Rückblick auf den 21.Oberligaspieltag
Rückblick auf den 21.Oberligaspieltag
Die Reserven der Drittligateams von der TSG Altenhagen/Heepen und TuS Spenge werden ab dem 21.Spieltag nur noch um die Plätze eins und zwei streiten. Die TSG Altenhagen/Heepen 2 schickte den Aufsteiger HSG Werther/Borgholzhausen mit einer 38:25-Packung auf die Heimreise. Die TSG hat bei noch fünf ausstehenden Partien vier Punkte Vorsprung auf den Rangzweiten TuS Spenge 2. Spenge hatte beim Kreisderby in Mennighüffen überhaupt keine Probleme und siegte ebenfalls deutlich mit 42:35. Da der TV Isselhorst überraschend klar mit 35:26-Toren in Ahlen unterlag, hat Spenge jetzt fünf Zähler Vorsprung auf den Drittplatzierten Isselhorst. Im Abstiegskampf lief alles für den Tabellenletzten TV Verl. Während der TV im Kellerduell die Spvg. Steinhagen mit 33:25 besiegte, kassierten die weiteren Abstiegskandidaten TuS Brake (27:48-Klatsche im Derby in Jöllenbeck) und Lit 1912 3 (28:31-Heimniederlage gegen den TuS Brockhagen) empfindliche Niederlagen. Und der ASV Senden gewann bei der Torge-Sieben in Möllbergen klar mit 28:36-Toren und rechnet sich noch Chancen auf den dritten Tabellenplatz aus.
TuS Möllbergen – ASV Senden 28:36 (11:17)
Die Gäste hatten sich für die jährliche Fan-Fahrt das Spiel beim TuS Möllbergen ausgesucht. Die stimmgewaltigen Fans des ASV machten die Auswärtspartie zu einen Heimspiel für ihr Team. Entsprechend motiviert gingen die Münsterländer in die Partie. Die aggressive 5:1-Deckung machte der Torge-Sieben zu schaffen und der ASV-Angriff war effizient. Von 5:5 zog Senden auf 5:11 und dann auf 8:14 davon. Ab diesem Zeitpunkt kam Möllbergen für einen Punktgewinn nicht mehr in Frage. Haupttorschützen Möllbergen: GianLuca Tesi (8) und William Schläger (6/2). Der ASV Senden hatte für die Partie in Möllbergen einen Fanbus organisiert. Und die vielen mitgereisten Fans machten nicht nur viel Stimmung, sie wurden auch mit einem Sahnetag ihres Teams belohnt. Eine bestens aufgelegte Abwehr um einen tollen Torhüter Tobias Uphues, gepaart mit einer sehr guten Durchschlagskraft im Angriff und einer Mannschaft, die immer wieder Lösungen gefunden hat. So beschrieb Trainer Alexander Nolte sein tolles Team gegenüber der Westfälischen Nachrichten. Bei den Gästen trafen Jakob Janssen (9), Anton Peuker (7), Vincent Lukas (6) und Luca Kuckhermann (5) am besten.
Lit 1912 3 – TuS Brockhagen 28:31 (15:11)Das ist gestern Abend beim Spiel i
Die Gastgeber verpassten gegen Brockhagen in der Sporthalle Nettelstedt den erhofften Befreiungsschlag im Abstiegskampf. 45Minuten lang diktierten die Nordies bis zum 23:19 durch Niklas Steiner das Geschehen, doch die Schlussviertelstunde gehörte den Gästen, die aus einem 24:21 ein 25:27 machten und diesen Vorsprung dann auch ins Ziel brachten. Beste Werfer bei den Nordies waren Justus Westerbeck (7/3) und Torben Meinking (6).
