In der Saison 1991/1992 machte die männliche A-Jugend des VfL mit ihrem legendären Trainer Bernd Sander von sich reden. In den Aufstiegsspielen zur Bezirks- bzw. Oberliga verwies  der VfL den großen Favoriten TuS Spenge auf den zweiten Platz und schaffte völlig überraschend den Aufstieg in die Oberliga. In der Partie gegen den TuS Spenge hatte der VfL Heimrecht und die vielen Fans sahen eine ganz spannende Begegnung. Der TuS Spenge lag knapp mit 19:20 in Führung, als der VfL mit dem Schlusspfiff noch einen Freiwurf zugesprochen bekam. Spielmacher Andre Torge ließ sich nicht lange bitten und überwand den Spenger Abwehrblock und auch Torhüter Georgios Triantafillou, der heute als Manager unserer ersten Herrenmannschaft tätig ist. Ein 20:20 stand auf der Anzeigetfael und danach kannte der Jubel keine Grenzen mehr.

In zwei Staffeln mit je zehn Teams ging es die Saison 1991/92. Der VfL spielte  in der Staffel 1 um Punkte. Die Gegner hießen Spvg. Versmold, TVSoest, TV Emsdetten, TSG Altenhagen/Heepen, SuS Oberaden, TV Lemgo, TuS Hiltrup, TV Hille und Friesen Telgte.

Der VfL wurde von vielen Experten als Punktelieferant angesehen. Doch die Truppe von Trainer Bernd Sander wuchs in vielen Partien über sich hinaus und belegte nach sechs Spieltagen mit 7:5-Punkten den fünften Rang. Nach der Hinrunde hatte unsere Truppe 9:9-Zähler auf ihrem Konto.

Am Saisonende rangierte unsere A-Jugend mit 15:21-Punkten und 364:367-Toren auf dem achten Tabellenplatz. Die beste Leistung zeigte der VfL am letzten Spieltag, als unsere A-Jugend  vor eigenem Publikum den großen Favoriten TV Emsdetten mit 24:20-Toren besiegte. Andre Torge (10/4) und Dennis Eichhorn (8/2) waren die erfolgreichsten Werfer.

Staffelsieger wurde der TV Soest mit sieben Punkten Vorsprung vor der TSG Altenhagen/Heepen.

 

Zu dem Team gehörten:
Tor:Thilo Womelsdorf, Chester Stallmann, Ahmet Arslan

Feld: Stefan Kassebaum, Nils Eikmeier, Markus Kassing, Michael Schaaf, Guido Tiemann, Dennis Eichhorn, Phana Horn, Erol Seker, Meiko Haselhorst, Dirk Jacobsen und Andre Torge.

Trainer: Bernd Sander

Betreuer: Günter Eichhorn, Karl-Heinz Sander

Die Tore erzielten Dennis Eichhorn (131/47), Andre Torge (123/49), Michael Schaaf (31), Phana Horn (24), Erol Seker (23), Guido Tiemann (13), Dirk Jacobsen (9), Stefan Kassebaum (6), Markus Kassing (2), Meiko Haselhorst (1) und Nils Eikmeier (1).

 

 

Ein Jahr später, nämlich in der Saison 1992/1993 liebäugelten schon viele VfL-Fans mit dem Aufstieg in die Regionalliga. Vor dieser Spielzeit standen Jochen Borcherding (Union Bad Salzuflen), Jens Binek  (Bad Bramstedt), Miachael Meynert (HSG Spradow), Carsten Berg (Laufbahnende), Andre Rolfsmeier (VfL II) und Hans-Jürgen Coors (Co-Trainer VfL) nicht mehr im Kader.Trainer Günter Meyer konnte mit Torhüter Herbert Pohl (TSV GWD Minden), Andre Zwiener (TVG Nordhemmern) und Uwe Sonntag (SV Brackwede) drei hochkarätige Neuzugänge präsentieren. Dazu stießen mit Torhüter Dirk Radert sowie Andre Torge und Dennis Echhorn drei hoffnungsvolle Eigengewächse zum Oberligakader. Trainer Günter Meyer rechnete sich mit seiner Truppe  einen Platz zwischen drei und fünf aus.

