Rückblick auf den letzten Oberligaspieltag
Die Entscheidungen in den beiden Oberligastaffeln sind gefallen. In der Vorrundengruppe 1 hat sich die TSG Harsewinkel durch einen 35:33-Auswärtssieg beim TuS 97 Bielefeld den vierten Tabellenplatz gesichert und rückt damit in die Meisterrunde auf. Torjäger Luca Sewing traf in dieser entscheidenden Partie sage und schreibe 22mal ins Bielefelder Tor.
In der Staffel 2 ist der HTV Hemer zur Zeit völlig von der Rolle. Vor eigenem Publikum unterlag die Truppe von Trainer Alvarez dem Soester TV ganz deutlich mit 20:41-Toren. Und ebenso kassierte der HC Tura Bergkamen vor eigenem Publikum eine ganz bittere 23:30-Niederlage gegen die Reserve des TuS Ferndorf, da beide Teams diese Punkte mit in die Abstiegsrunde nehmen.

TuS 97 Bielefeld – TSG Harsewinkel 33:35 (17:15)
Es hat nicht gereicht. Mit drei Toren Differenz hätten die Oberliga-Handballer des TuS 97 gegen die TSG Harsewinkel gewinnen müssen, um vorzeitig den Klassenerhalt zu feiern. Daraus wurde nichts. Aber es hat selten so schön, temporeich und spektakulär nicht gereicht wie beim 33:35 am Samstag in Jöllenbeck. 500 Zuschauern sahen eine Partie ohne Netz und doppelten Boden, ohne Handbremse oder Kompromisse. Durch die Niederlage steht nunmehr fest, dass Harsewinkel ein Spiel vor Schluss der „Vorrunde“ genannten 14-Spieltages-Veranstaltung in der oberen Hälfte steckt und um den Aufstieg spielt, der TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck als fünftplatziertes der acht Teams in die Abstiegsrunde einzieht, dies aber mit der angenehmen Ausbeute von 9:3 Punkten aus den bisherigen Partien gegen die Konkurrenz tut.
Die Zeichen stehen dennoch auf Klassenerhalt. Bei einem Drei-Tore-Sieg hätte der TuS 97 das 31:33 aus dem Hinspiel in Harsewinkel wettgemacht und die TSG überflügelt. So bleibt es noch ein wenig ernst, ehe nach den Spielen gegen die Teams aus der Vorrundengruppe 2 gefeiert werden darf. Darauf deutet zumindest die Vorstellung des TuS 97 am Samstag hin. Beide Mannschaften legten von Beginn an den höchsten Gang ein, doch Harsewinkel hatte Luca Sewing an Bord – das Tor zum 8:3 war bereits sein sechstes. Doch Pierre Limberg, Trainer der Hausherren, sah auch beim 6:11-Rückstand keinen Grund, eine Auszeit zu nehmen und seinem Team einen Weg zu einer besseren Chancenauswertung aufzuzeigen. Er kennt seine Pappenheimer. Beim 14:14 durch Jonas Zimmerling war tatsächlich der Ausgleich geschafft, mit dem 17:14 war ein 8:1-Tore-Lauf der Jürmker besiegelt – und die Stimmung besser als bei Olympia. Den Pausengong zum 17:15-Anschluss schlug Sewing mit seinem zehnten Treffer des Spiels. Am Ende hatte er beinahe unglaubliche 22 auf seinem Konto. Immer wieder überwand der Linkshänder den Mittelblock der Jöllenbecker, verwandelte zudem vier seiner fünf Siebenmeter. Immerhin in dieser Spezialdisziplin konnte ihm ein Jöllenbecker das Wasser reichen: Jane Heidemann verwandelte nach einem Fehlwurf zum Auftakt seine sechs weiteren Versuche und kam mitsamt seiner fünf Feldtore auf elf Treffer.
Am Ende reichte es für sein Team nicht ganz – zwei, drei Fehlwürfe nach dem 31:31 (55.) waren zu viel, um auch nur knapp zu siegen. „Harsewinkel musste alles geben“ Limberg verzieh seiner jungen Garde schnell und stellte fest: „Das Fazit ist, dass eine individuell so stark besetzte Mannschaft wie Harsewinkel bis zum Schluss der Vorrunde und bis zum Schluss dieses Spiels alles geben muss, um uns hinter sich zu lassen.“ Auch er hatte einen TuS 97 gesehen, der im ständigen Vorwärtsgang alles gegeben und damit ein Spiel mit dem Titel „schöner verlieren“ geboten hat.

TV Isselhorst – CVJM Rödinghausen 23:39 (11:20)
Der Tabellenletzte Isselhorst erlaubte sich auch in der Partie gegen Rödinghausen einen Fehlstart. Viele Abspielfehler und unkonzentrierte Torwürfe sorgten für eine schnelle 3:9-Führung der Gäste. Über 5:10 und 10:15 lag der Tabellenführer vom Wiehen beim Halbzeitpfiff klar mit 11:20-Toren vorn. In der 39.Minute sah es beim Zwischenstand von 13:30 ganz bitter für die Hausherren aus. In den Endphase ließ der CVJM das Spiel ausklingen. Die letzten zwanzig Minuten gingen mit 10:9 an Isselhorst, das trotzdem in eine bittere 23:39-Niederlage einwilligen musste. Bei den Hausherren waren Federic Grabmeir (4/3), Moritz Lünstroth (3), Nico Vossen (3) und Marice Eweler (3) die besten Torschützen. Beim CVJM führten Marvin Stender (10), Corbinian Crenz (8) und Malte Heininger (5) die Torschützenliste an.

Gruppe 2
HSG Gevelsberg/Silschede – VfL Eintracht Hagen 2 27:26 (14:18)
Die Partie aus der Sicht des Hageners Trainer Pavel Prokopec. Am Samstag beendeten wir die Oberliga-Vorrunde mit 22:10 Punkten und qualifizierten uns somit für die Aufstiegsrunde. Wir freuen uns auf weitere spannende Spiele gegen die vier Topteams aus der anderen Oberliga-Staffel.
Das letzte Spiel in Gevelsberg verloren wir unglücklich mit 26:27. Nach einem ausgeglichenen Anfang übernahm Gevelsberg und erspielte sich eine drei Tore Führung (13. Minute). Wir investierten nicht genug in unseren Rückzug und standen kaum in der Abwehr. Die Fehler besprachen wir in einer Auszeit und ab diesen Moment dominierten wir das Spiel bis zur Halbzeit und konnten uns dadurch eine 18:14 Führung erspielen.
Nach der Pause drehte Gevelsberg das Spiel und führte in der 45. Minute 22:21. Es blieb bis zum Schluss spannend bevor Josip Jukic mit der Sirene das Siegtor schoss.
Wir wollten unbedingt gewinnen und der Kampf stimmte! Unsere jungen Spieler müssen lernen die besprochenen taktischen Maßnahmen im Spiel zu erkennen und umzusetzen. Am Ende sind es Nuancen die solche Spiele entscheiden.
Beste Werfer waren Tim Knutzen (10 Tore) und Lorenz Schlottmann (6 Tore).
HTV Hemer – Soester TV 20:41 (10:16)
Der personell dezimierte HTV Hemer, bei dem unmittelbar vor dem Anpfiff auch noch Abwehrstütze Bosko Bjelanovic wegen einer Erkrankung ausfiel, war gegen den Titelkandidaten ohne Chance. HTV-Coach Pedro Alvarez ließ überwiegend die junge Garde aufs Parkett, die neben der deutlichsten Niederlage der gesamten Oberliga-Saison auch noch eine der höchsten Pleiten der Vereinsgeschichte einstecken musste. Der HTV begann beide Halbzeiten mit sechs U20-Spielern und dem Routinier Philip Trattner. Der Verlauf in beiden Abschnitten war ähnlich: Nach etwa sechs Minuten musste der HTV jeweils schon eine Minus-Fünf-Serie verzeichnen. „Unsere jungen Spieler brauchen diese Spielerfahrung und haben gesehen, wie hoch das Niveau in der Oberliga ist und dass es bei ihnen noch nicht reicht“, sagte HTV-Trainer Pedro Alvarez, der in beiden Halbzeiten nach diesen deutlichen Rückständen zum Auftakt eine Auszeit nahm und den HTV-Fohlen mit Jonas Brieden und Kapitän Bastian Frenzel gestandene Oberligakräfte zur Seite stellte. So konnte der HTV die Partie in der ersten Hälfte nach dem 2:7-Rückstand (6.) bis zum Seitenwechsel und auch die Phase vom 12:22 (37.) bis zum 17:31 (50.) halbwegs offen gestalten. In den letzten zehn Minuten dieser nur für die Statistik relevanten Partie wirbelte der STV, wie er wollte.
HTV: Bock, Jurakic; Brieden (3), Luzyna, Trattner (3), Brückner (2), Flügge, Frenzel (7/4), Ostermann, Beuse (1), Sahlmann (3), Lübbering, Spiekermann, Schulz (1)
STV: Lichtenegger, Muhr; Schnorfeil (4), Wolff (7), Möllenhoff (5), Vukoja (2), Schönle (3), Jünger (2), Zülsdorf (5), Müller, Tischer (6), Danz (4), Picht (3)
Pedro Alvarez (Trainer HTV): „Wir haben große Teile der Partie mit unseren jungen Spielern absolviert. Dieses hohe Tempo und die Spieltechnik, die Soest gezeigt hat, haben wir nicht. Unsere Abspielfehler in der Offensive sind mit einfachen Gegentoren bestraft worden. Die Höhe der Niederlage ist sehr, sehr traurig. Die Mannschaft muss im Training und in Ferndorf eine Reaktion zeigen.“
Max Loer (Trainer STV): „Die Gründe für den hohen Sieg liegen in einer stabilen Abwehrleistung und 20 Torhüterparaden. Viele Tore haben wir über die erste und zweite Welle gemacht. Kompliment an die Jungs, dass sie nicht nachgelassen haben, als der Sieg schon feststand.“
Hemer – Rhythmus halten und einspielen für die Meisterrunde war das Ziel von Max Loer vor dem Auswärtsspiel seines Soester TV beim HTV Hemer. Was das Soester Abwehr- und Tempospiel angeht, ging die Rechnung beim 41:20 (16:10)-Erfolg voll auf. Allerdings war Loer nur bedingt zufrieden, auch wenn klar wurde, wer in Meisterrunde (STV) und wer in Abstiegsrunde (HTV) die Saison beenden wird. „Die zweite Hälfte war super, die hat mir gefallen, da haben wir gut durchgezogen, weniger Fehler gemacht und sind gut in die erste und zweite Welle gekommen“, fasst Loer zusammen. 1:0 führte Hemer durch Trattner, dann schaltete Soest erstmalig einen Gang hoch: Sieben Tore in fünf Minuten. Beim Stand von 2:7 nach sechs Minuten nahm Hemers Coach die erste Auszeit.Sammeln, erholen – hieß es für die Gastgeber. Doch Soest ließ nicht wirklich locker, ohne klar zu überzeugen, wie Trainer Loer fand: „Mit der ersten Hälfte bin ich nicht so zufrieden. Da haben wir zu viel liegengelassen.“ An der schwächelnden Quote lag es so auch, dass der Abstand zunächst bei vier bis sechs Toren blieb – gleichzeitig schien sich Hemer ein wenig zu stabilisieren. Doch Soest hatte das Spiel unter Kontrolle, vor allem dank seiner guten Torhüter Lichtenegger und Muhr, die beide gute zehn Bälle hielten. „Sie haben gut mit der Deckung zusammengearbeitet“, lobte Loer. Bis zur Pause blieb das Spiel eine klare Sache. Und bei Soest hatten sich sieben unterschiedliche Spieler in die Torschützenliste eingetragen.
Soest legte nach Wiederbeginn ein Mordstempo hin, zündete endgültig den Turbo. 12:22 hieß bald. Wieder so ein Zwischensprint, der mit einem 6:2 für Soest endete. Und erneut folgte eine Auszeit des HTV. Doch diesmal wurde es nicht besser: Luke Tischer traf bald zum 14:26 – und da war noch mehr als eine Viertelstunde zu spielen. Es ging nur noch um die Höhe des Ergebnisses – und natürlich auch darum, im Derby eine kleine Erinnerung zu hinterlassen. Jan Ole Zülsdorf war es vorbehalten, beim 16:30 (40.) die 30er-Marke zu knacken. Das 40. markierte Leon Wolff 50 Sekunden vor dem Ende – er krönte damit seine sehr gute Leistung, erzielte sieben Tore bei sieben Versuchen.
HC Tura Bergkamen – TuS Ferndorf 2 23:30 (12:14)
Der Auswärtssieg mit sieben Toren Unterschied bedeutet zwei ganz wichtige Punkte, die die Ferndorfer mit in die Abstiegsrunde nehmen. Außerdem könnte der gewonnene Direktvergleich gegen Bergkamen (nach einem 15:21 im Hinspiel) in der Endabrechnung eventuell von entscheidender Bedeutung sein. Für den Ausgang dieser Partie waren die Leistungen des erneut ganz starken Torhüters Niklas Broszinski sowie der vor ihm offensiv agierenden Deckungsformation entscheidend. Nach etwa zehn Minuten waren auch die anfänglichen Abstimmungsprobleme behoben. Die TuS-Defensive bekam Bergkamens Rückraum nach 1:4-Rückstand in den Griff. Die Folge waren der Ausgleich zum 5:5 und ab dem 8:7 (20. Min.) die Führung, die noch vor der Pause auf bis zu drei Tore anwuchs. Direkt nach Wiederbeginn drohte bei zwei Unterzahlphasen zweimal der Ausgleich. Ab dem 16:15 (35.) stand Ferndorfs Abwehr wieder. Bei nur fünf Gegentoren in 14 Minuten zogen die Gäste auf 23:17 weg. Die Partie selbst war ab der 49. Minute längst entschieden. Trotzdem wurde bis zum Schluss auf beiden Seiten gefightet, weil es zusätzlich um den Sieg im Direktvergleich nach Hin- und Rückspiel ging. Nach dem 29:21 (56.) konnten die Ferndorfer hier siegessicher sein.Als Top-Torschütze trumpfte in der weiterhin durch Verletzungsausfälle dezimierten Mannschaft Leon Sorg mit elf Treffern auf. Auch er war lange Zeit verletzt. „Er ist unser Dreh- und Angelpunkt und hat sich nach seiner Verletzung enorm weiterentwickelt. Als torgefährlicher Spielmacher hat er auch Struktur in unser Angriffsspiel gebracht“, stellte Trainer Michael Feldmann dessen herausragende Rolle heraus. „Jetzt müssen wir am nächsten Sonntag gegen HTV Hemer gewinnen. Die sind bislang punktgleich und gehen mit uns in die Abstiegsrunde“, schaut der Coach in die nahe Zukunft.TuS Ferndorf 2.:Broszinski (1 Tor), Michel; John (1), Haupt, Schneider (1), Dischereit (1), Weigelt (1), Sorg (11), Klein (2), Wicklein (4/1), Ronge (5/1), Scholemann, Baust (3). Für Bergkamen traf Pascal Terbeck (7 Tore) am besten.
TuS Bommern – HSC Haltern/Sythen 27:27 (15:11)
Bommerns Trainer Nils Krefter war nach der Partie mächtig angefressen. Er meinte:“Wir mussten die Partie klar gewinnen. Wir haben in den letzten vier Minuten den Sieg weggeworfen“. Für Bommern spielte das Ergebnis eigentlich keine Rolle mehr, denn die Wittener hatten sich bereits in der Vorwoche als Tabellenvierter für die Meisterrunde qualifiziert. 3:3, 6:3 und 14:8 lauteten die Zwischenstände, ehe beim Stand von 15:11 die Seiten gewechselt wurden. Vier Minuten vor dem Ende führte Bommern dann immer noch klar mit 27:23. Aber die letzten vier Tore warfen die Gäste, da nutzte die Auszeit der Hausherren gut drei Minuten vor Schluss auch nichts mehr. Bei den Gästen trafen Julian Schrief (5) und Michael Sorg (5/3) am besten.

