Rückblick auf den 20.Oberligaspieltag

Rückblick auf den 20.Oberligaspieltag

Am 20. Spieltag der Oberliga Westfalen Staffel 1 hat es den bis dato verlustpunktfreien Tabellenführer TSG Altenhagen/Heepen 2 erwischt. Im Spitzenspiel beim Rangzweiten TuS Spenge 2 verlor die TSG mit 33:29-Toren. Der Vorsprung auf Spenge ist jetzt auf vier Zähler geschmolzen. Spenge will auf jeden Fall den zweiten Platz, der zur Teilnahme an den Relegationsspielen berechtigt, vor dem TV Isselhorst verteidigen. In der Oberliga Staffel 2 führt der TuS Volmetal mit 40:0-Punkten das Feld an. Um den zweiten Tabellenplatz kämpfen hier der Soester TV (33:7-Zähler) und die HSG Herdecke/Ende (32:8-Punkte). Den dritten Tabellenplatz in der Staffel 1 verteidigte der TV Isselhorst, der sich ganz klar mit 36:29 gegen den TuS Möllbergen durchsetzte. Im Abstiegskampf feierte der Tabellenletzte TV Verl bei der HSG Werther/Borgholzhausen seinen zweiten Saisonsieg. Durch den 24:28-Auswärtssieg schöpft die Truppe um Jens Bechtloff neue Hoffnung auf den Klassenerhalt. Aber auch der Vorletzte TuS Brake punktete doppelt. Gegen die Reserve der Ahlener SG gelang beim ganz klaren 38:28-Erfolg der erste Heimsieg in dieser Spielzeit. Verlierer in der Abstiegszone war die Spvg. Steinhagen, die vor eigenem Publikum gegen den TuS 97 Bielefeld keine Chance hatte und mit 22:27-Toren unterlag. Einen ganz wichtigen Punkt im Abstiegskampf holte die junge Truppe von Lit 1912 beim ASV Senden. Am Ende teilte man sich beim 25:25-Unentschieden die Punkte. Der VfL Handball Mennighüffen siegte mit dem letzten Aufgebot beim TuS Brockhagen mit 31:30 und beendete die Negativserie.

TV Isselhorst – TuS Möllbergen 36:29 (18:14)

Handball-Oberligist TV Isselhorst hat sich nicht aus der Spur bringen lassen und das kurzfristig von Sonntag vorverlegte Heimspiel gegen den TuS Möllbergen mit 36:29 (18:14) gewonnen. Damit bliebt der TVI im Rennen um Relegationsplatz zwei. Auf den 2:0-Blitzstart mit Kontern in der ersten Spielminute folgte durch vergebene Chancen ein 5:8-Rückstand, bevor Felix Marquardt die Gastgeber wieder mit 9:8 (17. Minute) nach vorn brachte. Die Umstellung auf die 6:0-Abwehr zwang Möllbergen zu ungenauen Abschlüssen. Drei Paraden von Tobias Linke gegen jeweils frei vor ihm auftauchenden Kreisläufer sicherten die Führung. Weil zum Ende der ersten Halbzeit Nils van Zütphen dreimal für Möllbergen traf, ging es mit einem 18:14 in die Kabinen. Nach Wiederanpfiff ließ der TVI nichts mehr anbrennen. Niklas Reckmann nutzte seine zuletzt selten gewordenen Einsatzzeit im rechten Rückraum mit fünf Treffern, immer wieder war der TVI mit schnellem Spiel und Durchbrüchen von Max Kollenberg erfolgreich.
TV Isselhorst: Linke/Gerloff – Vossen, Tubbesing, Gregor, Reckmann (5), Lünstroth (9), Thormann, Marquardt (7), Martinez-Royo (1), Eweler (1), Kollenberg (6), Walhorn (1), Wiese (6/5).

