Rückblick auf den 23.Oberligaspieltag

Rückblick auf den 23.Oberligaspieltag

Die drei Spitzenteams der Oberliga gaben sich auch am 23.Spieltag keine Blöße. Tabellenführer TSG Altenhagen/Heepen 2 schickte im Bielefelder Derby den TuS Brake mit einer 39:26-Klatsche nach Hause. TuS Spenge 2 hatte mehr Mühe als erwartet mit dem Kellerkind Spvg. Steinhagen. Aber am Ende reichte es noch zu einem klaren 33:28-Sieg. Der TV Isselhorst verfügte beim Tabellenletzten TV Verl über die bessere Bank und siegte knapp mit 25:28-Toren. Im Abstiegskampf verbuchten Lit 1912 und die HSG Werther/Borgholzhausen wertvolle Punkte. Lit gewann im Mühlenkreisderby beim TuS Möllbergen mit 22:27-Toren und die HSG Werther/Borgholzhausen entführte beim VfL Handball Mennighüffen durch einen 25:28-Erfolg beide Punkte. Der TuS 97 Bielefeld hatte mit dem ASV Senden überhaupt keine Probleme und siegte deutlich mit 32:26-Toren. Etwas überraschend gab die Reserve der Ahlener SG in eigener Halle gegen den TuS Brockhagen die Punkte ab. Am Ende siegten die Gäste mit 29:31-Toren.

 

TuS Möllbergen – Lit 1912 3 22:27 (12:13)

Mit diesem Sieg im Mindener Kreisderby sammelten die Gäste zwei ganz wichtige Punkte im Abstiegskampf. Der TuS Möllbergen, der bereits das Hinspiel nach seinerzeit indiskutabler Leistung verlor, zog erneut den Kürzeren. Die Torge-Truppe musste frühzeitig ihren Rückraumschützen Nils van Zütphen ersetzen, der sich bei einer Aktion eine Adduktorenverletzung zuzog. Mitte der zweiten Halbzeit musste auch Fynn Achtelik mit einer Oberschenkelverletzung passen. Die rote Karte gegen Lennart Bischoff nach der dritten Zeitstrafe nahm dem Rückraum des TuS weitere Gefährlichkeit. Zunächst führte der TuS mit 9:6, ging dann mit einem 12:13-Rückstand in die Pause. In der zweiten Hälfte stand die Abwehr der Gäste immer besser und Torhüter Jan Lamprecht wuchs über sich hinaus. Auch mit dem siebten Feldspieler hatte der TuS kein Glück und fing sich vier Treffer ins leere Tor ein. Mangels Wechselmöglichkeiten mussten bei den Hausherren William Schläger und Gian-Luca Tesi fast durchspielen, dagegen konnte Olaf Grintz bei Lit immer frisches Blut von der Bank bringen. Am Ende freute er sich mit seinen Mannen über einen klaren 22:27-Auswärtssieg. Bester Werfer beim TuS war William Schläger mit 7/2 Toren, während bei Lit Jannis Jasper mit 11/4 Toren herausragte-



VfL Mennighüffen – HSG Werther/Borgholzghausen 25:28 (11:11)

Der VfL kassierte die dritte Heimpleite in Folge. Die Mannschaft von Trainer Andre Fuhr unterlag dem Aufsteiger HSG Werther/Borgholzhausen mit 25:28-Toren. Mit diesem Sieg verbesserten die Gäste ihre Karten im Abstiegskampf, zumal Lit das Mühlenkreisderby beim TuS Möllbergen mit 27:22-Toren gewonnen hatte. Der VfL trat ohne Mats Rinne, Marvin Vieregge und Justus Böttcher an, dafür war Daniel Danowky nach langer Verletzung wieder mit dabei und erzielte fünf Treffer. Die Zuschauer sahen ein spannendes aber zerfahrenes Spiel, das erst in den letzten Minuten entschieden wurde. Nachdem Daniel Danowsky in der 58.Minute zum 25:26 getroffen hatte, legte die HSG zwei Tore in Folge vor und vermasselte Andre Fuhr sein Geschenk zum 55.Geburtstag. Überschattet wurde die Partie von einer erneuten schweren Verletzung des VfL-Spielmachers Tim Huckauf. Tore VfL: Fynn Walter (9), Daniel Danowsky (5), Luke Heinrichsmeier (2), Arne Kröger (2), Soenke Reitemeier (2), Tobias Bekemeier (1), Tim Huckauf (1), Tim Held (1), Kevin Eickmeier (1) und Preben Barthold (1). Bei den Gästen führten Fynnb Huxohl (8) und Julian Schüpping (5) die Torschützenliste an.

 

TV Verl – TV Isselhorst 25:28 (14:14)

