gab sich die Truppe von Trainer Arie Haenen keine Blöße und gewann souverän mit 33:25-Toren. Verfolger Spenge siegte beim Tabellenletzten TV Verl knapp mit 37:35-Toren und bleibt dem Tabellenführer auf den Fersen. Aber der Rückstand beträgt immerhin schon sechs Zähler. Isselhorst gewann in Nordhemmern deutlich mit 40:34-Toren und rechnet sich noch Chancen auf den zweiten Tabellenplatz aus. Möllbergen musste sich mächtig strecken, um in eigener Halle den Tabellenvorletzten TuS Brake mit 30:28 zu bezwingen. Neben der TSG Altenhagen/Heepen 2 ist der ASV Senden die Mannschaft der Stunde in der Oberliga. Das Team aus dem Münsterland gewann mit 37:36-Toren beim Aufsteiger TuS Brockhagen. Nach 14:2-Punkten aus den letzten acht Spielen rückte Senden auf den vierten Tabellenplatz vor.

 

TuS Möllbergen – TuS Brake 30:28 (14:14)

Nach vier Niederlagen in Folge gelang dem TuS Möllbergen ein 30:28-Arbeitssieg über das Kellerkind TuS Brake. Überschattet wurde die Partie von zwei Notarzteinsätzen. Im Vorspiel wurde Dustin Streitberger aus der zweiten Mannschaft des TuS aufgrund einer allergischen Reaktion noch während des Spiels gegen VfL Mennighüffen abgeholt. Rene Lorge vom TuS Brake bekam in der Oberligapartie bei einer Möllberger Abwehraktion einen Ellenbogen ins Gesicht und wurde mit Verdacht auf Kieferbruch ins Klinikum gebracht werden. Die Torge-Sieben freute sich am Ende dennoch über zwei wichtige Punkte. Der Sieg wurde allerdings mehr erarbeitet als erspielt. Am Ende wurde es noch einmal unnötig knapp. „Wir verpassen es zweimal, uns auf vier Tore abzusetzen und verwerfen einen Gegenstoß sowie einen Siebenmeter“,schilderte Andre Torge. Am Ende vergab Brake beim Stand von 29:28 die Chance zum Ausgleich, dann traf Marten Kollmeier für die Gelben zum 30:28-Endstand. Beim Sieger führten GianLuca Tesi (9), William Schläger (5) und Marten Kollmeier (5) die Torschützenliste an. Beim TuS Brake traf Jannis Johannmeier (9) am besten.

 

TV Verl – TuS Spenge 2 35:37 (18:20)

Es war, angeführt von einem im zweiten Durchgang überragenden Jens Bechtloff, konkurrenzfähiger Oberligahandball, den das Schlusslicht TV Verl den wenigen Zuschauern auf der Verler Tribüne bot. Es war ein gut anzuschauendes Spiel, das die Gastgeber, die es erst zu drei Pluspunkten gebracht haben, dem Tabellenzweiten TuS Spenge Il boten. Doch erneut blieb Zählbares aus, stellte die Anzeigetafel mit 35:37 (18:20) eine Niederlage fest – die 17. im 19. Saisonspiel. Und so gehen der Mannschaft, die am Samstag auch ohne Jens Freier und Johannes Dorow sowie Paul Vogt und Lennart Voss, dafür aber dank Philipp Eliasmöller die Qualität hatte, um zu punkten und noch eine Aufholjagd zu starten, die Spiele aus. Auf den Vorletzten TuS Brake sind es weiter nur drei Punkte Rückstand, doch bei der nicht unwahrscheinlichen Zahl von mehr als einem Absteiger ist der Rückstand auf den Drittletzten LIT III mit acht und den Viertletzten Steinhagen mit neun Punkten beträchtlich. Gegen die mit den langjährigen Drittligaspielern Max Schüttemeyer, Sebastian Reinsch oder Philipp Holtmann, dafür aber insgesamt nur elf Spielern angereisten Gäste, bot die Mannschaft von Torben Gottsleben von Beginn an eine Leistung, die der Verler Trainer treffend mit couragiert bezeichnete. Bei 4:0-Führung nach schönen Verler Toren nahm TuS-Coach Heiko Holtmann bereits nach 5:10 Minuten die erste Auszeit. Erst 30 Sekunden später erzielten die Gäste ihren ersten Treffer, zeigten dann aber mit einem Lauf vom 12:8 zum 12:13 ihre Klasse. Die bestand erstens aus dem Konterspiel mit den ungemein schnellen und (auch im Positionsspiel) treffsicheren Außen, aber auch aus Wurfgefahr im Rückraum. Doch die Verler hielten dagegen und glichen immer wieder aus zum 14:14, 16:16 und 18:18. Nach Wiederanpfiff lagen die Gastgeber beim 22:21 und 23:22 noch mal vorn. Doch als sich Fehler wie nicht gefangene Kreisanspiele und vergebene klare Chancen häuften, schien die Partie nach drei einfachen Gegentreffern vom 28:28 zum 28:31 gelaufen. Denkste. Wieder glich Verl aus, wobei Bechtloff viel Verantwortung übernahm. Mit schnellen Beinen und flinken Bewegungen gewann der 39-Jährige Zweikämpfe und kam zu allein sieben Treffern im zweiten Durchgang. Als Philipp Eliasmöller in der 57. Minute zum 33:33 in Überzahl ins leere Tor traf, war wieder alles offen. Um so größer die Enttäuschung, als sich die Gäste gegen die offene Manndeckung behaupteten und Joshua Kern 54 Sekunden vor dem Ende per Kempa zum entscheidenden 34:36 getroffen hatte.