Möllbergen brachte sich durch 21Fehlwürfe, davon sieben Großchancen vom Kreis, am Freitagabend in Isselhorst am Ende um ein besseres Ergebnis. Torhüter Quirin Huwer bekam in der Anfangsphase einen Ball gegen den Kopf und prallte kurze Zeit später dann auch noch mit dem Kopf gegen den Pfosten, so dass er mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ausgewechselt werden musste. Für ihn ging Jon Scherf aus der dritten Mannschaft zwischen die Pfosten und machte seine Sache laut Trainer Andre Torge gut. Bei den Gästen fehlte der erkrankte Miladin Kozlina und Lennart Bischoff wurde nach zwei schnellen Zeitstrafen nur noch sporadisch eingesetzt. Beste Werfer für Möllbergen waren Nils van Zütphen und William Schläger, die beide neunmal erfolgreich waren.

TuS Brockhagen – VfL 30:31 (11:16)

Der VfL war schon mit reichlich Personalproblemen zum TuS Brockhagen gereist, denn Tim Huckauf, Daniel Danowsky, Justus Böttcher und Luke Heinrichsmeier fehlten aus den unterschiedlichsten Gründen. Und während des Spiel kamen noch weitere Ausfälle hinzu. Dennoch gelang der Truppe um Trainer Andre Fuhr ein 31:30-Auswärtssieg. Am Kreis begann zunächst Fynn Walter, der aber bereits nach zwanzig Minuten zwei Zeitstrafen kassiert hatte. Um das Risiko einer frühen dritten Zeitstrafe mit automatischer Disqualifikation aus dem Wege zu gehen, übernahm der junge Jonathan Kramer die Rolle von Fynn Walter. Doch auch diese Maßnahme funktionierte nur so lange, bis sich Kramer an der Schulter verletzte. Das war ein paar Minuten nach der Halbzeitpause, als der VfL klar mit 16:11-Toren führte. Andre Fuhr musste erneut ins Risiko gehen und erneut Fynn Walter bringen. Der kassierte dann in der 45.Minute beim Stand von 23:22 für den VfL seine dritte Zeitstrafe und musste auf der Tribüne Platz nehmen. Außerdem verletzte sich auch noch Preben Barthold am Knie und konnte nicht mehr weiterspielen. Dem VfL-Coach gingen allmählich die personellen Möglichkeiten aus. Rechtsaußen Christian Menkhoff stellte sich in den Dienst der Mannschaft und übernahm die Kreisläuferposition. Den 25:25-Ausgleichstreffer in der 51.Minute feierte der Brockhagener Anhang frenetisch. Andre Fuhr nahm seine Auszeit. Die Worte des Trainers nahm offensichtlich Marvin Vieregge am besten auf, denn der halblinke Rückraumspieler nutzte seine Fähigkeiten im Spiel „Eins gegen Eins“ und erzielte in der letzten Viertelstunde sieben Treffer für den VfL. Gut eine Minute vor dem Ende erhöhte Mats Rinne für sein Team auf 29:31. Der TuS konnte nur noch auf 30:31 verkürzen. Neben Marvin Vieregge zeigte Torhüter Tobias Bekemeier eine bärenstarke Vorstellung. Trainer Andre Fuhr meinte nach der Partie: „Marvin hat das super gemacht und Verantwortung übernommen. Und Tobias hat uns mit seinen Paraden den Sieg gerettet. Wir haben das Spiel mit brennendem Auspuff ins Ziel gebracht. Ich bin mit der kämpferischen Einstellung und mit dem Endergebnis natürlich zufrieden, schön war das Spiel am Ende nicht“. Torschützen: Marvin Vieregge (9), Mats Rinne (6), Fynn Walter (5), Arne Kröger (5), Preben Barthold (3), Christian Menkhoff (1), Tim Held (1) und Jonathan Kramer (1).

HSG Werther/Borgholzhausen – TV Verl 24:28 (16:14)