Rückblick auf den letzten Oberligaspieltag
Bereits zwei Spieltage vor Serienende in den beiden Oberligastaffeln kämpfen nur noch zwei Teams um die begehrten Plätze der Aufstiegsrunde. In der Gruppe 1 hoffen die TSG Harsewinkel (4.Platz 14:10-Punkte) und der TuS 97 Bielefeld (5.Platz 12:12-Zähler) auf Rang 4. Am kommenden Wochenende treffen sie in der Jöllenbecker Sporthalle aufeinander. Wenn der TuS sich die Chance auf die Meisterrunde offen halten will, muss die Sieben von Trainer Pierre Limberg neben Harsewinkel auch noch am letzten Spieltag beim Tabellenführer CVJM Rödinghausen doppelt punkten.
Folgende Teams haben sich für die Meisterrunde bereits qualifiziert:
Gruppe 1: CVJM Rödinghausen Sportfreunde Loxten und der TuS Möllbergen Gruppe 2: VfL Gladbeck, Soester TV, VfL Eintracht Hagen 2 und der TuS Bommern. Der VfL Gladbeck nimmt 11:1-Punkte mit in die Aufstiegsrunde und ist der große Favorit auf den Titel. Der TuS Möllbergen (8:4-Zähler) und der CVJM Rödinghausen (z.Zeit 6:4-Punkte) haben schon mindestens drei Punkte Rückstand. Die als hohe Titelfavoriten in die Saison gestarteten Sportfreunde aus Loxten haben bei 7:5-Zähler schon vier Punkte Rückstand auf den VfL Gladbeck. Soest (4:6), Eintracht Hagen 2 (4:8) und der TuS Bommern (3:7) werden bei der Vergabe der Meisterschaft wohl keine Rolle mehr spielen.
In der Abstiegsrunde müssen von den neun Teilnehmern gleich fünf Teams in die Verbandsliga absteigen. Unser Truppe nimmt 9:3-Punkte mit in die Abstiegsrunde. Auch die Teams von Harsewinkel und TuS 97 Bielefeld würden mit jeweils 9:3-Zählern starten. Wenn der TuS 97 Bielefeld in der Abstiegsrunde landet, geht der TuS Brake mit 4:8-Zählern in die nächste Runde. Wenn die TSG Harsewinkel auf Platz fünf einläuft, nehmen der TuS Brake ebenso wie der TV Isselhorst dann 2:10-Punkte mit. Aus der Staffel 2 nehmen nach dem heutigen Spieltag die HSG Gevelsberg/Silschede und der HTV Hemer beide 8:6-Zähler mit. Tura Begkamen hat 6:6-Punkte auf dem Konto, könnte aber bei zwei Siegen in den Heimspielen gegen TuS Ferndorf 2 und HSC Haltern/Sythen auf 10:6-Punkte kommen. HSC Haltern/Sythen kommt zur Zeit ebenfalls auf 6:6-Punkte, hat dazu noch bei HC Tura Bergkamen anzutreten und empfängt in eigener Halle die HSG Gevelsberg/Silschede. Die Reserve des TuS Ferndorf rangiert mit 4:8-Punkten auf dem letzten Platz, kann aber noch bei Erfolgen in Bergkamen und gegen Hemer Boden gut machen. Während die Vertreter der Staffel 2 in der Abstiegsrunde nur noch acht Partien zu absolvieren haben, dürfen die vier Vertreter der Staffel 1 noch zehnmal antreten.

VfL Handball Mennighüffen – TSG Harsewinkel 28:28 (13:15)
Aller guten Dinge sind vier: Erst im vierten Anlauf hat es mit der Austragung der Vorrunden-Begegnung zwischen dem VfL Mennighüffen und der TSG Harsewinkel in der Handball-Oberliga geklappt. In einer kampfbetonten und spannenden Begegnung trennen sich beide Mannschaften vor einer stattlichen Zuschauerkulisse 28:28 (13:15).
Damit sind für den VfL Mennighüffen zwei Dinge endgültig geklärt: Platz vier und die Aufstiegsrunde sind endgültig futsch und in die Abstiegsrunde gehen die Grünen mit aussichtsreichen 9:3-Punkten. Um den vierten und letzten Platz in der Aufstiegsrunde streiten sich am kommenden Samstag die punktgleichen Teams aus Jöllenbeck und Harsewinkel. Der VfL kann in seinen letzten Begegnungen gegen Tabellenführer Loxten und in Möllbergen nichts mehr für sein Punktekonto in der Abstiegsrunde tun.
Auch bei einem Sieg hätte Mennighüffen nur noch unrealistische Möglichkeiten auf Platz vier gehabt. Trotzdem kämpft die Mannschaft bis zur letzten Minute. Allerdings sind die Gäste aus Harsewinkel auch ohne ihren Corona-Patienten und Spielmacher Heiner Steinkühler eine Kleinigkeit besser. Besonders das schnelle Umschaltspiel kann der VfL nicht unterbinden. Nach jedem Gegentreffer trifft der TSG Sekunden später auf der anderen Seite, das kann man besser verteidigen. Harsewinkel hat über weite Strecken die Nase vorn. Nach 4:3 liegen die Gäste über 4:6 und 7:10 lange in Führung. Das geht auch in Halbzeit zwei lange so weiter. Als Mennighüffen zum 18:18 ausgleicht, kontert der Gast zum 18:21. Eine Baustelle haben die Hausherren auf der Kreisläuferposition. Weder Malte Tretzack noch Luke Heinrichsmeier bekommen vorne einen Ball. Warum Neuzugang Lasse Käber 60 Minuten auf der Bank versauert, bleibt ein Geheimnis. Nach dem Gefühl vieler Zuschauer wechselt Trainer Tomek Tluczynski ohnehin zu wenig. Gleich vier Akteure werden in diesem Spiel nicht eingesetzt.
Trotzdem kann Mennighüffen am Ende noch zulegen. Als der starke Spielmacher Daniel Danowsky beim 23:22 die erste Führung nach langer Zeit erzielt, kocht die Halle. Mats Köster erhöht zwei Minuten vor dem Ende auf 28:26. Nicht nur in der Schlussphase hadern die Gastgeber mit einigen Schiedsrichterentscheidungen. Mit der letzten Aktion im Spiel wird Marcel Schumann schwer im Gesicht getroffen, der fällige Siebenmeter bleibt aus.
VfL Mennighüffen: Bekemeier, Körtner; Danowsky (10/7)), Kröger (7), Büschenfeld, Walter (4), Schumann (2), Köster (4), Heinrichsmeier, Tretzack, Heinemann (n.e.), Peitzmeier (n.e.), Huckauf (1), Orgel (n.e), Käber (n.e.).
TSG Harsewinkel: Schröder, Hendrich; Schmitz, Braun (2), J. Kalter, Schmeckthal (1), S. Bröskamp (4), St. Claire (4), Pöppelmeier, Brown, F. Bröskamp (6), T. Kalter (1), Pelkmann, Sewing (10/3).