 

VfL Handball Mennighüffen – TSG Altenhagen/Heepen 2 25:33 (12:16)

Sie hatten sich einiges vorgenommen, doch am Ende mussten die Handballer des VfL in eine verdiente 25:33-Niederlage gegen den ungeschlagenen Tabellenführer TSG Altenhagen/Heepen 2 einwilligen. „Der Sieg geht auch in dieser Höhe in Ordnung. Der Gegner war einfach besser als wir“,lobte VfL-Trainer Andre Fuhr den Spitzenreiter. Trotzdem war der 54jährige enttäuscht, denn unschlagbar waren die Bielefelder nicht. „Die Kleinigkeiten haben wir nicht gut genug gemacht“, sagte er. Zumindest vor der kämpferischen Einstellung her wollte Fuhr seiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Am Ende waren es einige Fehlwürfe zu viel, die sich die Mennighüffer leisteten. Auf der anderen Seite trug der Tabellenführer seine Angriffe etwas klarer, schneller und strukturierter vor. Die Angreifer suchten immer wieder die Zweikämpfe und brachten die VfL-Abwehrspieler an ihr Limit. Mit David Stanjek hatte die TSG zudem auch den besseren Torwart. Die VfL-Keeper Tobias Bekemeier und Tristan Frerichs hielten gut, aber nicht überragend. Die Basis für die Niederlage legte der VfL selbst schon in der 1.Hälfte. Beim Zwischenstand von 7:8 ließen die Grünen fünf glasklare Chancen aus. Das nutzte Altenhagen eiskalt aus und setzte sich auf 7:14 ab. Und anstatt mit einem Unentschieden in die Pause zu gehen, lagen die Hausherren beim Seitenwechsel mit vier Toren zurück. In der zweiten Hälfte kam der VfL immer mal wieder auf zwei Tore heran, doch genau in diesem Situationen unterliefen ihnen Fehler, meistens Fehlwürfe. Während die Außenangreifer der Gäste gleich zehn Treffer erzielten, trafen die Außen des VfL nur einmal ins Schwarze. Als TSG-Torwart David Stanjek beim Stand von 23:29 einen Siebenmeter von Tim Huckauf abwehrte, war das Spiel gelaufen. Der Tabellenführer brachte am Ende den Sieg im Stile eines Meisters ins Ziel. Der anvisierte zweite Tabellenplatz, der an der Teilnahme an Aufstiegsspielen berechtigt, ist für den VfL in weite Ferne gerückt. Für den VfL waren Marvin Vieregge (6), Fynn Walter (5), Arne Kröger (4), Tim Huckauf (4), Mats Rinne (2), Tim Held (2), Luke Heinrichsmeier (1) und Simon Harre (1) erfolgreich. Bei den Gästen trafen Hannes Krassort (6), Nikolaos Grugel (6), Jannik Ullmann (4), Tim Schuwarek (4), Bjarne Franz (4) und Mamoudou Sidibe (4) am besten.

 

Lit 1912 3 – TV Isselhorst 34:40 (18:20)

Lit musste im Kampf gegen den Abstieg einen Dämpfer hinnehmen. Das Team von Trainer Olaf Grintz kassierte gegen den TV Isselhorst gleich 40 Gegentore und unterlag mit 35:40. Der Trainer benmerkte: „Wir haben in Hälfte eins trotz unserer 18Tore zu viele Fehler in der Offensive gemacht und sieben bis acht Gegenstöße zugelassen. In der zweiten Hälfte ist die schwankenden Leistung etwas unserer Unerfahrenheit geschuldet. Isselhorst hat verdient gewonnen, obwohl es ärgerlich ist, mit 35 geworfenen Toren am Ende zu verlieren“. Bei Lit führten Hagen Viering (7), Paul Scheibe (6) und Henry Peter Stange (5) die Torschützenliste an. Bei Isselhorst trafen Felix Marquart (10), Moritz Lünstroth (7) und Marvin Gregor (6) am besten.



