Rückblick auf den sechzehnten Oberligaspieltag

 

Rückblick auf den sechzehnten Oberligaspieltag

Der Spitzenreiter TSG Altenhagen/Heepen 2 blieb auch im sechzehnten Meisterschaftsspiel ungeschlagen und besiegten die Reserve der Ahlener SG mit 32:29. Jetzt hat die Sieben von Trainer Arie Haenen schon sechs Punkte Vorsprung vor dem Zweiten TuS Spenge 2 und acht Zähler Vorsprung vor dem VfL Handball Mennighüffen. TuS Spenge 2 nahm gegen den TuS Möllbergen Revanche für die Hinspielniederlage und siegte im Spenger Schuhkarton mit 38:33-Toren. Der VfL Mennighüffen verlor wie auch schon in der Hinrunde gegen den TV Isselhorst. Am Ende lagen die Gütersloher mit 37:33-Toren vorn. Die Leistung der Grünen ließ zwar auch zu wünschen übrig, aber die Leistung der beiden Unparteiischen wurde heftig kritisiert. Im Stadtderby bezwang die Spvg. Steinhagen den TuS Brockhagen mit 25:21-Toren und überholte den TuS Brake in der Tabelle. Brake empfing in eigener Halle das starke Team des ASV Senden. Die Gäste ließen nichts anbrennen und gewannen deutlich mit 27:33-Toren und feierten ihren vierten Sieg in Folge. Lit 1912 trat stark ersatzgeschwächt bei der HSG Werther/Borgholzhausen an und kassierte eine 31:24-Niederlage. Schlusslicht TV Verl erzielte gegen den TuS 97 Bielefeld im ersten Durchgang mal gerade sieben Tore und unterlag am Ende klar mit 16:24-Toren.

Spvg. Steinhagen – TuS Brockhagen 25:21 (12:11)

Das Gemeindederby in der Oberliga Westfalen Staffel 1 fand in Steinhagen vor einer Rekordkulisse statt. Und am Ende gewannen nicht die favorisierten Gäste aus Brockhagen, sondern der Vorletzte aus Steinhagen. Und zwei Akteure waren die Väter dieses Überraschungserfolges. Torhüter Mika Kordein zeigte eine überragende Leistung und kassierte nur 21 Gegentore. Im Angriff lenkte Tim-Michael Ansorge das Spiel der Schnapsstädter. Er trag gleich elfmal ins Brockhagener Tor und erzielte fast die Hälfte aller Tore seiner Sieben. Dabei war er bei vier Versuchen dreimal vom Siebenmeterpunkt erfolgreich. Brockhagen, das auf Yannik Sonntag verzichten musste, konnte sich nur zweimal während der sechzig Minuten über eine Führung freuen und zwar beim 1:2 und 5:6. Ansonsten liefen die Gäste einem Rückstand hinterher. Über 11:9 führte Steinhagen zur Pause knapp mit 12:11-Toren. Bis zur 42.Minute blieb es in Durchgang ganz eng. Dann setzten sich die Hausherren durch einen 3:0-Lauf von 15:15 auf 18:15 ab. Aber in der 54.Minute war Brockhagen wieder auf 21:20 herangekommen, doch in den letzten sechs Minuten traf der TuS nur noch einmal ins Steinhäger Tor. Am Ende jubelten die Hausherren über ihren 25:21-Erfolg. Das war der vierte Sieg und alle Erfolge wurden vor eigenem Publikum gefeiert. Brockhagen leistete sich den Luxus, gleich drei Siebenmeter zu verwerfen. Bei Steinhagen trafen Tim-Michael Ansorge (11) und Jonas Visse (4) am besten. Bei den Gästen führten Lennart Philipp (6) und Mathis Griese (5) die Torschützenliste an.



HSG Werther/Borgholzhausen – Lit 1912 3 31:24 (14:11)

Weil die A-Jugend parallel spielte, reisten die Gäste mit vier Spielern der vierten Mannschaft aus der Kreisliga an und das machte sich vor allen Dingen nach der Pause bemerkbar. „Man merkt einfach, wenn man nicht zusammen spielt und trainiert. Ich bin aber froh, das sie überhaupt mitgefahren sind“, meinte Trainer Olaf Grintz nach der Niederlage seiner Truppe. In Durchgang eins verkaufte sich das zusammengewürfelte Team auch passabel. „Da haben wir gut mitgehalten und hatten Pech mit einigen Pfostenwürfen“, so der Trainer weiter. In der zweiten Hälfte verloren die Gäste den Faden. „Da war bei uns der Wurm drin und nichts hat mehr richtig geklappt“, schilderte er den weiteren Spielverlauf. Die Hausherren setzten sich weiter ab und kamen zu einem klaren 31:24-Erfolg. Auch 6:1-Zeitstrafen gegen die Gäste trugen zum klaren Ausgang bei. Sverre Wischnewski (7/1) und Justus-Louis Steinhauer (4) trafen für die Nordies am besten. Bei der HSG führten Maurice Dingwerth (7), Louis Hartmann (5) und Nick Borgstedt die Torschützenliste an.