TSG Harsewinkel rettet sich auf der Zielgeraden zu einem Remis Der Handball-Oberligist hätte sich mit einem Sieg gegen den VfL Mennighüffen endgültig eines Verfolgers entledigen können. Es reicht aber zum Sprung auf Platz vier. Handball-Oberligist TSG Harsewinkel hat den ganz großen Schritt in Richtung Aufstiegsrunde der Handball-Oberliga verpasst. Beim VfL Mennighüffen holte der Tabellenfünfte ein 28:28 (13:15). Mit 12:10 Punkten springt das Team von Coach Manuel Mühlbrandt allerdings auch auf Platz vier, punktgleich mit dem TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck. Den Verfolger Mennighüffen (10:14 Zähler) kann es aber noch nicht endgültig abschütteln.
Die ersten Minuten wurden zu einem Spiel der Distanzschützen. Zwar hatten mit Mats Köster (1:0) und Malik St. Claire (1:1) zwei Außenspieler die ersten Treffer der Partie erzielt, aber danach schlug die Stunde von Arne Kröger, Halblinker des VfL, und Luca Sewing, Halbrechter der TSG, die beide bis zum 4:4 jeweils dreimal in Folge trafen. „Aber insgesamt muss man sagen, dass wir aus dem Rückraum zu wenige klare Akzente setzen konnten“, kritisierte TSG-Teammanager Karl-Heinz Kalze nach dem Spiel.
Trotzdem folgte eine Phase mit Vorteilen für die Gäste aus dem Kreis Gütersloh, die sich über die erste Führung (5:4) durch Sven Bröskamp nach einer Viertelstunde auf 10:7 abgesetzt hatten. Bröskamp hatte als Vertreter für den in Quarantäne befindlichen Mittelmann Heiner Steinkühler begonnen. Dessen Routine wurde bei der TSG im Laufe des Spiels schmerzlich vermisst.
„Mennighüffens Mittelmann Daniel Danowsky hat das stark gemacht“ Etwas später in der ersten Halbzeit stand es 12:9 und 14:11 aus Sicht der TSG. Und auch wenn Mennighüffen immer mal wieder auf einen Treffer herankam, wie beim 9:10 und 13:14, blieben die Mühlbrandt-Schützlinge doch am Drücker. Auch nach dem Seitenwechsel lagen die Gäste lange mit ein bis zwei Toren vorne. Zwischen der 34. und 44. Minute hagelte es Zeitstrafen. Jedes Team kassierte in diesen zehn Minuten jeweils drei Hinausstellungen. Komplett standen sich die Mannschaften in dieser Phase so gut wie nie gegenüber. Dabei fing sich die TSG auch den 18:18-Ausgleich. „Vor allem Mennighüffens Mittelmann Daniel Danowsky hat das stark gemacht und immer wieder im eins gegen eins Zeitstrafen gezogen“, gab Kalze zu. Harsewinkel konterte aber durch Sergej Braun, Sven Bröskamp und Sewing zum 21:18 (45.).
Doch fünf Minuten vor Schluss zeichnete sich ein Drama ab. Danowsky glänzte jetzt auch mit drei Treffern in Folge. Nachdem die TSG zweimal einen Rückstand ausgleichen musste (23:23 und 24:24) geriet sie durch einen Doppelschlag des VfL mit 24:26 in Rückstand. Auch beim 26:28 drohte aus TSG-Sicht eine Niederlage auf der Zielgerade. Erst in den zweieinhalb Schlussminuten stellten der nach Corona-Quarantäne zurückgekehrte Kreisläufer Nico Schmeckthal und Sewing per Siebenmeter das Unentschieden her. Ein direkter Freiwurf der Gastgeber in der Schlusssekunde landete im TSG Block. „Mennighüffen hat hier Biss gezeigt“, lobte Kalze den Gegner, der mit zwei Punkten Rückstand und zwei noch anstehenden Spielen (Loxten und Möllbergen) theoretisch noch an Harsewinkel vorbeiziehen könnte. Mit einem Sieg am Dienstag gegen Isselhorst wäre die TSG diese Sorge allerdings dann doch endgültig los. Den direkten Vergleich hat die TSG schon in der Tasche.
Nach dem 40:33 im Oktober machte die Mannschaft von Manuel Mühlbrandt vor 375 Zuschauern in eigener Halle das nur 24 Mal erfolgreiche Schlusslicht TV Isselhorst vor allem im zweiten Durchgang zum Sparringspartner. Während sich Harsewinkel nach dem 40:24 (20:12) für den Matchball um Platz vier am Samstag in Jöllenbeck Selbstvertrauen holte, wird es der TVI so auch in der Abstiegsrunde schwer haben, die Liga zu halten. Schon nach zehn Minuten sah es so aus, als wäre die Partie entschieden: Die TSG führte 7:2, die Isselhorster hatten bereits zwei Zeitstrafen kassiert und trafen erst nach acht Minuten erstmals zum 4:1. TSG-Trainer Mühlbrandt hatte den bereits im Hinspiel überzeugenden Tom Kalter in der Mitte beginnen lassen. Und der traf schon nach 50 Sekunden. Mit guter Beinarbeit und Aggressivität in der Abwehr eroberten die Gastgeber viele Bälle, gingen aber nicht konsequent genug mit ihren Chancen und Überzahlsituationen um. So kamen die Gäste beim 9:7 (16. Minute) und 12:10 (19.) zurück ins Spiel. Zum einen ihrerseits durch Gegenstöße, zum anderen angetrieben vom kämpfenden und gut treffenden Kreisläufer Simon Mayer. Nach zwölf Minuten verschaffte Mühlbrandt dem A-Jugendlichen Simon Schmitz frühe Einsatzzeit vor eigenen Zuschauern. Der erzielte zwar beim 10:7 sein erstes Oberligator, hatte davor aber auch zweimal den Ball verloren. Wieviel besser besetzt die Harsewinkeler Bank ist, zeigte sich bei den Ausfällen: Zwar wurde Heiner Steinkühler auf Harsewinkeler Seite schmerzlich vermisst, doch der TVI konnte den Ausfall von Marvin Gregor und Max Kollenberg gar nicht kompensieren. Und einen Klassenunterschied gab es auch auf Torwartposition. Denn der in der 17. Minute für Maik Schröder eingewechselte Felix Hendrich zog den Gästen mit klasse Paraden endgültig den Zahn. Auf Isselhorster Seite dagegen bekamen weder Patrick Gerloff noch Hendrik Gräwe kaum einen Ball zu fassen. Als diie Gastgeber nach 36 Minuten mit 23:12 führten, bekam die zweite Halbzeit den Charakter eines Trainingsspiels. Beide Trainer wechselten viel, und so erzielte auch beim TVI der A-Jugendliche Leo Tölke seinen ersten Oberligatreffer.
TSG Harsewinkel: Schröder/Hendrich – Schmitz (2), Braun (1), Steinkamp (1), J. Kalter (3), Schmeckthal (1), Pöppelmeier, St. Claire (7), Brown (5), S. und Fl. (6) Bröskamp, T. Kalter (4), Pelkmann (2), Sewing (9/2)
TV Isselhorst: Gerloff/Gräwe – Vossen (1), Grabmeir (1/1), Reckmann (1), Lünstroth (3), Mayer (4), Höcker (1), Braunsmann (4), Eweler (3), Niehage (2), Wieneke (1), Tölke (1)
TuS Möllbergen – TuS 97 Bielefeld 29:23 (17:9)
Die Gäste aus Bielefeld lagen ganz schnell im Hintertreffen. In der 8.Minute führte die Truppe von Trainer Andre Torge schon deutlich mit 5:1-Toren. Dann bäumten sich die Gäste auf und kamen in der 13.Minute bis auf 6:5 heran. Doch dann spielte Möllbergen bis zur Pause groß auf und ging durch einen 11:4-Lauf mit einer deutlichen 17:9-Führung in die Kabinen. Der TuS steckte aber nicht auf und verkürzte in der 44.Minute bis auf 21:18. Sieben Minuten später stand ein 26:18 auf der Anzeigetafel und die Vorentscheidung war gefallen. Der TuS Möllbergen siegte verdient mit 29:23-Toren und geht jetzt mit 8:4-Zähler in die Aufstiegsrunde. Beim TuS führten Arne Ransiek (7), Fredric Altvater (6) und Geritt Gräper (5) die Torschützenliste an.
CVJM Rödinghausen – TuS Brake 27:24 (16:10)
Der TuS Brake reiste mit dem letzten Aufgebot zum Spitzenteam. Lediglich elf Spieler standen auf dem Spielberichtsbogen. Aber dennoch machte der Aufsteiger dem CVJM fünfzig Minuten lang das Leben schwer. In der 10. Minute führten die Gäste mit 3:5-Toren, ehe der CVJM über 6:6 und 16:10 zur Pause die Partie drehte. Und beim 19:11 war nur noch die Höhe des klaren Sieges ein Thema. Aber dann ging beim CVJM gar nichts mehr zusammen und Brake war in der 50.Minute durch einen 2:9-Lauf wieder in Schlagdistanz. Beim 21:20 schien die Partie zu kippen, doch der CVJM behielt die Nerven und durch zwei Tore von Alexander Götsch und jeweils einen Treffer von Florian Hilker und Felix Bahrenberg setzte sich der Favorit auf 25:20 ab und siegte mit 27:24-Toren. Felix Bahrenberg (7) und Corbenian Crenz (5) führten die Torschützenliste des CVJM an.
Staffel 2
HC TuRa Bergkamen – HSG Gevelsberg-Silschede 26:23 (14:8)

