Rückblick auf den 26.Oberligasieltag

Rückblick auf den 26.Oberligaspieltag

Erst am letzten Spieltag fiel die Entscheidung im Abstiegskampf. Der TuS Brake verlor vor eigenem Publikum gegen den Drittletzten Spvg. Steinhagen mit 22:27–Toren und muss den bitteren Weg in die Verbandsliga antreten. Steinhagen muss in der Abstiegsrelegation ran und trifft dort auf den PSV Recklinghausen. Die Reserve der TSG Altenhagen/Heepen gewann ihr letztes Meisterschaftsspiel beim TuS Brockhagen mit 28:30-Toren und spielt in der nächsten Saison in der Regionalliga. Der Tabellenzweite TuS Spenge 2 musste sich beim starken ASV Senden mit einem 33:33-Unentschieden zufrieden geben und muss jetzt in den Aufstiegsspielen gegen den TV Soest ran. Der TV Isselhorst siegte ganz deutlich mit 34:21-Toren gegen die HSG Werther/Borgholzhausen und beendete die Saison als Tabellendritter. Der TV Verl verabschiedete sich aus der Oberliga mit einem feinen 35:32-Auswärtssieg bei Lit 1912 3. Der VfL Handball Mennighüffen kassierte gegen die Reserve der Ahlener SG eine weitere Heimpleite und rutschte auf den sechsten Tabellenplatz. Überholt wurde der VfL noch vom TuS 97 Bielefeld. Der TuS gewann in Möllbergen mit 26:23-Toren und holte aus den letzten acht Spielen sage und schreibe 15:1-Punkte.



Lit 1912 3 – TV Verl 32:35 (16:16)

Die Handballer des TV Verl haben sich am Samstag mit dem vierten Saisonsieg dann doch noch versöhnlich aus der Oberliga verabschiedet. Ohne Druck, weil der Abstieg bereits besiegelt war, gewannen die diesmal von Co-Trainer Waldemar Kristjan trainierten Verler mit wenig Spielern, dafür aber vielen Toren mit 35:32 (16:16) bei der dritten Mannschaft von LIT Tribe 1912. Man hat den Jungs angemerkt, dass sie die Punkte holen wollten. Und wir haben auch verdient gewonnen, weil wir gute Sachen gemacht haben. Das war auch gut für die Köpfe“, sagte Kristjan, der den verhinderten Torben Gottsleben vertrat. Während bei den Gastgebern nur sieben Feldspieler zur Verfügung standen, waren beim TV Verl zwar zehn Feldspieler neben dem Torwartgespann Torben Fischedick/Tigges auf der Bank, davon konnten aber Fynn Schröder und Niklas Fischedick (beide angeschlagen) nicht eingesetzt werden. Auch ein Einsatz von Jens Bechtloff war nicht geplant. Doch der hatte dann im zweiten Durchgang Bock und wollte rein, und dann kannst du bei einem Ex-Nationalspieler ja auch nicht nein sagen“, notierte Kristjan dann gleich acht Tore für den ehemaligen Lemgoer, der die Mannschaft auch im kommenden Jahr in der Verbandsliga führen soll. Beim 9:14-Rückstand in der 21. Minute sah es gegen die mit gutem Zweikampfverhalten erfolgreichen Gastgeber nach einer erneuten Niederlage aus. Doch die Verler glichen schon zur Pause wieder aus. Mit dem Treffer zur 32:31-Führung leitete Moritz Herzog die Crunchtime ein, in der der Rückraumspieler gleich noch drei weitere Tore zum 35:32-Endstand für Verl nachlegte. Während für Steinhagen vorsorgliche Entscheidungsspiele um den Klassenerhalt angesetzt wurden, werden sich die Verler mit vielen Neuzugängen auf die Verbandsliga vorbereiten. Neuer Co-Trainer wird Timon Kreft, während Waldemar Kristjan vor allem im Verler Jugendbereich den Athletikbereich aufbauen und intensivieren wird. TV Verl: T. Fischedick/Tigges – Bechtloff (8), N. Fischedick, Leitner (6), Schröder, Herzog 9), Eichlandwer 03), S. Hartkämper (4), Jogereit (4), Schlüter (1), Vogler.

