Rückblick auf den ersten Oberligaspieltag
Rückblick auf den ersten Oberligaspieltag
Am ersten Spieltag der Saison 2026/2027 fanden nur sechs Partien statt, da die Begegnung TG Hörste – TuS 97 Bielefeld auf den 20.11.2026 verlegt wurde. Die Favoriten Handball Bad Salzuflen (38:28 gegen die HSG Petershagen/Lahde), TuS Spenge 2 (39:32 gegen Aufsteiger SG Bünde/Dünne) und TSV Hahlen (27:22 gegen den TV Isselhorst) wurde ihrer Rolle gerecht. Bei allen sechs Partien punkteten die Heimvereine doppelt. Für eine Überraschung sorgte der TuS Brockhagen, der die hoch eingeschätzte Truppe vom TuS Möllbergen mit 30:26 bezwang.
Lit 1912 III – HSG Werther/Borgholzhausen 32:31 (11:17)
Lit-Trainer Olaf Grintz grinste: „Ich bin einfach mega happy.“ 30 Minuten hatte sein junges Team arge Mühe vor allem mit zwei Spielern der Gäste gehabt. Die Abwehr stand schlecht, vorn ließen die Lit-Boys Chancen liegen, darunter zwei Siebenmeter. Beim Seitenwechsel lagen die Hausherren deutlich mit 11:17-Toren hinten. „In der Halbzeitpause haben wir uns entschieden: Wir spielen alles oder nichts“, berichtete Grintz. Er ordnete für die kommenden 30 Minuten durchgehend eine doppelte Manndeckung an. Das funktionierte. Beim 24:23 ging sein Team in Führung. Erst am Ende schmolz der Vorsprung bei offener Manndeckung der Gäste. Doch die brachten ihren letzten Wurf, einen Direktfreiwurf, nicht ins Tor. „Die Punkte haben wir“, freute sich Grintz. Er hob den jungen Spielmacher Hagen Viering hervor: „Er hat stark gespielt, die Siebenmeter übernommen und wichtige Tore geworfen.“ Zudem lobte der Coach die Außenzange mit Mattis Möhle und Niklas Steiner: „Sie haben in der zweiten Halbzeit sehr gut getroffen.“
VfL – ASV Senden 28:25 (13:12)
Der VfL feierte einen gelungenen Start in die neue Oberligasaison. Im Heimspiel gegen den ASV Senden gab es einen 28:25-Erfolg. Dabei gingen die Gastgeber nicht als Favorit in die Partie. Neben den Langzeitverletzten fiel auch noch Kapitän Fynn Walter aus. Den Ausfall des Mannschaftsführers kompensierte das Team im Kollektiv. „Die Jungs haben das hervorragend gelöst“, lobte Trainer Andre Fuhr seine Truppe. Zunächst sahen die wenigen Fans ein Spiel auf Augenhöhe. Danach unterliefen den Hausherren einige technische Fehler im Angriff und Senden machte aus den 3:2 ein 3:7 und hatte auch noch beim 7:10 klar die Nase vorn. Das änderte sich nach der Hereinnahme von Daniel Danowsky. Der VfL-Spielmacher ist nach seiner Operation am Fersensporn wieder fit und auf dem Wege zur alten Form. Mit ihm fanden die Gastgeber wieder in die Spur. Durch drei Danowsky-Treffer glich der VfL zum 11:11 aus und Neuzugang und Kreisläufer Torben Bode brachte die Hausherren zur Pause mit 13:12 in Führung. Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie lange Zeit offen. Senden glich zum 15:15 aus und ging dann beim 18:19 wieder in Führung. Auch wenn Torhüter Tristan Frerichs immer besser ins Spiel fand, so hatte auch sein Vertreter Colin List seinen Moment. Beim Stand von 25:24 wehrte er einen Siebenmeter von Nick Rüddenklau ab. Der stärkste Gästeakteur war danach so genervt, das er bei den zwei nächsten Angriffen der Gäste den Ball unbedrängt ins Seitenaus spielte. Mennighüffen konnte dank seines besten Torschützen Marvin Vieregge auf 27:24 erhöhen und den Sieg eintüten. Kreisläufer Torben Bode traf wenige Sekunden vor dem Abpfiff zum 28:25-Endstand und machte den Deckel drauf. Trainer Andre Fuhr meinte nach dem Spiel: „Wir haben einen starken Gegner bezwungen, der sicher oben mitspielen wird“. Tore: Marvin Vieregge (8), Daniel Danowsky (6/2), Mats Rinne (5), Luke Heinrichsmeier (3), Torben Bode (3), Simon Harre (2) und Soenke Reitemeier (1). Für Senden trafen Luca Kuckhermann (7/5), Nick Rüddenklau (6) und Matthias Hernzel (5) am besten.