Der nächste wichtige Bergkamener Sieg ist unter Dach und Fach, der vierte in Folge. Insgesamt nunmehr Saisonsieg Nummer fünf im 12. Spiel. Damit konnte man Gevelsberg-Silschede in der Tabelle überholen und nimmt Tabellenplatz fünf ein. Der Heimerfolg im Nachholspiel gegen Gevelsberg-Silschede war verdient, hätte aber noch höher ausfallen können, ja müssen. Nach einer komfortablen Führung – in Minute 44 hieß es gar 21:12 – ließen die Gastgeber mächtig nach. Damian Nowaczyk erzielte in der 56. Minute den 26. und letzten Treffer für Bergkamen – 26:19. Dann aber lief gar nichts mehr zusammen und der überragende Niklas Walter musste sich noch vier Mal geschlagen. Länger hätte das Spiel wohl auch nicht mehr laufen dürfen. Am Ende hat es dann doch noch gereicht.
Von Beginn war TuRa im Bilde. Das 0:1 glich Niklas Domanski in der 2. Minute aus. Über 3:1 (4.), 5:3 (9.) hieß es nach 21 Minuten 10:5 – Lauritz Wefing war dafür verantwortlich, erzielte mit einem Dreher das schönste Tor des Abends. Der überaus sichere Siebenmeterschütze Damian Nowaczyk stellte den Pausenstand von 14:7 her und ihm gelang erneut „vom Punkt“ das 21:12 (44.). TuRa schien klar auf der Siegerstraße. Man führte wohl zu deutlich. Denn: Es schlichen sich nachfolgend Konzentrationsfehler ein. Nachteilig machte sich auch bemerkbar, dass Topshooter Pascal Terbeck in der 20. Minute die Rote Karte nach Foulspiel sah.
Der TuRa-Vorsprung schmolz in der letzten Viertelstunde. Bergkamen war nicht mehr im Spiel und konnte von Glück reden, dass man sich zuvor einen so komfortablen Vorsprung erspielt hatte. Der schmolz bis zur Schlusssirene „auf drei“ zusammen. Pech für Simon Rodefeldt, der sich kurz vor Schluss verletzte und vom Platz getragen werden musste. Neben der Roten Karte für Terbeck ein weiterer Wermutstropfen.
TuRa-Co-Trainer Lars Stratmann:“ In den letzten 15 Minuten haben wir sehr kopflos gespielt. Im Normalfall hätten wir mit zehn Toren Vorsprung gewinnen müssen. Zum Schluss wurde es immer planloser und unser Vorsprung schmolz. Es hat aber zum Glück noch gereicht“.
HC TuRa: Walter, Banaschak, Nowaczyk 7, Roßfeldt, Terbeck 3, Webers, Wefing 4, Trost 4, Domanski 4, Fülber 3, Honerkamp, Saarbeck 1, Rotert.

Soester TV – HC TuRa Bergkamen 30:17 (12:8).
Der Soester TV beseitigte letzte Zweifel und qualifizierte sich mit einem ebenso klaren wie verdienten Sieg für die Meisterrunde. Die zuletzt aufstrebenden TuRaner hätten mit einem perfekten Vorrunden-Finish Soest bei einem gegenteiligen Verlauf noch einholen können. Dass Soest aber viel eher in die Runde der besten Teams Westfalens gehört, unterstrich die Mannschaft von Trainer Max Loer eindrucksvoll. Dazu passt aber wenig der Zwischenstand nach einer guten Viertelstunde. Da stand es gerade einmal 5:5, was aber vor allem daran lag, dass Soest entweder auf dem Weg nach vorne den einen oder anderen Ball ärgerlicherweise verlor oder aber am guten HCT-Keeper Niklas Wagner scheiterte. Auf der anderen Seite stand die Deckung sehr gut, diesmal etwas defensiver, und stellte Bergkamen so vor viele Probleme. Die Folge waren immer wieder Ballgewinne, sodass Soest schon im Laufe der ersten Hälfte den STV-Express erstmalig anwerfen konnte. Nach einem ersten Zwischensprint stand es 12:8 zur Pause für Soest. Zu Beginn der zweiten Hälfte stockte der Soester Motor wieder ein wenig, bis zum 16:12 (43.) und 18:14 (46.) hielten die Gäste zumindest den Sichtkontakt. Dann aber blieb Soest fast zehn Minuten ohne Gegentor und fuhr einen erfolgreichen Tempogegenstoß nach dem anderen. Insbesondere Max Picht konnte dabei seine Schnelligkeit ausspielen, erzielte insgesamt acht Tore.„Wir haben das ganze Spiel gut gedeckt. Auf dem Weg nach vorne waren wir anfangs zu fahrig, da haben wir zu viel liegenlassen. In der zweiten Hälfte haben wir die Fehler abgestellt, dann ging der Express los“, lobte STV-Trainer Max Loer. Einziger Wermutstropfen eines sonst gelungenen Nachmittags: Lars Wiggeshoff verletzte sich in der ersten Hälfte an der Schulter – eine Diagnose steht aus. Soester TV: Muhr, Lichtenegger; Schnorfeil (2), Möllenhoff (1), Vukoja, Wiggeshoff, Jünger (1), Zülsdorf (5), Müller (2), Tischer (5, 3/1), Danz (2), Picht (8), Falkenberg (4, 2/2).

VfL Gladbeck – VfL Eintracht Hagen 2 33:19 (15:11)
Nach dem Spitzenspiel herrschte im Lager des VfL eitel Sonnenschein. Neben dem klaren Erfolg über den Tabellendritten gab auch der Kapitän, Spielmacher und Torjäger Max Krönung seine Zusage für die nächste Saison. Und mit Jan-Bernd Kruth, Jonas Luggenhöner und Lukas Schulte-Lüzem wechselt ein Trio vom HSC Haltern/Sythen zu neuen Spielzeit zum Tabellenführer. Zunächst sah es gar nicht nach einem klaren Sieg des VfL aus, denn die Gäste führten mit 4:6-Toren und lagen in der 18.Minute auch noch knapp mit 7:8 in Front. Und danach brach das Unheil über Hagen herein. Durch einen 8:3-Lauf lagen die Hausherren beim Pausenpfiff mit 15:11-Toren in Führung. Und die zweite Halbzeit entschied Gladbeck sogar mit 18:8-Toren für sich. Am Ende machten sich die Gäste mit einer 33:19-Klatsche auf die Heimreise. Max Krönung hieß der überragende Akteur auf dem Spielfeld. Er traf gleich vierzehnmal ins Hagener Tor. Gästetrainer Pavel Prokopec meinte nach dem Spiel: „Wir verlieren das Spitzenspiel beim Tabellenführer VfL Gladbeck mit 33:19. Eine bittere, dennoch verdiente Niederlage.Wir konnten die vielen Ausfälle (Jan Kosakowski, Chris Funke, Julian Pallasch, Lukas Meier, Simon Ließ, Igor Panisic) leider nicht kompensieren und hielten nur in der Anfangsphase mit. In den ersten 15 Minuten haben wir sehr gut gespielt und konnten mit dem VfL Gladbeck mithalten. Diese 15 Minuten nehmen wir für die Zukunft mit! Zum Ende der ersten Halbzeit verletzten sich dann noch die beiden Rückraumspieler Jaap Bemsterboer und Marc Ingwald, sodass wir keine Auswechselmöglichkeiten für den Rückraum mehr hatten.Wie schon in der Vorwoche mussten wir improvisieren und so standen Formationen auf der Platte, die noch nie zuvor zusammengespielt haben. Ich mache den Jungs keinen Vorwurf, die Lage ist schwierig, die Trainingsbeteiligung überschaubar. Wir werden da rauskommen und wenn alle fit sind, wieder voll angreifen! Nun ist es erstmal wichtig alle Blessuren auszukurieren und uns auf die Aufstiegsrunde gut vorzubereiten“.

Rückblick auf den letzten Oberligaspieltag

In der Oberligastaffel 1haben sich der CVJM Rödinghausen, der TuS Möllbergen und die Sportfreunde Loxten für die Meisterrunde qualifiziert. Um den vierten Platz streiten sich der TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck (12:10-Punkte) und die TSG Harsewinkel (11:9-Zähler). Unsere Truppe wird sich dann wohl Anfang März neben dem TV Isselhorst und TuS Brake in der Abstiegsrunde wieder finden. Am letzten Samstag kassierte der VfL in der letzten Sekunde durch einen direkt verwandelten Anwurf den bitteren 25:25-Ausgleichstreffer. „Das war ein Weitwurf mitten ins Herz“ – so lautete die Schlagzeile der Neuen Westfälischen. Vielleicht ist der eine Punkt vom Samstag noch sehr wichtig, wenn der TuS 97 Bielefeld ebenfalls in der Abstiegsrunde landet. Dann starteten die Bielefelder und der VfL mit jeweils 9:3-Punkte in die Abstiegsrunde. In der Staffel 2 haben sich der VfL Gladbeck, die Reserve von VfL Eintracht Hagen und der Soester TV für die Meisterrunde qualifiziert. Der TuS Bommern benötigt aus seinen letzten drei Spielen noch drei Punkte, um den vierten Platz zu belegen. Dazu müsste aber die HSG Gevelsberg/Silschede alle ihre letzten vier Spiele gewinnen. Die Entscheidung wird am kommenden Samstag fallen, wenn die HSG den TuS Bommern in Gevelsberg erwartete. Der HTV Hemer kämpft nach der bitteren Heimniederlage gegen Gevelsberg in der Abstiegsrunde weiter um Punkte. Auf jeden Fall nimmt Hemer 8Punkte mit. Sollten die Sauerländer noch beim TuS Ferndorf punkten können, kämen sie auf 9 bzw. 10Punkte, die sie in die nächste Runde mitnehmen würden.

TV Isselhorst – TuS Möllbergen 24:29 (10:13)
Auf dem Spielfeld zeigte der TV Isselhorst eine couragierte Leistung und trat deutlich besser auf als vergangene Woche, als es eine deftige Niederlage in Mennighüffen gab. Trotzdem gab es am Ende gegen den Tabellenzweiten aus Möllbergen eine 24:29 (10:13)-Niederlage. Isselhorst konnte das Spiel lange Zeit offen gestalten, aber am Ende reichte es wieder nicht für einen Punktgewinn. Die personellen Voraussetzungen waren dabei nicht ideal. Neben Jonas Dallmann fehlte auch Marvin Gregor. Und kurz vor der Pause handelte sich Gian-Luca Braunsmann dann eine unglückliche rote Karte ein, was die Möglichkeiten von Trainer Michael Jankonwski weiter reduzierte. Die Torge-Sieben aus Möllbergen lag zunächst mit 2:4-Toren vorn. Danach bestimmten die Hausherren das Spiel und gingen mit 7:5 in Front. Bis zum 10:9 blieb der Tabellenletzte vorn. Beim Stand von 10:10 gab es die Disqualifikation gegen Gian-Luca Braunsmann und bis zur Pause setzte sich der TuS auf 10:13 ab. Nach dem Wechsel glich Isselhorst beim 13:13 wieder aus und blieb bis zum 18:19 in der 44.Minute dran. Durch einen 0:4-Lauf setzte sich Möllbergen auf 18:23 ab. Über 21:27 kam die Truppe von Trainer Andre Torge am Ende zu einem sicheren 24:29-Erfolg. Bei Isselhorst trafen Federic Grabmeir (8/4), Simon Mayer (5) und Gian-Luca Brausmann am besten. Frederich Altvater und Marc Artmeier trafen für den TuS jeweils achtmal ins Schwarze.

