Rückblick auf den letzten Verbandsligaspieltag

Rückblick auf die Spiele der Verbandsliga vom letzten Wochenende

 

 

Der TuS Möllbergen gewann in eigener Halle deutlich mit 37:30 gegen das Schlusslicht TV Isselhorst und fiebert nun dem absoluten Spitzenspiel entgegen, wenn am 13.4.2024 der Tabellenführer Soester TV bei der Torge-Sieben antreten muss. Möllbergen hat nur einen Zähler Rückstand auf die Bördestädter und würde bei einem Sieg neuer Tabellenführer der Verbandsliga. Zudem ist noch die Reserve des Drittligisten Ahlener SG im Titelrennen. Ahlen gewann ganz knapp mit 32:33-Toren beim Aufsteiger Spvg. Steinhagen. Die HSG Werther/Borgholzhausen gewann das Kellerduell in Ibbenbüren klar mit 27:33-Toren und gab die rote Laterne an den TV Isselhorst weiter. Die HSG verkürzte den Abstand auf einen Nichtabstiegsplatz bis auf zwei Zähler. Der VfL Handball Mennighüffen nahm erfolgreich Revanche gegen den TuS Brake. Zwischenzeitlich führte der VfL schon mit 26:14, ehe die Gäste in der Schlussphase noch bis auf 33:25 verkürzen konnten. Die dritte Mannschaft von Lit 1912 ist wieder in der Erfolgsspur und gewann bei der TSG Altenhagen/Heepen 2 mit 23:27 und zog nach Punkten mit den Bielefeldern gleich.

 

TuS Möllbergen – TV Isselhorst 37:30 (19:16)

Mit dem neunten Sieg in Folge machten die Möllberger ihre Hausaufgaben vor dem Spitzenspiel am 13.4.2024 in eigener Halle gegen den Spitzenreiter Soester TV. Der Erfolg gegen den Abstiegskandidaten TV Isselhorst fiel aber lediglich unter die Kategorie Arbeitssieg. Die Möllberger starteten wie die Feuerwehr und führten nach zehn Minuten bereits mit 10:4, doch danach leisteten sich die Mannen von Trainer Andre Torge in der Folgezeit immer wieder unkonzentrierte Phasen, in denen die Gäste aus Isselhorst jeweils vier Tore in Serie aufholten. Das passierte gleich dreimal. „Wir haben in der Abwehr gut gestanden, doch haben wir zu viele Gegentore nach schnellen Gegenstößen bekommen“, sagte Trainer Andre Torge. Das am Ende ein deutlicher 37:30-Sieg heraussprang, lag an der mangelnden Chancenauswertung der Gäste, die ein ums andere Mal am sehr guten TuS-Keeper Sören Halstenberg oder am eigenen Unvermögen scheiterten. Für Möllbergen erzielten Nils van Zütphen und Sebastian Berg jeweils zehn Tore. Bei Isselhorst traf Moritz Lünstroth (7/4) am besten.

 

TSG Altenhagen/Heepen 2 – Lit 1912 3 24:27 (8:14)

Mit diesem Erfolg in Bielefeld haben die Mannen von Trainer Olaf Grintz ein weiteres Ausrufezeichen gesetzt und sich im Mittelfeld der Tabelle etabliert. Durch diesen Sieg überholte Lit die Hausherren in der Wertungsskala.Bereits zur Pause hatten die Nordies einen Sechs-Tore­-Vorsprung herausgeworfen. Angeführt von einem überragenden Noel Wittemeier, der allein zehn Treffer, davon drei verwandelte Siebenmeter markierte, brachte Lit nach dem Seitenwechsel den Vorsprung über die Zeit und befindet sich weiter auf dem Vormarsch.