Auch zum finalen Match der Saison traten die Gastgeber wieder nur mit einem Rumpfteam an. „Ich hatte mal gerade einen Torhüter und einen Feldspieler neben mir zum Auswechseln auf der Bank. Daher mussten die meisten Akteure durchspielen. Sie haben ihre Sache bravourös gemacht. Für uns war wichtig, das sich kein Spieler verletzte. Das Ergebnis ist zweitrangig“, meinte Lit-Coach Olaf Grintz. Bei den Gästen aus Verl wuchs in der zweiten Halbzeit der ehemalige Bundesligaprofi Jens Bechtloff über sich hinaus und hatte mit acht Treffern maßgeblichen Anteil am Erfolg der Gäste. Bei den Hausherren trafen Jutus Westerbeck (10/4), Torben Meinking (6) und Sverre Wischnewski am besten.

 

VfL – Ahlener SG 2 26:27 (13:12)

Die Oberliga-Handballer des VfL Mennighüffen schlossen die Saison mit einer 26:27-Heimniederlage gegen die Ahlener SG und mit 29:23-Punkten auf dem sechsten Rang ab. Gefeiert wurde aber schon vorher, denn die zweite Mannschaft sicherte sich mit einem 33:30-Erfolg über den TuS Hartum den Klassenerhalt in der Bezirksliga. Außerdem wurde vor der Partie gegen Ahlen Torhüter Tobias Bekemeier verabschiedet. Zuerst offiziell durch VfL-Geschäftsführer Detlev Harre, dann mit stehenden Ovationen von den Zuschauern. Im Spiel gegen Ahlen traf Bekemeier dreimal ins leere Tor der Gäste. Nach einem sehr guten Start und einer schnellen 4:0-Führung schloss der VfL seine Angriffe zu früh ab und ließ viele klare Torchancen aus. Aus diesem Grunde hatten sich die Gäste bis zur Pause bis auf 13:12 herangekämpft. Der VfL lief dann einem 0:5-Fehlstart zu Beginn des zweiten Durchganges hinterher. Simon Harre erzielte zwei Minuten vor dem Abpfiff den 26:26-Ausgleich. Danach vertändelten die Gäste ihren nächsten Angriff. Aber auch Fynn Walter unterlief ein technischer Fehler. Bijan Warning traf für Ahlen zum 26:27. Danach scheiterte Christian Menkhoff frei von Rechtsaußen.

Tore: Arne Kröger (8), Marvin Vieregge (5), Fynn Walter (4), Tobias Bekemeier (3), Simon Harre (3), Justus Böttcher (1), Preben Barthold (1) und Christian Menkhoff (1).



TuS Möllbergen – TuS 97 Bielefeld 23:26 (13:13)

Der TuS Möllbergen wollte sich mit einem Sieg verabschieden und keinen Sommerhandball zeigen. Das zweite Ziel erreichten die Möllberger, zu einem finalen Heimerfolg reichte es aber nicht. „Wir waren in der ersten Hälfte die bessere Mannschaft und hätten mit vier oder fünf Toren führen müssen. Aber zwölf Fehlwürfe und technische Fehler haben uns daran gehindert. Das war einfach zu viel des Guten“, meinte Coach Andre Torge. Und so wurden beim Stand von 13:13 die Seiten gewechselt. „Nach dem Wechsel sind wir dann in alte Fehler zurückgefallen und haben in den entscheidenden Situationen den Kopf verloren. Das zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison“, ergänzte Torge weiter. Bis zum 22:23 in der 54.Minute blieb es spannend. In der Endphase waren die Gäste cleverer und siegten mit 23:26-Toren. Während bei Möllbergen William Schläger (7/2), Lennard Bischoff (6) und GianLuca Tesi (5) die Torschützenliste anführten, trafen auf Seiten der Gäste Dominic Wehmeyer (7) und Lenard Holtmann (5) am besten.