Bielefeld. Lange war spekuliert worden, wie der Spielmodus für die Handballsaison 2020/21 aussehen könnte. Aufgrund der vielen Wild-Card-Aufsteiger sind die Ligen größer geworden. Bei einem Online-Staffeltag, zu dem der Handballverband Westfalen alle Seniorenteams von Ober- bis Landesliga eingeladen hatte, wurden zwei konkrete Wiedereinstiegsszenarien diskutiert. Andreas Tiemann, Vizepräsident Spieltechnik im Handballverband Westfalen, sprach von einem regen Austausch. Neben dem bereits diskutierten Start Anfang Oktober könnte die Saison auch am Wochenende 24./25. Oktober beginnen.
Kleine Spielpläne sind weniger anfällig für Pandemie-Rückschläge. Welches Startszenario – natürlich in Abhängigkeit von geringen Corona-Fallzahlen – Realität wird, liegt auch am Spielmodus, über den jetzt die Vereine entscheiden sollen. Kleine Staffeln können später beginnen, große müssen möglichst früh starten. Der Verband hat je Liga zwei Spielmodi zur Abstimmung vorgelegt, die je nach Mannschaftszahlen in den Liga unterschiedlich ausfallen. In jedem Fall wird es keine Abstiegsrelegation geben. „Ich persönliche wünsche mir möglichst kleine Spielpläne, die weniger störanfällig für Pandemie-Rückschläge wären. Wenn aber die Mehrzahl der Vereine eine 14er-Staffel möchte, wird es die geben. Ich bin auf das Feedback der Vereine gespannt“, sagt Tiemann. Bis Sonntag sind die Vereine aufgefordert, ihr Feedback zurückzusenden. „Im Optimalfall können wir am 26. Juni Staffel- und Spielmodus bekanntgeben“, erklärt Tiemann.

Die Alternative sind zwei Gruppen mit acht Teams
Die Oberliga der Männer könnte in einer ordentlichen Runde – 16 Mannschaften mit Hin- und Rückspiel – ausgetragen werden. Macht 30 Spieltage. Die Alternative sind zwei Gruppen á acht Mannschaften, die nach regionalen Kriterien zusammengestellt würden. Die TSG A-H Bielefeld und ihr womöglich größter Konkurrent um den Aufstieg, die Sportfreunde Loxten, müssten in der wohl klar stärkeren, östlichen Staffel antreten. Die ersten vier Mannschaften jeder Staffel würden eine Aufstiegsrunde spielen, die letzten vier jeder Staffel die vier Absteiger ermitteln. Da die Ergebnisse der jeweils vier Teams einer Staffel untereinander „mitgenommen“ würden, die TSG also etwa nicht noch zweimal gegen Loxten ran müsste, käme die Liga nach diesem Modell auf nur 22 Spieltage – jedes Team somit auf elf Heimspiele.
„Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile – aus organisatorischer und finanzieller Sicht“, erklärt Christian Sprdlik, Geschäftsführer der TSG A-H Bielefeld. „Auch wenn es intensiv wird: Die gerechteste Lösung ist eine ordentliche Runde, in der jeder gegen jeden spielt“, meint Sprdlik. „Es haben sich auch schon einige Vereine geäußert, dass sie aus wirtschaftlichen Gründen zwingend auf 14 oder 15 Heimspiele mit Zuschauern angewiesen sind“, berichtet Tiemann.
Bei vier Staffeln gibt es eine Endrunde
Die insgesamt 34 Vereine und Mannschaften der Verbandsliga mit dem TuS Brake wurden aufgefordert, zwischen einer Variante mit drei oder vier Staffeln zu entscheiden. An das Szenario mit vier Staffeln ist eine Endrunde gebunden, in der Auf- und Absteiger ermittelt werden.
Auch in der Landesliga wird es definitiv mehr als die üblichen vier Staffeln geben. Die insgesamt 70 Teams würden entweder auf fünf Staffeln á 14 Mannschaften oder sechs Staffeln á elf oder zwölf Teams verteilt. In jedem Fall müssen die TSG Altenhagen-Heepen II und der TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck II, die im vergangen Jahr in der östlichsten Staffel spielten, in der kommenden Saison Richtung Gütersloh und Warendorf fahren. Auch Aufsteiger HSG EGB Bielefeld wird in dieser Staffel antreten.
Ähnliche Varianten wurden auch den Vereinen und Mannschaften des Spielbetriebs der Frauen vorgestellt. Eine ordentliche Oberligarunde mit 19 Teams ist aus organisatorischen Gründen nicht durchführbar.

 

Bei der Teilung der Oberliga in zwei Staffeln würde der VfL Handball Mennighüffen in die Staffel 1 eingruppiert. Damit träfen die Schützlinge unseres neuen Trainers Tomek Tluczynski auf die TSG AH Bielefeld, TuS 97 Bielefeld, den CVJM Rödinghausen, TuS Möllbergen, die Sportfreunde Losten, die TSG Harsewinkel und den Soester TV.

Die Verantwortlichen des VfL haben sich in einer Telefonkonferenz für die Variante 1 entschieden. Nun bleibt abzuwarten, wie sich  die anderem Oberligateams entscheiden. Anfang nächster Woche wissen wir mehr.  

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