TuS Brake – TSG Harsewinkel 23:33 (11:17)
Sieben Wochen und einen Tag nach dem letzten Pflichtspiel gab sich die TSG Harsewinkel beim Aufsteiger TuS Brake keine Blöße. Mit einer aufmerksamen 6:0-Deckung vor dem mit 17 Paraden überragend haltenden Maik Schröder legten die Harsewinkler den Grundstein für den Pflichtsieg. Gastgeber Brake durfte nur bis zum 11:13 in der 26.Minute auf eine Überraschung hoffen. Dann zog die TSG mit einem 0:6-Lauf auf 11:19 davon und siegte am Ende deutlich mit 23:33-Toren. Dabei kamen Malik St.Claire, der sich in der Abwehr auf Außen viele Bälle angelte und per Gegenstoß versenkte sowie Linkshänder Luca Sewing auf je neun Treffer. Beim TuS Brake führte Moritz Eichelsbacher mit fünf Toren die Statistik an.
„Das tat gut!“ Mehr als diesen einen Stoßseufzer von Teammanager
Karl-Heinz Kalze brauchte es nach dem 33:23 (17:11)-Erfolg des Handball-Oberligisten TSG Harsewinkel gegen den TuS Brake eigentlich nicht. Nach anderthalb Monaten Wettkampfpause und gegen einen als unberechenbar geltenden Gegner hatte die TSG eindrucksvoll gezeigt, wo sie steht.
Zunächst herrschte einmal Erstaunen, dass Trainer Manuel Mühlbrandt nicht mitgereist war. Der Coach hatte sich als Corona-Kontaktperson in Selbstquarantäne begeben. Co-Trainer Christoph Dammann hatte das Training in der Woche geleitet und übernahm auch das Coaching – lautstark. „Ich habe vorher schon gesagt, dass ich als Trainer anders bin, als als Co-Trainer“, sagte der 35-Jährige lachend. Seine engagierte Art von der Seitenlinie schien das Team, aus dem noch Nico Schmeckthal
und Jonas Kalter fehlten, zu beflügeln.
Ein, zweimal musste der Trainer nachjustieren, etwa als sich in der ersten Hälfte die 6:0-Deckung auf der rechten Seite immer weit zurückdrängen ließ und durchlässig wurde. Sven Bröskamp kam für Luca Sewing. „Wir sind dann auch etwas mehr auf deren Halbe rausgegangen“, erklärte Dammann. Nach der Pause hatten die TSGAngreifer dann mit der 5:1 oder 4:2-Deckung der Braker zu kämpfen, die weiter engagiert mitspielten. Da war der Vorsprung aber schon auf 19:11 angewachsen. Das brachte die nötige Ruhe – und dann war da ja auch immer wieder Schröder. Kleine Phasen der Ladehemmung, in denen Brake etwa von 12:21 auf 14:21 oder von 16:26 auf 19:26 herankam, blieben ungestraft. Am Ende kam noch der A-Jugendliche Jannis Wunsch vom Kreis zu seinem ersten vielumjubelten Treffer. „Das hat mir alles richtig gut gefallen“, lobte Dammann – es war zum Teil auch seine gute Handschrift.
Gruppe 2
VfL Gladbeck – TuS Ferndorf 2 30:27 (14:14)
Die 300 erwartungsfreudigen Zuschauer in Gladbeck, die sich auf einen entspannten Abend eingestellt hatten, staunten am Samstag nicht schlecht. Ganz im Gegensatz zum lockeren 35:19-Kantersieg im Hinspiel bereitete der Tabellenletzte TuS Ferndorf 2. dem gastgebenden Spitzenreiter über die gesamten 60 Minuten mehr Mühe als gedacht.
Es fehlte nicht viel, und das Team von TuS-Trainer Michael Feldmann hätte einen Überraschungscoup gelandet. Dreieinhalb Minuten vor Schluss kassierte Kai Ronge beim ausgeglichenen Stand von 27:27 eine bittere Zeitstrafe. Diesen Vorteil nutzten die Gastgeber mit drei Toren zum vorentscheidenden 30:27. „Wir hatten wie immer in Unterzahl den Torwart gegen einen sechsten Feldspieler ersetzt und dann werden zwei Fehler bei Ballbesitz gnadenlos mit Würfen ins leere Tor bestraft“, sagte Feldmann.
Er sei aber sehr zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft. „Das macht Hoffnung für die demnächst anstehenden wichtigen Partien, in denen es gegen die anderen Teams geht, die mit uns um den Klassenerhalt kämpfen“, betonte der Coach nach diesem für die Tabelle völlig belanglosen Spiel.
„Wir haben in der Abwehr viele Zweikämpfe gewonnen und im Angriff im Gegensatz zu den letzten Partien nie einen siebten Feldspieler gegen den Torhüter eingetauscht“, betonte Feldmann. „Im Angriff gab es aber weiterhin viele Ballverluste, die dann mit Kontern bestraft wurden.“
Trotzdem blieb die Partie völlig offen und abwechslungsreich. Die Ferndorfer drehten sogar zweimal einen Rückstand von drei Toren in einen eigenen Vorsprung. Zunächst von 6:9 auf 10:9, und in der 2. Halbzeit noch einmal nach 17:17 und 18:21 in einen 22:21-Vorteil. Danach ging es ausgeglichen bis zum 27:27 in der Schlussphase.
Einen sehr guten Tag hatte Jan Wicklein erwischt. Er erzielte mit 15 Treffern, davon sieben von acht möglichen Siebenmetern, allein mehr als die Hälfte aller TuS-Treffer.
TuS Ferndorf 2.:Michel, Graf, Taday; Schneider, Barth, Dischereit (1), Weigelt (1), Sorg (5), Klein (1), Wicklein (15/7), Ronge (2), Scholemann (1), Baust (2)

VfL Eintracht Hagen 2 – TuS Bommern 26:26
Im letzten Heimspiel der Vorrunde gab es ein Unentschieden gegen den TuS Bommern. Der Anfang des Spiels gehörte uns. Wir standen gut in der Abwehr, zwangen den Gegner zu Fehlern und verwandelten diese Ballgewinne zu schnellen Toren. So stand es nach 15 Minuten 10:5 für uns.
Danach ließen die Kräfte bei uns etwas nach. In dieser Phase verwerfen wir freie Würfe oder leisten uns unnötige technische Fehler. Leider fehlen uns verletzungsbedingt weiterhin wichtige Rückraumspieler um das Tempo mit der nötigen Qualität über 60 Minuten hochzuhalten. Halbzeitstand 14:13.

Im zweiten Durchgang zeigte sich ein ähnliches Bild. Gut heraus gespielte Chancen blieben ungenutzt. Allein fünf Siebenmeter ließen wir liegen. Die vielen Unterzahlsituationen nutzen die Bommeraner aus und führten in der 53. Minute 20:23. Doch in den Schlussminuten waren wir wieder da, wir kämpften um jeden Ball und belohnten uns. Sechs Sekunden vor Ende erzielte Theo Bürgin das Tor zur Führung (26:25). Bommern spielte schnell nach vorne und holten mit der Schlussirene einen „fragwürdigen“ Siebenmeter raus. Felix Groß verwandelte diesen souverän zum Ausgleich 26:26.

Ich war heute mit unsere Wurfqualität nicht zufrieden und es gab Situationen in denen wir schlauer agieren müssen. Loben möchte ich den Einsatz und die Emotionen der gesamten Mannschaft!

Danke an die Zuschauer für die tolle Stimmung. Das hat richtig Spaß gemacht!

Das war der Spielbericht aus Sicht des Hagener Trainers Pavel Prokopec.

HTV Hemer – HSG Gevelsberg/Silschede 22:26 (10:11)

Das war eine bittere Niederlage für den HTV Hemer, der nach der 22:26-Heimpleite gegen die HSG Gevelsberg/Silschede für die Abstiegsrunde planen kann. Zunächst sah es aber nach einem Erfolg der Heimmannschaft aus. Über 3:1 und 4:2 lagen die Schützlinge von Trainer Pedro Alvarez bereits mit 7:4-Toren vorn, ehe die Gäste das Spiel durch einen 0:4-Lauf drehten. Beim 7:8 lag die HSG das erste Mal vorn und gab die Führung bis zum Spielende auch nicht mehr ab. Beim Stand von 10:11 ging es in die Pause. Und nach dem Wechsel lief im Angriff des HTV nicht mehr viel zusammen. Zwischen Minute 30 und 47 trafen die Hausherren nur ganze fünf Mal ins Gevelsberger Tor. So wurde aus einem 14:15 ein 18:23 für die HSG, die dann die Führung sicher ins Ziel brachte und einen überraschenden 22:26-Sieg feierte. Bislang hatte die HSG bei fünf Auswärtsspielen nicht einen einzigen Punkt geholt. Die Hemeraner Abwehr bekam den Torjäger Josip Jukic, der gleich elfmal für Gevelsberg traf, nicht in den Griff. Bei Hemer führten Johannes Brieden (8) und Bastian Frenzel (7/4) die Torschützenliste an.

Entscheidung ist gefallen: 2G beim VfL Handball Mennighüffen

Durch die Entscheidung, künftig nur noch Geimpfte oder Genesene als Zuschauer zuzulassen, sind der Zuschauerzahl in der Sporthalle keine Grenzen mehr gesetzt.

Jürgen Krüger
24.08.2021 | Stand 24.08.2021, 18:49 Uhr

Löhne. Wer sich in der am 4./5. September beginnenden Handballsaison Heimspiele des VfL Mennighüffen ansehen möchte, der muss entweder gegen Covid 19 geimpft oder von der Krankheit genesen sein. Einen negativen Test werde der Verein nicht akzeptieren, teilt Karl-Heinz Steinmeier, Corona-Beauftragter des Vereins, mit. „Wir können die volle Zuschauerzahl in die Halle lassen“ Der Vorstand des VfL habe sich nach eingehender Diskussion für die schärfere 2G-Regel entschieden, auch wenn der ein oder andere Nicht-Geimpfte diese Entscheidung kritisch sehen werde…

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Handball: Der VfL Mennighüffen wird offensiver

Starkes Testspiel beim Drittligisten GWD Minden II. Fynn Walter überragend.

