Rückblick auf den 24.Oberligaspieltag

Rückblick auf den 24.Oberligaspieltag

Am 24.Spieltag fielen in der Oberliga gleich drei Entscheidungen. Die Reserve der TSG Altenhagen/Heepen sicherte sich durch einen klaren 37:29-Auswärtssieg beim TV Isselhorst die Meisterschaft und spielt in der kommenden Saison in der Regionalliga. Der TuS Spenge 2 mühte sich beim Kellerkind TuS Brake zu einem knappen 30:27-Erfolg und sicherte sich damit den Titel des Vizemeisters. Damit bestreitet das Team von Trainer Heiko Holtmann Aufstiegsspiele gegen den den TV Soest oder gegen die HSG Herdecke/Ende. Der TV Verl steht als erster Absteiger fest. Die Truppe von Trainer Thorben Gottsleben kann die Spvg. Steinhagen, die ganz knapp mit 24:25 gegen die HSG Werther/Borgholzhausen verlor, nicht mehr einholen und kämpft in der nächsten Saison in der Verbandsliga um Punkte. Der TV Verl kam trotz 38 erzielter Treffer nicht zu einem Erfolg. Am Ende siegte ASV Senden mit 39:38. Die Truppe von Lit 1912 3 besiegte die Ahlener SG 2 mit 33:29-Toren und schaffte durch diesen Heimsieg den Klassenerhalt. Der TuS 97 Bielefeld gewann beim Aufsteiger TuS Brockhagen mit 21:26-Toren und rückte durch den fünften Sieg in Serie auf den sechsten Tabellenplatz vor. Der VfL Mennighüffen musste in Möllbergen auf fünf Leistungsträger verzichten und kassierte eine klare 20:26-Niederlage.

 

TuS Möllbergen – VfL 28:20 (12:8)

Der VfL setzte seinen Abwärtstrend fort und unterlag personell geschwächt mit 20:28-Toren beim TuS Möllbergen. Der VfL kam aus seiner Negativspirale in der Oberliga einfach nicht heraus. Beim ebenfalls nicht erfolgsverwöhnten TuS Möllbergen gab es die vierte Niederlage in Folge. Die Gastgeber setzten sich mit 28:20 (12:8) durch. Deren Trainer Andre Torge wusste den Erfolg aber auch einzuordnen: „Wir haben gegen eine absolute Rumpftruppe gewonnen“. Mit dem erneut schwer verletzten Tim Huckauf, Marvin Vieregge, Mats Rinne, Arne Kröger und Preben Barthold fehlten gleich fünf Leistungsträger. Und so traten die Gäste fast ohne Rückraumspieler an und liefen von Beginn an einem Rückstand hinterher. Der ohnehin limitierte Angriff traf zudem auf einem Schlussmann in Bestform. Möllbergens Keeper Jonas Zollitsch mutierte zum besten Akteur auf dem Parkett. Der VfL scheiterte gleich mit den ersten vier Siebenmetern an Zollitsch. Der Druck aus dem Rückraum fehlte und von außen bekamen die Grünen den Ball auch kaum ins Tor. Trainer Andre Fuhr versuchte es mit zwei Kreisläufern. Letztlich führten aber alle Maßnahmen nicht zum Erfolg. Das Spiel blieb vom Ergebnis her bis zum 21:17 halbwegs offen. Dann legte Möllbergen einen Zwischenspurt zum 26:17 hin und hatte die Begegnung vorzeitig entschieden. Die Truppe von Andre Torge hatte ihre besten Werfer in den beiden neunfachen Torschützen William Schläger und GianLuca Tesi. VfL-Trainer Andre Fuhr wollte seinem dezimierten Team keinen Vorwurf machen:“Kämpferisch haben wir alles gegeben. Es hat jeder gespielt, der laufen konnte“. Darunter auch wieder Co-Trainer Christaki Kolios, der sogar viermal traf.

Torschützen: Daniel Danowsky (5), Luke Heinrichsmeier (5), Christaki Kolios (4), Simon Harre (2), Fynn Walter (1), Justus Böttcher (2) und Tristan Frerichs (1).