VfL – TuS Spenge 2 35:42 (16:21)
Der VfL kann mit den Spitzenmannschaften in der Oberliga zur Zeit nicht mithalten. Nach der Heimniederlage gegen Tabellenführer TSG Altenhagen/Heepen 2 gab es auch gegen den TuS Spenge für den VfL nichts zu holen. Die Gastgeber unterlagen deutlich mit 35:42 (16:21)-Toren. Allerdings war die Mannschaft von Trainer Andre Fuhr personell auch arg gebeutelt. Gegen Spenge fehlten Mats Rinne, Soenke Reitemeier, Justus Böttcher und Tim Huckauf. Daniel Danowsky kam nur bei Strafwürfen für den VfL aufs Parkett. Er konnte immerhin drei von drei Strafwürfen verwandeln. Luke Heinrichsmeier hatte zwei Wochen lang krankheitsbedingt nicht trainiert, zeigte aber trotz dieser Umstände ein ganz starkes Spiel. Aufgrund der Personalnot half Co-Trainer Christaki Kolios mal wieder aus. Auf Spenger Seite schied Routinier Sebastian Reinsch schon früh mit Verdacht auf Jochbeinbruch aus. Trotz aller Bemühungen der Grünen war die Frage nach dem Sieger schnell geklärt. Mennighüffen machte in der Anfangsphase zu viele Fehler und nach dem 4:4 zog Spenge durch einen 0:7-Lauf auf 4:11 davon. Erst danach nahm der VfL am Spielgeschehen teil. Bis zur Pause sah das Ergebnis aus Mennighüffer Sicht noch erträglich aus. Die Gäste legten dann aber in der zweiten Hälfte einen Zwischenspurt zum 25:35 ein. Überragender Akteur war in dieser Phase der TuS-Linksaußen Jan Schürstedt. Er leistete sich keinen einzigen Fehlversuch und traf dabei in der zweiten Hälfte gleich neunmal. Nach dem ernüchternden 25:35 war der VfL um Schadensbegrenzung bemüht. Das gelang aber nur bedingt, die Hausherren waren mit dem Endergebnis von 35:42 noch gut bedient. Am Freitagabend erhielten beide Vereine um 21.37Uhr eine Mail vom Staffelleiter Bernd Kuropka, in der mitgeteilt wurde, das für diese Partie keine Schiedsrichter angesetzt werden konnten. Das Spiel müsse aber nach Durchführungsbestimmungen ausgetragen werden. Die beiden Teams einigten sich darauf, das von jedem Verein ein Schiedsrichter gestellt werden sollte. Und so pfiffen Aaron Lüdeking (TuS Spenge) und David Eckert (VfL Mennighüffen) das Spiel. Und sie machten ihre Sache ausgezeichnet und stellten sich in den Dienst der Sache.
Tore: Marvin Vieregge (8), Luke Heinrichsmeier (6), Tim Held (5), Fynn Walter (4), Simon Harre (3), Daniel Danowsky (3/3), Arne Kröger (2), Christian Menkhoff (2), Jona David (1) und Christaki Kolios (1). Bei Spenge trafen Jan Schürstedt (11) und Philipp Holtmann (9) am besten.
TV Verl – Spvg. Steinhagen 33:25 (14:9)
In dieser überzeugenden Form haben die Handballer des TV Verl eine Chance, den Klassenerhalt in der Oberliga doch noch zu schaffen. Denn es ist ja nicht nur der auch in dieser Höhe verdiente 33:25-Sieg gegen die SpVg Steinhagen am Samstagabend, der für neue Hoffnung gesorgt hat, sondern viel mehr die überzeugende kämpferische Art und die verblüffend gute spielerische Weise, die beim Tabellenletzten für neue Hoffnung sorgt. „Ob es noch reicht, weiß ich auch nicht, denn wir müssten jetzt ja schon alle fünf noch ausstehenden Spiele gewinnen“, kommentierte der herausragende Jens Bechtloff den starken Auftritt seiner Mannschaft. „Aber eins ist doch wohl klar: Wenn die Jungs immer mit dieser Emotion und mit dieser Überzeugung gespielt hätten, waren wir erst gar nicht in diese Situation geraten und wenn sie es weiterhin tun, dann haben wir zumindest noch eine Chance.“ Was den zunächst wegen seiner Knieprobleme auf der Bank gebliebenen Ex-Bundesligaprofi so überzeugt hat: Der TV Verl bekam die Partie dank einer gerade gegen die Haupttorschützen der Gäste, Leonhard Janzen (8) und Tim Ansorge (6), sicher stehenden Abwehr vor dem guten Torhüter Henri Tigges sofort in den Griff. Und als der zunächst von dem mit vier Treffern beginnenden starken Halblinken Moritz Herzog (7) angeführte Angriff beim Stande von 8:4 nach zu lassen drohte, übernahm Bechtloff die Regie. Und es waren nicht nur die gekonnten Kreisanspiele und wuchtigen Schlagwürfe (10 Tore bei zwölf Versuchen) des ehemaligen Nationalspielers, die den beim 8:6 einmal bis auf zwei Tore herangekommenen, dann aber über den Pausenstand von 14:9 stets deutlich distanzierten Gästen so zu schaffen machten: Bechtloff gab dem Angriffsspiel des TV Verl die Struktur, die ihm im ersten Saisonteil so oft gefehlt hat und verschaffte seinen Nebenleuten zudem die nötigen Freiräume. Genauso wichtig für den strahlenden Torben Gottsleben: „Wir haben jetzt deutlich mehr Sicherheit in unserem Spiel, viel weniger einfache Ballverluste und die Ruhe, mit dem siebten Feldspieler auch taktisch mal etwas machen zu können.