Jürgen Krüger
15.08.2021 | Stand 15.08.2021, 13:58 Uhr

Minden/Löhne. Das ist eine Ansage: Handball-Oberligist VfL Mennighüffenmacht ein ganz starkes Testspiel beim Drittligisten GWD Minden II und befindet sich offensichtlich auf einem sehr guten Weg. Doch VfL-Trainer Tomasz Tluczynski möchte den 28:26 (16:11)-Erfolg beim Dankerser Bundesliga-Nachwuch nicht zu hoch hängen. „Die Jungs sind noch nicht mutig genug“ „Es waren einige gute Sachen dabei, aber wir müssen weiter an den Feinheiten arbeiten“, sagt „Tomek“ nach dem Sieg…

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Brakes Handballer unterliegen 22:36

Im Test ist Oberliga-Konkurrent VfL Mennighüffen derzeit noch eine Klasse besser.

Egon Bieber
30.07.2021 | Stand 30.07.2021, 15:42 Uhr

Mennighüffen/Bielefeld. Der TuS Brake läuft sich warm für seine erste Saison in der Handball-Oberliga. Das Testspiel beim kampferprobten Ligakonkurrenten VfL Mennighüffen verloren die Braker mit 22:36 (10:17). Dabei ging den Brakern, die über die Quotientenregelung am Grünen Tisch aus der Verbandsliga aufgestiegen waren, zum Ende des Spiels hin die Puste aus. TuS-Trainer Zygfryd Jedrzej, der das VfL-Team zuvor sechs Jahre lang trainierte und mittlerweile schon drei Jahre weg ist, musste in der Abwehr auf drei Stammkräfte verzichten – und somit enorm viel improvisieren. „Deshalb mussten einige Jungs auf anderen Positionen spielen, war heute vieles nur Stückwerk. Geklappt haben nur wenige Sachen. Es war aber gut, dass sich die Jungs endlich wieder in der Halle bewegen können“, meinte er. Unser Bild zeigt Brakes Kreisläufer Rene Lorge, der sich erfolgreich durchsetzt. ?

Foto: EGON Bieber

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Warum zwei Handballtrainer nicht in die Halle gehen

Sport in der Krise: Handballtrainer Jasmin Gojacic vom HCE Bad Oeynhausen und Tomasz Tluczynski vom VfL Mennighüffen meiden den Gang in die Trainingsstätten. Das sind ihre Gründe.

Jürgen Krüger
01.06.2020 | Stand 31.05.2020, 16:29 Uhr

Bad Oeynhausen/Löhne. Sportvereine dürfen wieder die städtischen Sporthallen nutzen. Die Stadt Bad Oeynhausen ist bei der vorsichtigen Rückkehr in den Standardmodus etwas weiter als Löhne. Jan-Hagen Herrendörfer vom Sportbüro der Stadt Bad Oeynhausen hatte die Vereine weit vor der offiziellen Freigabe um Hygienekonzepte gebeten, um „vorbereitet zu sein, wenn es soweit ist“.

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Der VfL Handball  geht in seine vierte Oberligasaison und wiederum ist der Klassenerhalt das Saisonziel. In der Spielzeit 2019/2020 gehen aus dem Handballkreis Bielefeld/Herford  mit der TSG AH Bielefeld, dem TuS  97 Bielefeld/Jöllenbeck, dem Aufsteiger CVJM Rödinghausen und dem VfL gleich vier Teams an den Start. So gibt es in der neuen Spielzeit reichlich Derbies.

Jeweils drei Vertreter kommen aus den Handballkreisen Industrie (HSC Haltern/Sythen, VfL Gladbeck  und FC Schalke 04) und Hellweg (Tura Bergkamen, Soester TV und ASV Hamm 2). Neben den    heimischen Vertretern  sind mit dem TuS Möllbergen und den Sportfreunden aus Loxten noch zwei weitere Vereine aus Ostwestfalen dabei.

Wer trägt in der neuen Saison die Bürde des Meisterschaftsfavoriten und wer wird bei den Experten als Abstiegskandidat  gehandelt? In den Vorjahren war die TSG AH Bielefeld der Topfavorit auf  den Meistertitel, aber zweimal reichte es für die TSG nicht zum Aufstieg. Und so muss die Mannschaft um ihren Manager Christian Sprdlik  eine Ehrenrunde in der Oberliga Westfalen drehen. Den elf Abgängen stehen zehn Neuzugänge gegenüber. Obwohl der neue Trainer Leif Anton wieder bei Null anfängt und die Truppe  sich erst einmal finden muss, gehören die Bielefelder wieder  zum  engeren Favoritenkreis.

Die Reserve des ASV Hamm, die gegenüber dem Vorjahr noch einmal verstärkt wurde, ist der Topfavorit auf den Titel. Ebenso wollen die Sportfreunde aus Loxten bei der Vergabe des Titels ein gehöriges Wort mitreden. Zudem  wird mit den Mannschaften vom VfL Gladbeck und dem Soester TV zu rechnen sein. Beide Teams sind für eine Platzierung im oberen Tabellendrittel gut.

Die weiteren neun Teams der Oberliga haben sich den Klassenerhalt zum Ziel gesetzt und wollen so schnell wie möglich dieses Vorhaben in die Tat umsetzen.

Da keine Mannschaft auf der 3.Liga West in die Oberliga Westfalen abstieg, begrüßen wir drei Aufsteiger. Der CVJM Rödinghausen (Meister Verbandsliga Staffel 1), der HSC Haltern/Sythen (Meister Verbandsliga Staffel 2)  und der HC Bergkamen  (Zweiter der Verbandsliga Staffel 2) werden es in der neuen Spielklasse wohl sehr schwer haben.

Der HTV Hemer und der TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck verloren viele ihrer Topspieler, die durch die Neuzugänge nur schwer zu ersetzen sind. Wenn der TuS Möllbergen in der neuen Saison vom Verletzungspech verschont bleibt, wäre der Truppe um Trainer Andre Torge ein Platz im Mittelfeld zuzutrauen. Die Nachwuchstruppe vom TuS Ferndorf 2 wird wohl aufgrund ihrer Heimstärke und der personellen Unterstützung aus der ersten Mannschaft die notwendigen Punkte zum Klassenerhalt schnell einfahren können. Wie die Mannschaft des FC Schalke 04 in ihrem zweiten Oberligajahr abschneidet, muss man abwarten.   

 

Und nun zu den Teams im einzelnen:

 

TSG AH Bielefeld

In den letzten drei Jahren hatte in Altenhagen jeweils  ein anderer Trainer das  Sagen. Nach der ersten Saison unter dem neuen Manager Christian Sprdlik  wurde Michy Boy entlassen. Für ihn kam Stefan „Apollo“  Just, der aber auch schon nach nur einem guten halben Jahr entlassen wurde. Für ihn übernahm TSG-Urgestein Carl-Moritz Wagner das Traineramt.  Und zur neuen Saison steht mit Leif Anton wieder ein neuer Mann auf der Kommandobrücke. Der 36jährige Leif Anton ist Inhaber der A-Lizenz und trainierte in der letzten Saison die Bundesliga-A-Jugend des TBV Lemgo. Er ist um sein Amt nicht zu beneiden, denn gleich elf Akteuren wurde kein neuer Vertrag angeboten. Gustav Rydergard ging zurück nach Schweden und Richard Sundberg spielt in der neuen Saison wieder in seinem Heimatland Finnland. Neben den beiden Torleuten Maximillian Kroll und Felix Hendrich stehen auch Tobias Fröbel, Vincent Kroll, Johannes Krause und Arne Kröger (zurück zum VfL Handball) nicht mehr im Kader der TSG. Und auch der letztjährige Torschützenkönig Julius Hinz verließ die Bielefelder in Richtung HC Burgwedel (3.Liga Nord).

Torhüter Fabian Ulrich beendete nach nur wenigen Monaten sein Engagement in Bielefeld und wechselte zum Drittligisten  Northeimer HC. Und auch Rechtsaußen Jannik Wortmann  brach seine Zelte nach der Verpflichtung von Dusan Maric in Bielefeld ab. Er spielt in der nächsten Saison für den Verbandsligaaufsteiger TuS Brockhagen.

Neu im Kader der TSG stehen mit Dominik Walldorf, Dennis Doden und Jan Hübner drei Zweitligaspieler. Dominik Walldorf spielte zwei Jahre lang beim VfL Eintracht Hagen und soll im linken Rückraum angreifen. Seine bisherigen Stationen hießen HSG Detmold/Hiddesen, HSG Augustdorf, Lemgo Youngsters und Eintracht Hagen. Für die Spielmacherposition wurde Jan Hübner vom Zweitligisten TV Emsdetten verpflichtet. Der 22-jährige Mittelmann  wurde beim SC Magdeburg ausgebildet. Danach stand  er zwei Jahre lang bei Emsdetten unter Vertrag.  Aus Wilhelmshaven kam Torhüter Dennis Doden nach Bielefeld. Der 2,00Meter große Keeper kennt Trainer Leif Anton aus Lemgoer Zeiten und entschied sich kurz vor Toresschluss zum Wechsel zur TSG. Er bildet zusammen mit Paul Twarz das neue Torhütergespann. Der 21jährige Twarz kommt vom Drittligisten Eintracht Hildesheim. Er lernte das Handballspielen in Cottbus  und schloss sich 2013 dem 1. VfL Potsdam  an, mit dem er in seinem ersten Seniorenjahr in der 3.Liga Nord spielte. Mit der Junioren-Nationalmannschaft wurde er 2016 Vize-Europameister.

Gleich zwei Rückkehrer stehen ab der neuen Saison wieder im Kader der TSG. Vom Bielefelder Nachbarn TuS 97 kehrt Linksaußen  Daniel Meyer nach Altenhagen zurück. Er soll mit Jonas Zwacka auf  Linksaußen  angreifen.  Luca Werner, der in Bielefeld bei der HSG Eintracht Gadderbaum groß geworden ist, war schon einige Jahre für die TSG am Ball und spielte in der letzten Saison beim Drittligisten TuS Spenge. Unter anderem hat er in Norwegen beim Erstligisten Follo HK gespielt. Er soll bei der TSG zusammen mit Jan Hübner die Spielmacherposition bekleiden.

Mit Jannis Louis holte die TSG ein Eigengewächs nach Bielefeld zurück.. Er spielte in der letzten Saison in der Bundesliga- A-Jugend des TBV Lemgo. Er bildet zusammen mit Mario Bergen das Duo am Kreis.

Lange Zeit spielte Linkshänder Marius Schrage bei ASV Hamm 2 und Menden/Lendringsen. Nach einem Auslandsaufenthalt  hielt er sich

beim  Landesligisten RSV Altenbögge fit. Jetzt soll er zusammen mit Luca Sewing  für die Torgefahr aus dem rechten Rückraum sorgen. 

Auf der Rechtsaußenposition greift in der neuen Spielzeit Dusan Maric an. Der gebürtige 26jährige Ungar  sammelte für Oroshazi FKSE sogar Erfahrung im EHF-Cup. In der Saison 2017/2018 spielte er bei der HSG Augustdorf/Hövelhof. Nach einem einjährigen Gastspiel bei VTZ Saarpfalz will der pfeilschnelle Rechtsaußen mit der TSG in die 3.Liga aufsteigen.