 

Gegen den Tabellennachbarn LIT III zeigte die TSG II seine wohl schwächste Saisonleistung und verlor völlig unnötigerweise mit 24:27 (8:14). Entsprechend enttäuscht zeigten sich Trainer und Spieler nach dem Spiel. Besonders die indiskutable Angriffsleistung führte zu der verdienten Niederlage.
Die sonst so heimstarken Gastgeber fanden von Beginn an überhaupt nicht in ihr gewohntes Spiel. Keine Tiefe und Bewegung im Angriff führten dazu, dass immer wieder Würfe aus ungünstigen Positionen genommen werden mussten, die der gute Gästetorhüter leicht parieren konnte. Das frühe 2:5 (12.) konnte die TSG noch durch einen schnellen 4:0-Lauf, der hauptsächlich durch Gegenstöße zustande kam, wettmachen. Wer dachte, nun sei der TSG-Express in Fahrt gekommen, sah sich aber getäuscht. Ab dem 8:9 (20.) erzielten die Hausherren bis zur Halbzeit kein eigenes Tor mehr und LIT zog vorentscheidend auf 8:14 davon. In der zweiten Halbzeit nahm sich die TSG einiges vor und zunächst sah es danach aus, als sollte die Kehrtwende anlaufen. Bis auf 17:19 (40.) verkürzte man dank eines endlich konsequenten Angriffsspiels. Aber anstatt den Schwung mitzunehmen, fiel die TSG plötzlich wieder in alte Muster zurück und erzielte erneut 10 Minuten keinen Treffer mehr. Das resultierende 17:24 war die endgültige Entscheidung. Immerhin zeigte die TSG Moral und verkürzte den Rückstand noch ein wenig – das schlechte Gefühl und die Enttäuschung über die gezeigte Leistung konnte das aber auch nicht mehr ändern.
TSG II: Stanjek/Grauting – Louis (6/1), Langelahn (5), Broyer (5), Vormbrock (2), Niehaus (2/1), Franz (1), Schuwerack (1), Holtmann (1), Werner (1), Eschler, Hartmann.

 

VfL Handball Mennighüffen – TuS Brake 33:25(18:10)

Der VfL Mennighüffen hat in der Verbandsliga einen deutlichen Erfolg gefeiert. Es gab gegen den TuS Brake einen 33:25-Sieg und damit glückte die Revanche für die unglückliche Hinspielniederlage eindrucksvoll. Der VfL musste seinerzeit in Brake mit einem Rumpfkader antreten, weil die Gastgeber keiner Spielverlegung zugestimmt hatten. Das motivierte die Grünen im Heimspiel am Samstagabend noch einmal zusätzlich. Und sie konnten eigentlich alles umsetzen, was sie sich vorgenommen hatten. Die Grundlage zum Sieg wurde von der ersten Minute an geschaffen. Die Gastgeber legten ein 3:0 vor und erhöhten auf 7:1. Brake kam zu Beginn überhaupt nicht ins Spiel, hatte einige Pfostentreffer, vergab aber auch freistehend. Das lag unter anderem auch an einem sehr starken Torhüter Tristan Frerichs. Er nötigt den Gegnern sofort Respekt ab und sie schienen Angst beim Torwurf zu haben. Brakes Torjäger Nikola Schwalm scheiterte immer wieder aus dem Rückraum am VfL-Schlussmann. Einen Siebenmeter hob er über den Torwart aber auch über das Tor. Danach war von ihm nicht mehr viel zu sehen. Am Ende standen zwei magere Treffer in seiner Statistik. Aber auch seine Mitspieler fanden kaum Mittel gegen die aufmerksame und stabile Deckung der Hausherren. Denn vor ihrem Torhüter bauten Fynn Walter, Luke Heinrichsmeier und Co ein Bollwerk auf. So konnte sich Mennighüffen über 11:4 bis zum 18:10-Halbzeitstand absetzen. Wenn es so etwas wie ein Aufbäumen der Gäste gab, dann war das eine kurze Phase nach dem Seitenwechsel. Brake konnte bis auf 18:13 verkürzen. Das Publikum musste sich aber nicht lange um den VfL sorgen. Besonders die rechte Angriffsseite mit Mats Köster und Tim Held war von Brake nicht zu stoppen. Sie kamen zusammen auf fünfzehn Treffer und waren auch hauptverantwortlich für den Zwischenspurt zum 24:13. Damit war Brake endgültig der Zahn gezogen. Beim 26:14 sah es nach einem Debakel für die Blau-Weißen aus. In den letzten zehn Minuten durfte Nachwuchskeeper Jill Rothenroth sein Verbandsligadebüt geben und konnte sich einige Male auszeichnen. Gästetrainer Thorben Gottsleben war von seiner Truppe enttäuscht: „Das Ergebnis sagt doch wohl alles“. Damit rückte der VfL auf den vierten Tabellenplatz vor. Beim VfL trafen Mats Köster (8), Tim Held (7), Tim Huckauf (5), Daniel Danwosky (5), Fynn Walter (2), Luke Heinrichsmeier (2), Arne Kröger (2), Christaki Kolios (1) und Lukas Mailänder (1). Bei den Gästen führten Henrik Schröder (5) und Joshua Lücking (4) die Torschützenliste an.

