Rückblick auf drei Spiele der Oberliga Westfalen

Rückblick auf die Nachholspiele vom 7./8.2.2026

Am letzten Wochenende standen in der Oberliga Staffel 1 drei Nachholpartien auf dem Programm. Jetzt ist die Tabelle begradigt. Der VfL Handball Mennighüffen brachte bei der Reserve der Ahlener SG einen 8:15-Vorsprung nicht ins Ziel und kam am Ende über ein 32:32-Unentschieden nicht hinaus. Durch diesen Punktverlust wurde der VfL in der Tabelle vom TV Isselhorst überholt und rutschte auf den fünften Tabellenplatz ab. Isselhorst ließ bei der HSG Werther/Borgholzhausen nichts anbrennen und gewann klar mit 22:30-Toren. Der ASV Senden deklassierte vor eigenem Publikum den TuS 97 Bielefeld mit 34:21-Toren und feierte den fünften Sieg in Folge.

Ahlener SG 2 – VfL 32:32 (15:18)

Der VfL kam über ein 32:32-Remis bei der Reserve der Ahlener SG nicht hinaus. Ohne Arne Kröger und Daniel Danowsky angereist, hatten die Gäste in einer dramatischen Schlussphase noch Glück, das Torhüter Tristan Frerichs kurz vor der Sirene einen Siebenmeter parierte. „Am Ende sind wir froh über den einen Punkt“, gab VfL-Trainer Andre Fuhr zu. In der ersten Hälfte legte der VfL gleich eine 2:7-Führung vor und sorgte erst einmal für klare Verhältnisse. In dieser Phase lief der Ball im Angriff gut und der VfL baute den Vorsprung noch weiter aus. Beim 8:15 in der 21.Minute waren es sogar sieben Tore. „Dabei hatten wir aber auch etwas Glück. Das muss man fairerweise sagen“, schränkte Andre Fuhr ein. Danach nutzte Ahlen ein paar Unkonzentriertheiten der Gäste aus, um innerhalb von knapp drei Minuten auf 11:15 zu verkürzen. Andre Fuhr versuchte bei seiner Auszeit, positiv auf seine Spieler einzuwirken und das funktionierte zunächst auch, denn der VfL erhöhte in der 26.Minute auf 12:18, fing sich dann aber noch drei Gegentreffer bis zur Pause ein. In der zweiten Hälfte legte der VfL nicht so einen Glanzstart wie in Durchgang eins hin und so entwickelte sich eine absolut spannende Partie. „Wir haben in der Abwehr überhaupt keinen Zugriff bekommen. Ich möchte aber auch ausdrücklich Ahlen loben. Das hat die junge Mannschaft mit ihrer Dynamik gut gemacht“, lobte der VfL-Trainer den Gegner. Drei Zeitstrafen gegen den VfL nutzte Ahlen, um sich bis auf ein Tor heranzukommen. Beim 28:29 vergab Tim Huckauf einen Siebenmeter. Im Gegenzug glichen die Ahlener durch Jonas Horstmann zum 29:29 aus. Da waren noch sechs Minuten zu spielen. Die Partie nahm dann dramatische Züge an. Ahlen ging in der 58.Minute sogar mit 31:30 in Führung, doch Tim Huckauf markierte den Ausgleich. Bastian Frenzel legte vierzig Sekunden vor das Abpfiff das 32:31 für Ahlen vor. Tim Huckauf egalisierte 13 Sekunden vor der Sirene. Ahlen bekam dann noch einen Siebenmeter zugesprochen, doch Bastian Frenzel scheiterte mit dem Schlusspfiff an VfL-Torhüter Tristan Frerichs. Tore: Tim Huckauf (8), Fynn Walter (7),Mats Rinne (5), Preben Barthold (4), Marvin Vieregge (3), Justus Böttcher (3), Luke Heinrichsmeier (1) und Christian Menkhoff (1). Bei den Hausherren war Jonas Horstmann der beste Torschütze. Er traf siebenmal ins Mennighüffer Tor.

ASV Senden – TuS 97 Bielefeld 34:21 (19:11)

Die Sieben von Alex Nolte feierte im Nachholspiel am Samstagabend gegen den TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck den fünften Sieg am Stück. Beim 34:21 (19:11) schlugen die Gastgeber den Gegner quasi mit dessen eigenen Waffen. Ob der ASV Senden schon eine Spitzenmannschaft sei, will man nach der nächsten überzeugenden Vorstellung der hiesigen Oberliga-Handballer von Alex Nolte wissen. Die Frage, so der Coach, könne er erst nach den Heimduellen mit den Top-Teams Isselhorst und Mennighüffen an den kommenden beiden Sonntagen verlässlich beantworten. Punktemäßig sind die Sendener den vier vor ihnen platzierten Mannschaften nach dem 34:21 (19:11)-Erfolg über den TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck – dem fünften in Serie – jedenfalls deutlich näher als den Mittelfeldrängen. Nach neun Minuten führte der ASV schon mit 7:2-Toren. TuS-Trainer Jannik Nierste sah sich früh gezwungen, seine Auszeit zu nehmen. Danach fand sein Team besser in die Partie und verkürzte beim Zwischenstand von 8:7 bis auf einen Treffer. In der Folgezeit spielte aber nur noch der ASV und kam zu einfachen Gegenstoßtoren. Durch einen 11:4-Lauf führte Senden zur Pause klar mit 19:11. Und auch zu Beginn des zweiten Durchganges waren die Hausherren das bessere Team und in der 35.Minute führte Senden beim Zwischenstand von 22:12 mit zehn Toren Vorsprung. Am Ende kassierten die Gäste eine empfindliche 34:21-Niederlage. Bei den den Gastgebern trafen Jakob Janssen (7) und Anton Peuker (6) am besten.

HSG Werther/Borgholzhausen – TV Isselhorst 22:30 (8:13)

Isselhorst kam beim Aufsteiger zu einem feinen Start-Ziel-Sieg. Nach acht Minuten führten die Gäste mit 1:4-Toren und die Hausherren nahmen ganz früh ihre Auszeit. Beim 7:9 in Minute zwanzig war die HSG wieder in Schlagdistanz. Danach gelang den Gastgebern bis zum Pausenpfiff nur noch ein Treffer und so konnten sich die Gäste über eine klare 8:13-Halbzeitführung freuen. Nach dem Wechsel erhöhte Isselhorst schnell auf 8:16 und lag auch am Ende immer noch mit acht Buden vorn. Bei Isselhorst führten Nico Vossen (6) und Moritz Lünstroth (6) die Torschützenliste an.