Ende Juli  brach bei Torhüter Dennis Doden eine schwere Knieverletzung   wieder auf und es droht eine längere Verletzungspause. Daraufhin machte Manager Christian Sprdlik Nägel mit Köpfen und verpflichtete  den erfahrenen Johnny Dähne, der nach seinem Weggang von der TSG Harsewinkel bei seinem Heimatverein TV Werther seine Laufbahn ausklingen lassen wollte, als zweiten Torhüter.

  

Zugänge:  Jan Hübner (22 Jahre, Rückraum-Mitte, TV Emsdetten)

                    Dominik Walldorf (25 Jahre, RL, VfL Eintr.Hagen)

               Daniel Meyer (32 Jahre,  LA, TuS 97 Bielefeld)

               Luca Werner (28 Jahre, RM, TuS Spenge)

               Jannis Louis (19 Jahre, KL, TBV Lemgo A-Jugend)

               Paul Twarz (21 Jahre, Torwart, Eintracht Hildesheim)

               Marius Schrage (29 Jahre, RR, RSV Altenbögge-Bönen)

               Dusan Maric (26 Jahre, RA, VTZ Saarpfalz)

               Dennis Doden (26 Jahre, TW, Wilhelmshavener HV)

               Johnny Dähne (39 Jahre, TW, TSG Harsewinkel

             

Abgänge:    Richard Sundberg (zurück nach Finnland)

                    Vincent Kroll (Eintr. Hildesheim) 

                    Arne Kröger (VfL Handball Mennighüffen)

               Julius Hinz (HC Burgwedel)

                    Maximillian Kroll (unbekannt)

                    Felix Hendrich (TSG Harsewinkel)

               Gustav Rydergard (zurück  nach Schweden)      

               Johannes Krause (unbekannt)

               Tobias Fröbel (TSG Harsewinkel)

               Jannik Wortmann (TuS Brockhagen)

               Fabian Ulrich (Northeimer HC)

 

 

TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck

Die Bielefelder Vorstädter hatten vor der Saison 2018/2019 gleich drei Akteure vom TuS Spenge verpflichtet und es wurde ein Platz im oberen Tabellendrittel angestrebt. Aber  es kam ganz anders. Das Team von Trainer Eric Husemann konnte sich erst am letzten Spieltag in einem Endspiel gegen die TSG Harsewinkel den Klassenerhalt

sichern. Da der TuS wohl nicht mehr über die finanziellen Mittel der Vorjahre verfügt, verließen etliche Leistungsträger den Verein. Die entstandenden Lücken sollen durch hungrige Eigengewächse aus der zweiten Mannschaft  und  der A-Jugend des TuS geschlossen werden. Vom Landesligisten TG Hörste kehrte Kreisläufer  Luka Borutta zu seinem Stammverein zurück. Aus dem letztjährigen Kader stehen nur noch die beiden Torhüter ChristianTrittin und David Weinholz  sowie die Feldspieler Justus Clausing, Till Kraatz, Nils Grothaus, Björn Klusmann und Justin Mühlbeier zur Verfügung.

Die Verantwortlichen des TuS würden sich freuen, wenn ihr neuaufgestelltes Team den Klassenerhalt schaffen würde. 

Pierre Limberg, der vor zwei Jahren einige Monate beim VfL als Trainer für den erkrankten Siggi Jedrzej einsprang, übernimmt das Traineramt.  Eric Husemann bleibt ihm als Co-Trainer erhalten.

 

Zugänge:  Luka Borutta (KL, TG Hörste)

Abgänge:

              Sebastian Reinsch (TuS Spenge 2)

              Daniel Meyer (TSG AH Bielefeld)

              Leon Ludwigs (TSV Ladbergen)

              Sebastian Kopscheck  (Laufbahnende)

              Jakob Röttger (HCE Bad Oeynhausen)

              Lukas Heins (HCE Bad Oeynhausen)

              Christian Niehaus (Pause)

 

 

CVJM Rödinghausen

Der CVJM war in der Verbandsliga Staffel 1 in der Saison 2018/2019 das Maß aller Dinge. Am Saisonende lag die Truppe des Erfolgstrainers Pascal Vette mit 46:6-Punten an der Tabellenspitze. Nur gegen den Tabellenzweiten TV Isselhorst gab es zwei Pleiten (27:29 und 28:31) und gegen den Ortsnachbarn HSG TuS/EK Spradow (23:29) ging man als Verlierer vom Parkett. Trainer  Pascal Vette meinte nach dem Aufstieg: „In dieser Truppe passt die Mischung. Wir haben ein extrem gutes Mannschaftsgefüge, jeder gönnt dem anderen den Erfolg“.  Die Oberliga wird für die Truppe eine ganz große Herausfoderung, die der CVJM mit kaum veränderten Kader angehen will. Nur einen neuen Spieler hat der Aufsteiger verpflichtet. Damit wurden die Planungen abgeschlossen, denn das Konzept „Handball von hier“ wird beibehalten. Dann gab es dann noch eine böse Überraschung für den CVJM. Ein Leistungsträger der letzten Saison, Außenangreifer Lukas Reese, zog es nach Hamburg. Das schwächt den Aufsteiger schon. Der VfL freut sich schon jetzt auf die beiden Vergleiche mit unseren Freunden aus Rödinghausen.

 

Zugänge:  Chris Byczynski (RR, TuS Nettelstedt 2)

 

Abgänge:   Kim Niclas Bönsch (VfL Herford) 

              Lukas Reese (nach Hamburg verzogen)

 

TuS Möllbergen

Der TuS Möllbergen hat sich für die nächste Saison gezielt verstärkt. Gleich sechs  Neuzugänge hat Trainer Andre Torge in seinem Kader. Dabei handelt es bis auf den Rückkehrer Thorben Hanke und unserem letztjährigen Spielmacher Arne Halstenberg um junge, hungrige Talente aus dem Mindener Raum.  Den sechs Neuen stehen vier Abgänge gegenüber. Jan Camen und Simon Witte wollen ihre Laufbahn beenden, aber im Notfall ständen sie Gewehr bei Fuss. Tim Möller und Sebastian  Luchtmeier gehen zurück in die Reserve des TuS. Das Saisonziel der Gelben heißt Klassenerhalt. Sollte der TuS diesmal vom Verletzungspech verschont bleiben, sollte die Truppe von Andre Torge am Ende der Saison im Mittelfeld  der Tabelle landen. ASV Hamm 2, die Sportfreunde aus Loxten und die TSG AH Bielefeld sind für die Andre die Favoriten auf dem Meistertitel.  

 

Zugänge:   Arne Halstenberg (Rückraum Mitte, VfL Handball                       Mennighüffen)

              Thorben Hanke (Rechtsaußen, HSG Vlotho/Uffeln)

              Gerrit Gräper (Linksaußen, HV Minden-Nord)

              Fabian Baumgart (Kreisläufer, GWD Minden A-Jgd.                    Bundesliga)

              Thorben Schriefer (Torwart, Lit II)

              Anre Ransiek (Rückraum Links, Lit II)

Abgänge:   Jan Camen (Laufbahnende)

              Simon Witte (Laufbahnende)

              Tim Möller (TuS Möllbergen 2)

              Sebastian Luchtmeier (TuS  Möllbergen 2)  

 

VfL Gladbeck

Der sportliche Leiter Tim Deffte möchte mit seinem VfL in dieser Saison wieder im oberen Tabellendrittel landen. „So eine Rückrunde wie in der Spielzeit 2018/2019 möchte ich nicht noch einmal erleben. Der Kader wurde noch einmal breiter aufgestellt und der Konkurrenzkampf sollte belebend wirken“. Meisterschaftsfavorit für Deffte ist die TSG AH Bielefeld. Weiterhin sieht er die Sportfreunde aus Loxten und den Soester TV ganz vorne. Aber auch Gladbeck hat Ambitionen im Titelkampf. Drei Akteure haben den VfL verlassen, dafür stehen fünf Neuzugänge im Aufgebot. Thorben Mollenhauer steht nach langer Verletzungspause wieder im Kader und wird neben Max Krönung den sehr starken Rückraum bilden.  Mit Philipp Arens verpflichtete Gladbeck einen weiteren Kreisläufer. Der 19jährige spielte in der vergangenen Saison bei Tusem Essen in der A-Jugend-Bundesliga. Neben dem neuen Torhüter Patrick Spierau (von MTV Rheinwacht Dinslaken) wurde mit Niklas Rolf ein junger, talentierter Mittelmann verpflichtet. Anfang Juli gelang dem VfL dann auf dem Transfermarkt noch der große Wurf. Mit Linkshänder Felix Käsler gab ein ehemaliger Jugendnationalspieler dem VfL seine Zusage. Er bekam in der Saison 2017/2018 regelmäßig Einssatzzeiten im Zweitligateam von Tusem Essen. Anfang 2018 erhielt er vom DHB eine Einladung zum U-20-Vier-Länder-Turnier in Konstanz. Kurze Zeit später ging Felix Käsler für ein Jahr nach Australien und heuerte nach seiner Rückkehr  überraschend in Gladbeck  an.  Der VfL wird jetzt sicherlich ein gehöriges Wort bei der Vergabe des Titel mitsprechen.

 

Zugänge:  Patrik Spierau (19Jahre, TW, MTV Reinwacht Dinslaken)                  

Niklas Rolf (RM, SG Üeberruhr)

              Philipp Arens (19, KL, Tusem Essen, A-Jugend-Bundesliga)

              Thorben Mollenhauer  (nach langer Verletzungspause                 wieder dabei)

              Felix Käsler (20Jahre, RR, Tusem Essen)

Abgänge:   Marcel Giesbert (RA, Karriereende)

                 Philipp Korona (TW, VfL Galdbeck 2)

               Hans Müller (KL, SV Teut. Riemke)  

 

 

Sportfreunde Loxten

Trainer Dirk Schmidtmeier, der in seine zweite Saison bei den Sportfreunden geht, kann auf ein eingespieltes Team zurückgreifen. Mit Sebastian Hölmer und Paul Blankert stehen zwei Akteure nicht mehr im Aufgebot. Einziger  Neuzugang ist Philipp Harnacke. Der 22jährige hat in der letzten Saison beim Drittligisten Handball Lemgo 2 gespielt und ersetzt auf der halblinken Position Sebastian Hölmer. Philipp  ist ein brandgefährlicher Angreifer und freut sich darauf, in Loxten zusammen mit seinem Bruder Max in einer Mannschaft spielen zu können. Loxten belegte in der abgelaufenen Saison Platz vier und gehört in dieser Spielzeit neben der TSG AH Bielefeld, dem ASV Hamm 2 und VfL Gladbeck  zu den Titelfavoriten.

