Rückblick auf den vierten Oberligaspieltag
Rückblick auf den vierten Oberligaspieltag
Der TSV Hahlen ist das Maß aller Dinge in der Oberliga. Der Regionalligaabsteiger grüßt mit 8:0-Punkten als ungeschlagener Tabellenführer. Die Truppe von Trainer Marius Traue gewann alle vier Partien sehr souverän. Auch in Senden siegte der TSV mit 37:29-Toren und lag zwischenzeitlich schon mit 31:21 vorn. Den ersten Dämpfer musste Handball Bad Salzuflen hinnehmen. Der Mitfavorit unterlag beim TuS 97 Bielefeld ganz knapp mit 26:25-Toren. Regionalligaabsteiger TG Hörste startete erst am vierten Spieltag in die neue Saison. Gegen den letztjährigen Vizemeister TuS Spenge 2 lief Hörste von Beginn an einem Rückstand hinterher und kassierte eine 34:38-Heimniederlage. Aufsteiger SG Bünde/Dünne kam gegen die ersatzgeschwächten Nordies zu ihrem ersten Saisonsieg. Obwohl Spielmacher Lukas Mailänder nicht eingesetzt wurde, siegte die Truppe von Trainer Arne Halstenberg deutlich mit 36:30-Toren. Der TuS Möllbergen besiegte den VfL Mennighüffen mit 28:25-Toren und feierte den ersten Saisonsieg. Aufsteiger Petershagen/Lahde musste sich vor eigenem Publikum gegen den TV Isselhorst mit 32:36-Toren geschlagen geben. Die Partie HSG Werther/Borgholzhausen gegen TuS Brockhagen wurde auf den 15.1.27 verschoben.
SG Bünde/Bünne – Lit 1912 3 36:30 (19:16)
Obwohl der Aufsteiger aus Bünde auf seinen Spielmacher und Torjäger Lukas Mailänder verzichten musste, fuhr die Truppe von Trainer Arne Halstenberg beim klaren 36:30-Erfolg über Lit den ersten Saisonsieg ein. Und daran hatte Arne Ransiek eine gehörige Portion beigetragen, denn der Rückraumschütze traf gleich elfmal ins Gästetor. Bei den Nordies ist Trainer Olaf Grintz nicht um seinen Job zu beneiden. Drei Stammspieler fielen erkrankt aus, ein weiterer Leistungsträger fuhr mit der Regionalligatruppe nach Volmetal. Die Voraussetzungen, etwas aus dem Nachbarkreis mitzubringen, waren eher gering. „Wir haben viele Chancen liegen lassen und in der ersten Hälfte gleich drei Siebenmeter ausgelassen und Bündes Arne Ransiek nicht in den Griff bekommen“, fasste der Trainer die Partie zusammen. Die Gastgeber lagen durchgängig klar vorne und hatten keine Probleme, den ersten Saisonsieg einzufahren. Bei den Hausherren führten Arne Ransiek (11) und Marc-Eric Schneider (8) die Torschützenliste an. Für die Gäste trafen Paul Weinberger und Aaron Schütte am besten. Sie trugen sich jeweils achtmal in die Torschützenliste ein.
HSG Petershagen/Lahde – TV Isselhorst 32:36 (18:19)
Die Hausherren verschliefen den Start und lagen in der 12.Minute schon mit 6:10-Toren hinten. Bis zur Pause kämpfte sich die HSG wieder heran und lag beim Halbzeitpfiff nur mit 18:19-Toren hinten. Nach der Pause hatten die Gäste ihre beste Phase und erhöhten auf 20:29. Beim 21:31 in der 46.Minute lag die HSG dann schon mit zehn Buden hinten, weil sie zu viele technische Fehler machten. „Danach haben wir uns aber nicht aufgegeben und waren beim 31:33 und 32:24 wieder in Schlagdistanz“, sagte Co-Trainer Fin Lasse Röbke. Am verdienten Sieg der Gäste änderte sich aber nichts mehr. Während bei den Hausherren Joel Damian Lange mit fünf Treffern die Torschützenliste anführte, traf bei Isselhorst Moritz Lünstroth achtmal ins Schwarze.
TuS Möllbergen – VfL 1. Herren 28:25 (13:12)
Nach der etwas überraschenden 23:29-Heimniederlage gegen den TuS 97 Bielefeld kassierte der VfL beim Derby in Möllbergen die nächsten Punktverluste. Die Fans sahen ein kampfbetontes Spiel, in dem sich kein Team entscheidend absetzen konnte. In der ersten Hälfte lag Möllbergen durchgängig knapp in Front und profitierte dabei von der Treffsicherheit ihres Torjägers Nils van Zuetphen, der in Durchgang eins siebenmal ins VfL-Tor traf. Über 4:4, 6:6 und 8:8 lag Möllbergen beim Zwischenstand von 12:10 das erste Mal mit zwei Buden vorn. Beim Stand von 13:12 ging es in die Kabinen. Nach dem Wechsel zog der TuS auf 16:13 davon, doch der VfL konterte und in der 41.Minute bejubelten die Gäste beim Stand von 17:18 ihre erste Führung. Aber auch danach fehlte dem VfL-Angriff die Durchschlagskraft. Es wurden leider zu viele technische Fehler produziert.Beim 20:21 lagen die Schützlinge von Trainer Andre Fuhr das zweite aber auch letzte Mal in Front. Elf Minuten vor dem Ende glich Mats Rinne zum 22:22 aus. In der Restspielzeit gelangen dem Gästeangriff nur noch drei Treffer und am Ende kassierte man eine vermeidbare 28:25-Niederlage.