 

 

Spvg. Steinhagen – Ahlener SG 2 32:33 (17:16)

Der Tabellendritte aus Ahlen musste sich beim Aufsteiger mächtig strecken, um am Ende als Sieger das Parkett zu verlassen. Zunächst lagen die favorisierten Gäste mit 6:9-Toren vorn, ehe sich die Spvg. durch einen 4:0-Lauf wieder zurück meldete und mit 10:9 in Führung ging. Beim Stand von 17:16 ging es in die Kabinen. Und gleich zu Beginn des zweiten Durchgangs schien sich eine Überraschung anzubahnen, als die Schützlinge von Trainer Christian Blankert auf 20:16 davonzogen. Angeführt von dem sehr starken Fiete Austermann kamen die Gäste jedoch zurück in die Partie und glichen beim 22:22 aus. Bis zehn Minuten vor dem Abpfiff und dem Spielstand von 27:28 war es ganz eng. In der Endphase stellten die Gäste das bessere Team und setzten sich auf 28:32 ab. Nach dem 30:33 schwächten Mika Retzlaff und Dennis Strothmann noch zum 32:33 ab, aber für einen Punktgewinn reichte die Zeit nicht mehr aus. Dennis Strothmann (8), Hannes Krassort (7) und Leonhard Janzen (7) führten die Torschützenliste der Hausherren an. Bei Gästen trafen Fiete Austermann (12/7), Bastian Frenzel (6), Florian Danker (5) und Gianluca Tesi (5) am besten.

 

SGH Ibenbüren – HSG Werther/Borgholzhausen 27:33 (11:13)

Die HSG gewannen in Ibbenbüren völlig überraschend klar mit 27:33-Toren. Damit holten die Gäste aus den letzten drei Partien 5:1-Punkte und gaben die rote Laterne an den TV Isselhorst weiter. Aus den siebzehn Partien zuvor hatte die HSG ganz magere 4:30-Zähler eingefahren. Jetzt hat die Truppe um Andrea Nobbe nur noch zwei Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz. Und zudem gewann Werther/Borgholzhausen den direkten Vergleich gegen Ibbenbüren und Haltern/Sythen. In Ibbenbüren war es zunächst sehr spannend. Die Gäste gingen zunächst mit 1:4 in Führung. Ibbenbüren glich dann zum 4:4 aus und in der 16.Minute traf Timo Menger beim Stand von 8:7 zur ersten Führung der Hausherren. Das das aber die letzte Führung der Gastgeber war, konnte zu diesem Zeitpunkt noch keiner ahnen. Beim Stand von 11:13 wurden die Seiten gewechselt. Nach der Pause setzte sich die HSG zunächst auf 12:15 ab und baute dann die Führung auf 16:21 aus. Ibbenbüren kam dann während der Restspielzeit nicht mehr entscheidend heran und kassierte eine ganz bittere 27:33-Heimniederlage. Bei den Hausherren trafen Timo Menger (7), Till Dorn (7) und Fabian Winter (5) am besten. Überragender Akteur auf dem Spielfeld war Maurice Dingwerth von der HSG. Er erzielte fast jeden zweiten Treffer seiner Sieben. Am Ende hatte er fünfzehn Mal ins Ibbenbürener Tor getroffen.