TuS Brake – ASV Senden 26:33 (12:16)

Der ASV Senden hat zur Zeit einen guten Lauf und holte aus den letzten vier Partien 8:0-Zähler. Damit rückten die Münsterländer bei nunmehr 15:11-Punkten auf den fünften Tabellenplatz vor. Beim Kellerkind TuS Brake gelang der Truppe von Trainer Nolte ein feiner Start-Zieg-Sieg. Schnell lagen die Gäste mit 0:3-Toren vorn und beim Stand von 2:7 nahm Brake bereits in der 9.Minute seine Auszeit. Danach lief es bei den Bielefeldern besser und beim 10:11 war der TuS wieder dran. Durch einen 0:4-Lauf setzte sich Senden auf 10:15 ab. In der zweiten Hälfte kam Brake nur noch einige Male bis auf drei Tore heran, aber für einen Punktgewinn reichte es nicht. Durch diese Niederlage rutschte Brake auf den vorletzten Tabellenplatz ab. Haupttorschützen TuS Brake: Edwin Lause (6), Rene Lorge (4), Matti Eisele (4) und Jannis Johannmeier (4). Haupttorschützen Senden: Anton Peucker (6), Jakob Janssen (5), Vincent Lukas (4),Luca Kuckhermann (4) und Thorben Joost (4).

TV Verl – TuS 97 Bielefeld 16:24 (7:12)

Das Ergebnis war deutlich: Die (chancenlosen) Handballer des TV Verl verloren am Samstagabend das Oberligaspiel gegen den TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck (leistungsgerecht) mit 16:24. Die Analyse von Torben Gottsleben war noch deutlicher. „Das war heute ein Offenbarungseid“, stellte der Trainer des Tabellenletzten betont sachlich fest und zog auch gleich noch die Konsequenz: „Wenn wir so weitermachen, werden wir die Liga nicht halten.“ Nach der Frage, ob es denn auch etwas gebe, was ihm in diesem Spiel Hoffnung gemacht habe, zögerte der in dieser so unbefriedigend verlaufenden Saison ans Erklären von Niederlagen (14) gewohnte Verler Coach mit der Antwort, um dann festzustellen. „Direkt nach so einer in der Offensive indiskutablen Leistung ist das schwer zu sagen. Aber wir haben jetzt zwei Wochen Zeit, um wieder die nötige Intensität in unser Angriffsspiel zu bringen. Außerdem kommen dann ja hoffentlich Spieler dazu.“
Tatsächlich musste Gottsleben nicht nur auf den noch bis zum 22. Februar gesperrten Neuzugang Jens Bechtloff verzichten, sondern auch auf Neuzugang Paul Freier (Aufbautraining nach Muskelbündelriss im Oberschenkel) sowie Philipp Eliasmöller. Der Rückkehrer, der bei seinem Debüt in Ahlen gleich seinen Wert für die verunsicherte Mannschaft unter Beweis gestellt hatte, verletzte sich beim Training am Donnerstag am Daumen der Wurfhand. Aber ob es reicht, wenn dieses Trio endlich zur Verfügung steht, den für den Klassenerhalt mindestens notwendigen 11. Tabellenplatz zu erreichen, ist nicht nur wegen des schon sechs Punkte betragenden Rückstands fraglich. „Es ist doch auch gar nicht gesagt, dass wir mit den drei Neuen dann alles gewinnen“, unkte Gottsleben nach einem Blick auf den Spielplan, der das Schlusslicht nacheinander auf den Tabellendritten Mennighüffen, Spitzenreiter Altenhagen II und den Tabellenzweiten Spenge Il treffen lässt. Immerhin fand der Coach dann doch noch zwei Aspekte, die ihn bei der Niederlage gegen die solide, aber nicht überragend aufspielenden Bielefelder gefallen hatten. „Die Deckungsleistung war über weite Strecken, vor allem vor der Pause, in Ordnung und Paul Vogt hat es gut gemacht.“ Tatsächlich hielt der TV Verl bis zum 7:9 in der mit 7:12 verloren ersten Halbzeit noch mit, weil er hinten ordentlich stand. Dass es nicht zu mehr reichte, erklärte sich damit, dass lediglich der Rückraumspieler Vogt halbwegs oberligatauglich getroffen hatte, denn die Verler Angriffseffizienz lag unter 40 Prozent. TV Verl: T. Fischedick/Tigges/Gerlach – Vogt (6/2), Leitner (1), T. Fischedick, Herzog (2), Dorow (3), Erichlandwehr, Jogereit (2), Schlüter, Vogler (2), Zawidzki, L. und S. Hartkämper.