TuS Brockhagen – TuS Möllbergen 30:26 (15:12)
Drei rote Karten überschatteten die Partie. Zwei gingen an die Gastgeber, eine kurz vor Schluss sogar als blaue Karte an den Möllberger Nils van Zütphen, der seinen Gegenspieler im Gesicht traf. „Rot hätte es sicher auch getan“, meinte TuS-Coach Andre Torge. In der intensiven Auseinandersetzung gaben die Gäste bis zum 9:11 in der 16.Minute den Ton an, danach übernahmen die Gastgeber die Führung. Nach dem 20:15 kämpfte sich Möllbergen wieder bis auf 22:21 heran, doch die Wende gelang nicht. Die Mentalität passte, aber die Chancenverwertung nicht. 25 Fehlwürfe, darunter drei Siebenmeter hatte Torge gezählt. „Da müssen wir besser werden“, sagte er und bedauerte: „Schade, da war heute mehr für uns drin“.
Haupttorschützen Möllbegen: Nils van Zütphen (8), William Schläger (7) und Edwin Lause (3).
Haupttorschützen Brockhagen: Matthis Griese (5), Jan Mescher (5), Moritz Möllmann (4) und Till Bzdega (4).
Handball Bad Sazuflen – HSG Petershagen/Lahde 38:28 (17:14) Mit Lukas Köhne und Malte Ames fehlten den Gästen beide Kreisläufer und zwei wichtige Innenblocker. Trotzdem stand die Abwehr des Aufsteigers lange Zeit recht ordentlich. „Unser Problem waren die Konter“, berichtete Trainer Heiko Breuer. Ohne die Hilfe der Kreisläufer kamen die Rückraumschützen nicht wie gewohnt zum Zuge. Kurz vor und nach der Pause verloren die Gäste den Anschluss und der Titelfavorit setzte sich über 20:15 auf 26:17 ab. „Wenn wir am oberen Limit spielen, können wir mithalten. Aber wenn wir Fehler machten und nicht mit 100Prozent in die Zweikämpfe gingen, wurde das bestraft“, so der Lahder Trainer. Der Aufsteiger hatte seine besten Werfer in Maarten Franke und Dennis Müller (jeweils 5 Tore).
Nach einer langen und intensiven Vorbereitung war es am Samstagabend endlich so weit und die neue Oberliga-Saison ging los. Zu Gast in Aspe war einer der Aufsteiger aus der Verbandsliga, die HSG Petershagen/Lahde. Wir waren vor einem unangenehmen Gegner rund um den ehemaligen Profi Marten Franke gewarnt.
Wir hatten alle Spieler an Board und so ging es los. Wir kamen gut rein und nach 10 Minuten erhöhte Marc-Ole Pöppelmeier auf 9:6. Leider musste unser neuer Kapitän Carlos Hummerjohann nach einem Zusammenprall mit einer blutigen Nase vom Feld und auch unser anderer Innenblocker Mike Steffen verletzte sich vermutlich schwerer. Ohne gegnerische Einwirkung verdrehte er sich das Knie, eine Diagnose steht noch aus. An dieser Stelle aber schon mal gute Besserung! Auch, wenn wir durch die beiden Ausfälle ganz schön geschockt waren, versuchten wir weiterhin Gas zu geben. In der Folge konnten wir uns dann auch weiter absetzen und nach 25 Minuten waren wir beim 15:11 durch Nick ter Duis mit vier Toren vorne. Die Gäste kamen dann allerdings nochmal heran und verkürzten kurz vor der Pause auf 15:14. Ein Doppelschlag binnen weniger Sekunden brachte uns dann allerdings wieder in die Spur und so wurden beim 17:14 die Seiten gewechselt.
Die zweite Halbzeit begann für uns dann nach Maß. Angeführt von einem überragenden Timon Mühlenstädt im Tor stellten wir bis zur 40. Minute auf 26:17. Fynn Sträter traf per Gegenstoß. Auch in der Folge blieben wir defensiv stabil und kamen ins Tempo. In Minute 52 erzielte Florian Krüger das 33:23 und die Messe war gelesen. Beide Teams trafen noch jeweils fünfmal und so kommt ein am Ende ungefährdeter 38:28-Heimsieg im Auftaktspiel zur neuen Serie zustande.