TuS 97 Bielefeld – HSG Werther/Borgholzhausen 23:14 (10:7)

Gegen unsere Nachbarn aus Werther/Borgholzhausen hatten wir uns viel vorgenommen. Der Aufwärtstrend aus dem Spiel in Spenge sollte unbedingt mitgenommen werden. Da Werther bekannt ist für seine offensive Abwehr, die phasenweise auch in eine 3:3-Formation übergeht, stellten wir uns auf ein laufintensives Duell ein. Von Beginn an standen wir kompakt in der Deckung und fanden schnell ins Spiel. Nach sechs Minuten lagen wir mit 3:1 vorn und behaupteten den Vorsprung über 7:5 (16.) und 9:6 (24.) bis zur Pause, in die wir mit einer 10:7-Führung gingen. Auch nach dem Seitenwechsel blieben wir konzentriert und konnten den Abstand bis zur 36. Minute auf 13:8 ausbauen. Werther nutzte danach einige Unaufmerksamkeiten, kam bis zur 40. Minute noch einmal auf 14:11 heran. Unsere Auszeit zur richtigen Zeit brachte jedoch wieder Ruhe und Klarheit ins Spiel – ein anschließender 4:0-Lauf stellte die entscheidenden Weichen. Beim Stand von 18:11 (52.) war das Spiel praktisch entschieden. Am Ende stand ein verdienter 23:14-Heimerfolg auf der Anzeigetafel. Für den Sieger trafen Jane Heidemann (5), Dominic Wehmeyer (5) und Benny Gehring (4) am besten. Bei den Gästen, die nur 14Treffer erzielten, führte Fynn Huxohl (5) die Torschützenliste an.

 

TuS Brockhagen – ASV Senden 36:37 (16:16)

Die Fans in Brockhagen bekamen gleich 73 Treffer zu sehen. Der ASV setzte seine Erfolgsserie fort und holte aus den letzten acht Spielen tolle 14:2-Punkte. Durch diesen Erfolg überholte Senden den VfL Mennighüffen in der Tabelle und rückte auf den vierten Rang vor. Lange Zeit sah es in Brockhagen nach einem Heimsieg aus, denn der TuS führte drei Minuten vor dem Halbzeitpfiff mit 15:12-Toren. Bis zur Pause glich Senden zum 16:16 aus und setzte sich in Durchgang zwei auf 19:24 ab. Die Hausherren glichen durch einen 5:0-Lauf beim 24:24 wieder aus und dann blieb es bis zum 33:33 spannend. In der Schlussphase setzten sich die Gäste auf 33:37 ab, ehe in der letzten Spielminute Brockhagen noch dreimal zum 36:37-Endstand traf. Bei den Hausherren überragte Jan Mescher, der sich gleich elfmal in die Torschützenliste eintrug. Bei Senden trafen Anton Peuker (10) und Hendrik Hüging (5) am besten.



Ahlener SG 2 – Spvg. Steinhagen 29:27 (15:13)

Ahlen gewann dieses Kellerduell gegen die Spvg. Steinhagen mit 29:27-Toren und belegt bei nunmehr 17:21-Zählern den achten Platz. Steinhagen muss nach dieser Niederlage weiter um den Klassenerhalt bangen, da die Schnapsstädter demnächst auf die Spitzenteams von der TSG Altenhagen/Heepen 2, TuS Spenge 2 und VfL Mennighüffen treffen. Zudem müssen sie noch bei den Kellerkindern TV Verl und TuS Brake antreten. In Ahlen lagen die Gäste bis zum 7:8 in Front, danach drehte Ahlen die Partie, ging mit 10:8 in Führung und lag zur Pause mit 15:13 vorn. In Durchgang schien beim Zwischenstand von 20:14 die Vorentscheidung gefallen zu sein. Aber die Gäste kämpften unverdrossen weiter und hatten beim 24:22 wieder den Anschluss geschafft. Gut eine Minute vor dem Ende verkürzte Jona Schröder zum 28:27 für die Spvg., ehe Routinier Bastian Frenzel mit seinem siebten Treffer den Deckel zum 29:27-Endstand drauf machte. Bei Steinhagen waren Leonhard Janssen (5), Tim-Michael Ansorge (5) und Dennis Strothmann die besten Werfer.