Stimmungsvoll mit voller Tribüne verabschiedete sich das Derby am Freitag von der Handball-Oberliga. Weil die SpVg Steinhagen am Sonntagabend beim Tabellenzweiten TuS Spenge verlor, besteht für den TV Verl zwar theoretisch die Chance, die fünf Punkte Rückstand in den verbleibenden drei Saisonspielen noch aufzuholen, mit drei Siegen auch den Vorletzten Brake zu überholen und so zumindest den drittletzten Tabellenplatz und eine eventuelle Relegation zu erreichen. Doch realistisch können die Verler um Teammanager Jasmin Baltic für die Verbandsliga planen. Wie ein Tabellenschlusslicht ist der TV Verl bei der 25:28 (14:14)-Heimniederlage vor annähernd 600 Zuschauern nicht aufgetreten. Aber auf der anderen Seite wurde auch deutlich, warum es nach 60 Minuten für zwei Punkte mal wieder nicht reichte. Denn während der Tabellendritte aus Isselhorst im ersten Durchgang den noch A-Jugendlichen Jonathan Tölke eine Halbzeit lang erfolgreich im linken Rückraum spielen lassen konnte, um dann einen Felix Marquardt einzuwechseln (und das ist nur ein Beispiel), fehlten auf Verler Seite solche Alternativen. Gefordert in der Abwehr gegen den TVI-Angriff mit einem starken Alexander Wiese oder dem neben Tölke im ersten Durchgang auf rechts überzeugenden Niklas Reckmann, ging den Verlern im Angriff zunehmend die Frische und letzte Entschlossenheit ab. Einzig Jens Bechtloff, trotz Schmerzen im Knie, war mit seinen genau gezirkelten Würfen immer wieder erfolgreich. Mit den nachverpflichteten Philipp Eliasmöller, Paul Freier und Johannes Dorow, aber auch mit Moritz Altenau, Lennart Voss und Raphael Voßhans musste Torben Gottsleben nämlich auf sechs Spieler verzichten. In dieser Hinsicht ist in dieser Saison wirklich alles gegen uns gelaufen“, bilanzierte der Verler Trainer, der seiner Mannschaft kämpferisch keinen Vorwurf machte, aber das situative Erkennen von Torgelegenheiten vermisste: „Das war zu eindimensional.“ Rundum zufrieden war auch Isselhorsts Trainer Stefan Hamsen nicht. ,Wir haben nicht über den Kreis gespielt und auch die Außen nicht eingebunden.“ Doch die Qualität im Rückraum reichte aus, um die Verler zwar nie abzuschütteln, aber am Ende verdient zu besiegen. Sie durften im zweiten Durchgang sehr lange Angriffe spielen, dadurch sind wir nicht ins Tempospiel gekommen. Es war in der Abwehr okay, aber im Angriff sind wir nicht recht aus den Puschen gekommen“, hätte sich Hamsen zumindest 30 erzielte Tore gewünscht. Dass es insgesamt nicht mehr Treffer wurden, daran hatten auf beiden Seiten auch die jeweiligen Torwartgespanne mit Henri Tigges und Torben Fischedick auf Verler und Patrick Gerloff sowie dem aus der zweiten Mannschaft aushelfenden und klasse haltenden Tom Krull beim TVI ihren Anteil. Während einige Gästefans und vielleicht auch Steinhagener Zuschauer am Ende „Macht sie nieder, schießt sie aus der Liga“, skandierten, dürften die direkt Beteiligten, die jeweiligen Vereinskassierer und viele Handball-Interessierte aus der Region das Derby im nächsten Jahr allerdings vermissen. Haupttorschütze bei Verl war Routinier Jens Bechtloff, der neunmal ins Schwarze traf. Bei Isselhorst führten Alexander Wiese (8) und Moritz Lünstroth (6) die Torschützenliste an.

 

TSG Altenhagen/Heepen 2 – TuS Brake 39:26 (20:13)

Bis zur 22.Minute konnte der Tabellenvorletzte TuS Brake das Derby beim Tabellenführer offen gestalten. Zu diesem Zeitpunkt lag die TSG nur mit 13:11-Toren vorn. Durch einen 5:0-Lauf setzten sich die Hausherren auf 18:11 ab und gingen mit einer komfortablen 20:13-Führung in die Halbzeitpause. Nach dem Wechsel erhöhte die TSG kontinuierlich ihren Vorsprung. Über 25:15 in der 35.Minute siegten die Hausherren über 36:24 ganz klar mit 39:26-Toren. Der Tabellenführer benötigt aus den letzten drei Spielen nur noch einen Sieg, um sich den Titel zu sichern. Das könnte schon am nächsten Wochenende in Isselhorst der Fall sein. Für die TSG trafen Jannik Ullmann und Hannes Krassort jeweils achtmal ins gegnerische Tor. Bei Brake führten Jannis Meierjürgen (5), Jannis Johannmeier (4), Edwin Lause (4) und Marius Tiemann (4) die Torschützenliste an.

 

TuS Spenge 2 – Spvg. Steinhagen 33:28 (16:12)

Bis zur 24.Minute dominierten die abstiegsbedrohten Gäste aus Steinhagen die Partie im Spenger Schuhkarton. Zu diesem Zeitpunkt bracht Tim-Michael Ansorge sein Team mit 10:11-Toren in Front. In den verbleibenden sechs Minuten in Durchgang eins dominierte der TuS Spenge die Partie und ging durch einen 6:1-Lauf bis zum Seitenwechsel mit 16:12 in Führung. Nach der Pause ließen sich die Gäste nie ganz abschütteln. In der 55.Minute war es wiederum Tim-Michael Ansorge, der sein Team mit seinem siebten Treffer bis auf 28:26 heranbrachte. Doch die Spenger ließen sich nicht aus der Ruhe bringen, erzielten die nächsten drei Tore zum 31:26-Zwischenstand und siegten am Ende mit 33:28. Bei den Hausherren führten Joshua Kern (5), Jan Schürstedt (4), Philipp Holtmann (4), Philipp Richter (4) und Kenneth Krüger (4) die Torschützenliste an. Beim Verlierer trafen Tim-Michael Ansorge (8) und Torben Bode (6) am besten.