Spielstimme Sportlicher Leiter Axel Carls: „Mit dem Spiel und dem Ergebnis können wir insgesamt zufrieden sein. Einen 38:28-Erfolg im ersten Saisonspiel nimmt man gerne mit. Es war aber ein typisches Auftaktspiel gegen einen, wie erwartet, unangenehmen und starken Aufsteiger aus Petershagen. Nach einer guten Viertelstunde konnten wir uns erstmals auf 6 Tore absetzen. Timon nagelte das Tor zu und wir konnten viele einfache Tore aus dem Tempospiel erzielen. Leider konnten wir dieses Niveau nicht halten und plötzlich war der Vorsprung wieder auf ein Tor geschmolzen. Durch zwei starke Einzelleistungen gingen wir mit 17:14 in die Halbzeit. Die Pause tat uns gut und dann begann unsere stärkste Phase zwischen der 31. und 43. Minute. Das Zusammenspiel zwischen Torwart und Abwehr funktionierte wieder und nach dem 28:18 haben wir das Spiel souverän zu Ende gebracht. Das Spiel gewinnen wir nicht in den ersten 15 Minuten, die Konzentration gerade im Torabschluss müssen wir über die gesamte Spielzeit hochhalten, die Abwehr funktioniert über den Großteil der Spielzeit gut, im gebundenen Spiel ist noch Luft nach oben. Leider hat sich Mike Steffen am Knie verletzt und wir müssen abwarten, was sich diese Woche dabei herausstellt. Gute Besserung, Mike! Nächstes Wochenende pausieren wir und freuen uns auf die wieder starke Unterstützung unserer Fans am 19. September um 18:30 Uhr, wenn wir die SG Bünde-Dünne in Aspe zum nächsten Heimspiel begrüßen dürfen.“
HBS: Südhölter, Mühlenstädt (Tor); Sträter, Timm (je 8), ter Duis (7/3), Ostrop (5), Pöppelmeier (4), F. Krüger (3), Steffen, Jasper Mader, Anzer (je 1), Dogan, Thormann, Hummerjohann, Heinemann Lachsparade: Pechnik, C. Schäkel (Tor); Franke, Müller (je 5), Lange, Fuchs (je 4), Ames (4/2), Esler, J. Schäkel (je 3), Schmidt (1), Kranz, Niemann
TSV Hahen – TV Isselhorst 27:22 (17:11)
Den Heimsieg hatte der TSV Hahlen vor allen Dingen seinem Torhüter Jan Lamprecht zu verdanken. Der neue Keeper vernagelte sein Tor und ließ in den letzten sieben Minuten der Partie keinen Treffer mehr zu. Damit brachte der Hüter sein Team durch eine schwierige Phase, als nach dem 24:17 durch Tjorven Wiese in der 47.Minute kein eigenes Tor mehr gelang und die Gäste bis auf 24:22 aufholten. Lamprecht spielte sich bei seinem Debüt mit einer überragenden Leistung in die Herzen der Fans. Keanu Reimler durchschlug mit seinem achten Tor zum 25:22 den Knoten im Angriff, der starke neue Linksaußen Rouven Riechmann legte den Treffer zum 27:22 nach. „Ich stehe nicht gern im Mittelpunkt. Wir haben gewonnen, das ist überragend“, meinte der bescheidene neue Keeper des TSV. Während bei den Hausherren Keanu Reimler (8), Heinrich Bredemeier (4), Rouven Riechmann (4), Lasse Klöpper (4) und Marten Kirchhoff (3) die Torschützenliste anführten, trafen bei den Gästen Moritz Lünstroth (5), Alexander Wiese (4) und Marlon Walhorn (3) am besten.
TuS Spenge 2 – SG Bünde/Dünne 39:32 (19:12)
Bei ihrer Oberligapremiere kam der Aufsteiger SG Bünde/Dünne im Derby bei der Spenger Reserve sehr gut aus Startlöchern. Die Truppe von Trainer Arne Halstenberg konnte sich über eine schnelle 0:2-Führung freuen. Aber danach bestimmte der letztjährige Vizemeister die Partie. Über 6:3 hatten sich die Hausherren beim Zwischenstand von 11:5 schon deutlich abgesetzt. Beim Halbzeitpfiff führte Spenge klar mit 19:12-Toren. In der 36.Minute lagen die Schützlinge von Trainer Heiko Holtmann beim Stand von 25:14 mit elf Buden vorn. Bünde gab aber nicht auf, wehrte sich gegen eine derbe Klatsche und verkürzte in der Schlussphase noch bis auf 39:32. Bei den Gästen überragte der ehemalige Mennighüffer Lukas Mailänder. Er erzielte zehn Treffer für die Gäste. Dabei traf er zweimal vom Siebenmeterpunkt. Des weiteren waren Arne Ransiek (6), Ben Luis Bröcker (5) und Mika Dankert (4) treffsicher. Bei Spenge führten Jannik Osha (6), Goswin Poerschke (6), Marc Schindler (6) und Max Nitsche (5) die Torschützenliste an.