Tore: Fynn Walter(5), Marvin Vieregge (5), Daniel Danowsky (5), Mats Rinne (4), Simon Harre (4), Luke Heinrichsmeier (1) und Torben Bode (1). Bei den Hausherren überragten Nils van Zuetphen (10) und William Schläger (8).
Die Gastgeber waren von der ersten Minute an sehr präsent und hielten gegen die kompakt auftretenden Gäste dagegen. Trainer Andre Torge war nach dem ersten Saisonsieg hochzufrieden mit seiner Truppe und meinte: „Die Mannschaft hat keinen Deut zurückgezogen, sondern gekämpft und Mentalität gezeigt. Ich glaube, das hat auch den Zuschauern Spaß gemacht“. Ein Sonderlob verdiente sich Nils van Zuetphen nicht nur wegen seiner zehn Treffer. „Er hat stark gespielt und auch in der Schlussphase auf die Zähne gebissen“, meinte der TuS-Trainer.
ASV Senden – TSV Hahlen 29:37 (11:21)
50Minuten lang legte der TSV eine tolle Vorstellung auf das Parkett. Dem Tempospiel hatten die Münsterländer nichts entgegenzusetzen. Zur Pause lag die Truppe von Trainer Marius Traue bereits klar mit 11:21-Toren vorn. Der Zehn-Tore-Vorsprung hielt bis zehn Minuten vor dem Ende. Herausragende Akteure auf der Gästeseite waren Torhüter Jan Lamprecht und der elffache Torschütze Marten Kirchhoff. Auch die beiden Außenangreifer Heinrich Bredemeier (6) und Rouven Riechmann (5) wussten zu überzeugen. Bei Senden trafen Luca Kuckhermann (8) und Jakob Janssen (5) am besten.
TuS 97 Bielefeld – Handball Bad Salzuflen 26:25 (15:12)
Von Beginn an entwickelte sich eine enge Partie, in welcher wir zu keiner Zeit in unser Tempospiel fanden. Nach 13 gespielten Minuten stand es 5:5. Auch in den folgenden Minuten konnte sich kein Team absetzen und beim 10:10 in Minute 25 war es knapp. Danach brachen wir allerdings in uns zusammen und ließen den TuS 97 bis zur Halbzeit auf drei Tore davon ziehen und beim 15:12 wurden die Seiten getauscht. Wir nahmen uns nun vor, defensiv mehr im Block zu verteidigen und offensiv besser in Umschaltsituationen zu kommen, auch wenn uns die Hausherren dies wenig bis gar nicht angeboten haben. Wir kamen dann auch mit einem gut aufgelegten Niklas Südhölter im Gehäuse besser in den zweiten Durchgang und glichen in Minute 35 durch Florian Krüger zum 17:17 aus. Wenige Minuten später war es erneut unser Routinier, der über einen Gegenstoß zum 19:21 einnetzte. Auch in der Folge erspielten wir uns klare Torchancen, die wir dann allerdings leider nicht im Tor der Jürmker unterbringen konnten. So blieb die Partie knapp und wir konnten keinen Profit aus einer deutlich besseren zweiten Hälfte schlagen. 150 Sekunden vor Ende glich der TuS wieder zum 25:25 aus. Uns gelang dann leider kein Treffer mehr und die Gastgeber aus Bielefeld trafen kurz vor Schluss über Rechtsaußen zum 26:25. Damit mussten wir in unserem ersten Auswärtsspiel eine bittere Niederlage einstecken.
Trainerstimme Fabian Arning: „Mit dem ersten Abschnitt war ich überhaupt nicht zufrieden. Wir haben nie zu unserem Spiel gefunden und unfassbar viel verworfen. Nach dem Seitenwechsel dann ein anderes Bild. Dazu strahlte Niklas Südhölter viel Ruhe aus. Wir konnten das Match an uns ziehen und dann 21:19 führen. Leider haben wir dann wieder Chancenwucher betrieben und konnten uns nicht absetzen. Ärgerlich ist die Zeitstrafe gegen uns kurz vor Schluss. Der Ausgleich war uns dann nicht mehr vergönnt.“
TuS 97: Weinholz, Seliger (Tor); Wehmeyer (7/3), Böhnke (5), Rahmlow (4), Ackermann (3), Grothaus, Holtmann, Zimmerling (je 2), Küthe (1), Borutta, Hoefelmeyer
HBS: Mühlenstädt, Südhölter (Tor); Anzer (7), Krüger (3), Hübner (3/1), Sträter, Jas. Mader, Ostrop (je 2), Heinemann, Timm, Pöppelmeier, Hummerjohann, Südhölter (je 1), Dogan (1/1), Thormann, Jan. Mader
TG Hörste – TuS Spenge 2 34:38 (18:22)
Der Regionalligaabsteiger bestritt erst am vierten Spieltag sein erstes Spiel in der Oberliga und legte vor eigenem Publikum gegen den letztjährigen Vizemeister TuS Spenge einen Fehlstart auf das Parkett. Nach zehn Minuten stand ein 3:11 auf der Anzeigetafel und am Ende fuhren die Gäste einen verdienten Start-Ziel-Sieg ein. Über 13:19 führte der TuS beim Pausenpfiff mit 18:22-Toren. In Durchgang zwei kam Hörste besser in die Partie und holte auf. Bei 27:28 waren die Rothosen wieder in Schlagdistanz, aber Spenge konterte und baute seine Führung bis auf 27:31 aus. Hörste kam zwar noch einmal bis auf 30:32 heran, aber für einen Punktgewinn reichte es gegen die cleveren Gäste nicht. Während bei Hörste Julius Hagemann (8/4), Silas Burstedt (6) und Maximillian Schwenker (6) am besten trafen, hatte Spenge in Philipp Holtmann (10/4) und Andre Astefanii (9) seine besten Werfer.
