Rückblick auf den zweiten Oberligaspieltag
Rückblick auf den zweiten Oberligaspieltag
Auch am zweiten Spieltag der Saison 2026/2027 fanden nur fünf Partien statt. Die Begegnung ASV Senden – Handball Bad Salzuflen (neuer Termin: Totensonntag 22.11.2026 18.00UIhr) und das Spiel TuS Möllbergen – TG Hörste (neuer Spieltermin 15.1.2027 20.00Uhr) – wurden verlegt. In Petershagen sahen die Fans sage und schreibe 75Tore in den sechzig Minuten. Der Aufsteiger deklassierte die Nordies mit 45:30-Toren. Ebenso bitter war die Heimniederlage der HSG Werther/Borgholzhausen. Die Truppe von Trainer Albert Kreismann unterlag dem Absteiger TSV Hahlen ganz deutlich mit 19:34-Toren. Der VfL Mennighüffen zeigte im Kreisderby der SG Bünde/Dünne die Grenzen auf. Der VfL dominierte die Partie und siegte nach einer zwischenzeitlichen 19:30-Führung am Ende mit 28:33-Toren. Im Gütersloher Derby bezwang der TV Isselhorst den TuS Brockhagen nach anfänglichen Schwierigkeiten mit 32:26-Toren. Eine gerechte Punkteteilung gab es im Nachbarschaftsderby zwischen dem TuS 97 Bielefeld und der Reserve des TuS Spenge.
SG Bünde/Dünne – VfL 28:33 (10:18)
In der Oberliga fuhr der VfL einen ungefährdeten 28:33- Sieg beim Aufsteiger SG Bünde/Dünne ein. Die Gastgeber wirkten in der ersten Halbzeit recht harmlos im Angriff. Für die starke VfL-Abwehr, bei der Kapitän Fynn Walter überragte, waren die Bemühungen durchschaubar. Mittelmann Lukas Mailänder, der bis vor zwei Jahren noch das VfL-Trikot getragen hatte, kam kaum zum Zuge. „Von der Abwehr des VfL haben wir uns zu sehr beeindrucken und den Schneid abkaufen lassen“, sagte Bündes Trainer Arne Halstenberg nach der Partie. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase (4:5 nach 10Minuten) setzte sich der VfL durch einen 0:5-Lauf auf 4:10 ab. Diesen Vorsprung verwaltete das Team von Trainer Andre Fuhr bis zur Halbzeitpause beim Stand von 10:18. Das seine Truppe den Verwaltungsmodus beibehielt, passte dem ehemaligen Bundesligatrainer dann aber nicht. „Wir haben es in der zweiten Halbzeit ein bisschen zu locker angehen lassen“, so Andre Fuhr. Zehn Minuten vor dem Abpfiff führte der VfL beim Stand von 19:30 immer noch mit elf Toren. In der Endphase konnten die Hausherren durch einen 10:4-Lauf das Ergebnis noch erträglich gestalten. Mit zwei Siegen startete der VfL optimal in die Saison und ist fit für das Derby im nächsten Heimspiel gegen TuS 97 Bielefeld.
Torschützen VfL: Marvin Vieregge (7), Daniel Danowsky (6/5), Fynn Walter (5), Mats Rinne (3), Vincent Wehmeier (3), Simon Harre (3), Raphael Uhe (2), Torben Bode (2), Luke Heinrichsmeier (1) und Tristan Frerichs (1).
TuS 97 Bielefeld – TuS Spenge 2 23:23 (12:10)
In diesem Nachbarschaftsderby erwischte der TuS einen blendenden Start und sah über 3:0 und 6:2 beim Zwischenstand von 10:5 wie der sichere Sieger aus. Aber weit gefehlt. Innerhalb von sechs Minuten hatte sich Spenge durch einen 0:4-Lauf wieder bis auf 10:9 herangearbeitet. Beim Stand von 12:10 wurden die Seiten gewechselt. In der zweiten Hälfte konnte sich dann kein Team mehr absetzen. In der 49.Minute traf Max Nitsche für Spenge zum 19:20 und die Gäste konnten das erste Mal in dieser Partie eine Führung bejubeln. Gut acht Minuten vor dem Ende glich Routinier Nils Grothaus für die Hausherren aus und dann fielen in der restlichen Spielzeit mal gerade noch zwei Treffer. Jannik Osha brachte die Gäste mit 22:23 in Front und gut 150Sekunden vor dem Schlusspfiff gleich Henning Koch für die Jürmker aus.
Während bei den Hausherren Dominic Wehmeyer (5), Jane Heidemann (4/4) und Henning Koch (4) am besten trafen, führten bei den Gästen Andrei Astefanii (7), Max Nitsche (4), Philipp Holtmann (3), Jannik Osha (3) und Marc Schindler (3) die Torschützenliste an.
Spannende Punkteteilung in Jöllenbeck!
Was für ein packendes Spiel in der Realschule Jöllenbeck! Unsere 1. Herren treffen auf den favorisierten TuS Spenge II und erkämpfen sich nach 60 intensiven Minuten ein 23:23-Unentschieden.