Jonas Zollitsch hat im Tor heute mit 28Paraden und fünf gehaltenen Siebenmetern überragend gespielt. Wir sind ganz anders aufgetreten als noch vor einer Woche“, sagte Möllbergens Trainer Andre Torge nach dem Triumph im prestigeträchtigen Derby gegen Mennighüffen. Er freute sich, dass sich in Jascha Blümle, Niklas Kleffmann und Louis Eichhorn auch drei Youngster in die Torschützenliste eintrugen. „Hier wächst etwas zusammen“, meinte der Coach.

 

ASV Senden – TV Verl 39:38 (29:17)

Jetzt hat der Rechenschieber endgültig ausgedient. Nach der 38:39 (17:29)-Auswärtsniederlage beim ASV Senden, „einem Spiegelbild der Saison“, so Trainer Torben Gottsleben, ist der TV Verl aus der Handball-Oberliga abgestiegen. Denn bei fünf Punkten Rückstand auf Kreisnachbar Steinhagen ist der drittletzte Relegations-Tabellenplatz in zwei verbliebenen Saisonspielen nicht mehr erreichbar. Spiegelbildlich für die Spielzeit mit aktuell sieben Pluspunkten ist auch die Tatsache, dass gestern selbst 38 Auswärtstore nicht mal zu einem Punkt reichten. Irgendwie ging immer etwas schief, wie bei den Verletzungen von Philipp Eliasmöller und Paul Freier von zwei der drei hochkarätigen Nachverpflichtungen. Diesmal funktionierte die Offensive, dafür reichte es in der Defensive gestern im Münsterland nicht. „Wir haben im Innenblock keinen Zugriff bekommen. Und weil dann viele Würfe frei aus sechs, sieben Metern aufs Tor kamen, fanden auch die Hüter nicht zu ihrer Leistung“, sagte Gottsleben. Weil sie nach Gegentoren immer blitzschnell vorne waren, erwischten die Gastgeber die Verler Deckung oft noch unsortiert. Auch den Wechsel nach den Angriffen im Sieben gegen Sechs nutzte Senden mit seinem Tempo gut aus. „Das machen sie sehr clever mit guten Abschlüssen“, sagte Gottsleben. Zu den positiven Aspekten zählte die Angriffsleistung, bei der Linkshänder Simon Hartkämper mit elf Treffern herausragte. Als die Partie mit immer wieder knappen Spielständen ab der 54. Minute beim 36:30 klar in Richtung des Gegners zu kippen schien, kämpften sich die Verler noch einmal bis auf 38:37 und 39:38 zurück. Zu einem in der Tabelle ablesbaren Erfolgserlebnis reichte es dennoch wieder nicht. Eben ein Spiegelbild vieler Begegnungen zuvor. Überragender Akteur auf Seiten der Hausherren war Jakob Janssen. Er traf gleich 14mal ins Verler Tor.

 

Lit 1912 3 – Ahlener SG 2 33:29 (16:11)

Großes Aufatmen bei den Nordies nach dem Sieg gegen Ahlen. Bereits zwei Spieltage vor Serienende hat die Mannschaft von Trainer Olaf Grintz den Klassenerhalt in der Tasche, da die Spvg. Steinhagen ihr Heimspiel gegen die HSG Werther/Borgholzhausen verlor und Lit nicht mehr vom viertletzten Tabellenplatz verdrängen kann. Coach Olaf Grintz meinte nach der Partie: „Wir haben im ersten Durchgang den Grundstein zum Sieg gelegt und waren stark in der Abwehr. Wir haben nur elf Gegentore zugelassen“. Bei den Hausherren wuchs Aaron Schütte mit zehn Toren über sich hinaus. „Jetzt können wir in Ruhe feiern“, sagte ein entspannter Olaf Grintz. Neben Aaron Schütte trafen Sverre Wischnewksi (8) und Henry-Peter Stange (5) am besten. Bei den Gästen aus Ahlen führten Felix Norkowski (7) und Mick Borkowski (7) die Torschützenliste an.

 

TuS Brake – TuS Spenge 2 27:30 (17:15)

Lange Zeit sah es in diesem Nachbarschaftsderby nach einem Erfolg des Kellerkindes TuS Brake aus. Der Tabellenvorletzte hatte bis zur Pause eine 17:15-Führung herausgeworfen. Und in der 33.Minute stand sogar ein 19:15 auf der Anzeigetafel. Es dauerte dann bis zur 51.Minute, ehe der Tabellenzweite aus Spenge beim Zwischenstand von 24:25 seit langer Zeit mal wieder in Führung ging. Angeführt von dem überragenden Philipp Holtmann setzte sich der TuS in der Endphase auf 25:28 ab und siegte mit 27:30-Toren. Während bei den Hausherren Jannis Johannmeier, der in der kommenden Saison für die HSG Spradow auf Torejagd geht, auf elf Treffer kam, erzielte bei den Gästen Philipp Holtmann sogar 12 Tore.