In der Vorbereitung hatte der VfL das Nationalteam aus Kuwait zu Gast. Der VfL bot eine tolle Vorstellung, musste aber am Ende in eine 20:25-Niederlage einwilligen.

Der VfL startete mit einem 20:15-Derbysieg über den TV Lenzinghausen in die Saison. Nach Siegen in Welper und gegen Hattingen kassierte unsere Truppe am vierten Spieltag beim Topfavoriten TV Schwitten eine unglückliche 17:18-Niederlage. Nach drei weiteren Siegen belegte der VfL mit 12:2-Punkten den zweiten Tabellenplatz. Am elften Spieltag übernahm der VfL nach einem klaren 22:14-Heimerfolg über den TuS Lücklemberg die Tabellenführung. Am letzten Hinrundenspieltag unterlag die Truppe von Günter Meyer beim Hasper SV mit 25:27-Toren und musste den Teutonen aus Riemke die Tabellenführung überlassen.

Zu Beginn der Rückrunde lief es dann nicht mehr rund. Beim TV Lenzinghausen traf Fido Gast zwei Sekunden vor dem Abpfiff zum knappen 22:21-Auswärtssieg. Gegen DJK Welper patzte der VfL das erste Mal vor eigenem Publikum. Eine 16:10-Pausenführung reichte nicht zum Sieg. Welper nahm beim 25:25-Unentschieden vor 350Zuschauern überraschend einen Punkt mit. Als unsere Truppe am 16.Spieltag beim Aufsteiger TuS Hattingen mit 20:23 verlor, rutschte sie in der Tabelle auf Rang vier ab. TV Schwitten (26:6), Teutonia Riemke (25:7) und Tura Bergkamen (24:8) lagen vor unserer Mannschaft (23:9).

Danach wurde Spitzenreiter Schwitten in Mennighüffen entzaubert. Die Meyer-Sieben spielte groß auf und schlug Schwitten klar mit 28:23-Toren. Dabei traf Fido Gast gleich dreizehnmal für seinen VfL. Beim SV Herbede setzte Fido noch einen drauf. Beim 29:27-Auswärtssieg erzielte er trotz Manndeckung sage und schreibe 16 Tore. Und am neunzehnten Spieltag übernahm der VfL wieder die Tabellenführung. Auch diesmal wurde der Tabellenführer in Mennighüffen gestürzt. Nach dem 25:21-Sieg über den HC Tura Bergkamen feierten die knapp 500 Zuschauer ihr Team mit Standing Ovations. Zu diesem Zeitpunkt hatte der VfL eine Heimbilanz von 19:1-Punkten aufzuweisen. Beim heutigen Zweibundesligisten TuS Ferndorf spielte der VfL weit unter seinen Möglichkeiten und verlor nach der klaren 14:19-Niederlage den Platz an der Sonne an den TV Schwitten. Im nächsten Spitzenspiel mussten sich auch die Teutonen aus Riemke in Mennighüffen geschlagen geben. Der neunfache Torschütze Bernd Wienecke traf mit dem Schlusspfiff zum 24:23 ins Gästetor und danach kannte der Jubel keine Grenzen mehr. Bei der HSG Ahlen machten die Schiedsrichter dann die Titelträume des VfL zunichte. Beim Stand von 21:20 für den VfL wurden Uwe Sonntag und beim nächsten Angriff Bernd Wienecke siebenmeterreif gefoult. Diese Fouls wurden nicht geahndet und Ahlen kam durch zwei Gegenstoßtore zu einem umstrittenen 21:22-Sieg.

Mit einem 28:27-Heimerfolg gegen den Hasper SV beendete unsere Truppe mit 38:14-Punkten die Saison als Tabellendritter. Meister wurde der TV Schwitten (39:13) vor HC Tura Bergkamen (39:13-Punkte). In der besten Oberligasaison fuhr der VfL eine Heimbilanz von 25:1-Punkten ein.