So groß die Freude bei Handball-Oberligist TV Verl über den zweiten Saisonsieg und den fünften Pluspunkt am Freitagabend auch war: Der 28:24 (14:16)-Erfolg beim Nordkreisrivalen HSG Werther/Borgholzhausen wurde sehr teuer erkauft. Denn der vor einigen Wochen durch seine Rückkehr nach OWL zum Team gestoßene Philipp Eliasmöller zog sich im Angriff, als er mit dem klammernden gegnerischen Abwehrspieler auf den Hallenboden prallte, ohne sich abstützen zu können, eine Schultereckgelenksprengung zu, die voraussichtlich operiert werden muss. Ob der Mittelmann danach überhaupt wieder Handball spielt, ist ungewiss. Da auch Paul Freier (Bänderriss im Handgelenk) nicht zur Verfügung steht, lastet in den kommenden entscheidenden Spielen nun doch gleich wieder mehr Verantwortung auf den jungen Spielern des „Ursprungskaders“. Die gute Nachricht: Das funktionierte am Freitag gut. So traf Linkshänder Simon Hartkämper, der zuletzt vor allem in der zweiten Mannschaft zum Einsatz gekommen war, viermal aus dem rechten Rückraum. Und Fynn Schröder, dessen erster Einsatz nach Kreuzbandriss länger ausfiel als geplant, zeigte auf der linken Außenbahn nicht nur wegen seiner drei Treffer eine gute Leistung. Es haben in den vergangenen Wochen im Training alle besser performt. Jetzt schmeiße ich die jungen Spieler eben rein, und wir alle müssen beweisen, dass wir es auch in der aktuellen Besetzung schaffen können“, hofft Trainer Torben Gottsleben, dass der Erfolg trotz der Verletzung ein Brustlöser war, der hilft, das Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit zu stärken. Wichtig war nach einer zu passiven ersten Halbzeit die Steigerung im zweiten Durchgang. Da bekam die Abwehr mehr Zugriff, dazu kamen ab der 40. Minute die Paraden von Torwart Robin Gerlach. Im Angriff holten die Verler mit guter Quote bei der Taktik siebter Feldspieler auf und setzten sich von 24:23 auf 27:23 ab. „Mitentscheidend war, dass wir in den letzten Minuten nicht mehr die Fehler gemacht haben, die uns gegen Brake und zuletzt Spenge noch Punkte gekostet haben“, bilanzierte Gottsleben. Gar nicht gefallen hatten dem Verler Trainer dagegen die vielen nicht geahndeten Aktionen gegen und die unterschiedliche Bewertung der Aktionen von Sven Bechtloff durch die Schiedsrichter. „Er ist ein normaler Ligaspieler und muss auch so und nicht wie ein Bundesligaspieler behandelt werden“, so Gottsleben. Am Sonntag gastiert Kreisnachbar SpVg. Steinhagen zum Derby in Verl, während Brake doppelt und LIT einfach punkteten.

TuS Brake – Ahlener SG 2 38:28 (17:13)

Die Gäste aus Ahlen traten stark ersatzgeschwächt in Brake an. Unter anderem war Routinier Bastian Frenzel nicht mit nach Brake gereist. Ahlen hatte auch nur zwölf Aktive auf dem Spielbericht aufgeführt. In der Anfangsphase sahen die Fans ein ausgeglichenes Spiel. In der 13.Minute brachte Felix Norkowski sein Team mit 6:7 in Front. Das sollte dann aber auch die letzte Führung für die Gäste gewesen sein. Angetrieben vom überragenden Jannis Johannmeier setzte sich Brake auf 11:8 ab und lag zur Pause mit 17:13-Toren vorn. In Durchgang zwei ließ der Tabellenvorletzte aus Brake nichts mehr anbrennen. Über 21:15 und 25:18 lagen die Hausherren in der 53.Minute beim Zwischenstand von 33:23 das erste Mal nicht zehn Buden vorn. Am Ende siegte Brake ganz deutlich mit 38:28-Toren und feierte den ersten Heimsieg in dieser Saison. Bei den Hausherren trafen Jannis Johannmeier (12), Florian Pecher (7), Marius Tiemann (5) und Jannis Meierjürgen (5) am besten. Jonas Horstmann (8) und Felix Norkowski und Jano Altesellmeier (beide 5) führten bei Ahlen die Torschützenliste an.

