Hoffnung der TSG-Handballer auf 3. Liga schwindet
Mit dem Startplatz klappt es nur, wenn vier Klubs ihre Bereitschaft bis zum 30. Juni zurückziehen. Hallentraining im Moment noch zu schwierig

Bielefeld. Ein Startplatz in der 3. Liga ist für die TSG A-H Bielefeld in weite Ferne gerückt. Der DHB hat jetzt die Liste der Mannschaften veröffentlicht, die aktuell in dieser Klasse spielberechtigt wären. Dazu gehören die beiden führenden Teams der Nachrückerliste, nämlich der TV Cloppenburg (Nordsee) und HaSpo Bayreuth (Bayern).

 

Die TSG steht im Ranking der Nachrücker auf Platz sechs. Ligarivale Sportfreunde Loxten ist als Vierter aussichtsreicher platziert. Erst wenn vier der 72 Klubs bis zum 30. Juni auf einen Startplatz in der 3. Liga verzichten würden, beziehungsweise die geforderte selbstschuldnerische Bankbürgschaft nicht vorlegen könnten, wäre die TSG an der Reihe. „So ganz nicht aufgestiegen sind wir ja noch nicht“, weist TSG-Geschäftsführer Christian Sprdlik darauf hin, dass der heimische Oberligist noch keine endgültige Absage erhalten habe. Er wolle jetzt erst einmal die nächsten Wochen abwarten: „Es könnte sich ja durchaus noch etwas tun.“


„Wir werden mit einem starken Kader wieder angreifen“
Tut sich nichts, nimmt die TSG in der kommenden Saison einen neuen Anlauf. „Wir schauen nach vorn und werden mit einem starken Kader wieder angreifen“, sagt TSG-Trainer Leif Anton. Die Vorbereitung auf diesen Angriff gestaltet sich aktuell noch sehr schwierig. Von der versprochenen Öffnung des Amateursports kommt bei den Handballern nichts an. Zum einen, weil die Hallen noch geschlossen sind. Viel schwerer wiegt jedoch, dass es sich beim Handball – selbst in einfachen Trainingsformen – um einen Kontaktsport handelt. Und dazu sagt die Verordnung: „Untersagt sind der nicht-kontaktfreie Sport- und Trainingsbetrieb sowie jeder Wettkampfbetrieb.“
Leif Anton belässt es weiter dabei, seinen Schützlingen individuelle Pläne zu geben. „Wir springen nicht gleich auf jeden Zug auf, auf dem es noch zu Schwierigkeiten kommen kann“, sagt der TSG-Trainer. Sein Kollege vom Ortsnachbarn TuS 97, Pierre Limberg hält es ähnlich.
„Das ist gar nicht umzusetzen“
„Zuerst müsstest du im Verein einen finden, der die ganzen Hygienevorschriften überwacht und seinen Kopf dafür hinhält. Das ist ja gar nicht umzusetzen“, sagt der Jürmker Oberliga-Coach. Beide Trainer verweisen auf Ende Mai. Dann werde man sehen, ob weitere Lockerungen kommen, die ein Gruppentraining zulassen. So gehen derzeit fast alle Klubs vor. „Streng genommen dürften wir uns ja nicht mal den Ball zupassen“, sagt Maike Röthemeyer vom HT SF Senne.
„Aktuell wäre das Gruppentraining eine große Herausforderung. Wir hoffen mal, dass im Juni wieder mehr gemacht werden darf. Wenn Mitte Juli wieder ein halbwegs normaler Betrieb möglich wäre, würde das zu einer hohen Zufriedenheit führen“, betont TSG-Trainer Leif Anton.

 

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