TV Isselhorst – VfL 37:33 (19:17)

Der VfL konnte in dieser Saison gegen den TV Isselhorst einfach nicht gewinnen. Die Hausherren spielten wegen der Renovierung der eigenen Sporthalle in der Turnhalle Ost in Gütersloh. Trotzdem hat der TV mit der ungewohnten Umgebung nicht gefremdelt. Ganz im Gegenteil. Der TV warf sich am Samstagabend mit einem 37:33-Sieg über den Tabellendritten VfL Mennighüffen aus der Minikrise, die vor einer Woche in einer immer noch unwirklich erscheinenden Niederlage gegen das Kellerkind TuS Brake ihren negativen Höhepunkt gefunden hatte. „Heute haben wir den TV der Hinrunde gesehen. Die Galligkeit war wieder da und die kleine Delle ausgebügelt. Wir haben ein ganz anderes Gesicht gezeigt“, sagte Trainer Stefan Harmsen zur einer gegenüber den Vorwochen deutliche Leistungssteigerung in allen Bereichen. Basierend auf einer starken Abwehr wurden die Angriffe strukturiert vorgetragen, lediglich in der Schlussphase ließen die Turner die Zügel noch etwas schleifen und der VfL konnte noch Ergebniskosmetik betreiben. Der VfL musste in Gütersloh auf Arne Kröger, Daniel Danowsky und Torhüter Tobias Bekemeier verzichten und lief fast immer einem Rückstand hinterher. Nur einmal und zwar in der 13.Minute konnten sich die Gäste beim Spielstand von 6:7 über eine Führung freuen. Bis zum 28:26 in der 46.Minute blieb der VfL auf Schlagdistanz. Danach lief im Angriff nicht mehr viel zusammen und am Ende kassierten die Gäste ihre vierte Saisonniederlage. Trainer Andre Fuhr meinte nach dem Spiel: „Wir haben einfach zu viele Fehler gemacht. In der Abwehr haben wir keinen Zugriff gefunden. Wenn du auswärts 37 Tore kassierst, dann kannst du das Spiel nicht gewinnen“.

Tore: Tim Huckauf (8), Marvin Vieregge (7), Mats Rinne (5), Preben Barthold (5), Fynn Walter (3), Justus Böttcher (1), Christian Menkhoff (1), Luke Heinrichsmeier (1), Tim Held (1) und Simon Harre (1). Bei den Hausherren führten Alexander Wiese (9) und Moritz Lünstroth (8) die Torschützenliste an.

TuS Spenge 2 – TuS Möllbergen 38:33 (18:15)

Möllbergens Trainer Andre Torge war mit dem Auftritt seiner Sieben beim Tabellenzweiten TuS Spenge 2 durchaus zufrieden. Er meinte: „Das war kein schlechtes Spiel von uns. Leistung und Einstellung haben gepasst. Für viele Gegner in der Liga hätte das heute gereicht“. Allerdings nicht für den TuS Spenge 2, der mit einigen ehemaligen Drittligaspielern seine Erfahrung ausspielte. So zum Beispiel, als sich die Gäste nach anfänglichen Rückständen zurück ins Spiel kämpften und in der 22.Minute mit 9:10 in Führung gingen. Bis zur Halbzeit drehte Spenge das Spiel wieder und ging dann mit 22:16 in Front. Danach ließ sich Spenge die klare Führung nicht mehr aus der Hand nehmen.“Wir hatten heute Probleme im Abwehrverbund inklusive der Torhüter und unser Rückzugsverhalten war ebenfalls nicht so gut“, benannte Torge das Hauptmanko seiner Truppe. Dagegen liefen im Angriff viele Sachen sehr gut. Für Möllbergen trafen GianLuca Tesi (9), Nils van Zütphen (9) und William Schläger(/7/3) am besten.

TSG Altenhagen/Heepen 2 – Ahlener SG 2 32:29 (20:13)

Die Reserve der TSG Altenhagen/Heepen feierte im sechzehnten Spiel den sechzehnten Saisonsieg und führt mit 32:0-Punkten unangefochten die Tabelle in der Oberliga Staffel 1 an. Der Vorsprung auf den Rangzweiten TuS Spenge 2 beträgt schon sechs Zähler. Gegen die Zweitvertretung der Ahlener SG führten die Bielefelder in der 18.Minute bereits ganz deutlich mit 13:5-Toren. Beim Stand von 20:13 wurden die Seiten gewechselt. Und in Hälfte zwei ließ es der Tabellenführer ganz langsam angehen und verlor den zweiten Durchgang mit 12:16-Toren. Nach 47Minuten stand ein deutliches 29:21 auf der Anzeigetafel. Danach traf die TSG in 13Minuten nur noch dreimal ins Tor der Ahlener SG und die Gäste konnten noch bis auf 32:29 verkürzen. Haupttorschützen TSG: Julian Niedergriese (6), Hannes Krassort (5) und Tim Schuwerack (4). Bei Ahlen traf Jonas Horstmann (4 Tore) am besten.