Spvg. Steinhagen – TuS 97 Bielefeld 22:27 (9:13)

Die Spvg. Steinhagen hatte in den letzten Spielen mit überraschenden Siegen und knappen Niederlagen gegen besser platzierte Teams aufhorchen lassen. Entsprechend gewarnt reiste unsere Mannschaft in die neue Hörmann Arena – mit lediglich drei einsatzfähigen Rückraumspielern und dem klaren Plan, das Tempo im Spiel zu kontrollieren. Unser Team startete konzentriert und legte mit einer stabilen Abwehr sowie einem stark aufgelegten Torwartgespann los. Nach zwölf Minuten standen erst drei Gegentore zu Buche (3:7). Steinhagen reagierte mit einer Auszeit, fand besseren Zugriff und verkürzte bis zur 22. Minute auf 8:9. Kurz vor der Pause zogen wir das Tempo wieder etwas an und nahmen eine Vier-Tore-Führung mit in die Kabine. Nach Wiederanpfiff setzten wir uns in der 39. Minute auf 12:17 ab, doch Steinhagen gab sich nicht geschlagen. Über 14:17 und 16:18 kämpften sich die Gastgeber bis auf 17:18 heran (46.). Eine anschließende vierminütige Unterzahlphase überstanden wir mit viel Einsatz und bauten den Vorsprung bis zur 51. Minute auf 18:22 aus. Auch als Steinhagen fünf Minuten vor Schluss erneut auf zwei Tore herankam (22:24), behielt unser Team die Nerven. Mit einem starken Schlussspurt sicherten wir uns schließlich den 22:27-Auswärtserfolg. Haupttorschützen Jöllenbeck: Jane Heidemann (7) und Dominic Wehmeyer (5). Haupttorschützen Steinhagen: Tim-Michael Ansorge (5), Lukas Hoevelmann (5) und Fabrice Vorderbrügge (4).

ASV Senden – Lit 1912 3 25:25 (16:13)

Fünf Minuten vor dem Schlusspfiff sah es in Senden ganz nach einem Erfolg der Hausherren aus, als Anton Peuker das 25:23 erzielte. Nur zwanzig Sekunden später verkürzte Hagen Viering für die Nordies auf 25:24. Und dann tat sich zunächst wenig. Beide Trainer nahmen ihre Auszeit. 38Sekunden vor dem Ende legte Sendens Trainer Alexander Nolte die grüne Karte auf den Zeitnehmertisch. Aber sein Team konnte den letzten Angriff nicht erfolgreich abschließen. Und mit dem Schlusspfiff traf Niklas Steiner für die Gäste zum 25:25-Unentschieden. Dieser Zähler könnte für die Nordies im Abstiegskampf noch ganz wertvoll werden. Haupttorschützen Senden: Luca Kuckhermann (7), Jakob Janssen (6) Haupttorschützen Lit: Justus Westerbeck (6), Niklas Steiner (5) und Hagen Viering (4)

TuS Spenge 2 – TSG Altenhagen/Heepen 2 33:29 (17:11)

Jetzt hat es den ungeschlagenen Tabellenführer TSG Altenhagen doch noch erwischt. Im Spitzenspiel unterlag die Truppe von Trainer Arie Haenen dem Tabellenzweiten TuS Spenge 2 mit 33:29-Toren. Spenge war von der ersten Minute an hellwach und fuhr am Ende einen Start-Ziel-Sieg ein. Über 4:1 und 8:6 hatten sich die Gäste bis auf 10:9 herangekämpft, ehe die Hausherren eine ganz starke Phase hatten und sich bis zur Pause auf 17:11 absetzen. Nach dem Wechsel schien die Partie zu kippen. Über 20:18 war beim 21:20 wieder alles offen. In der Folge traf der überragende Sebastian Reinsch und Kreisläufer Goswin Poerschke jeweils zweimal sowie Philipp Richter für die Hausherren zum 26:20. Aber das war noch nicht die Entscheidung. In der 53.Minute hatte die TSG sich wieder bis auf 28:27 herangekämpft. Durch einen 4:0-Lauf machte Spenge dann aber alles klar und siegte am Ende mit 33:29. Für Altenhagen gab es dann aber doch noch ein Trostpflaster, denn die TSG gewann den direkten Vergleich gegen Spenge. Das Hinspiel hatten die Bielefelder mit 31:27 gewonnen. Aufgrund der auswärts mehr erzielten Tore gewannen die Bielefelder den direkten Vergleich.

Während bei Spenge Sebastian Reinsch (8), Bennett Brinkmann (5), Goswin Poerschke (5) und Joshua Kerne (4) die Torschützenliste anführten, trafen für die Gäste Tim Schuwerak (10) und Hannes Krassort (6) am besten.