Von Beginn an entwickelte sich eine temporeiche und ausgeglichene Partie. Unsere Jungs erwischten den besseren Start und konnten sich zunächst eine Führung erspielen. Spenge blieb jedoch dran.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel hart umkämpft. Beide Mannschaften kämpften um jeden Ball und schenkten sich nichts. Besonders in der Schlussphase sorgten mehrere Zeitstrafen noch einmal für zusätzliche Spannung.
Spieler des Spiels: Jane Tilu Heidemann
Mit wichtigen Treffern aus schwierigen Positionen und zwei verwandelten Siebenmetern übernahm Jane Tilu Heidemann Verantwortung und setzte entscheidende Akzente.
Am Ende blieb es bis zur letzten Sekunde spannend – 23:23 und damit eine verdiente Punkteteilung.
Ein starker Kampf unserer 1. Herren gegen einen starken Gegner!
HSG Petershagen/Lahde – Lit 1912 3 45:30 (21:12)
Im Mindener Derby demontierte der Aufsteiger die junge Truppe von Lit nach allen Regeln der Kunst. Gästetrainer Olaf Grintz meinte nach dem Debakel:“Meine Spieler haben heute viel Lehrgeld bezahlt. Das war Erwachsenen-Handball gegen Kinder-Handball“. Das waren deutliche Worte für den Auftritt seiner Truppe und er fügte hinzu: „Wir sind zu oft durch die Mitte angerannt und dann in Gegenstöße gelaufen. Gegen eine kompakte Mannschaft wie Petershagen wird das bestraft“. Ausgesprochen zufrieden war der HSG-Coach Heiko Breuer: „Wir haben heute sechzig Minuten lang in der Offensive konsequent gespielt. Als wir später durchgewechselt haben, fehlte uns in der Abwehr die Abstimmung“. Nur in den ersten zwanzig Minuten sahen die Zuschauer eine offene Partie. Nach dem 10:9 zog die HSG auf 17:10 davon. Zur Pause lagen die Hausherren deutlich mit 21:12 vorn. In der zweiten Hälfte stellte Olaf Grintz seine Abwehr auf 3:3 um, aber auch dieses Vorhaben scheiterte. Über 27:20 und 36:23 fuhr die HSG einen 45:30-Kantersieg ein. Bei der HSG trafen Niels Fuchs (9), Jonas Schäkel (8), Joel Lange (6), Maarten Franke (6) und Fynn Röbke (6) besten. Bei den Nordies führten Hagen Viering (7), Aaron Schütte (7) und Michael Schwarz (5) die Torschützenliste an.
HSG Werther/Borgholzhausen – TSV Hahlen 19:34 (10:16)
Die Gäste überrannten ihren Gegner geradezu. Trainer Marius Traue meinte nach der einseitigen Partie: „So deutlich hatte ich das nicht erwartet. Das war ein Sieg für unser Wohlbefinden“.Seine Mannschaft verteidigte ausgezeichnet und konnte sich erneut auf starke Torleute verlassen. Jan Lamprecht und Thorsten Schriefer kamen jeweils auf eine Fangquote von fünfzig Prozent. Vom 2:6 in der 9.Minute bauten die Gäste ihren Vorsprung weiter aus. Beim 14:24 in der 45.Minute führte Hahlen das erste Mal mit zehn Toren Unterschied. So wurde der zweite Saisonsieg des TSV zum Schützenfest. „Wir waren heute auch in der Chancenverwertung besser“, meinte Coach Traue. Keanu Reimler stach dabei mit elf Treffern als Torjäger heraus, aber auch Luca Halstenberg (6) und Heinrich Bredemeier (5) trafen vorzüglich. Bei den Hausherren wirkte der „Altinternationale“ Martin Damm mit, der in Mennighüffen groß geworden ist. Fynn Huxohl (4) und Louis Hartmann (4) waren bei der HSG die besten Torschützen.
TV Isselhorst – TuS Brockhagen 32:26 (13:14)
Die Gäste aus Brockhagen traten ersatzgeschwächt beim Titelfavoriten TV Isselhorst an. Aber in Durchgang eins übernahmen die Gäste nach dem 3:2 die Initiative und führten danach durchgängig. Über 7:9 lag Brockhagen beim Pausenpfiff knapp mit 13:14-Toren vorn. Die Partie kippte gleich zu Beginn des zweiten Durchganges, als die Hausherren innerhalb von vier Minuten auf 16:14 davonzogen. Bis zum 18:18 konnte sich kein Team absetzen. Danach wurde Isselhorst stärker und lag zehn Minuten vor dem Ende mit 26:21 vorn. Am Ende gewannen die Hausherren etwas zu hoch mit 32:26-Toren. Überragender Akteur auf dem Spielfeld war der Isselhorster Alexander Wiese, der sich gleich elfmal in die Torschützenliste eintrug. Des weiteren überzeugten beim TV Laurin Borren (4), Moritz Lünstroth (4) und Marlon Walhorn (4). Bei den Gästen führten Jan Mescher (5) und Till Bzdega (4) die Torschützenliste an.