 

Zugänge:  Philipp Harnacke (22,RL, Handball  Lemgo 2)

Abgänge:  Sebastian Hölmer

              Paul Blankert (TuS Brockhagen)

              Heiner Steinkühler (TSG Harsewinkel)

 

ASV Hamm-Westfalen 2

Die Hammer Reserve möchte an die guten Leistungen des Vorjahres anknüpfen, als das Team lange Zeit um den Titel mitspielte und am Ende einen tollen dritten Rang belegte. Und in der Saison 2019/2020 liebäugelt der ASV sogar mit dem Aufstieg in die dritte Liga. Auf jeden Fall soll das Ergebnis  der Vorsaison bestätigt werden. Vier Akteure haben Hamm den Rücken gekehrt. Aber  der sportliche Leiter und Trainer Kay Rothenpieler kann mit Lars Gudat, Fabio Runkel und Alex Rubino Fernandez drei hochkarätige Neuzugänge begrüßen. Der erst 18jährige Alex Rubino Fernandez hat im Vorjahr in der A-Jugend-Bundesliga für Tusem Essen gespielt. In 22Spielen traf er für Essen 160mal ins Schwarze, was einen Schnitt von 7,27Toren pro Spiel bedeutete. Er soll in der Hammer Reserve aufgebaut werden und in Zukunft den Sprung in die Bundesligatruppe des ASV schaffen.  Lars Gudat, der in der letzten Saison für die Erstvertretung der Hammer in der zweiten Bundesliga spielte, steht jetzt wieder im Kader der Reserve. Und vom Verbandsligisten OSC Dortmund wechselte Fabio Runkel nach Hamm. Die ASV-Reserve wird von vielen Experten als der Geheimtip auf den Meistertitel angesehen.    

 

Zugänge:         Lars Gudat (RA, ASV Hamm 1)

                     Fabio Runkel (OSC Dortmund)

                     Alex Rubino Fernandez (18, LA, Tusem Essen, A-Jgd.                  Bundesliga)            

Abgänge:         Maurice Behrens (TW, Ahlener SG)

                     Björn Danz (Soester TV)

                     Luca Tröster (LA, RSV Altenbögge)

                     Dominik Weigel (KL, RSV Altenbögge)

                           

 

 

Soester TV

Die Bördestädter, die die letzte Saison mit 30:22-Punkten als Tabellenfünfter beendeten, wollen in der neuen Spielzeit wieder ganz oben mit dabei sein. Trainer Sören Hohelüchter wird durch zwei erfahrene Sportler abgelöst. Max Loer fungiert jetzt als Spielertrainer und ihm zur Seite steht Michael Jankowski, der viele Jahre lang die A-Jugend des Soester TV trainiert hat. Bereits im Vorjahr drängten viele, spielstarke und hoffnungsvolle Talente in den Kader des TV. Zwei Spieler verließen Soest, und zwar Torhüter Christian Ihssen und Rechtsauße Marcel Tomassini, die beide zu ihrem Stammverein TV Wickede zurückkehrten. Dafür stehen mit Björn Danz und Tim Faber zwei neue Akteure im Aufgebot. Der 21jährige Björn Danz spielte im letzten Jahr noch für ASV Hamm 2. Er kann auf Rechtsaußen oder RückraumRechts eingesetzt werden. Und von Aufsteiger Tura Bergkamen wechselte Torhüter Tim Faber zu den Bördestädtern.

Der TV, der in der neuen Spielzeit seine Heimspiele gern am  Freitagabend austragen möchte, gehört zu den Mitfavoriten um den Meistertitel.

 

Zugänge:         Björn Danz (21, RA,RL, ASV Hamm 2)

                     Tim Faber (27, TW, Tura Bergkamen)

 

Abgänge:         Christian Ihssen (TW, zurück zum TV Wickede)

                     Marcel Tomassini (RA, zurück zum TV Wickede)  

 

Tura Bergkamen

Trainer Thomas Rycharski  freut sich nach dem überraschenden Aufstieg über einen Königstransfer. Denn mit Dimitry Stukalin verpflichtete Berkamen vom Drittligisten Ahlener SG einen starken Mittelmann. Stukalin hat vor Jahren auch schon in Ostwestfalen bei der HSG Augustdorf/Hövelhof gespielt. Etliche junge Nachwuchsspieler fanden den Weg zum neuen Oberligisten, der den Klassenerhalt als Saisonziel ausgegeben hat. 

Trainer Thomas Rycharski stellte klar: „Ich gehe davon aus, dass wir alle an einem Strang ziehen und hart um den Klassenerhalt kämpfen werden“.

 

Zugänge:            Dimitry Stukalin (26, RM,RL, Ahlener SG)

                     Nils Harhoff (TW, TV Werne)

                     Dustin Kurschus (Tura Bergkamen 2)

                     Edwin Krmaric (19, A-Jugend ASV Hamm)

                     Torben Roßfeld (SuS Oberaden)

 

 

Abgänge:         Tim Faber (27,TW, Soester TV)

 

HSC Haltern/Sythen

Nach dem unerwarteten wie souveränen Aufstieg mit einer relativ jungen Mannschaft (Durchschnittsalter 24,2Jahre) freut man sich bei der HSC Haltern/Sythen, nach zwölf Jahren Abstinenz wieder Oberligaluft schnuppern zu dürfen. Der Aufsteiger sieht sich als krasser Außenseiter. Das primäre Ziel des HSC  ist es, sich  möglichst schnell an das auch körperliche Niveau der Oberliga zu gewöhnen, um den Klassenerhalt zu schaffen. Dabei will man sich an den Mitaufsteigern CVJM Rödinghausen und Tura Bergkamen sowie an die letztjährigen Kellerkindern TuS Möllbergen und TuS 97 Bielefeld orientieren. Ferner ist man beim HSC gespannt, wie der HTV Hemer den personellen Umbruch verkraftet. Als Titelfavoriten werden in Haltern/Sythen  die Teams  TSG AH Bielefeld, ASV Hamm 2, TV Soest und Sportfreunde Loxten genannt.

 

Zugänge:         Max Beumer (SV SW Havixbeck)

                     Johannes Beumer (SV SW Havixbeck)

                     Marc Mühlenbrock (2.Mannschaft HSC)

 

Abgänge:         Sascha Rauschel (VfL Gladbeck 2)

                     Robin Hettrich (berufsbedingte Pause)

                     Tim Strotmann (studienbedingte Pause)

 

 

HSV 81 Hemer

In Hemer ging es zwischen den beiden Spielzeiten drunter und drüber. Am letzten Spieltag  wurden viele Spieler verabschiedet.  Bei der Jahreshauptversammlung wurde der Leiter Marketing/Sponsoring von den Mitgliedern nicht bestätigt. Daraufhin trat der gesamte Vorstand zurück. In der außerordentlichen Jahreshauptversammlung am 3.6.2019  wurde dann aber der Vorstand bestätigt und der Kader für die Oberligasieben wurde neu zusammengestellt.  Neben den beiden Torhütern Patrick Spiller und Max Müller haben die Feldspieler Lars Henkels, Lars Klisch, Philipp Trattner und Bastian Frenzel beim HTV zugesagt. Der Kroate Bozko Bjelanovic, der in der letzten Saison bei Sporting Lissabon unter Vertrag stand,  und der slowakische Nationalspieler Karol Zechmeister  sollen die neue, junge Truppe führen. Aus der A-Jugend des HTV sollen noch zwei bis drei talentierte Spieler zum Oberligakader stoßen. Trainer Tihomir Knez  macht weiter und kümmert sich um den Umbruch und den Aufbau einer neuen Mannschaft. Das große Ziel in Hemer heißt Klassenerhalt.  

 

Zugänge:         Karol Zechmeister (28,)    

                     Thorben Voigt (18, KL, Ahlener SG)

                     Jonas Brieden (19, RR, DJK Oespel-Kley, A-Jgd.                         Bundesliga)

                     David Wizy (20, RL, TV Evingsen, Landesliga)

                     Matias Paya Matus (18, RL, HC Menden-Lendringsen,                 A-Jgd. Bundesliga)

                     Bozko Bjelanovic (33, Sporting Lissabon)

 

Abgänge:         Moritz Frenzel (RR, Schalksmühle)

                     Christian Klein (RM, HC Menden/Lendringsen)

                     Max Klein (HC Menden/Lendringsen)

                     Alessio Sideri (unbekannt)

Lukas Rosenbaum (HC Menden-Lendringsen)

                           Frieder Krause (TuS Volmetal)

                     Christian Springer (unbekannt)

 

TuS Ferndorf II

Die Reserve des Zweitbundesligisten Ferndorf muss in ihrem dritten Oberligajahr auf einige Stammkräfte verzichten und baut in der neuen  Spielzeit wieder auf ihre Heimstärke.  Mit Eric Ihrle und Leon Sorg stehen zwei der Toptorjäger nicht mehr im Kader. Zudem  kann der TuS nicht mehr  auf so viele Spieler aus dem Bundesligakader zurückgreifen, da einige Akteure das 21. Lebensjahr vollendet haben und kein Doppespielrecht mehr besitzen.  Auf der Torhüterposition hat sich die Reserve gut verstärkt, denn der langjährige Keeper des Zweitbundesligisten, Kai Rottschäfer, spielt ab sofort in der zweiten Mannschaft. In Ferndorf ist man sich darüber im Klaren, das es eine schwere Saison wird und nur der Klassenerhalt angestebt wird.

 

Zugänge:         Kai Rottschäfer (TW, TuS Ferndorf 1)

 

Abgänge:         Eric Ihrle (TuS Volmetal)

                     Leon Sorg (Auslandsaufenthalt)

                     Tim Hottgenroth (TW, TuS Ferndorf 1)

 

 

 

 

 

Schalke 04

Die Handballabteilung des FC Schalke 04 will in ihrer zweiten Oberligasaison frühzeitig den Klassenerhalt klar machen. Mitte Juli hatte man in einem Testspiel den Bundesligisten Füchse Berlin zu Gast und   vor 1000 Zuschauern  musste man eine 17:35-Niederlage einstecken.  Der Kader hat sich erheblich verändert. Gleich sechs Akteure verließen den FC. Dabei schmerzen die Abgänge von Thimo und Til Kirsch besonders. Aber mit Todor Ruskov vom Drittligisten Schalksmühle/Halver  steht ein erfahrener Spieler neu im Aufgebot von Trainer Sebastian Hosenfelder, der die TSG AH Bielefeld, ASV Hamm 2 und die Sportfreunde Loxten zu den Titelfavoriten zählt.  

 

Zugänge:         Todor Ruskoc  (SG Schalksmühle/Halver)

                     Philipp Dobrodt (KL, TuS Hattingen)

                     Nikolai Lenz (VfB  Homberg)                           

                     Fin Sauerland (FC Schalke 2)    

Abgänge:         Matthias Bober (FC Schalke 3)

                     Nils Beyer (Karriereende)

                     Thimo Kirsch (Pause)

                     Til Kirsch (unbekannt)

                     Khalil Soussi (unbekannt)

                     Jakob Liedtke (unbekannt)

 

2. Herren NW Jürgen Krüger  16.12.2018 |

Bezirksliga: Das Derby zwischen zwischen der HSG Löhne/Obernbeck und dem VfL Mennighüffen II begeistert rund 400 Zuschauer. 24:24 ist ein gerechtes Ergebnis weiter…