 

TV Isselhorst – TSG Altenhagen/Heepen 2 29:37 (17:15)

Die Reserve der TSG Altenhagen/Heepen machte beim TV Isselhorst ihr Meisterstück, aber danach sah es lange Zeit nicht aus. Die Hausherren lagen zunächst mit 7:9 und 12:13 im Hintertreffen. In den letzten fünf Minuten vor der Halbzeitpause hatten die Isselhorster eine starke Phase und setzten sich bis auf 17:14 ab. Und in der 36.Minute lag der TV beim Zwischenstand von 20:17 immer noch mit drei Toren vorn. In den restlichen 24Minuten dominierte dann der Tabellenführer, der auf seinen torgefährlichen Linksaußen Jannik Ullmann verzichten musste, die Partie. Durch einen 9:20-Lauf setzten sich die Gäste am Ende noch klar mit 29:37-Toren durch und feierten danach die Meisterschaft. In der kommenden Spielzeit kämpft die Reserve der TSG dann in der Regionalliga um Punkte. An dieser Stelle die herzlichsten Glückwünsche an das Team aus Bielefeld und ihrem Trainer Arjan Haenen. Haupttorschützen Isselhorst: Moritz Lünstroth (9) und Alexander Wiese (5). Haupttorschützen TSG: Hannes Krassort (10), Bjarne Franz (6), Tim Schuwerack (5) und Arvid Dragunski (5).



Spvg. Steinhagen – HSG Werther/Borgholzhausen 24:25 (15:12)

Bereits am Freitagabend wollte die Spvg. unbedingt punkten, um eventuell die Truppe von Lit in der Tabelle zu überholen. Und es sah auch lange Zeit gut für die Hausherren aus. Kurz vor der Pause führte die Spvg. mit 15:11-Toren. Zu Beginn der zweiten Hälfte legten die Hausherren einen totalen Fehlstart auf die Platte. Nach 35Minuten hatte sich die HSG durch einen 0:5-Lauf beim 15:16 die Führung zurückerobert. Dann blieb es lange Zeit spannend. In der 54.Minute stand ein 21:21 auf der Anzeigetafel. Gästetrainer Albert Kreismann nahm zu diesem Zeitpunkt seine Auszeit und weitere vier Minuten später führte sein Team mit 21:25-Toren. Steinhagen erzielte zwar die letzten drei Tore der Partie, aber der Anschlusstreffer zum 24:25 fiel erst in der letzten Sekunde. Steinhagen muss um den Klassenerhalt bangen, zumal die Schnapsstädter am letzten Spieltag zum Vorletzten TuS Brake reisen. Haupttorschützen Steinhagen: Tim-Michael Ansorge (5) und Dennis Strothmann (5). Haupttorschützen Werther: Fynn Huxohl (5) und Louis Hartmann (5).



TuS Brockhagen – TuS 97 Bielefeld 21:26 (12:14)

Der TuS 97 Bielefeld eilt zur Zeit von Sieg zu Sieg. Auch in Brockhagen gewann das Team von Trainer Jannik Nierste und holte aus den letzten fünf Spiel 10:0-Punkte. Die Gastgeber konnten sich nur in der Anfangsphase über eine 4:2-Führung freuen. Beim 4:5 lagen die Gäste das erste Mal vorn und brachten den Vorsprung dann auch ins Ziel. Über 7:10 und 10:13 wurden beim Stand von 12:14 die Seiten gewechselt. In Durchgang zwei glich Brockhagen beim 15:15 aus, doch kurze Zeit später stand ein 18:23 auf der Anzeigetafel. Am Ende siegten die Gäste klar mit 21:26-Toren und rückten in der Tabelle auf Rang sechs vor. Haupttorschützen Brockhagen: Benjamin Doherty (8),Mathis Griese (4) und Timo Linkert (4). Haupttorschützen TuS 97: Carl-Jarno Küthe (7), Dominic Wehmeyer (6) und Jane Heidemann (6).