“ Nach einem Spiel in dem nicht zu sehen war, welche Mannschaft mit nun 7:35 Punkten den letzten Tabellenplatz belegt und welche mit weiterhin 12:30 den rettenden 12. war dem Verl Coach indes bewusst: „Diese Leistung müssen wir jetzt noch fünfmal bestätigen. Das nächste Endspiel haben wir am Sonntag beim Vorletzten Brake.“
TuS 97 Bielefeld – TuS Brake 48:27 (24:14)
Mit zwei Siegen in Folge im Rücken wollte unsere Mannschaft in heimischer Halle gegen den TuS Brake im Nachbarschaftsderby den dritten Erfolg in Serie einfahren. Doch auch die Gäste kamen mit Rückenwind aus einem wichtigen Sieg im Abstiegskampf und hatten sich fest vorgenommen, weitere Punkte mitzunehmen. Entsprechend ausgeglichen begann die Partie – nach knapp zwei Minuten stand es 3:3. Das sollte allerdings der letzte Ausgleich bleiben. Danach übernahm unser Team Schritt für Schritt das Kommando: Über 5:3 (4.) und 8:4 (7.) zwang man die Braker beim Stand von 10:5 (9.) zu ihrer ersten Auszeit. Doch auch diese brachte keinen Bruch ins Spiel. Unsere Mannschaft blieb konzentriert und baute den Vorsprung stetig aus – über 12:7 (12.), 19:10 (20.) und 21:14 (25.) ging es mit einem komfortablen 24:14 in die Halbzeitpause. Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Bild unverändert: Bereits in der 35. Minute stand es 30:15. Jane Heidemann traf schließlich mit einem seiner zwölf Tore zum 40:22 (48.), bevor die Begegnung beim 45:26 (55.) endgültig entschieden war. Am Ende stand ein deutliches 48:27 auf der Anzeigetafel – ein starker Auftritt unserer Mannschaft.
Jetzt steht eine dreiwöchige Spielpause an, ehe wir am 11. April um 17:45 Uhr den ASV Senden in der heimischen Halle empfangen. Nach der deutlichen Hinspielniederlage (21:34) wollen wir diesmal zeigen, dass wir es besser können – und hoffen dabei wieder auf lautstarke Unterstützung von den Rängen. Haupttorschützen TuS 97: Jane Heidemann (12), Benny Gehring (7), Carl Jarno Küthe (6) Haupttorschützen Brake: Jannis Johannmeier (10) und Matti Eisele (6).
TSG Altenhagen/Heepen 2 – HSG Werther/Borgholzhausen 38:25 (19:12)
Der Tabellenführer aus Bielefeld legte einen Blitzstart hin und führte schnell mit 5:1-Toren. Die HSG konterte und war beim 7:5 wieder dran. Über 10:5 setzte sich die TSG auf 14:8 ab und lag beim Pausenpfiff mit sieben Toren vorn. Und auch in Durchgang zwei war die HSG chancenlos. In der 41.Minute traf Julian Niedergriese für die Hausherren zum 25:15 und sorgte das erste Mal für einen Zehn-Tore-Vorsprung. Der Tabellenführer spielte weiter druckvoll nach vorn und führte kurz vor dem Ende mit 37:21, ehe die Gäste noch bis aus 38:25 verkürzen konnten. Haupttorschützen TSG: Tim Stücken (8), Bjarne Franz (4), Julian Niedergriese (4), Nikolaoes Grugel (4) und Mamoudou Sidibe (4). Haupttorschützen HSG: Erik Sommer (6) und Jendrik Lakebrink (5).
Ahlener SG 2 – TV Isselhorst 35:26 (14:13)
Isselhorst ging in der zweiten Hälfte bei der Ahlener SG mit fliegenden Fahnen unter und verspielte durch die klare 35:26-Niederlage wohl die Chance auf den zweiten Tabellenplatz. 21 Gegentore kassierte der TV in Durchgang zwei. Bis zum 20:18 in der 37.Minute blieb es spannend, danach setzten sich die Hausherren auf 23:18 ab und erhöhten auf 30:22. Am Ende gewann Ahlen sehr deutlich mit 35:26 und rückte bei jetzt 19:23 auf den siebten Tabellenplatz vor. Bei Ahlen trafen Bastian Frenzel (9), Jonas Horstmann (5), Mick Borkowski (5) und Jana Altesellmeier (5) am besten. Bester Werfer bei den Gästen war Alexander Wiese, der auf sieben Treffer kam.
